Reliquiar - Pilgerreliquiar mit zehn Reliquien und devotem Andenken – Kristall, Textil - 1900-1910

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Clément Floch
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Reliquienschrein der Pilgerfahrt mit zehn Reliquien und devotionalen Erinnerungen
Herkunft: Belgien
Epoche: Anfang des 20. Jahrhunderts, ca. 1900–1920
Materialien: Metall, Glas, Holz, handgeschriebenes Papier, Textilien, pflanzliche Elemente, Mineralien und verschiedene devotionalien Materialien
Maße: 22 × 16,5 × 6,5 cm
Stil: Devotional / religiös
Sprache der Beschriftungen: Französisch und Niederländisch
Anzahl der Reliquien und devotionalen Erinnerungen: 10

Einziger belgischer Pilger-Relikuienschrein, vermutlich in den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts geschaffen, der darauf abzielt, verschiedene Kontakt‑Reliquien und Erinnerungen aus bedeutenden Orten christlicher Wallfahrt zu sammeln und zu bewahren.

Das Ensemble ordnet sich um ein zentrales Kreuz herum, umgeben von zehn kleineren, individuell dekorierten Fächern, jeweils begleitet von den original handgeschriebenen Beschriftungen.
Im Unterschied zu Relikwiaren, die ausschließlich menschliche Überreste von Heiligen (ex ossibus, ex carne, etc.) enthalten, sammelt dieses Exemplar überwiegend Kontakt‑Reliquien und Erinnerungen an heilige Orte: Steine, Pflanzenelemente, Fasern und kleine Fragmente, die mit dem Heiligen Land, den Katakomben und wichtigen europäischen Wallfahrtszentren verbunden sind.

Die gemeinschaftliche Präsenz von Inschriften in Französisch und Niederländisch ist besonders kohärent mit einer Herkunft aus Belgien.

DIE ZEHN RELIQUIEN UND DEVOTIONALEN ERINNERUNGEN
1. «Pierres des Catacombes» — Steine der Katakomben
Kleine Steinfragmente, die auf der Beschriftung als aus den Katakomben stammend identifiziert sind, Orte der Bestattung der frühen Christen und eng verbunden mit dem Verehrungsdienst der Märtyrer der Urkirche.
2. «Agnus Dei» — Lamm Gottes
Devotionaler Fragment, identifiziert als Agnus Dei. Traditionell waren die Lamm Gottes kleine Objekte, oft aus Wachs hergestellt, verbunden mit der Symbolik des Lammes Gottes und gesegnet für Schutz- und Andachtszwecke.
3. «Fruit du Mont Carmel» — Frucht des Bergs Karmel
Pflanzenelement, laut Beschriftung stammend vom Berg Karmel in Kanaan (Heiligem Land). Der Ort besitzt eine tiefe biblische Tradition und ist besonders mit dem Propheten Elija und später mit der Spiritualität der Ordenslehre des Carmels verbunden.
4. «Ex horto Visitationis Paray-le-Monial» — Aus dem Garten der Visitation von Paray-le-Monial
Fragment aus dem Garten des Klosters der Visitation in Paray-le-Monial, Frankreich. Dieser Ort ist eng verbunden mit der Heiligen Margareta Maria Alacoque und der Entwicklung der Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu im 17. Jahrhundert.
5. «De N.D. de la Salette» — Von Unserer Lieben Frau von La Salette
Devotionales Andenken aus Notre-Dame de La Salette, einem wichtigen französischen Marienheiligtum, entstanden durch die Erscheinungen der Jungfrau Maria im Jahr 1846.
6. «Du Cerceuil du Père Victorin» — Vom Sarg des Pater Victorin
Kleinfragment, ausdrücklich als stammend aus dem Sarg des Pater Victorin identifiziert. Aufgrund des wahrscheinlich belgischen Ursprungs des Relikars und seiner Chronologie könnte es mit Victorin Delbrouck (1870–1898), belgischer Franziskanerpater und Märtyrer-Missionar in China im Jahr 1898, in Verbindung stehen. Diese Zuordnung ist besonders interessant für die Datierung des Ensembles, sollte aber als Zuordnung gelten, solange keine zusätzliche Dokumentation die Identität des Geistlichen bestätigt.
7. «De la place du martyre de St Georges» — Vom Ort des Martyriums des heiligen Georg
Fragment oder Erinnerung, gesammelt an dem Ort, der traditionell mit dem Martyrertod des Heiligen Georg verbunden wird – einer der am meisten verehrten Heiligen in der christlichen Tradition, dessen Verehrung sich in Ost und West weit verbreitet hat.
8. «Du torrent de Cédron» — Vom Kidronfluss
Fragment, stammend aus dem Kidrontal in Jerusalem. Das Tal trennt die Altstadt Jerusalems vom Ölberg und besitzt eine bedeutende biblische Symbolik. In der christlichen Tradition ist es besonders mit den Wegen der Passion Christi verbunden.
9. «Plant van den Berg Tabor» — Pflanze des Berges Tabor
Pflanzenelement, laut niederländischer Beschriftung stammend vom Berg Tabor in Kanaan. Nach christlicher Überlieferung ist der Berg Ort der Verklärung Christi und seit jeher Ziel von Wallfahrten.
10. «Watte van het H. Bloed» — Faser/Leinwand des Heiligen Blutes
Kleine Faser oder Baumwollfaser im Zusammenhang mit der Verehrung des Heiligen Blutes (Heiliges Blut). Die Beschriftung ist niederländisch. Im belgischen Kontext besitzt sie besondere Bedeutung wegen der historischen Verehrung des Heiligen Blutes, insbesondere in Brügge, wo eine berühmte Reliquie aus dem Mittelalter als Blut Christi verehrt wird. Die Beschriftung identifiziert die Faser als mit dem Heiligen Blut verbunden; aus ihr allein lässt sich kein spezifischer Bezug zu Brügge ableiten.

Reliquienschrein der Pilgerfahrt mit zehn Reliquien und devotionalen Erinnerungen
Herkunft: Belgien
Epoche: Anfang des 20. Jahrhunderts, ca. 1900–1920
Materialien: Metall, Glas, Holz, handgeschriebenes Papier, Textilien, pflanzliche Elemente, Mineralien und verschiedene devotionalien Materialien
Maße: 22 × 16,5 × 6,5 cm
Stil: Devotional / religiös
Sprache der Beschriftungen: Französisch und Niederländisch
Anzahl der Reliquien und devotionalen Erinnerungen: 10

Einziger belgischer Pilger-Relikuienschrein, vermutlich in den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts geschaffen, der darauf abzielt, verschiedene Kontakt‑Reliquien und Erinnerungen aus bedeutenden Orten christlicher Wallfahrt zu sammeln und zu bewahren.

Das Ensemble ordnet sich um ein zentrales Kreuz herum, umgeben von zehn kleineren, individuell dekorierten Fächern, jeweils begleitet von den original handgeschriebenen Beschriftungen.
Im Unterschied zu Relikwiaren, die ausschließlich menschliche Überreste von Heiligen (ex ossibus, ex carne, etc.) enthalten, sammelt dieses Exemplar überwiegend Kontakt‑Reliquien und Erinnerungen an heilige Orte: Steine, Pflanzenelemente, Fasern und kleine Fragmente, die mit dem Heiligen Land, den Katakomben und wichtigen europäischen Wallfahrtszentren verbunden sind.

Die gemeinschaftliche Präsenz von Inschriften in Französisch und Niederländisch ist besonders kohärent mit einer Herkunft aus Belgien.

DIE ZEHN RELIQUIEN UND DEVOTIONALEN ERINNERUNGEN
1. «Pierres des Catacombes» — Steine der Katakomben
Kleine Steinfragmente, die auf der Beschriftung als aus den Katakomben stammend identifiziert sind, Orte der Bestattung der frühen Christen und eng verbunden mit dem Verehrungsdienst der Märtyrer der Urkirche.
2. «Agnus Dei» — Lamm Gottes
Devotionaler Fragment, identifiziert als Agnus Dei. Traditionell waren die Lamm Gottes kleine Objekte, oft aus Wachs hergestellt, verbunden mit der Symbolik des Lammes Gottes und gesegnet für Schutz- und Andachtszwecke.
3. «Fruit du Mont Carmel» — Frucht des Bergs Karmel
Pflanzenelement, laut Beschriftung stammend vom Berg Karmel in Kanaan (Heiligem Land). Der Ort besitzt eine tiefe biblische Tradition und ist besonders mit dem Propheten Elija und später mit der Spiritualität der Ordenslehre des Carmels verbunden.
4. «Ex horto Visitationis Paray-le-Monial» — Aus dem Garten der Visitation von Paray-le-Monial
Fragment aus dem Garten des Klosters der Visitation in Paray-le-Monial, Frankreich. Dieser Ort ist eng verbunden mit der Heiligen Margareta Maria Alacoque und der Entwicklung der Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu im 17. Jahrhundert.
5. «De N.D. de la Salette» — Von Unserer Lieben Frau von La Salette
Devotionales Andenken aus Notre-Dame de La Salette, einem wichtigen französischen Marienheiligtum, entstanden durch die Erscheinungen der Jungfrau Maria im Jahr 1846.
6. «Du Cerceuil du Père Victorin» — Vom Sarg des Pater Victorin
Kleinfragment, ausdrücklich als stammend aus dem Sarg des Pater Victorin identifiziert. Aufgrund des wahrscheinlich belgischen Ursprungs des Relikars und seiner Chronologie könnte es mit Victorin Delbrouck (1870–1898), belgischer Franziskanerpater und Märtyrer-Missionar in China im Jahr 1898, in Verbindung stehen. Diese Zuordnung ist besonders interessant für die Datierung des Ensembles, sollte aber als Zuordnung gelten, solange keine zusätzliche Dokumentation die Identität des Geistlichen bestätigt.
7. «De la place du martyre de St Georges» — Vom Ort des Martyriums des heiligen Georg
Fragment oder Erinnerung, gesammelt an dem Ort, der traditionell mit dem Martyrertod des Heiligen Georg verbunden wird – einer der am meisten verehrten Heiligen in der christlichen Tradition, dessen Verehrung sich in Ost und West weit verbreitet hat.
8. «Du torrent de Cédron» — Vom Kidronfluss
Fragment, stammend aus dem Kidrontal in Jerusalem. Das Tal trennt die Altstadt Jerusalems vom Ölberg und besitzt eine bedeutende biblische Symbolik. In der christlichen Tradition ist es besonders mit den Wegen der Passion Christi verbunden.
9. «Plant van den Berg Tabor» — Pflanze des Berges Tabor
Pflanzenelement, laut niederländischer Beschriftung stammend vom Berg Tabor in Kanaan. Nach christlicher Überlieferung ist der Berg Ort der Verklärung Christi und seit jeher Ziel von Wallfahrten.
10. «Watte van het H. Bloed» — Faser/Leinwand des Heiligen Blutes
Kleine Faser oder Baumwollfaser im Zusammenhang mit der Verehrung des Heiligen Blutes (Heiliges Blut). Die Beschriftung ist niederländisch. Im belgischen Kontext besitzt sie besondere Bedeutung wegen der historischen Verehrung des Heiligen Blutes, insbesondere in Brügge, wo eine berühmte Reliquie aus dem Mittelalter als Blut Christi verehrt wird. Die Beschriftung identifiziert die Faser als mit dem Heiligen Blut verbunden; aus ihr allein lässt sich kein spezifischer Bezug zu Brügge ableiten.

Details

Epoche
1900-2000
Material
Pilgrimage reliquary with ten relics and devotional keepsakes - Crystal, textile
Herkunftsland
Belgien
Höhe
22 cm
Breite
16,5 cm
Tiefe
6,5 cm
Zustand
Hervorragender Zustand - kaum gebraucht, mit minimalen Altersspuren & Verschleißerscheinungen
Geschätzter Zeitraum
1900-1910
Verkauft von
SpanienVerifiziert
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Verkaufte Objekte
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