Schale - Töpferware - Slipware-Vogelschale 1757





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Ein seltener und ausdrucksstarker Dokument der niederrheinischen Volkskultur des achtzehnten Jahrhunderts, dieses bleiglasierte Irdenware-Tellerchen veranschaulicht die lebendige Tradition der regionalen Schlickware (Niederrheinische Irdenware). Aus lokalem rötlich-beigem Ton gedrechselt und mit einem gleichmäßigen, hellcremefarbenen Schlickauftrag überzogen, formt die flache, kreisrunde Gestalt ein lebhaftes zentrales Medaillon, in dem ein langschwänziger Singvogel auf einem stilisierten Akanthus- und Volutenzweig sitzt. Das Motiv wird mit Pinsel aufgetragenem Eisenrot und Kupfergrün-Schlick ausgeführt, eingerahmt von konzentrischen Ringbändern. Entlang des breiten, abfallenden Randes befindet sich eine dunkelbraune, mit nachlaufendem Slip verzierte Inschrift im Frühneuhochdeutschen Kurrentschrift: „gott allain die ehr sonst nit ein mehr 1757“ (Gott allein die Ehre, sonst niemandem), sauber durch das Datum der Herstellung gegliedert. Solche Andachtsmottos, die einen festen protestantischen oder nachreformatorischen Pietismus ausdrücken, wurden häufig für private Meilensteine des Haushalts oder Hochzeiten im Niederrhein-Becken zwischen Maas und Rhein in Auftrag gegeben.
Aus einer Ausgrabungsfundstelle geborgen, zeigt der Irdenware‑Körper sauber ausgerichtete und stabilisierte Bruchlinien, die sich über Boden und Rand erstrecken, begleitet von örtlichen Ausfüllungen und Konsolidierungen. Die Oberfläche bewahrt die Farbsättigung, künstlerische Lebendigkeit und kalligrafische Klarheit der Sliparbeiten.
PROVENIENZ
Bei Baugrabungen in Titz, Deutschland, gefunden.
Eigentum aus dem Nachlass eines deutschen Biologen und Naturforschers (1980er oder 1990er Jahre).
Von dort durch Erbfolge an den jetzigen Besitzer.
Ein seltener und ausdrucksstarker Dokument der niederrheinischen Volkskultur des achtzehnten Jahrhunderts, dieses bleiglasierte Irdenware-Tellerchen veranschaulicht die lebendige Tradition der regionalen Schlickware (Niederrheinische Irdenware). Aus lokalem rötlich-beigem Ton gedrechselt und mit einem gleichmäßigen, hellcremefarbenen Schlickauftrag überzogen, formt die flache, kreisrunde Gestalt ein lebhaftes zentrales Medaillon, in dem ein langschwänziger Singvogel auf einem stilisierten Akanthus- und Volutenzweig sitzt. Das Motiv wird mit Pinsel aufgetragenem Eisenrot und Kupfergrün-Schlick ausgeführt, eingerahmt von konzentrischen Ringbändern. Entlang des breiten, abfallenden Randes befindet sich eine dunkelbraune, mit nachlaufendem Slip verzierte Inschrift im Frühneuhochdeutschen Kurrentschrift: „gott allain die ehr sonst nit ein mehr 1757“ (Gott allein die Ehre, sonst niemandem), sauber durch das Datum der Herstellung gegliedert. Solche Andachtsmottos, die einen festen protestantischen oder nachreformatorischen Pietismus ausdrücken, wurden häufig für private Meilensteine des Haushalts oder Hochzeiten im Niederrhein-Becken zwischen Maas und Rhein in Auftrag gegeben.
Aus einer Ausgrabungsfundstelle geborgen, zeigt der Irdenware‑Körper sauber ausgerichtete und stabilisierte Bruchlinien, die sich über Boden und Rand erstrecken, begleitet von örtlichen Ausfüllungen und Konsolidierungen. Die Oberfläche bewahrt die Farbsättigung, künstlerische Lebendigkeit und kalligrafische Klarheit der Sliparbeiten.
PROVENIENZ
Bei Baugrabungen in Titz, Deutschland, gefunden.
Eigentum aus dem Nachlass eines deutschen Biologen und Naturforschers (1980er oder 1990er Jahre).
Von dort durch Erbfolge an den jetzigen Besitzer.

