Eine Skulptur aus Holz - Ewe - Ghana (Ohne mindestpreis)






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Ein männliches und ein weibliches Aklama-Paar aus der Ewe/Dangme-Kulturregion im Südosten Ghanas.
In Holz geschnitzt und mit umfangreichen, blass, kreidigen Verkrustungen bedeckt, vermutlich einschließlich Kaolin, werden die beiden Figuren als eng verwandte, aber individuell differenzierte Gegenstücke konzipiert. Ihre stark verlängerten Proportionen und die radikale Reduktion des menschlichen Körpers verleihen ihnen eine fast architektonische Präsenz. Lange, gerade Beine steigen von integrierten, kreisförmigen Basen zu deutlich artikulierten Hüften und Gesäßen. Die schmalen, säulenartigen Reste enden in breite, rechteckige Schultern, während die Arme starr längs der Seiten herabfallen. Außerordentlich lange zylindrische Hälse tragen große ovale Köpfe mit stark vereinfachten Merkmalen: verlängerte vorspringende Nasen, minimal angedeutete Augen und kleine Münder. Im Profil ist die bildhauerische Ökonomie besonders auffällig, der Körper erscheint als sorgfältig ausbalancierte Abfolge vertikaler und horizontaler Volumen.
Obwohl sie nach demselben formalen Prinzip konstruiert sind, sind die Figuren nicht identisch. Eine ist schlanker und schmäler, mit markanterem Gesichtsprofil, während die andere breiter über Schultern und Becken ist und einen volleren, runderen Kopf aufweist. Ihre Beziehung wird daher durch Entsprechung statt durch strenge Symmetrie ausgedrückt. Die verwitterten Oberflächen tragen wesentlich zu ihrem visuellen Charakter bei. Schichten blasser Materialien wechseln mit Bereichen braunem Holzs, Spuren dunkler und rötlicher Pigmentierung. Solche angesammelten Oberflächen könnten die rituellen Geschichtsverläufe der Objekte widerspiegeln, statt lediglich eine ursprüngliche dekorative Oberfläche zu zeigen. Aklama-Figuren konnten während ihrer Nutzung Substanzen, Pigmente und andere Zusätze erhalten, wodurch das Erscheinungsbild der Schnitzarbeit allmählich verändert wurde.
Der Begriff Aklama bezieht sich auf ein komplexes Feld spiritueller Konzepte und Rituale unter Ewe- und Dangme-sprechenden Gemeinschaften in Ghana und dem benachbarten Togo. Er darf nicht einfach als Bezeichnung für eine Ahnenfigur oder „Götzenbild“ verstanden werden, wie es in älterer europäischer Literatur manchmal vorgeschlagen wurde. Aklama wird mit individuellem Schicksal, persönlicher spiritueller Kraft und anderen nicht-menschlichen Kräften assoziiert, die in das Leben einer Person eingreifen können. Schnitzfiguren könnten einen materiellen Ort bieten, durch den Beziehungen zwischen Menschen und solchen Kräften anerkannt, verhandelt und gepflegt werden. Ihre Bedeutung lag demnach nicht primär in naturalistischer Repräsentation, sondern in ihrer Fähigkeit, eine ansonsten immaterielle Beziehung greifbar und rituell zugänglich zu machen.
Neuere Feldforschungen haben außerdem gezeigt, dass die Bedeutung von Aklama weder einheitlich noch festgelegt war. Terminologie, Interpretation und rituelle Praxis konnten zwischen Gemeinschaften und sogar zwischen einzelnen Praktizierenden erheblich variieren. Aus diesem Grund kann die genaue Identität oder Funktion eines einzelnen Objekts nicht zuverlässig allein aus seiner Morphologie rekonstruiert werden. Die außergewöhnliche formale Vielfalt der überlebenden Aklama – von hoch abstrakten anthropomorphen Figuren bis hin zu Tieren und Darstellungen von Objekten – warnt ebenfalls davor, bestimmten Schnitzmerkmalen starre ikonographische Bedeutungen zuzuordnen.
Die männlich-weibliche Paarung der vorliegenden Figuren ist dennoch in der breiteren Aklama-Tradition bedeutsam. Paargestaltige anthropomorphe Figuren sind historisch dokumentiert, einschließlich Beispiele aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert. Anstatt notwendigerweise Porträts eines bestimmten Mannes und einer bestimmten Frau zu repräsentieren, könnten solche Paare komplementäre spirituelle Gegenwahrheiten oder Beziehungen verkörpert haben. Ohne belegten ursprünglichen rituellen Kontext sollte jedoch eine spezifischere Interpretation offen bleiben. Die Bezeichnung „Kulturregion Ewe/Dangme, southeastern Ghana” ist daher vorzuziehen gegenüber „Akan Aklama”: Akan bezieht sich auf einen eigenständigen, wenn auch historisch verbundenen kulturellen und sprachlichen Komplex.
Ausgewählte Literatur: Philip Owusu, Study of Aklama among the Ewe, PhD-Diss., Institute of African Studies, University of Ghana, 2023; Gigi Pezzoli, Philipp Plath und Nii Quarcoopome, Aklama: Helper Spirits of the Ewe and Dangme from the Study Collection of Horst Antes, Studienstiftung Horst Antes, 2016; Dzagbe Cudjoe, „Ewe Sculpture in the Linden Museum,“ Tribus 18, 1969; J. D. E. Schmeltz, „Zaubermittel der Evheer,“ Archives Internationales d’Ethnographie 14, 1901.
Informant Wassiou
Einige Informationen stammen von künstlicher Intelligenz und beruhen auf veröffentlichten Quellen aus Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inv. No. MAZ27258
Höhe: 39 cm / 40 cm
Gewicht: 430 g / 470 g
Der Verkäufer stellt sich vor
Ein männliches und ein weibliches Aklama-Paar aus der Ewe/Dangme-Kulturregion im Südosten Ghanas.
In Holz geschnitzt und mit umfangreichen, blass, kreidigen Verkrustungen bedeckt, vermutlich einschließlich Kaolin, werden die beiden Figuren als eng verwandte, aber individuell differenzierte Gegenstücke konzipiert. Ihre stark verlängerten Proportionen und die radikale Reduktion des menschlichen Körpers verleihen ihnen eine fast architektonische Präsenz. Lange, gerade Beine steigen von integrierten, kreisförmigen Basen zu deutlich artikulierten Hüften und Gesäßen. Die schmalen, säulenartigen Reste enden in breite, rechteckige Schultern, während die Arme starr längs der Seiten herabfallen. Außerordentlich lange zylindrische Hälse tragen große ovale Köpfe mit stark vereinfachten Merkmalen: verlängerte vorspringende Nasen, minimal angedeutete Augen und kleine Münder. Im Profil ist die bildhauerische Ökonomie besonders auffällig, der Körper erscheint als sorgfältig ausbalancierte Abfolge vertikaler und horizontaler Volumen.
Obwohl sie nach demselben formalen Prinzip konstruiert sind, sind die Figuren nicht identisch. Eine ist schlanker und schmäler, mit markanterem Gesichtsprofil, während die andere breiter über Schultern und Becken ist und einen volleren, runderen Kopf aufweist. Ihre Beziehung wird daher durch Entsprechung statt durch strenge Symmetrie ausgedrückt. Die verwitterten Oberflächen tragen wesentlich zu ihrem visuellen Charakter bei. Schichten blasser Materialien wechseln mit Bereichen braunem Holzs, Spuren dunkler und rötlicher Pigmentierung. Solche angesammelten Oberflächen könnten die rituellen Geschichtsverläufe der Objekte widerspiegeln, statt lediglich eine ursprüngliche dekorative Oberfläche zu zeigen. Aklama-Figuren konnten während ihrer Nutzung Substanzen, Pigmente und andere Zusätze erhalten, wodurch das Erscheinungsbild der Schnitzarbeit allmählich verändert wurde.
Der Begriff Aklama bezieht sich auf ein komplexes Feld spiritueller Konzepte und Rituale unter Ewe- und Dangme-sprechenden Gemeinschaften in Ghana und dem benachbarten Togo. Er darf nicht einfach als Bezeichnung für eine Ahnenfigur oder „Götzenbild“ verstanden werden, wie es in älterer europäischer Literatur manchmal vorgeschlagen wurde. Aklama wird mit individuellem Schicksal, persönlicher spiritueller Kraft und anderen nicht-menschlichen Kräften assoziiert, die in das Leben einer Person eingreifen können. Schnitzfiguren könnten einen materiellen Ort bieten, durch den Beziehungen zwischen Menschen und solchen Kräften anerkannt, verhandelt und gepflegt werden. Ihre Bedeutung lag demnach nicht primär in naturalistischer Repräsentation, sondern in ihrer Fähigkeit, eine ansonsten immaterielle Beziehung greifbar und rituell zugänglich zu machen.
Neuere Feldforschungen haben außerdem gezeigt, dass die Bedeutung von Aklama weder einheitlich noch festgelegt war. Terminologie, Interpretation und rituelle Praxis konnten zwischen Gemeinschaften und sogar zwischen einzelnen Praktizierenden erheblich variieren. Aus diesem Grund kann die genaue Identität oder Funktion eines einzelnen Objekts nicht zuverlässig allein aus seiner Morphologie rekonstruiert werden. Die außergewöhnliche formale Vielfalt der überlebenden Aklama – von hoch abstrakten anthropomorphen Figuren bis hin zu Tieren und Darstellungen von Objekten – warnt ebenfalls davor, bestimmten Schnitzmerkmalen starre ikonographische Bedeutungen zuzuordnen.
Die männlich-weibliche Paarung der vorliegenden Figuren ist dennoch in der breiteren Aklama-Tradition bedeutsam. Paargestaltige anthropomorphe Figuren sind historisch dokumentiert, einschließlich Beispiele aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert. Anstatt notwendigerweise Porträts eines bestimmten Mannes und einer bestimmten Frau zu repräsentieren, könnten solche Paare komplementäre spirituelle Gegenwahrheiten oder Beziehungen verkörpert haben. Ohne belegten ursprünglichen rituellen Kontext sollte jedoch eine spezifischere Interpretation offen bleiben. Die Bezeichnung „Kulturregion Ewe/Dangme, southeastern Ghana” ist daher vorzuziehen gegenüber „Akan Aklama”: Akan bezieht sich auf einen eigenständigen, wenn auch historisch verbundenen kulturellen und sprachlichen Komplex.
Ausgewählte Literatur: Philip Owusu, Study of Aklama among the Ewe, PhD-Diss., Institute of African Studies, University of Ghana, 2023; Gigi Pezzoli, Philipp Plath und Nii Quarcoopome, Aklama: Helper Spirits of the Ewe and Dangme from the Study Collection of Horst Antes, Studienstiftung Horst Antes, 2016; Dzagbe Cudjoe, „Ewe Sculpture in the Linden Museum,“ Tribus 18, 1969; J. D. E. Schmeltz, „Zaubermittel der Evheer,“ Archives Internationales d’Ethnographie 14, 1901.
Informant Wassiou
Einige Informationen stammen von künstlicher Intelligenz und beruhen auf veröffentlichten Quellen aus Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inv. No. MAZ27258
Höhe: 39 cm / 40 cm
Gewicht: 430 g / 470 g
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- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
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