Eine Skulptur aus Holz - Ewe - Ghana (Ohne mindestpreis)






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Eine anthropomorphe Figur stammt aus der Ewe-Kulturregion Akatsi in Ghana und ist gemäß den Informationen des Informanten Batoure dokumentiert. Incl Stand.
Die aufrechte Figur wird von einem außergewöhnlich großen, abgerundeten Kopf dominiert, der über einem kompakten, säulenartigen Körper angeordnet ist. Die Gesichtszüge sind auf wenige stark artikulierte Elemente reduziert: schmale Augen, eine eckige Nase, ein kleiner Mund und markante Ohren. Die Schnitzerei selbst ist jedoch nur teilweise sichtbar. Großteile des Körpers sind unter einer dichten, weisslichen Schicht verborgen, die mit Bändern, Fasern, Textilien und anderem befestigtem Material verbunden ist. Spuren von Blau- und Rottönen bleiben innerhalb der überwiegend weißen Oberfläche sichtbar. Um Hals, Brustkorb und unteren Körperbereich haben sich nacheinander Schichten von Binden und Substanzen angesammelt, wodurch die Skulptur ihr auffallend komplexes und hoch taktiles Erscheinungsbild erhält.
Diese Transformation der geschnitzten Figur sollte nicht einfach als Verschlechterung oder Oberflächendekoration verstanden werden. Vielmehr scheint sie Belege für die rituelle Biografie des Objekts zu bewahren. In der eweischen Religionspraxis können geschnitzte Figuren während ihrer Benutzung zusätzliche Materialien und Substanzen erlangen, so dass ihr äußeres Erscheinungsbild durch aufeinanderfolgende rituelle Eingriffe entwickelt wird. Die Skulptur ist daher nicht unbedingt ein fertiges Objekt im konventionellen Sinn: Das Schnitzen schafft ihre Grundform, während nachfolgende Aufträge, Binden und Anbindungen zu ihrer rituellen Wirksamkeit beitragen können.
Die umfangreiche Verkrustung der gegenwärtigen Figur ist besonders bedeutsam. Aufgetragene Substanzen und angebrachte Materialien könnten mit Opfern, Beschwörungen oder anderen Formen ritueller Aktivierung in Verbindung stehen. Die resultierende Oberfläche kann somit als materieller Bericht über wiederholte Interaktionen zwischen dem Objekt, seinen Hütern und den spirituellen Kräften gelesen werden, mit denen es assoziiert war. Anstatt lediglich ein übernatürliches Wesen darzustellen, könnte eine solche Figur als aktives Medium fungieren, durch das eine sonst unsichtbare spirituelle Kraft materiell zugänglich wird.
Anthropomorphe Figuren unter den Ewe werden mit der Kommunikation mit spirituellen Wesen, persönlichem Schicksal, Schutz und Reaktionen auf Krankheit oder Unglück in Verbindung gebracht. Aklama-Figuren insbesondere werden als Medien beschrieben, durch die Individuen Beziehungen zu spirituellen Mächten herstellen oder verhandeln. Neuere ethnografische Forschungen betonen jedoch erhebliche Unterschiede in Terminologie, Form und Praxis zwischen und sogar innerhalb von ewe-sprechenden Gemeinschaften. Das religiöse Funktionieren kann daher nicht zuverlässig allein anhand der Morphologie bestimmt werden.
Aus diesem Grund wird die vorliegende Skulptur vorsichtiger als ewe-rituelles oder Machtfigur beschrieben als sie eindeutig als Aklama identifiziert wird. Ohne detailliertere Aussagen von Batoure lässt sich ihre genaue spirituelle Zugehörigkeit und Zweck nicht feststellen. Ihre ungewöhnlich umfangreiche Ansammlung von Überzügen, Binden und befestigten Materialien deutet jedoch stark auf eine verlängerte Geschichte ritueller Nutzung hin und legt nahe, dass ihre Bedeutung nicht nur im geschnitzten Bild lag, sondern auch in seiner fortlaufenden materiellen Transformation und Aktivierung.
Ausgewählte Literatur:
Owusu, Philip. Study of Aklama among the Ewe. PhD-Diss. Institute of African Studies, University of Ghana, Legon, 2023.
Quarcoopome, Nii O., mit Beiträgen von Wolf-Dieter Dube et al. Aklama: Helper Spirits of the Ewe and Dangme from the Study Collection of Horst Antes. Studienstiftung Horst Antes, 2016. 503 S.
Spieth, Jakob. Die Ewe-Stämme: Material zur Kunde des Ewe-Volkes in Deutsch-Togo. Berlin, 1906.
Spieth, Jakob. Die Religion der Eweer in Süd-Togo. Göttingen, 1911.
Informant: Batoure
Einige der Informationen wurden von künstlicher Intelligenz generiert und basieren auf veröffentlichten Quellen aus Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inventar-Nr. MAZ27335
Der Verkäufer stellt sich vor
Eine anthropomorphe Figur stammt aus der Ewe-Kulturregion Akatsi in Ghana und ist gemäß den Informationen des Informanten Batoure dokumentiert. Incl Stand.
Die aufrechte Figur wird von einem außergewöhnlich großen, abgerundeten Kopf dominiert, der über einem kompakten, säulenartigen Körper angeordnet ist. Die Gesichtszüge sind auf wenige stark artikulierte Elemente reduziert: schmale Augen, eine eckige Nase, ein kleiner Mund und markante Ohren. Die Schnitzerei selbst ist jedoch nur teilweise sichtbar. Großteile des Körpers sind unter einer dichten, weisslichen Schicht verborgen, die mit Bändern, Fasern, Textilien und anderem befestigtem Material verbunden ist. Spuren von Blau- und Rottönen bleiben innerhalb der überwiegend weißen Oberfläche sichtbar. Um Hals, Brustkorb und unteren Körperbereich haben sich nacheinander Schichten von Binden und Substanzen angesammelt, wodurch die Skulptur ihr auffallend komplexes und hoch taktiles Erscheinungsbild erhält.
Diese Transformation der geschnitzten Figur sollte nicht einfach als Verschlechterung oder Oberflächendekoration verstanden werden. Vielmehr scheint sie Belege für die rituelle Biografie des Objekts zu bewahren. In der eweischen Religionspraxis können geschnitzte Figuren während ihrer Benutzung zusätzliche Materialien und Substanzen erlangen, so dass ihr äußeres Erscheinungsbild durch aufeinanderfolgende rituelle Eingriffe entwickelt wird. Die Skulptur ist daher nicht unbedingt ein fertiges Objekt im konventionellen Sinn: Das Schnitzen schafft ihre Grundform, während nachfolgende Aufträge, Binden und Anbindungen zu ihrer rituellen Wirksamkeit beitragen können.
Die umfangreiche Verkrustung der gegenwärtigen Figur ist besonders bedeutsam. Aufgetragene Substanzen und angebrachte Materialien könnten mit Opfern, Beschwörungen oder anderen Formen ritueller Aktivierung in Verbindung stehen. Die resultierende Oberfläche kann somit als materieller Bericht über wiederholte Interaktionen zwischen dem Objekt, seinen Hütern und den spirituellen Kräften gelesen werden, mit denen es assoziiert war. Anstatt lediglich ein übernatürliches Wesen darzustellen, könnte eine solche Figur als aktives Medium fungieren, durch das eine sonst unsichtbare spirituelle Kraft materiell zugänglich wird.
Anthropomorphe Figuren unter den Ewe werden mit der Kommunikation mit spirituellen Wesen, persönlichem Schicksal, Schutz und Reaktionen auf Krankheit oder Unglück in Verbindung gebracht. Aklama-Figuren insbesondere werden als Medien beschrieben, durch die Individuen Beziehungen zu spirituellen Mächten herstellen oder verhandeln. Neuere ethnografische Forschungen betonen jedoch erhebliche Unterschiede in Terminologie, Form und Praxis zwischen und sogar innerhalb von ewe-sprechenden Gemeinschaften. Das religiöse Funktionieren kann daher nicht zuverlässig allein anhand der Morphologie bestimmt werden.
Aus diesem Grund wird die vorliegende Skulptur vorsichtiger als ewe-rituelles oder Machtfigur beschrieben als sie eindeutig als Aklama identifiziert wird. Ohne detailliertere Aussagen von Batoure lässt sich ihre genaue spirituelle Zugehörigkeit und Zweck nicht feststellen. Ihre ungewöhnlich umfangreiche Ansammlung von Überzügen, Binden und befestigten Materialien deutet jedoch stark auf eine verlängerte Geschichte ritueller Nutzung hin und legt nahe, dass ihre Bedeutung nicht nur im geschnitzten Bild lag, sondern auch in seiner fortlaufenden materiellen Transformation und Aktivierung.
Ausgewählte Literatur:
Owusu, Philip. Study of Aklama among the Ewe. PhD-Diss. Institute of African Studies, University of Ghana, Legon, 2023.
Quarcoopome, Nii O., mit Beiträgen von Wolf-Dieter Dube et al. Aklama: Helper Spirits of the Ewe and Dangme from the Study Collection of Horst Antes. Studienstiftung Horst Antes, 2016. 503 S.
Spieth, Jakob. Die Ewe-Stämme: Material zur Kunde des Ewe-Volkes in Deutsch-Togo. Berlin, 1906.
Spieth, Jakob. Die Religion der Eweer in Süd-Togo. Göttingen, 1911.
Informant: Batoure
Einige der Informationen wurden von künstlicher Intelligenz generiert und basieren auf veröffentlichten Quellen aus Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inventar-Nr. MAZ27335
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Details
Rechtliche Informationen des Verkäufers
- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
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