Ahnenstatue - Boyo / Luba-Hemba - DR Kongo






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Congo RDC
Hemba / Luba
Holz
Höhe: 175mm + Sockel 55mm
Breite: 65mm
Tiefe: 85mm
Gewicht: 640gr
Provenienz: Versteigerung Millon am 07/04/2022, Los 186
Private Sammlung
Diese anthropomorphe Holzskulptur stammt aus Zentral-Afrika, genauer gesagt aus der Demokratischen Republik Kongo (DRC). Die formale und plastische Behandlung dieses Stücks weist eindeutig in Richtung der Skulptur ihrer Nachbarn: Boyo (oder Buyu) oder auch einigen Einflüssen der Bembe- bzw. Luba-Hemba-Schulen.
Hier ist die vollständige Entschlüsselung seiner stilistischen Herkunft, seines rituellen Gebrauchs und seiner Bedeutung:
1. Herkunft und stilistische Merkmale
Die Skulpturierung dieser Region im Südosten der DRC ist bekannt für ihre geometrische Strenge und expressive Kraft. Dieses Stück vereint sehr spezifische morphologische Kriterien:
Der Kopfform: Das Gesicht zeichnet sich durch große mandelförmige, nach außen ragende Augen aus (manchmal als « Kaffeebohne » beschrieben), eingerahmt von schweren Augenlidern, eine gerade dreieckige Nase und einen geraden, nach vorn gerichteten Mund. Die Frisur oder der Schädel streckt sich nach hinten in ein klares, glattes geometrisches Volumen.
Eine kompakte und kraftvolle Anatomie: Die Arme sind rechtwinklig gebogen, die stylisierten Hände ruhen fest auf dem Bauch, beidseitig eines hervortretenden Nabels. Die Beine sind kurz, kräftig und in einer dynamischen halbsitzenden Haltung, verankert auf einer monoxylischen kreisförmigen Basis.
Die Rückseite: Die Rückseite der Skulptur betont Gesäßvolumen und geometrisierte Schulterblätter mit großer Kraft, Merkmale der Ahnenfiguren aus der Region am Tanganyikasee.
Die Patina: Das Objekt weist eine sehr dunkle, braune Patina auf, dicht und stellenweise porös. Sie ist das Ergebnis von Salben, pflanzlichen Ölen und rituellen Substanzen, die über Generationen hinweg wiederholt aufgetragen wurden.
2. Verwendung: Der schützende Vorfahre und der Mikisi-Kult
Bei den Boyo und verwandten Völkern in diesem Einflussgebiet sind Skulpturen dieser Größe nicht nur figürliche Darstellungen, sondern wesentliche spirituelle Repositorien:
Der Kult der Gründerahnen: Als Babuye oder Mikisi bezeichnet, verkörpern diese Effigien den Geist eines hochrangigen Ahnen, eines verstorbenen Clanchefs oder eines herausragenden Kriegers. Sie werden nicht bei Tod der Person zerstört, sondern vom legitimen Nachfolger des Clan weiter aufbewahrt.
Der Familienaltar: Die Statue wurde in einer kleinen Schreinbox oder im heiligen Eck des Hauses des Familienoberhaupts aufbewahrt. Sie diente als direkter Kommunikationskanal: Man sprach zu ihr, ehrte sie und rieb ihren Körper mit Öl oder roter Baumrinde-Puder (tukula), um ihre schützende Macht zu reaktivieren.
Die Konsultation in Krisenzeiten: Im Falle von Konflikten, Volkskrankheiten, Dürre oder vor der Jagd beschwor der Clanchef den Ahnen durch die Statue, um Rat, Segen oder Schutz vor den unsichtbaren Kräften des Dschungels zu erhalten.
3. Symbolische Bedeutung
In der kosmologischen Denkweise dieser Region ist der Tod kein Ende, sondern ein Übergang zu einem Status als unsichtbarer Führer.
Die gebeugte Haltung, fast bereit zum Anspringen, drückt eine «gehaltene Energie» aus: Der Vorfahre bleibt wachsam und aktiv, um die Seinen zu schützen. Die auf den Bauch und den hervortretenden Nabel liegenden Hände erinnern an die Bedeutung von Abstammung, Weitergabe des Lebens und der Kontinuität des Blutes. Indem die perfekte Balance zwischen der Strenge seiner Geometrie und der Heiligung seiner Patina gehalten wird, erinnert diese Figur die Gemeinschaft an den Respekt vor der Tradition und die spirituelle Autorität der Clangründer.
Die Objekte werden mit Bestimmtheit und Sendungsnummer verschickt.
Die Pakete werden von Montag bis Samstag versendet. Lieferung in Frankreich in 1 bis 3 Tagen mit Chronopost, und zwischen 2 und 5 Tagen in der ganzen Europäischen Union. Lieferung in den Rest Europas und weltweit per Colissimo International.
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Der Verkäufer stellt sich vor
Congo RDC
Hemba / Luba
Holz
Höhe: 175mm + Sockel 55mm
Breite: 65mm
Tiefe: 85mm
Gewicht: 640gr
Provenienz: Versteigerung Millon am 07/04/2022, Los 186
Private Sammlung
Diese anthropomorphe Holzskulptur stammt aus Zentral-Afrika, genauer gesagt aus der Demokratischen Republik Kongo (DRC). Die formale und plastische Behandlung dieses Stücks weist eindeutig in Richtung der Skulptur ihrer Nachbarn: Boyo (oder Buyu) oder auch einigen Einflüssen der Bembe- bzw. Luba-Hemba-Schulen.
Hier ist die vollständige Entschlüsselung seiner stilistischen Herkunft, seines rituellen Gebrauchs und seiner Bedeutung:
1. Herkunft und stilistische Merkmale
Die Skulpturierung dieser Region im Südosten der DRC ist bekannt für ihre geometrische Strenge und expressive Kraft. Dieses Stück vereint sehr spezifische morphologische Kriterien:
Der Kopfform: Das Gesicht zeichnet sich durch große mandelförmige, nach außen ragende Augen aus (manchmal als « Kaffeebohne » beschrieben), eingerahmt von schweren Augenlidern, eine gerade dreieckige Nase und einen geraden, nach vorn gerichteten Mund. Die Frisur oder der Schädel streckt sich nach hinten in ein klares, glattes geometrisches Volumen.
Eine kompakte und kraftvolle Anatomie: Die Arme sind rechtwinklig gebogen, die stylisierten Hände ruhen fest auf dem Bauch, beidseitig eines hervortretenden Nabels. Die Beine sind kurz, kräftig und in einer dynamischen halbsitzenden Haltung, verankert auf einer monoxylischen kreisförmigen Basis.
Die Rückseite: Die Rückseite der Skulptur betont Gesäßvolumen und geometrisierte Schulterblätter mit großer Kraft, Merkmale der Ahnenfiguren aus der Region am Tanganyikasee.
Die Patina: Das Objekt weist eine sehr dunkle, braune Patina auf, dicht und stellenweise porös. Sie ist das Ergebnis von Salben, pflanzlichen Ölen und rituellen Substanzen, die über Generationen hinweg wiederholt aufgetragen wurden.
2. Verwendung: Der schützende Vorfahre und der Mikisi-Kult
Bei den Boyo und verwandten Völkern in diesem Einflussgebiet sind Skulpturen dieser Größe nicht nur figürliche Darstellungen, sondern wesentliche spirituelle Repositorien:
Der Kult der Gründerahnen: Als Babuye oder Mikisi bezeichnet, verkörpern diese Effigien den Geist eines hochrangigen Ahnen, eines verstorbenen Clanchefs oder eines herausragenden Kriegers. Sie werden nicht bei Tod der Person zerstört, sondern vom legitimen Nachfolger des Clan weiter aufbewahrt.
Der Familienaltar: Die Statue wurde in einer kleinen Schreinbox oder im heiligen Eck des Hauses des Familienoberhaupts aufbewahrt. Sie diente als direkter Kommunikationskanal: Man sprach zu ihr, ehrte sie und rieb ihren Körper mit Öl oder roter Baumrinde-Puder (tukula), um ihre schützende Macht zu reaktivieren.
Die Konsultation in Krisenzeiten: Im Falle von Konflikten, Volkskrankheiten, Dürre oder vor der Jagd beschwor der Clanchef den Ahnen durch die Statue, um Rat, Segen oder Schutz vor den unsichtbaren Kräften des Dschungels zu erhalten.
3. Symbolische Bedeutung
In der kosmologischen Denkweise dieser Region ist der Tod kein Ende, sondern ein Übergang zu einem Status als unsichtbarer Führer.
Die gebeugte Haltung, fast bereit zum Anspringen, drückt eine «gehaltene Energie» aus: Der Vorfahre bleibt wachsam und aktiv, um die Seinen zu schützen. Die auf den Bauch und den hervortretenden Nabel liegenden Hände erinnern an die Bedeutung von Abstammung, Weitergabe des Lebens und der Kontinuität des Blutes. Indem die perfekte Balance zwischen der Strenge seiner Geometrie und der Heiligung seiner Patina gehalten wird, erinnert diese Figur die Gemeinschaft an den Respekt vor der Tradition und die spirituelle Autorität der Clangründer.
Die Objekte werden mit Bestimmtheit und Sendungsnummer verschickt.
Die Pakete werden von Montag bis Samstag versendet. Lieferung in Frankreich in 1 bis 3 Tagen mit Chronopost, und zwischen 2 und 5 Tagen in der ganzen Europäischen Union. Lieferung in den Rest Europas und weltweit per Colissimo International.
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