Behälter - Holz, Knochen - Betel- oder Tabakdose





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Indonesisch geschnitzte Knochen- und dunkle Hartholz-Betel- oder Tabaksschale, auf 1970–1980 datiert, Maße 13 cm hoch, 7 cm breit, 4 cm tief, Gewicht 186 g, in ausgezeichnetem Zustand, ohne Ständer verkauft und mit dem Namen Srimshaw tempat kapur.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Timor, Indonesien – geschnitzter Knochen- und Holz-Betelhonig-/ Tabak-/ Scrimshaw-/ medizinischer Behälter, ca. 1930er–1940er Jahre
Ein äußerst ungewöhnlicher und visuell eindrucksvoller timoresischer Behälter aus Knochen und dunklem Hartholz, der der kulturellen Sphäre West-Timors / Atoni-Tradition zugeordnet wird.
Das Objekt verbindet einen sanft abgerundeten dunklen Holzkörper mit einer hellen, fein eingeritzten Knochenhülle, stilisiert mit einem Echsen- oder Krokodilmotiv, eingerahmt von schlichter pflanzlicher Ornamentik. Solche Bildmotive sind eng mit der künstlerischen Welt Timors verbunden, wo selbst kleine, zweckbestimmte Gegenstände oft mit symbolischer Tierdekoration (Echse) bereichert wurden. Der Stil erinnert an Werke aus Papua-Neuguinea, was ebenfalls eine mögliche Herkunft nahelegt.
Das Stück ist höchstwahrscheinlich mit dem Betelkauen-Komplex verbunden und könnte als Platzhalter für Kalk/Kalat – ein kleiner Behälter für Kalk, der bei der Zubereitung des Betelquids (Sirih / Siri) verwendet wird – gedient haben. In Timor nimmt die Betelkau-Kultur und ihre zugehörigen Objekte einen besonders wichtigen Platz ein, sowohl sozial als auch zeremoniell. Diese bescheidenen Utensilien repräsentieren oft die timoresische Kunst in ihrer direktesten, intimen und unverfälschten Form: handgefertigt aus Knochen, Horn, Holz, Bambus, Kokosnuss-Schale oder Kürbis, tief verwoben in den Alltag.
Gleichzeitig ist dieses Exemplar in seiner Form nicht ganz geradlinig, was es besonders interessant macht. Das Objekt könnte unvollständig sein oder zu einem späteren Zeitpunkt nachbearbeitet worden sein, möglicherweise um seine ursprüngliche Funktion oder Präsentation zu verändern. Sein länglicher Grundfuß und die aufrechte Silhouette verleihen ihm überraschend eine gewisse Ähnlichkeit mit einem kleinen Weihwassergefäß, was sogar auf einen kolonialen oder Missionskontext hindeuten könnte, in dem lokale Formen und importierte religiöse Assoziationen unerwartet miteinander verschränken.
Eine weitere Möglichkeit ist, dass es als kleines medizinisches oder Tabaksbehältnis diente, statt ausschließlich Kalk für Betelkalk zu enthalten. Die ursprüngliche Funktion bleibt daher offen, was den ethnografischen Reiz des Objekts erhöht. Es war vermutlich an eine Holzarchitektur befestigt, und es ist unsicher, ob es jemals einen Deckel hatte.
Besonders bemerkenswert ist der schwarze Rückstand und die dunkle Anlagerung im Inneren der Höhlung, deutlich sichtbar am Öffnungsrand. Dies sollte als Teil der Nutzungsgeschichte und des Alters des Objekts betrachtet werden. Es könnte sich auf seinen früheren Inhalt, langfristige Lagerung, organische Ablagerungen oder eine spätere Wiederverwendung beziehen. Die Innenverkrustung wurde nicht gereinigt, um den authentischen Charakter des Stücks zu bewahren.
Zustand
Insgesamt guter antiker / vintage-ethnographischer Zustand, mit der zu Alter und Handhabung gehörenden Abnutzungen.
Es ist eine sichtbare Oberflächenabnutzung vorhanden, geringe Unregelmäßigkeit in der Schnitzarbeit sowie dunkle Innenreste / Verkrustung in der Höhlung. Bitte beachten Sie, dass das Stück unvollständig sein oder möglicherweise überarbeitet worden sein könnte, was als Teil seines historischen Charakters und Charme angesehen werden sollte.
Ein seltener, eindringlicher und etwas rätselhafter timoresischer ethnographischer Gegenstand, der sowohl durch seine skulpturale Qualität als auch durch die Fragen anzieht, die er über Nutzung, Anpassung und kulturellen Austausch aufwirft.
Timor, Indonesien – geschnitzter Knochen- und Holz-Betelhonig-/ Tabak-/ Scrimshaw-/ medizinischer Behälter, ca. 1930er–1940er Jahre
Ein äußerst ungewöhnlicher und visuell eindrucksvoller timoresischer Behälter aus Knochen und dunklem Hartholz, der der kulturellen Sphäre West-Timors / Atoni-Tradition zugeordnet wird.
Das Objekt verbindet einen sanft abgerundeten dunklen Holzkörper mit einer hellen, fein eingeritzten Knochenhülle, stilisiert mit einem Echsen- oder Krokodilmotiv, eingerahmt von schlichter pflanzlicher Ornamentik. Solche Bildmotive sind eng mit der künstlerischen Welt Timors verbunden, wo selbst kleine, zweckbestimmte Gegenstände oft mit symbolischer Tierdekoration (Echse) bereichert wurden. Der Stil erinnert an Werke aus Papua-Neuguinea, was ebenfalls eine mögliche Herkunft nahelegt.
Das Stück ist höchstwahrscheinlich mit dem Betelkauen-Komplex verbunden und könnte als Platzhalter für Kalk/Kalat – ein kleiner Behälter für Kalk, der bei der Zubereitung des Betelquids (Sirih / Siri) verwendet wird – gedient haben. In Timor nimmt die Betelkau-Kultur und ihre zugehörigen Objekte einen besonders wichtigen Platz ein, sowohl sozial als auch zeremoniell. Diese bescheidenen Utensilien repräsentieren oft die timoresische Kunst in ihrer direktesten, intimen und unverfälschten Form: handgefertigt aus Knochen, Horn, Holz, Bambus, Kokosnuss-Schale oder Kürbis, tief verwoben in den Alltag.
Gleichzeitig ist dieses Exemplar in seiner Form nicht ganz geradlinig, was es besonders interessant macht. Das Objekt könnte unvollständig sein oder zu einem späteren Zeitpunkt nachbearbeitet worden sein, möglicherweise um seine ursprüngliche Funktion oder Präsentation zu verändern. Sein länglicher Grundfuß und die aufrechte Silhouette verleihen ihm überraschend eine gewisse Ähnlichkeit mit einem kleinen Weihwassergefäß, was sogar auf einen kolonialen oder Missionskontext hindeuten könnte, in dem lokale Formen und importierte religiöse Assoziationen unerwartet miteinander verschränken.
Eine weitere Möglichkeit ist, dass es als kleines medizinisches oder Tabaksbehältnis diente, statt ausschließlich Kalk für Betelkalk zu enthalten. Die ursprüngliche Funktion bleibt daher offen, was den ethnografischen Reiz des Objekts erhöht. Es war vermutlich an eine Holzarchitektur befestigt, und es ist unsicher, ob es jemals einen Deckel hatte.
Besonders bemerkenswert ist der schwarze Rückstand und die dunkle Anlagerung im Inneren der Höhlung, deutlich sichtbar am Öffnungsrand. Dies sollte als Teil der Nutzungsgeschichte und des Alters des Objekts betrachtet werden. Es könnte sich auf seinen früheren Inhalt, langfristige Lagerung, organische Ablagerungen oder eine spätere Wiederverwendung beziehen. Die Innenverkrustung wurde nicht gereinigt, um den authentischen Charakter des Stücks zu bewahren.
Zustand
Insgesamt guter antiker / vintage-ethnographischer Zustand, mit der zu Alter und Handhabung gehörenden Abnutzungen.
Es ist eine sichtbare Oberflächenabnutzung vorhanden, geringe Unregelmäßigkeit in der Schnitzarbeit sowie dunkle Innenreste / Verkrustung in der Höhlung. Bitte beachten Sie, dass das Stück unvollständig sein oder möglicherweise überarbeitet worden sein könnte, was als Teil seines historischen Charakters und Charme angesehen werden sollte.
Ein seltener, eindringlicher und etwas rätselhafter timoresischer ethnographischer Gegenstand, der sowohl durch seine skulpturale Qualität als auch durch die Fragen anzieht, die er über Nutzung, Anpassung und kulturellen Austausch aufwirft.

