Marius Bauer (1867-1932) - Monumentale tempelruïnes in Egypte






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Monumentale Tempelruinen in Ägypten, Aquarell aus dem 19. Jahrhundert von Marius Bauer (1867–1932) aus den Niederlanden, handsigniert, mit Rahmen verkauft.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Dieses Aquarell von Marius Bauer (1867–1932) zeigt eine monumentale ägyptische Architekturvorstellung, in der hohe, verwitterte Baukörper und kolossale Formen gegen einen nahezu ununterbrochenen blauen Himmel emporsteigen. Die vertikalen Elemente dominieren das Bild und werden von Bauer aus einer niedrigen Blickperspektive wiedergegeben, wodurch ihre Größe und Monumentalität stark betont werden. Rechts setzt sich die Architektur in niedrigeren, horizontalen Wandpartien fort, wodurch ein kraftvoller Kontrast zwischen Höhe und Breite entsteht.
Besonders stark ist Bauers Beherrschung der Aquarelltechnik. Mit transparenten washes in Sand- und Ocker-, Rotbraun- und Blau-Tönen, groβen ausgesparten Papierpartien und einigen dunklen Akzenten suggeriert er eine massive Architektur, ohne sie minutios auszuarbeiten. Der tiefe rotbraune Schatten zwischen den hohen Formen verleiht dem Werk Tiefe, während das intensive Blau des Himmels die warme, sonnendurchflutete Architektur verstärkt. Mit nur wenigen Pinselstrichen entsteht so ein überzeugendes Spiel von Licht, Hitze, Raum und monumentaler Maßstab.
Das Thema schließt direkt an ein wichtiges Kapitel im Oeuvre von Bauer an. 1894 reiste Bauer nach Ägypten, wo er sowohl die Monumente der ägyptischen Antike als auch die islamische Architektur und das Stadtbild von Kairo studierte. Er hielt seine Beobachtungen in Skizzenbüchern und größeren eigenständigen Zeichnungen fest und beschrieb Architektur ausführlich in seinen Korrespondenzen. Gerade diese breite Interesse ist relevant für das angebotene Werk: Bauer betrachtete Ägypten nicht ausschließlich als das Land der pharaonischen Monumente, sondern als Umgebung, in der alte ägyptische Ruinen, islamische Architektur und das zeitgenössische Stadt- und Landschaftsbild gemeinsam seine visuelle Welt bestimmten.
Aquarell auf Papier, 56 x 44 cm. Maße mit Rahmen: 77 x 63 cm. Rechts unten signiert M. Bauer. Auf der Rückseite befindet sich ein altes Etikett des Bilderrahmenherstellers A.J. Heijdenrijk Jr. N.V., Amsterdam und Den Haag.
Biografie des Künstlers
Marius Bauer (1867–1932) gehört zu den herausragenden niederländischen Vertretern des Orientalismus um 1900. Er absolvierte seine Ausbildung an der Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten in Den Haag und erlangte Bekanntheit durch Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Graphik, basierend auf seinen Reisen. Von besonderer Bedeutung war seine Reise nach Ägypten im Jahr 1894. Dort studierte er sowohl die monumentalen Überreste der altägyptischen Zivilisation als auch das islamische Erbe und die Architektur von Kairo. Vor Ort fertigte er präzise Studien in Skizzenbüchern und größeren eigenständigen Zeichnungen an, die später als Bildmaterial für sein Œuvre dienen konnten. Bauer übersetzte diese Beobachtungen in eine erkennbare, atmosphärische Bildsprache, in der Architektur oft monumental über kleinen menschlichen Figuren oder der Landschaft emporragt. Sein Werk zeichnet sich durch transparente washes, eine treffsichere Linienführung und starke Hell-Dunkel-Kontraste aus. Werke von Bauer befinden sich unter anderem in der Sammlung des Rijksmuseums in Amsterdam.
Zum Gemälde wird kostenlos das reich illustrierte Buch Marius Bauer 1867–1932 – Oogstrelend Oosters beigefügt. Diese umfangreiche Monografie des Kunsthistorikers André Kraayenga behandelt Bauers Reisen und Œuvre und enthält umfangreiches Bildmaterial und kunsthistorische Dokumentation zu seinem orientalistischen Schaffen.
Der Verkäufer stellt sich vor
Dieses Aquarell von Marius Bauer (1867–1932) zeigt eine monumentale ägyptische Architekturvorstellung, in der hohe, verwitterte Baukörper und kolossale Formen gegen einen nahezu ununterbrochenen blauen Himmel emporsteigen. Die vertikalen Elemente dominieren das Bild und werden von Bauer aus einer niedrigen Blickperspektive wiedergegeben, wodurch ihre Größe und Monumentalität stark betont werden. Rechts setzt sich die Architektur in niedrigeren, horizontalen Wandpartien fort, wodurch ein kraftvoller Kontrast zwischen Höhe und Breite entsteht.
Besonders stark ist Bauers Beherrschung der Aquarelltechnik. Mit transparenten washes in Sand- und Ocker-, Rotbraun- und Blau-Tönen, groβen ausgesparten Papierpartien und einigen dunklen Akzenten suggeriert er eine massive Architektur, ohne sie minutios auszuarbeiten. Der tiefe rotbraune Schatten zwischen den hohen Formen verleiht dem Werk Tiefe, während das intensive Blau des Himmels die warme, sonnendurchflutete Architektur verstärkt. Mit nur wenigen Pinselstrichen entsteht so ein überzeugendes Spiel von Licht, Hitze, Raum und monumentaler Maßstab.
Das Thema schließt direkt an ein wichtiges Kapitel im Oeuvre von Bauer an. 1894 reiste Bauer nach Ägypten, wo er sowohl die Monumente der ägyptischen Antike als auch die islamische Architektur und das Stadtbild von Kairo studierte. Er hielt seine Beobachtungen in Skizzenbüchern und größeren eigenständigen Zeichnungen fest und beschrieb Architektur ausführlich in seinen Korrespondenzen. Gerade diese breite Interesse ist relevant für das angebotene Werk: Bauer betrachtete Ägypten nicht ausschließlich als das Land der pharaonischen Monumente, sondern als Umgebung, in der alte ägyptische Ruinen, islamische Architektur und das zeitgenössische Stadt- und Landschaftsbild gemeinsam seine visuelle Welt bestimmten.
Aquarell auf Papier, 56 x 44 cm. Maße mit Rahmen: 77 x 63 cm. Rechts unten signiert M. Bauer. Auf der Rückseite befindet sich ein altes Etikett des Bilderrahmenherstellers A.J. Heijdenrijk Jr. N.V., Amsterdam und Den Haag.
Biografie des Künstlers
Marius Bauer (1867–1932) gehört zu den herausragenden niederländischen Vertretern des Orientalismus um 1900. Er absolvierte seine Ausbildung an der Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten in Den Haag und erlangte Bekanntheit durch Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Graphik, basierend auf seinen Reisen. Von besonderer Bedeutung war seine Reise nach Ägypten im Jahr 1894. Dort studierte er sowohl die monumentalen Überreste der altägyptischen Zivilisation als auch das islamische Erbe und die Architektur von Kairo. Vor Ort fertigte er präzise Studien in Skizzenbüchern und größeren eigenständigen Zeichnungen an, die später als Bildmaterial für sein Œuvre dienen konnten. Bauer übersetzte diese Beobachtungen in eine erkennbare, atmosphärische Bildsprache, in der Architektur oft monumental über kleinen menschlichen Figuren oder der Landschaft emporragt. Sein Werk zeichnet sich durch transparente washes, eine treffsichere Linienführung und starke Hell-Dunkel-Kontraste aus. Werke von Bauer befinden sich unter anderem in der Sammlung des Rijksmuseums in Amsterdam.
Zum Gemälde wird kostenlos das reich illustrierte Buch Marius Bauer 1867–1932 – Oogstrelend Oosters beigefügt. Diese umfangreiche Monografie des Kunsthistorikers André Kraayenga behandelt Bauers Reisen und Œuvre und enthält umfangreiches Bildmaterial und kunsthistorische Dokumentation zu seinem orientalistischen Schaffen.
