Scuola lombarda (XV) - San Rocco - XL format






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San Rocco - XL-Format, Ölgemälde, Italien, 15. Jahrhundert.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Maler des nördlichen Italiens, lombardischer Bereich, Ende des XV. Jahrhunderts.
San Rocco
Tempera auf Eitempera auf Holztafel, cm 132 × 44
Werk aus italienischer Museumsammlung
XV. Jahrhundert, 1450/1480
Die Tafel stellt San Rocco in Ganzfigur dar, nach einem ikonografischen Modell, das im norditalienischen Raum am Ende des Quattrozehnten besondere Beliebtheit erlangte. Der Heilige ist in den Pilgergewändern dargestellt, mit dem langen Stab, während er den Mantel an der Oberschenkelstelle hebt, um die Wunde zu zeigen – das Hauptattribut, das mit seinem Schutz gegen die Pest verbunden ist. Die Verbreitung des Rocco-Kultes und der entsprechende Ikonografie in Italien nimmt gerade im 15. Jahrhundert zu.
Die Figur, monumental trotz des engen Formats und der stark vertikalen Ausrichtung der Tafel, nimmt nahezu den gesamten pittorische Raum ein. Der rote Mantel, das grünlich-azurne Gewand, der große ausstrahlende Heiligenschein und die grob umrissene Landschaft im Hintergrund bauen eine kompositorische Anordnung mit unmittelbarer devotionaler Lesbarkeit auf. Besonders charakteristisch sind die deutliche Konturzeichnung, die linear beschriebene Haare und Bart, die vereinfachten Falten des Gewandes und der Einsatz klar abgegrenzter Farbfelder.
Diese Elemente, zusammen mit der Frontalität der Darstellung und der nüchternen Narration, verweisen auf eine bildnerische Kultur, die noch tief in der spätgotischen Tradition Norditaliens verwurzelt war, aber bereits der volkstümlichen und devotionalen Erfahrungen begegnet, die sich zwischen Lombardei und den angrenzenden Regionen am Ende des XV. Jahrhunderts entwickelt hatten. Zum Kontextvergleich sind in der lombardischen Region vierzehnterische Darstellungen des San Rocco belegt, die nach derselben Ikonografie des Pilger mit Stab und sichtbarer Wunde aufgebaut sind.
Von besonderem Interesse ist der Holzuntergrund, der in seiner imposanten vertikalen Struktur erhalten ist. Die Rückseite zeigt die breiten Bretter mit deutlich sichtbarer Maserung, zahlreiche Spuren der Zeit und eine horizontale Querstrebe der Konsolidierung; zudem finden sich alte Bohrlöcher, die auf holzschädigende Käferbefälle und spätere Änderungen des Aufhängungssystems zurückführen lassen. Die Oberfläche der Malerei weist verbreitete Abnutzungen, Abrasionen, kleine Fehlstellen und konservatorische Eingriffe auf, die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, die Lesbarkeit des Bildes jedoch nicht beeinträchtigen.
Angesichts Form und Aufbau ist es plausibel, eine ursprüngliche sakrale Bestimmung zu vermuten, möglicherweise als Element einer devotionalen Anlage oder einer umfassenderen Struktur; die Bezeichnung als Polittich-Schnittstelle würde jedoch eine direkte Untersuchung der Holzarbeiten erfordern. Tafeln, autonome Bilder und Compartments mit San Rocco sind in der Produktion des Norditaliens zwischen Ende des Quattrocento und Anfang des Cinquecento dennoch gut dokumentiert.
Die Tafel ist eine bedeutende Zeugnis der spätmittelalterlichen devotionalen Malerei des Norditaliens, besonders beeindruckend durch die archaische Bildsprache, das bedeutende Format und die Erhaltung des alten Holzuntergrundes.
ZUSTANDSBERICHT
Das Gemälde präsentiert sich in gutem allgemeinem Erhaltungszustand, vereinbar mit der Epoche und der natürlichen Alterung des Werks. Die Malfläche zeigt eine diffuse und stark ausgeprägte Crackelur, besonders deutlich in den dunklen Farbfeldern, neben physiologischen Unregelmäßigkeiten der Lackierung, Abrasionen und Spuren früherer conservatorischer Eingriffe und farbtechnischer Ergänzungen.
Insgesamt behält das Werk eine gute Lesbarkeit des Bildes, insbesondere des Gesichts und der Hände, und zeigt die charakteristischen materiellen Merkmale sowie die Spuren der Zeit, die für ein sehr altes Gemälde charakteristisch sind.
~ Historisch-kollektioneller Hinweis ~
Aufgrund von Alter, Ikonografie, Format und devotionalem Charakter besitzt dieses XV. Jahrhundert-Werk, das San Rocco darstellt, Merkmale, die eine Wertschöpfung im musealen Umfeld, insbesondere in einer Diözesansammlung oder in einer Sammlung antiker sakraler Kunst, plausibel machen. Es handelt sich nicht lediglich um ein dekoratives Objekt, sondern um eine materielle Zeugnis der religiösen und bildenden Kultur des Norditaliens des Quattrozehnten, das uns über mehr als fünf Jahrhunderte überliefert ist.
Der Erwerb eines Werks dieses Niveaus bedeutet daher, ein authentisches Fragment des historischen-künstlerischen Erbes Italiens zu bewahren. Die zeitliche Seltenheit, das Vorhandensein des alten Holzuntergrunds, die sofort erkennbare Ikonografie und die starke historische Identität erhöhen das Interesse besonders bei Sammlern.
Aus patrimoniala Sicht können antike Werke dieser Natur zudem eine interessante Form der Diversifizierung und der Werterhaltung über lange Zeit darstellen, vorausgesetzt, man erwirbt sie zu marktgerechten Konditionen und lässt sie von angemessenen wissenschaftlichen Untersuchungen begleiten. Im Gegensatz zu reproduzierbaren Gütern ist eine vierzehntener Tafel per se ein uniques, endliches und unwiederholbares Gut: Ihr erster Wert bleibt kulturell und sammlerisch, während eine eventuelle künftige wirtschaftliche Wertsteigerung nicht garantiert werden kann.
*** Fotografischer Hinweis
Die Fotografien des Werks wurden unter Verwendung professioneller Studio-Beleuchtung und Leuchten aufgenommen, um eine bessere Lesbarkeit der Komposition, der Details und der malerischen Materie zu ermöglichen. Diese Beleuchtung kann leichte Abweichungen in der Farbwahrnehmung und Helligkeit im Vergleich zur direkten Sicht auf das Werk verursachen. Die Fotografien dienen ausschließlich illustrativen und dokumentarischen Zwecken.
Versicherter Versand
Gutachterliche Attribution Expertise
*** Aus historischen Gründen kann das Werk außerhalb der Europäischen Gemeinschaft nicht versendet werden
Der Verkäufer stellt sich vor
Maler des nördlichen Italiens, lombardischer Bereich, Ende des XV. Jahrhunderts.
San Rocco
Tempera auf Eitempera auf Holztafel, cm 132 × 44
Werk aus italienischer Museumsammlung
XV. Jahrhundert, 1450/1480
Die Tafel stellt San Rocco in Ganzfigur dar, nach einem ikonografischen Modell, das im norditalienischen Raum am Ende des Quattrozehnten besondere Beliebtheit erlangte. Der Heilige ist in den Pilgergewändern dargestellt, mit dem langen Stab, während er den Mantel an der Oberschenkelstelle hebt, um die Wunde zu zeigen – das Hauptattribut, das mit seinem Schutz gegen die Pest verbunden ist. Die Verbreitung des Rocco-Kultes und der entsprechende Ikonografie in Italien nimmt gerade im 15. Jahrhundert zu.
Die Figur, monumental trotz des engen Formats und der stark vertikalen Ausrichtung der Tafel, nimmt nahezu den gesamten pittorische Raum ein. Der rote Mantel, das grünlich-azurne Gewand, der große ausstrahlende Heiligenschein und die grob umrissene Landschaft im Hintergrund bauen eine kompositorische Anordnung mit unmittelbarer devotionaler Lesbarkeit auf. Besonders charakteristisch sind die deutliche Konturzeichnung, die linear beschriebene Haare und Bart, die vereinfachten Falten des Gewandes und der Einsatz klar abgegrenzter Farbfelder.
Diese Elemente, zusammen mit der Frontalität der Darstellung und der nüchternen Narration, verweisen auf eine bildnerische Kultur, die noch tief in der spätgotischen Tradition Norditaliens verwurzelt war, aber bereits der volkstümlichen und devotionalen Erfahrungen begegnet, die sich zwischen Lombardei und den angrenzenden Regionen am Ende des XV. Jahrhunderts entwickelt hatten. Zum Kontextvergleich sind in der lombardischen Region vierzehnterische Darstellungen des San Rocco belegt, die nach derselben Ikonografie des Pilger mit Stab und sichtbarer Wunde aufgebaut sind.
Von besonderem Interesse ist der Holzuntergrund, der in seiner imposanten vertikalen Struktur erhalten ist. Die Rückseite zeigt die breiten Bretter mit deutlich sichtbarer Maserung, zahlreiche Spuren der Zeit und eine horizontale Querstrebe der Konsolidierung; zudem finden sich alte Bohrlöcher, die auf holzschädigende Käferbefälle und spätere Änderungen des Aufhängungssystems zurückführen lassen. Die Oberfläche der Malerei weist verbreitete Abnutzungen, Abrasionen, kleine Fehlstellen und konservatorische Eingriffe auf, die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, die Lesbarkeit des Bildes jedoch nicht beeinträchtigen.
Angesichts Form und Aufbau ist es plausibel, eine ursprüngliche sakrale Bestimmung zu vermuten, möglicherweise als Element einer devotionalen Anlage oder einer umfassenderen Struktur; die Bezeichnung als Polittich-Schnittstelle würde jedoch eine direkte Untersuchung der Holzarbeiten erfordern. Tafeln, autonome Bilder und Compartments mit San Rocco sind in der Produktion des Norditaliens zwischen Ende des Quattrocento und Anfang des Cinquecento dennoch gut dokumentiert.
Die Tafel ist eine bedeutende Zeugnis der spätmittelalterlichen devotionalen Malerei des Norditaliens, besonders beeindruckend durch die archaische Bildsprache, das bedeutende Format und die Erhaltung des alten Holzuntergrundes.
ZUSTANDSBERICHT
Das Gemälde präsentiert sich in gutem allgemeinem Erhaltungszustand, vereinbar mit der Epoche und der natürlichen Alterung des Werks. Die Malfläche zeigt eine diffuse und stark ausgeprägte Crackelur, besonders deutlich in den dunklen Farbfeldern, neben physiologischen Unregelmäßigkeiten der Lackierung, Abrasionen und Spuren früherer conservatorischer Eingriffe und farbtechnischer Ergänzungen.
Insgesamt behält das Werk eine gute Lesbarkeit des Bildes, insbesondere des Gesichts und der Hände, und zeigt die charakteristischen materiellen Merkmale sowie die Spuren der Zeit, die für ein sehr altes Gemälde charakteristisch sind.
~ Historisch-kollektioneller Hinweis ~
Aufgrund von Alter, Ikonografie, Format und devotionalem Charakter besitzt dieses XV. Jahrhundert-Werk, das San Rocco darstellt, Merkmale, die eine Wertschöpfung im musealen Umfeld, insbesondere in einer Diözesansammlung oder in einer Sammlung antiker sakraler Kunst, plausibel machen. Es handelt sich nicht lediglich um ein dekoratives Objekt, sondern um eine materielle Zeugnis der religiösen und bildenden Kultur des Norditaliens des Quattrozehnten, das uns über mehr als fünf Jahrhunderte überliefert ist.
Der Erwerb eines Werks dieses Niveaus bedeutet daher, ein authentisches Fragment des historischen-künstlerischen Erbes Italiens zu bewahren. Die zeitliche Seltenheit, das Vorhandensein des alten Holzuntergrunds, die sofort erkennbare Ikonografie und die starke historische Identität erhöhen das Interesse besonders bei Sammlern.
Aus patrimoniala Sicht können antike Werke dieser Natur zudem eine interessante Form der Diversifizierung und der Werterhaltung über lange Zeit darstellen, vorausgesetzt, man erwirbt sie zu marktgerechten Konditionen und lässt sie von angemessenen wissenschaftlichen Untersuchungen begleiten. Im Gegensatz zu reproduzierbaren Gütern ist eine vierzehntener Tafel per se ein uniques, endliches und unwiederholbares Gut: Ihr erster Wert bleibt kulturell und sammlerisch, während eine eventuelle künftige wirtschaftliche Wertsteigerung nicht garantiert werden kann.
*** Fotografischer Hinweis
Die Fotografien des Werks wurden unter Verwendung professioneller Studio-Beleuchtung und Leuchten aufgenommen, um eine bessere Lesbarkeit der Komposition, der Details und der malerischen Materie zu ermöglichen. Diese Beleuchtung kann leichte Abweichungen in der Farbwahrnehmung und Helligkeit im Vergleich zur direkten Sicht auf das Werk verursachen. Die Fotografien dienen ausschließlich illustrativen und dokumentarischen Zwecken.
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*** Aus historischen Gründen kann das Werk außerhalb der Europäischen Gemeinschaft nicht versendet werden
