Hausaltarfigur / Apostelfigur (Heiliger Petrus) Andachtsfigur - Antik - Holz - ca. 1720–1780






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Eine im achtzehnten Jahrhundert geschnitzte und polychromierte hölzerne Andachtsfigur, die den Heiliger Petrus, den Fürsten der Apostel, darstellt, ausgeführt in der regionalen volkstümlichen Barocktradition des süddeutschen Raums oder der österreichischen Alpenregionen. Die Figur steht in einer lebhaften Kontraposthaltung und umklammert einen übergroßen Schlüssel – das symbolische Schlüssel zum Himmelreich – in seiner nach vorn gestreckten rechten Hand, während er auf der linken Seite einen gebundenen Kodex balanciert. Der Schnitzer hat die kanonische Petrus‑Physionomie mit auffallender expressiver Kraft wiedergegeben, trotz des kleinen Formats, und eine zurückgehende Haarlinie, eine Tonsur und einen lockigen Bart hervorgehoben, der tiefe Züge einrahmt. Die Draperie vermittelt die theatralische Bewegung, die typisch für zentraleuropäische katholische Skulptur ist, bestehend aus einem in der Taille gegürtetem olivgrünen Gewand, darunter ein ockerfarbiger Mantel mit madder‑rotem Innenfutter, der sich in tiefen, scharfen Falten über den Oberkörper erstreckt.
Aus Alpenholz geschnitzt, auf einer Kreide‑Gesso-Unterlage gearbeitet, wurde die Skulptur speziell für eine architektonische Einbindung konzipiert und nicht zur freistehenden Ausstellung. Die Rückseite bleibt flach und unbearbeitet; sie trägt historische Befestigungslöcher an der Hinterseite des Schädels und am oberen Rücken, gepaart mit einer vertieften Dübelmulde im Boden. Diese baulichen Merkmale bestätigen ihre ursprüngliche Aufstellung in einem privaten Hausaltar, einem kleinen Kapellenretabel oder einer straßenseitigen Andachtskapelle.
Das Werk ist in einem ehrlichen antiquarischen Zustand erhalten, der mit Jahrhunderten der Andachtsberührung übereinstimmt. Die Polychromie zeigt natürliche Altersrisse (Craquelé), lokale Abblätterungen und verstreute Abnutzung an markanten Kanten und Enden, wodurch der weiße Grund und das trockene Holz sichtbar werden. Die rechte Hand und das Attribut wurden historisch am Ärmelbund neu befestigt, mit sichtbaren Reste einer früheren Klebeverbindung. Das Holz bleibt durchgehend stabil, mit einer abgenutzten Oberfläche und einer authentischen historischen Patina.
PROVENANZ
Private Sammlung, Deutschland (sehr wahrscheinlich vor Ort in Bayern gesammelt).
Von dort durch Erbfolge an den gegenwärtigen Eigentümer.
Eine im achtzehnten Jahrhundert geschnitzte und polychromierte hölzerne Andachtsfigur, die den Heiliger Petrus, den Fürsten der Apostel, darstellt, ausgeführt in der regionalen volkstümlichen Barocktradition des süddeutschen Raums oder der österreichischen Alpenregionen. Die Figur steht in einer lebhaften Kontraposthaltung und umklammert einen übergroßen Schlüssel – das symbolische Schlüssel zum Himmelreich – in seiner nach vorn gestreckten rechten Hand, während er auf der linken Seite einen gebundenen Kodex balanciert. Der Schnitzer hat die kanonische Petrus‑Physionomie mit auffallender expressiver Kraft wiedergegeben, trotz des kleinen Formats, und eine zurückgehende Haarlinie, eine Tonsur und einen lockigen Bart hervorgehoben, der tiefe Züge einrahmt. Die Draperie vermittelt die theatralische Bewegung, die typisch für zentraleuropäische katholische Skulptur ist, bestehend aus einem in der Taille gegürtetem olivgrünen Gewand, darunter ein ockerfarbiger Mantel mit madder‑rotem Innenfutter, der sich in tiefen, scharfen Falten über den Oberkörper erstreckt.
Aus Alpenholz geschnitzt, auf einer Kreide‑Gesso-Unterlage gearbeitet, wurde die Skulptur speziell für eine architektonische Einbindung konzipiert und nicht zur freistehenden Ausstellung. Die Rückseite bleibt flach und unbearbeitet; sie trägt historische Befestigungslöcher an der Hinterseite des Schädels und am oberen Rücken, gepaart mit einer vertieften Dübelmulde im Boden. Diese baulichen Merkmale bestätigen ihre ursprüngliche Aufstellung in einem privaten Hausaltar, einem kleinen Kapellenretabel oder einer straßenseitigen Andachtskapelle.
Das Werk ist in einem ehrlichen antiquarischen Zustand erhalten, der mit Jahrhunderten der Andachtsberührung übereinstimmt. Die Polychromie zeigt natürliche Altersrisse (Craquelé), lokale Abblätterungen und verstreute Abnutzung an markanten Kanten und Enden, wodurch der weiße Grund und das trockene Holz sichtbar werden. Die rechte Hand und das Attribut wurden historisch am Ärmelbund neu befestigt, mit sichtbaren Reste einer früheren Klebeverbindung. Das Holz bleibt durchgehend stabil, mit einer abgenutzten Oberfläche und einer authentischen historischen Patina.
PROVENANZ
Private Sammlung, Deutschland (sehr wahrscheinlich vor Ort in Bayern gesammelt).
Von dort durch Erbfolge an den gegenwärtigen Eigentümer.
