Eine Skulptur aus Holz - Ewe - Ghana (Ohne mindestpreis)

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Dimitri André
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Von Dimitri André ausgewählt

Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Eine anthropomorphe Figur stammt aus der Ewe-Kulturregion Akatsi in Ghana und ist gemäß den Informationen des Informanten Batoure dokumentiert. Incl Stand.

Die aufrechte Figur wird von einem außergewöhnlich großen, abgerundeten Kopf dominiert, der über einem kompakten, säulenartigen Körper angeordnet ist. Die Gesichtszüge sind auf wenige stark artikulierte Elemente reduziert: schmale Augen, eine eckige Nase, ein kleiner Mund und markante Ohren. Die Schnitzerei selbst ist jedoch nur teilweise sichtbar. Großteile des Körpers sind unter einer dichten, weisslichen Schicht verborgen, die mit Bändern, Fasern, Textilien und anderem befestigtem Material verbunden ist. Spuren von Blau- und Rottönen bleiben innerhalb der überwiegend weißen Oberfläche sichtbar. Um Hals, Brustkorb und unteren Körperbereich haben sich nacheinander Schichten von Binden und Substanzen angesammelt, wodurch die Skulptur ihr auffallend komplexes und hoch taktiles Erscheinungsbild erhält.

Diese Transformation der geschnitzten Figur sollte nicht einfach als Verschlechterung oder Oberflächendekoration verstanden werden. Vielmehr scheint sie Belege für die rituelle Biografie des Objekts zu bewahren. In der eweischen Religionspraxis können geschnitzte Figuren während ihrer Benutzung zusätzliche Materialien und Substanzen erlangen, so dass ihr äußeres Erscheinungsbild durch aufeinanderfolgende rituelle Eingriffe entwickelt wird. Die Skulptur ist daher nicht unbedingt ein fertiges Objekt im konventionellen Sinn: Das Schnitzen schafft ihre Grundform, während nachfolgende Aufträge, Binden und Anbindungen zu ihrer rituellen Wirksamkeit beitragen können.

Die umfangreiche Verkrustung der gegenwärtigen Figur ist besonders bedeutsam. Aufgetragene Substanzen und angebrachte Materialien könnten mit Opfern, Beschwörungen oder anderen Formen ritueller Aktivierung in Verbindung stehen. Die resultierende Oberfläche kann somit als materieller Bericht über wiederholte Interaktionen zwischen dem Objekt, seinen Hütern und den spirituellen Kräften gelesen werden, mit denen es assoziiert war. Anstatt lediglich ein übernatürliches Wesen darzustellen, könnte eine solche Figur als aktives Medium fungieren, durch das eine sonst unsichtbare spirituelle Kraft materiell zugänglich wird.

Anthropomorphe Figuren unter den Ewe werden mit der Kommunikation mit spirituellen Wesen, persönlichem Schicksal, Schutz und Reaktionen auf Krankheit oder Unglück in Verbindung gebracht. Aklama-Figuren insbesondere werden als Medien beschrieben, durch die Individuen Beziehungen zu spirituellen Mächten herstellen oder verhandeln. Neuere ethnografische Forschungen betonen jedoch erhebliche Unterschiede in Terminologie, Form und Praxis zwischen und sogar innerhalb von ewe-sprechenden Gemeinschaften. Das religiöse Funktionieren kann daher nicht zuverlässig allein anhand der Morphologie bestimmt werden.

Aus diesem Grund wird die vorliegende Skulptur vorsichtiger als ewe-rituelles oder Machtfigur beschrieben als sie eindeutig als Aklama identifiziert wird. Ohne detailliertere Aussagen von Batoure lässt sich ihre genaue spirituelle Zugehörigkeit und Zweck nicht feststellen. Ihre ungewöhnlich umfangreiche Ansammlung von Überzügen, Binden und befestigten Materialien deutet jedoch stark auf eine verlängerte Geschichte ritueller Nutzung hin und legt nahe, dass ihre Bedeutung nicht nur im geschnitzten Bild lag, sondern auch in seiner fortlaufenden materiellen Transformation und Aktivierung.

Ausgewählte Literatur:

Owusu, Philip. Study of Aklama among the Ewe. PhD-Diss. Institute of African Studies, University of Ghana, Legon, 2023.

Quarcoopome, Nii O., mit Beiträgen von Wolf-Dieter Dube et al. Aklama: Helper Spirits of the Ewe and Dangme from the Study Collection of Horst Antes. Studienstiftung Horst Antes, 2016. 503 S.

Spieth, Jakob. Die Ewe-Stämme: Material zur Kunde des Ewe-Volkes in Deutsch-Togo. Berlin, 1906.

Spieth, Jakob. Die Religion der Eweer in Süd-Togo. Göttingen, 1911.

Informant: Batoure

Einige der Informationen wurden von künstlicher Intelligenz generiert und basieren auf veröffentlichten Quellen aus Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.

Inventar-Nr. MAZ27335

Der Verkäufer stellt sich vor

Wolfram Jaenickes Engagement mit afrikanischer Kunst begann nicht im Feld oder auf dem Markt, sondern in einem ruhigeren, inneren Raum – unter Papieren, Büchern und Objekten, die seinem Vater gehörten. Das Archiv über Deutschlands ehemalige Kolonien war nicht darauf angelegt, eine einzige Geschichte zu erzählen; es schlug viele vor. Es lud zur Prüfung ein statt zur Verehrung und lehrte Jaenicke früh, dass Objekte nie stumm sind. Sie tragen Zeit in sich – Bruchstelle und Kontinuität in derselben Form – und sie bitten darum, so sorgfältig gelesen zu werden wie Texte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wirkt Jaenicke als Sammler, Händler und Vermittler, auch wenn keines dieser Begriffe die Gestalt seiner Praxis ganz erfassen kann. Was früher zu großzügig unter der Rubrik „Tribal Art“ zusammengefasst wurde, erschien ihm nie als ein versiegelter oder historischer Katalog. Es ist vielmehr ein Satz lebender Traditionen, der ständig mit der Gegenwart verhandelt. Seine akademische Ausbildung – Ethnologie, Kunstgeschichte und сравнende Rechtslehre – lieferte eine Grammatik. Die Sprache selbst erlernte er an anderer Stelle. In Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Togo und Ghana kam Wissen langsam hervor, durch wiederholte Begegnungen, die sich zu Beziehungen verdichteten, und durch Vertrauen, das nicht auf einmal, sondern über Jahre aufgebaut wurde. Mali wurde zum Gravitationszentrum dieser Erfahrung. Zwischen 2002 und 2012 lebte und arbeitete Jaenicke in Bamako und Ségou, wo er Tribalartforum leitete, eine Galerie mit Blick auf den Niger. Der Raum widerstand leichter Chronologie. Skulpturen und Keramik teilten den Raum mit Fotografie, und Werke von Malick Sidibé – Bilder von malischer Jugend in den 1970er Jahren, selbstbewusst und ausgelassen – hingen neben älteren rituellen Formen. Die Wirkung war nicht nostalgisch, sondern klärend: Vergangenheit und Gegenwart schlossen sich nicht gegenseitig aus; sie schärften einander. Der Krieg von 2012 beendete dieses Kapitel abrupt, wie Kriege es neigen zu tun. Doch löste er die Arbeit nicht auf. Zusammen mit Aguibou Kamaté rief Jaenicke sich in Lomé, näher an die Orte heran, von denen viele Objekte stammen und auf denen sie weiterreisen. Seit 2018 ist Berlin ein weiterer Punkt auf dieser Karte geworden. Galerie Wolfgang Jaenicke arbeitet nun gegenüber dem Schloss Charlottenburg, unterstützt von einem kleinen Team von Spezialisten. Ihr Schwerpunkt liegt insbesondere auf westafrikanischen Bronzen und Terrakotten – Materialien, die von Erde und Feuer geformt sind, sowie auf Formen des Gedächtnisses, die sich einer leichten Übersetzung widersetzen. Was Jaenickes Praxis auszeichnet, ist nicht nur ihr geografischer Umfang, sondern ihre innere Spannung. Feldforschung geht mit Provenienzforschung einher; Handel wird als untrennbar von Verantwortung betrachtet. In Zusammenarbeit mit Museen und wissenschaftlichen Initiativen wird der Kreislauf nicht als Ausgrabung, sondern als ethischer Prozess dargestellt, der unvollendet bleibt. Ziel ist es, Objekte nicht aus der Welt zu entfernen und abzuschotten, sondern sie innerhalb der Welt lesbar zu halten – ihnen zu ermöglichen, weiter zu sprechen, auch wenn sich die Bedingungen ihrer Rede ändern. ------------ Galerie Wolfgang Jaenicke ist eine in Berlin ansässige Galerie, die sich auf westafrikanische Skulptur, Bronzen, Terrakotten, Masken und zeitgenössische afrikanische Kunst spezialisiert hat. Sie wird von Wolfgang Jaenicke geleitet, dessen Arbeit Sammeln, Handel, Provenienzforschung, Feldforschung und archivische Dokumentation verbindet. Laut dem eigenen Profil der Galerie studierte Jaenicke Ethnologie, Kunstgeschichte und vergleichende Rechtslehre und arbeitet seit mehr als fünfundzwanzig Jahren im Bereich afrikanischer Kunst. Seine Tätigkeiten entwickelten sich durch langfristiges Engagement in Ländern wie Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Ghana und Togo. Anstatt afrikanische Kunst als geschlossene historische Kategorie zu präsentieren, beschreibt er sie als eine fortdauernde kulturelle Tradition, geprägt von lebendigen Gemeinschaften und wandelnden historischen Kontexten. Eine besonders wichtige Phase seiner Karriere war Mali, wo er zwischen ca. 2002 und 2012 in Bamako und Ségou lebte und arbeitete. Dort führte er Tribalartforum, eine Galerie, die historische afrikanische Skulptur mit zeitgenössischer afrikanischer Fotografie verband, darunter Werke von Malick Sidibé. Die politische und militärische Krise in Mali im Jahr 2012 führte zur Schließung dieser Aktivität. Später setzte Jaenicke, gemeinsam mit Aguibou Kamaté, seine Arbeit von Lomé, Togo, aus fort, bevor er eine Galerier Präsenz in Berlin nahe dem Schloss Charlottenburg gründete. Die Galerie legt besonderen Wert auf westafrikanische Bronzen, Terrakotten, Benin- und Ife-bezogene Werke, Nok-Skulpturen, Dogon-Kunst, Baule-Skulpturen, Senufo-Objekte und Yoruba-Material. Ein besonderes Merkmal von Jaenickes öffentlicher Haltung ist sein wiederholter Fokus auf Transparenz der Provenienz und Restitutionsdebatten. In mehreren veröffentlichten Objektakten diskutiert die Galerie ausdrücklich Themen rund um Exportdokumentation, UNESCO-Konventionen, Besitzverhältnisse und den Austausch mit Wissenschaftlern und Restitutionsforschern. Diese Aussagen spiegeln breitere zeitgenössische Debatten über die Zirkulation afrikanischen Kulturerbes, Rechtslage, Sammlerhistorie und Museumsankäufe wider. Die Galerie führt umfangreiche Online-Archive und Kataloge, die Hunderte afrikanischer Objekte dokumentieren, darunter Benin- und Ife-Bronzen, Nok-Terrakotten, Dogon-Skulpturen, Baule-Figuren, Fon-Objekte, Moba-Figuren und weiteres westafrikanisches Material. Für Forschende, die sich für die Geschichte des afrikanischen Kunsthandels interessieren, repräsentiert Jaenicke eine spätere Generation von Händlern im Vergleich zu Persönlichkeiten wie John J. Klejman. Während Klejman dem Nachkriegsmarkt New Yorks der 1950er–1970er Jahre zugehörte, ist Jaenickes Arbeit von gegenwärtigen Anliegen geprägt: Felddokumentation, Provenienzforschung, Restitutionsdiskussionen, digitale Archive und direkte Verbindung mit westafrikanischen Netzwerken und Künstlern. Dieser Text basiert auf KI-Informationen
Übersetzt mit Google Übersetzer

Eine anthropomorphe Figur stammt aus der Ewe-Kulturregion Akatsi in Ghana und ist gemäß den Informationen des Informanten Batoure dokumentiert. Incl Stand.

Die aufrechte Figur wird von einem außergewöhnlich großen, abgerundeten Kopf dominiert, der über einem kompakten, säulenartigen Körper angeordnet ist. Die Gesichtszüge sind auf wenige stark artikulierte Elemente reduziert: schmale Augen, eine eckige Nase, ein kleiner Mund und markante Ohren. Die Schnitzerei selbst ist jedoch nur teilweise sichtbar. Großteile des Körpers sind unter einer dichten, weisslichen Schicht verborgen, die mit Bändern, Fasern, Textilien und anderem befestigtem Material verbunden ist. Spuren von Blau- und Rottönen bleiben innerhalb der überwiegend weißen Oberfläche sichtbar. Um Hals, Brustkorb und unteren Körperbereich haben sich nacheinander Schichten von Binden und Substanzen angesammelt, wodurch die Skulptur ihr auffallend komplexes und hoch taktiles Erscheinungsbild erhält.

Diese Transformation der geschnitzten Figur sollte nicht einfach als Verschlechterung oder Oberflächendekoration verstanden werden. Vielmehr scheint sie Belege für die rituelle Biografie des Objekts zu bewahren. In der eweischen Religionspraxis können geschnitzte Figuren während ihrer Benutzung zusätzliche Materialien und Substanzen erlangen, so dass ihr äußeres Erscheinungsbild durch aufeinanderfolgende rituelle Eingriffe entwickelt wird. Die Skulptur ist daher nicht unbedingt ein fertiges Objekt im konventionellen Sinn: Das Schnitzen schafft ihre Grundform, während nachfolgende Aufträge, Binden und Anbindungen zu ihrer rituellen Wirksamkeit beitragen können.

Die umfangreiche Verkrustung der gegenwärtigen Figur ist besonders bedeutsam. Aufgetragene Substanzen und angebrachte Materialien könnten mit Opfern, Beschwörungen oder anderen Formen ritueller Aktivierung in Verbindung stehen. Die resultierende Oberfläche kann somit als materieller Bericht über wiederholte Interaktionen zwischen dem Objekt, seinen Hütern und den spirituellen Kräften gelesen werden, mit denen es assoziiert war. Anstatt lediglich ein übernatürliches Wesen darzustellen, könnte eine solche Figur als aktives Medium fungieren, durch das eine sonst unsichtbare spirituelle Kraft materiell zugänglich wird.

Anthropomorphe Figuren unter den Ewe werden mit der Kommunikation mit spirituellen Wesen, persönlichem Schicksal, Schutz und Reaktionen auf Krankheit oder Unglück in Verbindung gebracht. Aklama-Figuren insbesondere werden als Medien beschrieben, durch die Individuen Beziehungen zu spirituellen Mächten herstellen oder verhandeln. Neuere ethnografische Forschungen betonen jedoch erhebliche Unterschiede in Terminologie, Form und Praxis zwischen und sogar innerhalb von ewe-sprechenden Gemeinschaften. Das religiöse Funktionieren kann daher nicht zuverlässig allein anhand der Morphologie bestimmt werden.

Aus diesem Grund wird die vorliegende Skulptur vorsichtiger als ewe-rituelles oder Machtfigur beschrieben als sie eindeutig als Aklama identifiziert wird. Ohne detailliertere Aussagen von Batoure lässt sich ihre genaue spirituelle Zugehörigkeit und Zweck nicht feststellen. Ihre ungewöhnlich umfangreiche Ansammlung von Überzügen, Binden und befestigten Materialien deutet jedoch stark auf eine verlängerte Geschichte ritueller Nutzung hin und legt nahe, dass ihre Bedeutung nicht nur im geschnitzten Bild lag, sondern auch in seiner fortlaufenden materiellen Transformation und Aktivierung.

Ausgewählte Literatur:

Owusu, Philip. Study of Aklama among the Ewe. PhD-Diss. Institute of African Studies, University of Ghana, Legon, 2023.

Quarcoopome, Nii O., mit Beiträgen von Wolf-Dieter Dube et al. Aklama: Helper Spirits of the Ewe and Dangme from the Study Collection of Horst Antes. Studienstiftung Horst Antes, 2016. 503 S.

Spieth, Jakob. Die Ewe-Stämme: Material zur Kunde des Ewe-Volkes in Deutsch-Togo. Berlin, 1906.

Spieth, Jakob. Die Religion der Eweer in Süd-Togo. Göttingen, 1911.

Informant: Batoure

Einige der Informationen wurden von künstlicher Intelligenz generiert und basieren auf veröffentlichten Quellen aus Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.

Inventar-Nr. MAZ27335

Der Verkäufer stellt sich vor

Wolfram Jaenickes Engagement mit afrikanischer Kunst begann nicht im Feld oder auf dem Markt, sondern in einem ruhigeren, inneren Raum – unter Papieren, Büchern und Objekten, die seinem Vater gehörten. Das Archiv über Deutschlands ehemalige Kolonien war nicht darauf angelegt, eine einzige Geschichte zu erzählen; es schlug viele vor. Es lud zur Prüfung ein statt zur Verehrung und lehrte Jaenicke früh, dass Objekte nie stumm sind. Sie tragen Zeit in sich – Bruchstelle und Kontinuität in derselben Form – und sie bitten darum, so sorgfältig gelesen zu werden wie Texte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wirkt Jaenicke als Sammler, Händler und Vermittler, auch wenn keines dieser Begriffe die Gestalt seiner Praxis ganz erfassen kann. Was früher zu großzügig unter der Rubrik „Tribal Art“ zusammengefasst wurde, erschien ihm nie als ein versiegelter oder historischer Katalog. Es ist vielmehr ein Satz lebender Traditionen, der ständig mit der Gegenwart verhandelt. Seine akademische Ausbildung – Ethnologie, Kunstgeschichte und сравнende Rechtslehre – lieferte eine Grammatik. Die Sprache selbst erlernte er an anderer Stelle. In Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Togo und Ghana kam Wissen langsam hervor, durch wiederholte Begegnungen, die sich zu Beziehungen verdichteten, und durch Vertrauen, das nicht auf einmal, sondern über Jahre aufgebaut wurde. Mali wurde zum Gravitationszentrum dieser Erfahrung. Zwischen 2002 und 2012 lebte und arbeitete Jaenicke in Bamako und Ségou, wo er Tribalartforum leitete, eine Galerie mit Blick auf den Niger. Der Raum widerstand leichter Chronologie. Skulpturen und Keramik teilten den Raum mit Fotografie, und Werke von Malick Sidibé – Bilder von malischer Jugend in den 1970er Jahren, selbstbewusst und ausgelassen – hingen neben älteren rituellen Formen. Die Wirkung war nicht nostalgisch, sondern klärend: Vergangenheit und Gegenwart schlossen sich nicht gegenseitig aus; sie schärften einander. Der Krieg von 2012 beendete dieses Kapitel abrupt, wie Kriege es neigen zu tun. Doch löste er die Arbeit nicht auf. Zusammen mit Aguibou Kamaté rief Jaenicke sich in Lomé, näher an die Orte heran, von denen viele Objekte stammen und auf denen sie weiterreisen. Seit 2018 ist Berlin ein weiterer Punkt auf dieser Karte geworden. Galerie Wolfgang Jaenicke arbeitet nun gegenüber dem Schloss Charlottenburg, unterstützt von einem kleinen Team von Spezialisten. Ihr Schwerpunkt liegt insbesondere auf westafrikanischen Bronzen und Terrakotten – Materialien, die von Erde und Feuer geformt sind, sowie auf Formen des Gedächtnisses, die sich einer leichten Übersetzung widersetzen. Was Jaenickes Praxis auszeichnet, ist nicht nur ihr geografischer Umfang, sondern ihre innere Spannung. Feldforschung geht mit Provenienzforschung einher; Handel wird als untrennbar von Verantwortung betrachtet. In Zusammenarbeit mit Museen und wissenschaftlichen Initiativen wird der Kreislauf nicht als Ausgrabung, sondern als ethischer Prozess dargestellt, der unvollendet bleibt. Ziel ist es, Objekte nicht aus der Welt zu entfernen und abzuschotten, sondern sie innerhalb der Welt lesbar zu halten – ihnen zu ermöglichen, weiter zu sprechen, auch wenn sich die Bedingungen ihrer Rede ändern. ------------ Galerie Wolfgang Jaenicke ist eine in Berlin ansässige Galerie, die sich auf westafrikanische Skulptur, Bronzen, Terrakotten, Masken und zeitgenössische afrikanische Kunst spezialisiert hat. Sie wird von Wolfgang Jaenicke geleitet, dessen Arbeit Sammeln, Handel, Provenienzforschung, Feldforschung und archivische Dokumentation verbindet. Laut dem eigenen Profil der Galerie studierte Jaenicke Ethnologie, Kunstgeschichte und vergleichende Rechtslehre und arbeitet seit mehr als fünfundzwanzig Jahren im Bereich afrikanischer Kunst. Seine Tätigkeiten entwickelten sich durch langfristiges Engagement in Ländern wie Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Ghana und Togo. Anstatt afrikanische Kunst als geschlossene historische Kategorie zu präsentieren, beschreibt er sie als eine fortdauernde kulturelle Tradition, geprägt von lebendigen Gemeinschaften und wandelnden historischen Kontexten. Eine besonders wichtige Phase seiner Karriere war Mali, wo er zwischen ca. 2002 und 2012 in Bamako und Ségou lebte und arbeitete. Dort führte er Tribalartforum, eine Galerie, die historische afrikanische Skulptur mit zeitgenössischer afrikanischer Fotografie verband, darunter Werke von Malick Sidibé. Die politische und militärische Krise in Mali im Jahr 2012 führte zur Schließung dieser Aktivität. Später setzte Jaenicke, gemeinsam mit Aguibou Kamaté, seine Arbeit von Lomé, Togo, aus fort, bevor er eine Galerier Präsenz in Berlin nahe dem Schloss Charlottenburg gründete. Die Galerie legt besonderen Wert auf westafrikanische Bronzen, Terrakotten, Benin- und Ife-bezogene Werke, Nok-Skulpturen, Dogon-Kunst, Baule-Skulpturen, Senufo-Objekte und Yoruba-Material. Ein besonderes Merkmal von Jaenickes öffentlicher Haltung ist sein wiederholter Fokus auf Transparenz der Provenienz und Restitutionsdebatten. In mehreren veröffentlichten Objektakten diskutiert die Galerie ausdrücklich Themen rund um Exportdokumentation, UNESCO-Konventionen, Besitzverhältnisse und den Austausch mit Wissenschaftlern und Restitutionsforschern. Diese Aussagen spiegeln breitere zeitgenössische Debatten über die Zirkulation afrikanischen Kulturerbes, Rechtslage, Sammlerhistorie und Museumsankäufe wider. Die Galerie führt umfangreiche Online-Archive und Kataloge, die Hunderte afrikanischer Objekte dokumentieren, darunter Benin- und Ife-Bronzen, Nok-Terrakotten, Dogon-Skulpturen, Baule-Figuren, Fon-Objekte, Moba-Figuren und weiteres westafrikanisches Material. Für Forschende, die sich für die Geschichte des afrikanischen Kunsthandels interessieren, repräsentiert Jaenicke eine spätere Generation von Händlern im Vergleich zu Persönlichkeiten wie John J. Klejman. Während Klejman dem Nachkriegsmarkt New Yorks der 1950er–1970er Jahre zugehörte, ist Jaenickes Arbeit von gegenwärtigen Anliegen geprägt: Felddokumentation, Provenienzforschung, Restitutionsdiskussionen, digitale Archive und direkte Verbindung mit westafrikanischen Netzwerken und Künstlern. Dieser Text basiert auf KI-Informationen
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Details

Ethnie/ Kultur
Ewe
Herkunftsland
Ghana
Material
Holz
Sold with stand
Nein
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A wooden sculpture
Höhe
23 cm
Gewicht
450 g
Authentizität
Original/offiziell
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
6737
Verkaufte Objekte
99,81 %
protop

Rechtliche Informationen des Verkäufers

Unternehmen:
Jaenicke Njoya GmbH
Repräsentant:
Wolfgang Jaenicke
Adresse:
Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY
Telefonnummer:
+493033951033
Email:
w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
USt-IdNr.:
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