Mihai Stänescu (1939-2018) - BRAILLE ALPHABET

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Über das Kunstwerk: "Braille Alphabet"\n\nDieses Werk stammt aus dem Jahr 1980, Stanescus produktivster und zugleich gefährlichster künstlerischer Periode. Es ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie er grafische Satire meisterhaft mit konzeptioneller Kunst verband.\n• Visuelle Metapher: Das Werk zeigt eine detaillierte Kohle- oder Bleistiftzeichnung weiblicher Formen (Brüste) mit dazwischen Spalten aus tastbaren Braille-Punkten. Es vereint das Sinnliche des menschlichen Körpers mit dem Sinnlichen der Blindenschrift.\n• Die tiefere Bedeutung: Im Kontext des kommunistischen Rumänien von 1980 enthält dieses Werk eine starke politische und gesellschaftliche Doppelsinnigkeit. Konzeptuelle Kunst mit Braille wurde in dieser Zeit von Kritikern und Künstlern oft als Metapher für gesellschaftliche Blindheit und Zensur verwendet. Es deutet darauf hin, dass die Wahrheit in der Gesellschaft nicht mehr offen ausgesprochen oder visuell gezeigt werden darf: Man muss „blind“ tasten, um die Wirklichkeit zu verstehen. Gleichzeitig spielt es mit dem Kontrast zwischen dem Verbotenen/Intimen (dem Nackten) und dem klinischen, pädagogischen Charakter einer Alphabetkarte.\n\nÜber den Künstler: Mihai Stänescu\n(1939-2018)\nMihai Stänescu war einer der meist-respektierten und mutigsten rumänischen Karikaturisten und konzeptionellen Künstler des 20. Jahrhunderts.\n• Widerstand durch Humor: In den 70er und 80er Jahren, als Rumänien unter der strengen kommunistischen Diktatur von Nicolae Ceaușescu litt, suchte Stänescu in seinem Werk ständig die Grenzen der Zensur aus. Während andere Künstler sich der Staatspropaganda beugten, lieferte er messerscharfe, subtile Kritik an dem absurden Alltag, dem Nahrungsmittelmangel und dem Mangel an Freiheit. &\n• Internationale Beschützung: Da seine Alben und Bücher im eigenen Land regelmäßig von den Behörden konfisziert wurden, schickte er seine Arbeiten heimlich zu internationalen Cartoonfestivals in den Westen. 1982 gewann er eine prestigeträchtige Goldmedaille in Japan (organisiert von der Zeitung Yomiuri Shimbun). Dieser internationale Ruhm verschaffte ihm eine gewisse Schutzwirkung: Das Regime wagte es damit schwerer, ihn zu verhaften, aus Angst vor ausländischer Kritik.\n\nDas Werk weist eine minimale sichtbare Falte am rechten Rand auf. Das kann herausgebügelt werden.\n\nDas Werk wird gut verpackt und per Einschreiben versendet."

Über das Kunstwerk: "Braille Alphabet"\n\nDieses Werk stammt aus dem Jahr 1980, Stanescus produktivster und zugleich gefährlichster künstlerischer Periode. Es ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie er grafische Satire meisterhaft mit konzeptioneller Kunst verband.\n• Visuelle Metapher: Das Werk zeigt eine detaillierte Kohle- oder Bleistiftzeichnung weiblicher Formen (Brüste) mit dazwischen Spalten aus tastbaren Braille-Punkten. Es vereint das Sinnliche des menschlichen Körpers mit dem Sinnlichen der Blindenschrift.\n• Die tiefere Bedeutung: Im Kontext des kommunistischen Rumänien von 1980 enthält dieses Werk eine starke politische und gesellschaftliche Doppelsinnigkeit. Konzeptuelle Kunst mit Braille wurde in dieser Zeit von Kritikern und Künstlern oft als Metapher für gesellschaftliche Blindheit und Zensur verwendet. Es deutet darauf hin, dass die Wahrheit in der Gesellschaft nicht mehr offen ausgesprochen oder visuell gezeigt werden darf: Man muss „blind“ tasten, um die Wirklichkeit zu verstehen. Gleichzeitig spielt es mit dem Kontrast zwischen dem Verbotenen/Intimen (dem Nackten) und dem klinischen, pädagogischen Charakter einer Alphabetkarte.\n\nÜber den Künstler: Mihai Stänescu\n(1939-2018)\nMihai Stänescu war einer der meist-respektierten und mutigsten rumänischen Karikaturisten und konzeptionellen Künstler des 20. Jahrhunderts.\n• Widerstand durch Humor: In den 70er und 80er Jahren, als Rumänien unter der strengen kommunistischen Diktatur von Nicolae Ceaușescu litt, suchte Stänescu in seinem Werk ständig die Grenzen der Zensur aus. Während andere Künstler sich der Staatspropaganda beugten, lieferte er messerscharfe, subtile Kritik an dem absurden Alltag, dem Nahrungsmittelmangel und dem Mangel an Freiheit. &\n• Internationale Beschützung: Da seine Alben und Bücher im eigenen Land regelmäßig von den Behörden konfisziert wurden, schickte er seine Arbeiten heimlich zu internationalen Cartoonfestivals in den Westen. 1982 gewann er eine prestigeträchtige Goldmedaille in Japan (organisiert von der Zeitung Yomiuri Shimbun). Dieser internationale Ruhm verschaffte ihm eine gewisse Schutzwirkung: Das Regime wagte es damit schwerer, ihn zu verhaften, aus Angst vor ausländischer Kritik.\n\nDas Werk weist eine minimale sichtbare Falte am rechten Rand auf. Das kann herausgebügelt werden.\n\nDas Werk wird gut verpackt und per Einschreiben versendet."

Details

Künstler
Mihai Stänescu (1939-2018)
Verkauft von
Eigentümer oder Wiederverkäufer
Auflage
Original
Titel des Kunstwerks
BRAILLE ALPHABET
Technik
Holzkohle, Mixed Media
Signatur
Handsigniert
Herkunftsland
Rumänien
Jahr
1980
Zustand
Guter Zustand
Höhe
21 cm
Breite
29,7 cm
Darstellung/Thema
Akt
Stil
Konzeptkunst
Periode
1980-1990
Verkauft von
BelgienVerifiziert
405
Verkaufte Objekte
100 %
Privat

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