Judaica: Shabbat/sabbath Candelabrum - Kandelaber - Messing






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Seltenes monumentales Messing-Sjabbath-Kandelabrum mit Hirschen und gekrönter polnischer Adler, in Nürnberg um 1700 für die aschkenasische Gemeinde gefertigt, ca. 45 cm hoch und 38 cm breit, in einem gebrauchten Zustand mit möglichen kleinen Fehlteilen.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Seltene monumentale messingschabbatkerzenleuchter mit Hirschen und polnischem Adler – Nürnberg, ca. 1700
Periode: Ca. 1700 (Hochbarock / späte 17. Jh. – frühes 18. Jh.)
Herkunft: Nürnberg (fertiggestellt für den polnisch-jüdischen / aschkenasischen Markt)
Abmessungen: Höhe ca. 45 cm
Beschreibung
Ein außerordentlich frühes und seltenes Stück historischer aschkenasischer Judaika. Dieser monumentale Vierlicht-Schabbatschandelaar aus Gelbgoldmessing ist ein repräsentatives Beispiel der hochbarocken Metallgusswerkstatt um 1700, in Nürnberg für die wohlhabende polnisch-jüdische Gemeinschaft gefertigt.
Der Leuchter ruht auf einem schweren, gestuften runden Tellerfuß mit profilierten Ringen und einem kräftigen, abgedrehten Balusterstamm. Das überhängende Armenwerk ist reich ornamentiert mit vier stilisierten Hirschen (Tzvi), die auf die bekannte Passage aus der Talmud (Pirkei Avot 5:20) verweisen: „Seid schnell wie ein Hirsch, um den Willen eures Vaters im Himmel zu tun“. Der Leuchter wird zentral gekrönt durch eine schöne gelenkige, gekrönte polnische Taubehnadel.
An den Seiten der vier Hirsche ist zeitgenössisch in aschkenasischem Quadratschrift die traditionelle Segensformel zum Anzünden des Shabbat-Lichts graviert, fein ergänzt durch kalligrafische Krönchen (tagin):
להדליק נר של שבת (Lehadlik ner shel Shabbat – „Um die Kerze des Schabbats zu entzünden“).
Am Rand der Fußkante befindet sich ein authentisch eingeschlagenes Nürnberger Gußzeichen, was dieses Stück zu einem wichtigen materiellen Dokument der Handelsbeziehungen zwischen den süddeutschen Messinggießern und den jüdischen Gemeinden in Osteuropa im 17./18. Jahrhundert macht.
Museale Referenz & Dokumentation
Ein nahezu identisches Exemplar gehört der berühmten Sammlung von Karel Azijnman (1876–1936) im Noordbrabants Museum in ’s-Hertogenbosch (Inventar Nr. 9372, dokumentiert in der Bestandskatalogisierung Ein eigenwilliger Sammler, S. 116, dort datiert: Polen ?, 17. Jahrhundert). Während das Museumsstück die zentrale Krönung vermisst und die Zuordnung seinerzeit mit einem Fragezeichen versehen wurde, bestätigt der vorliegende Stempel auf diesem Leuchter endgültig die Nürnberger Gießherkunft.
Spezifikationen
Objekt: Vierlichtes Schabbat-Tischleuchter
Material: Gegossenes und gedrehtes Gelbgold-/Messing
Marke: Eingedrucktes Nürnberger Gieß-/Gusssiegel am Fußrand
Höhe: Ca. 45 cm
Breite: Ca. 38 cm
Zustandsbericht & Mängel
Kerzenhalter und Fettauffangschalen (assoziiert): Wie bei frühem zeremoniellen Kupferwerk üblich, das generationenlang wöchentlich intensiv rituell genutzt wurde, wurden die Kerzenhauben und Fettauffangschalen im Laufe der Jahrhunderte ersetzt. Die heutigen vier Hauben und vier Fettauffangschalen sind authentisch altes Messing und fügen sich stilistisch harmonisch ein, bilden jedoch kein einheitliches Set (Unterschiede in Abdrückprofil, Wölbung und Randabschluss; drei Fettauffangschalen sind geschulpt/geperft, eine glatt abgedreht).
Allgemeiner Zustand: Der Rahmen (Fuß, Balusterstamm, Arme mit Hirschen und die Adlerkrönung) befindet sich in einem bemerkenswert guten, soliden und originalen Zustand. Die Oberfläche weist eine schöne, leichte Altersrissbildung auf, authentische Drehsiegel an der Unterseite des hohlen Fußes und eine warme goldgelbe Patina entsprechend dem respektablen Alter von über 300 Jahren.
Seltene monumentale messingschabbatkerzenleuchter mit Hirschen und polnischem Adler – Nürnberg, ca. 1700
Periode: Ca. 1700 (Hochbarock / späte 17. Jh. – frühes 18. Jh.)
Herkunft: Nürnberg (fertiggestellt für den polnisch-jüdischen / aschkenasischen Markt)
Abmessungen: Höhe ca. 45 cm
Beschreibung
Ein außerordentlich frühes und seltenes Stück historischer aschkenasischer Judaika. Dieser monumentale Vierlicht-Schabbatschandelaar aus Gelbgoldmessing ist ein repräsentatives Beispiel der hochbarocken Metallgusswerkstatt um 1700, in Nürnberg für die wohlhabende polnisch-jüdische Gemeinschaft gefertigt.
Der Leuchter ruht auf einem schweren, gestuften runden Tellerfuß mit profilierten Ringen und einem kräftigen, abgedrehten Balusterstamm. Das überhängende Armenwerk ist reich ornamentiert mit vier stilisierten Hirschen (Tzvi), die auf die bekannte Passage aus der Talmud (Pirkei Avot 5:20) verweisen: „Seid schnell wie ein Hirsch, um den Willen eures Vaters im Himmel zu tun“. Der Leuchter wird zentral gekrönt durch eine schöne gelenkige, gekrönte polnische Taubehnadel.
An den Seiten der vier Hirsche ist zeitgenössisch in aschkenasischem Quadratschrift die traditionelle Segensformel zum Anzünden des Shabbat-Lichts graviert, fein ergänzt durch kalligrafische Krönchen (tagin):
להדליק נר של שבת (Lehadlik ner shel Shabbat – „Um die Kerze des Schabbats zu entzünden“).
Am Rand der Fußkante befindet sich ein authentisch eingeschlagenes Nürnberger Gußzeichen, was dieses Stück zu einem wichtigen materiellen Dokument der Handelsbeziehungen zwischen den süddeutschen Messinggießern und den jüdischen Gemeinden in Osteuropa im 17./18. Jahrhundert macht.
Museale Referenz & Dokumentation
Ein nahezu identisches Exemplar gehört der berühmten Sammlung von Karel Azijnman (1876–1936) im Noordbrabants Museum in ’s-Hertogenbosch (Inventar Nr. 9372, dokumentiert in der Bestandskatalogisierung Ein eigenwilliger Sammler, S. 116, dort datiert: Polen ?, 17. Jahrhundert). Während das Museumsstück die zentrale Krönung vermisst und die Zuordnung seinerzeit mit einem Fragezeichen versehen wurde, bestätigt der vorliegende Stempel auf diesem Leuchter endgültig die Nürnberger Gießherkunft.
Spezifikationen
Objekt: Vierlichtes Schabbat-Tischleuchter
Material: Gegossenes und gedrehtes Gelbgold-/Messing
Marke: Eingedrucktes Nürnberger Gieß-/Gusssiegel am Fußrand
Höhe: Ca. 45 cm
Breite: Ca. 38 cm
Zustandsbericht & Mängel
Kerzenhalter und Fettauffangschalen (assoziiert): Wie bei frühem zeremoniellen Kupferwerk üblich, das generationenlang wöchentlich intensiv rituell genutzt wurde, wurden die Kerzenhauben und Fettauffangschalen im Laufe der Jahrhunderte ersetzt. Die heutigen vier Hauben und vier Fettauffangschalen sind authentisch altes Messing und fügen sich stilistisch harmonisch ein, bilden jedoch kein einheitliches Set (Unterschiede in Abdrückprofil, Wölbung und Randabschluss; drei Fettauffangschalen sind geschulpt/geperft, eine glatt abgedreht).
Allgemeiner Zustand: Der Rahmen (Fuß, Balusterstamm, Arme mit Hirschen und die Adlerkrönung) befindet sich in einem bemerkenswert guten, soliden und originalen Zustand. Die Oberfläche weist eine schöne, leichte Altersrissbildung auf, authentische Drehsiegel an der Unterseite des hohlen Fußes und eine warme goldgelbe Patina entsprechend dem respektablen Alter von über 300 Jahren.
