112g Fluorit Totenschädel – Collector's Piece – Georgianisches Handwerksgeheimnis – 5,1 x 3,4 x Schädel- 112 g






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Fluorit-Schädel aus Brasilien, Maße 5,1 x 3,4 x 3,6 cm, Gewicht 112 g, mit ausgeprägter innerer Bruchstruktur und Crushed-Optik.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Im England des 18. Jahrhunderts galt eine bestimmte, blau-violett bis gelblich gebänderte Fluoritvarietät aus den Höhlen von Castleton in Derbyshire als eines der begehrtesten Materialien der Zeit – "Blue John" genannt. Der Fabrikant Matthew Boulton ließ ab den 1760er Jahren in seiner Soho-Manufaktur in Birmingham prunkvolle Vasen und Kandelaber daraus drechseln, die in den Salons des Adels standen. Was in den herrschaftlichen Häusern glänzte, verbarg jedoch ein Handwerksgeheimnis, das die Drechsler streng hüteten: Das Material zerspringt entlang seiner vollkommenen oktaedrischen Spaltbarkeit derart leicht, dass roher Fluorit kaum je ohne innere Brüche aus dem Fels kam. Bevor überhaupt gedrechselt werden konnte, musste das Rohstück erst mit Harz getränkt und stabilisiert werden – ein Vorgang, den die Werkstätten der damaligen Zeit als Geschäftsgeheimnis behandelten, weil ohne ihn kaum ein Stück den Schnitt überlebt hätte.
Genau diese Eigenheit trägt auch dieser Schädel in sich, nur ganz ohne Werkstatteingriff: Die feine, an vielen Stellen gebrochene Semi-Transparenz im Inneren ist keine Fehlstelle, sondern die sichtbare Spur unzähliger winziger, natürlich verlaufender Spaltflächen, die dem Licht mehrfach brechen, bevor es wieder austritt – ein "Crushed"-Effekt, der genau aus jener kristallographischen Eigenschaft entsteht, die schon die Georgianischen Drechsler zur Verzweiflung trieb. Selbst die trotz Politur noch spürbar raue Oberfläche erklärt sich daraus: Wo eine solche innere Spaltfläche knapp unter der Oberfläche verläuft, lässt sie sich nie ganz glatt polieren, sondern bleibt fühlbar, fast wie eine alte Narbe unter der Haut.
Mineralogisch ist Fluorit Calciumfluorid (CaF₂), dessen kräftige Farbbänderung – hier ein kühles, meerwasserartiges Blaugrün neben cremefarbenen bis gelblichen Zonen – auf Farbzentren durch natürliche Strahlung sowie feinste Verunreinigungen im Kristallgitter zurückgeht.
Material: Fluorit (Calciumfluorid, CaF₂)
Herkunft: Brasilien
Maße: 5,1 x 3,4 x 3,6 cm
Gewicht: 112 g
Besonderheiten: Ausgeprägte innere Bruch-/Spaltflächenstruktur mit "Crushed"-Optik durch natürliche oktaedrische Spaltbarkeit; trotz Politur fühlbar raue Oberflächenpartien; kühle blaugrün-cremefarbene Bänderung
Der Verkäufer stellt sich vor
Im England des 18. Jahrhunderts galt eine bestimmte, blau-violett bis gelblich gebänderte Fluoritvarietät aus den Höhlen von Castleton in Derbyshire als eines der begehrtesten Materialien der Zeit – "Blue John" genannt. Der Fabrikant Matthew Boulton ließ ab den 1760er Jahren in seiner Soho-Manufaktur in Birmingham prunkvolle Vasen und Kandelaber daraus drechseln, die in den Salons des Adels standen. Was in den herrschaftlichen Häusern glänzte, verbarg jedoch ein Handwerksgeheimnis, das die Drechsler streng hüteten: Das Material zerspringt entlang seiner vollkommenen oktaedrischen Spaltbarkeit derart leicht, dass roher Fluorit kaum je ohne innere Brüche aus dem Fels kam. Bevor überhaupt gedrechselt werden konnte, musste das Rohstück erst mit Harz getränkt und stabilisiert werden – ein Vorgang, den die Werkstätten der damaligen Zeit als Geschäftsgeheimnis behandelten, weil ohne ihn kaum ein Stück den Schnitt überlebt hätte.
Genau diese Eigenheit trägt auch dieser Schädel in sich, nur ganz ohne Werkstatteingriff: Die feine, an vielen Stellen gebrochene Semi-Transparenz im Inneren ist keine Fehlstelle, sondern die sichtbare Spur unzähliger winziger, natürlich verlaufender Spaltflächen, die dem Licht mehrfach brechen, bevor es wieder austritt – ein "Crushed"-Effekt, der genau aus jener kristallographischen Eigenschaft entsteht, die schon die Georgianischen Drechsler zur Verzweiflung trieb. Selbst die trotz Politur noch spürbar raue Oberfläche erklärt sich daraus: Wo eine solche innere Spaltfläche knapp unter der Oberfläche verläuft, lässt sie sich nie ganz glatt polieren, sondern bleibt fühlbar, fast wie eine alte Narbe unter der Haut.
Mineralogisch ist Fluorit Calciumfluorid (CaF₂), dessen kräftige Farbbänderung – hier ein kühles, meerwasserartiges Blaugrün neben cremefarbenen bis gelblichen Zonen – auf Farbzentren durch natürliche Strahlung sowie feinste Verunreinigungen im Kristallgitter zurückgeht.
Material: Fluorit (Calciumfluorid, CaF₂)
Herkunft: Brasilien
Maße: 5,1 x 3,4 x 3,6 cm
Gewicht: 112 g
Besonderheiten: Ausgeprägte innere Bruch-/Spaltflächenstruktur mit "Crushed"-Optik durch natürliche oktaedrische Spaltbarkeit; trotz Politur fühlbar raue Oberflächenpartien; kühle blaugrün-cremefarbene Bänderung
