Eine Skulptur aus Holz - Namji - Tschad (Ohne mindestpreis)






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Namji/Dowayo anthropomorphe Holfigur aus der Palaregion im Tschad, 20. Jahrhundert, Holz mit Glasperlen und Metall, ca. 20 cm hoch, 440 g, inklusive Ständer, authentisch/original, Zustand fair.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Namji / Dowayo (zugeschrieben)
Pala-Region, Tschad
20. Jahrhundert
Holz, Glasperlen, Metall, oxidiertes Bronze und weitere Materialien, inkl. Stand
Provenienz / Herkunft: Pala-Region, Tschad (laut Informant Wassiu)
Anthropomorphe Holfigur von stark abstrakter, geometrischer Konzeption. Der kompakte, voluminöse Torso ruht auf zwei weit auseinanderstehenden, leicht gebeugten Beinen, während die längeren Arme beidseitig der Körpermitte abwärts gebogen sind. Ein hoher, gegliederter Hals stützt einen kleinen, stark reduzierten Kopf mit einem hervortretenden Gesichtsprofil. Die markante Frisur oder Kopfbedeckung ragt beidseitig deutlich hervor und erzeugt eine markante Silhouette. Von oben arretiert ein diagonales Muster die obere Kopfpartie.
Die Figur zeichnet sich durch ihr reiches Ensemble an aufgetragenen Ornamenten in verschiedenen Materialien aus. Mehrere Strähnen überwiegend roter Glasperlen, durchsetzt von gelben Elementen, umschließen die Taille und den Unterleib. Weitere Perlen und Meterring adornieren die Knöchel. Um Hals und Schultern befinden sich mehrere erhebliche Ringe und Schmuckstücke. Besonders auffällig ist der grünlich patinierte Halsring aus oxidiertem Bronze, dessen Oberfläche einen auffälligen material- und farblichen Kontrast zu dem dunklen Holz und den roten Perlen bildet. Abnutzung, Abrasionsspuren, Schnitte und Bereiche mit heller geöffneter Holzoberfläche deuten auf eine längere Geschichte von Handhabung und Benutzung hin.
Figuren, die üblicherweise als „Namji‑Puppen“ bezeichnet werden, sollten nicht als Puppen im ausschließlich europäischen Sinn verstanden werden. Unter den Dowayo/Namji sind verwandte anthropomorphe Figuren besonders mit Fruchtbarkeit, Schwangerschaft und dem Kinderwunsch verbunden. Elisabeth L. Cameron beschreibt Figuren, die von Schmieden geschnitzt und Frauen gegeben wurden, denen es schwerfiel, schwanger zu werden. Sie konnten anschließend mit Perlen und anderen Ornamenten geschmückt und als Verkörperung oder Antizipation des erhofften Kindes behandelt werden. Eine Frau könnte eine solche Figur tragen und pflegen, in einer dem der Fürsorge für ein Säugling äquivalenten Weise.
Das Musée du quai Branly beschreibt diese Figuren ähnlich als Fruchtbarkeitsobjekte, die vor Sterilität schützen und das zukünftige Kind repräsentieren sollen. Ihre geometrischen Holzkörper wurden mit Perlen ornamentiert und von werdenden Müttern getragen. Vergleichbare belegte Beispiele beinhalten Perlen, Meterringe, Leder, Münzen, Amulette und weitere angefügte Materialien. Solche Zusätze sollten deshalb nicht notwendigerweise nur als dekorativ angesehen werden: Sie könnten an der sozialen und rituellen Identität des Objekts teilhaben und dessen Bedeutung steigern. Nach einer erfolgreichen Schwangerschaft konnten die Figuren behalten, auf einem häuslichen Altar platziert oder innerhalb der Familie weitergegeben werden.
Im vorliegenden Fall wäre es jedoch ratsam, der oxidierten Bronze-Halsringe nicht ohne objektspezifische Felddokumentation eine spezielle Fruchtbarkeits- oder Schutzfunktion zuzuordnen. Ihre auffällige Platzierung und die Verbindung mit Perlen und anderen Ornamenten deuten darauf hin, dass sie einen wichtigen Teil der materiellen Schmückung der Figur bildeten und möglicherweise deren rituelle Aufwertung, doch eine präzisere Interpretation bliebe spekulativ.
Die Zuschreibung erfordert ebenfalls Vorsicht. In der ethnografischen Literatur beziehen sich „Namji“ oder „Namchi“ allgemein auf die Dowayo im nördlichen Kamerun. Verwandte Skulpturtraditionen kommen jedoch in der weiter gefassten Benue-Kulturregion vor, einschließlich Gebieten, die sich bis in den Süden des Tschad erstrecken; frühere Sammlungen und der Kunstmarkt haben diese Traditionen nicht immer präzise unterschieden. Die dokumentierte Information „Pala-Region, Tschad (laut Informant Wassiou)“ sollte daher als wichtige objektspezifische Dokumentation erhalten bleiben, statt durch eine allgemeine Zuschreibung an Kamerun ersetzt zu werden.
Namji / Dowayo (zugeschrieben), anthropomorphe Fruchtbarkeitsfigur, Pala-Region, Tschad (laut Informant Wassiu), Holz, Glasperlen, oxidiertes Bronze und weitere Materialien, 20. Jahrhundert.
Ausgewählte Literatur:
Elisabeth L. Cameron, „In Search of Children: Dolls and Agency in Africa,“ African Arts, Band 30, Nr. 2, 1997, S. 18–33, 93.
Christoph Krüger, Dowayo: Namchi Puppen aus Kamerun. Die Dowayo und ihr Kult, Düsseldorf: Verlag U. Gottschalk, 2003.
Viviane Baeke, Beitrag in Femmes dans les arts d’Afrique, Paris: Musée Dapper, 2008, insbesondere S. 224.
Informant Wassiou
Einige der Informationen wurden von künstlicher Intelligenz erzeugt und basieren auf veröffentlichten Quellen aus Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inv. Nr. MAZ27209
Der Verkäufer stellt sich vor
Namji / Dowayo (zugeschrieben)
Pala-Region, Tschad
20. Jahrhundert
Holz, Glasperlen, Metall, oxidiertes Bronze und weitere Materialien, inkl. Stand
Provenienz / Herkunft: Pala-Region, Tschad (laut Informant Wassiu)
Anthropomorphe Holfigur von stark abstrakter, geometrischer Konzeption. Der kompakte, voluminöse Torso ruht auf zwei weit auseinanderstehenden, leicht gebeugten Beinen, während die längeren Arme beidseitig der Körpermitte abwärts gebogen sind. Ein hoher, gegliederter Hals stützt einen kleinen, stark reduzierten Kopf mit einem hervortretenden Gesichtsprofil. Die markante Frisur oder Kopfbedeckung ragt beidseitig deutlich hervor und erzeugt eine markante Silhouette. Von oben arretiert ein diagonales Muster die obere Kopfpartie.
Die Figur zeichnet sich durch ihr reiches Ensemble an aufgetragenen Ornamenten in verschiedenen Materialien aus. Mehrere Strähnen überwiegend roter Glasperlen, durchsetzt von gelben Elementen, umschließen die Taille und den Unterleib. Weitere Perlen und Meterring adornieren die Knöchel. Um Hals und Schultern befinden sich mehrere erhebliche Ringe und Schmuckstücke. Besonders auffällig ist der grünlich patinierte Halsring aus oxidiertem Bronze, dessen Oberfläche einen auffälligen material- und farblichen Kontrast zu dem dunklen Holz und den roten Perlen bildet. Abnutzung, Abrasionsspuren, Schnitte und Bereiche mit heller geöffneter Holzoberfläche deuten auf eine längere Geschichte von Handhabung und Benutzung hin.
Figuren, die üblicherweise als „Namji‑Puppen“ bezeichnet werden, sollten nicht als Puppen im ausschließlich europäischen Sinn verstanden werden. Unter den Dowayo/Namji sind verwandte anthropomorphe Figuren besonders mit Fruchtbarkeit, Schwangerschaft und dem Kinderwunsch verbunden. Elisabeth L. Cameron beschreibt Figuren, die von Schmieden geschnitzt und Frauen gegeben wurden, denen es schwerfiel, schwanger zu werden. Sie konnten anschließend mit Perlen und anderen Ornamenten geschmückt und als Verkörperung oder Antizipation des erhofften Kindes behandelt werden. Eine Frau könnte eine solche Figur tragen und pflegen, in einer dem der Fürsorge für ein Säugling äquivalenten Weise.
Das Musée du quai Branly beschreibt diese Figuren ähnlich als Fruchtbarkeitsobjekte, die vor Sterilität schützen und das zukünftige Kind repräsentieren sollen. Ihre geometrischen Holzkörper wurden mit Perlen ornamentiert und von werdenden Müttern getragen. Vergleichbare belegte Beispiele beinhalten Perlen, Meterringe, Leder, Münzen, Amulette und weitere angefügte Materialien. Solche Zusätze sollten deshalb nicht notwendigerweise nur als dekorativ angesehen werden: Sie könnten an der sozialen und rituellen Identität des Objekts teilhaben und dessen Bedeutung steigern. Nach einer erfolgreichen Schwangerschaft konnten die Figuren behalten, auf einem häuslichen Altar platziert oder innerhalb der Familie weitergegeben werden.
Im vorliegenden Fall wäre es jedoch ratsam, der oxidierten Bronze-Halsringe nicht ohne objektspezifische Felddokumentation eine spezielle Fruchtbarkeits- oder Schutzfunktion zuzuordnen. Ihre auffällige Platzierung und die Verbindung mit Perlen und anderen Ornamenten deuten darauf hin, dass sie einen wichtigen Teil der materiellen Schmückung der Figur bildeten und möglicherweise deren rituelle Aufwertung, doch eine präzisere Interpretation bliebe spekulativ.
Die Zuschreibung erfordert ebenfalls Vorsicht. In der ethnografischen Literatur beziehen sich „Namji“ oder „Namchi“ allgemein auf die Dowayo im nördlichen Kamerun. Verwandte Skulpturtraditionen kommen jedoch in der weiter gefassten Benue-Kulturregion vor, einschließlich Gebieten, die sich bis in den Süden des Tschad erstrecken; frühere Sammlungen und der Kunstmarkt haben diese Traditionen nicht immer präzise unterschieden. Die dokumentierte Information „Pala-Region, Tschad (laut Informant Wassiou)“ sollte daher als wichtige objektspezifische Dokumentation erhalten bleiben, statt durch eine allgemeine Zuschreibung an Kamerun ersetzt zu werden.
Namji / Dowayo (zugeschrieben), anthropomorphe Fruchtbarkeitsfigur, Pala-Region, Tschad (laut Informant Wassiu), Holz, Glasperlen, oxidiertes Bronze und weitere Materialien, 20. Jahrhundert.
Ausgewählte Literatur:
Elisabeth L. Cameron, „In Search of Children: Dolls and Agency in Africa,“ African Arts, Band 30, Nr. 2, 1997, S. 18–33, 93.
Christoph Krüger, Dowayo: Namchi Puppen aus Kamerun. Die Dowayo und ihr Kult, Düsseldorf: Verlag U. Gottschalk, 2003.
Viviane Baeke, Beitrag in Femmes dans les arts d’Afrique, Paris: Musée Dapper, 2008, insbesondere S. 224.
Informant Wassiou
Einige der Informationen wurden von künstlicher Intelligenz erzeugt und basieren auf veröffentlichten Quellen aus Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inv. Nr. MAZ27209
Der Verkäufer stellt sich vor
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- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
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GERMANY - Telefonnummer:
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