Haus am See, Saeki Gantai(1785-1865) - Papier - Japan - Späte Edo-Zeit

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Giovanni Bottero
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Signiert und gestempelt. Handgemalt. Rollenenden Holz. Breite mit Rollenenden: 53 cm.
“Saeki Gantai“ (besser bekannt als „Kishi Gantai“, jap. „岸岱“) war ein Kyōtoer Maler der späten Edo-Zeit. Der Familienname lautete „Saeki“ (佐伯); „Kishi“ ist der Künstlername der Schule. „Gantei“ ist eine alternative Umschrift von „Gantai“. Die Lebensdaten schwanken in den Quellen leicht: oft „1782–1865“, oder „1785–1865“. Beides meint denselben Künstler.
Er war der leibliche Sohn von Kishi Ganku (岸駒, ca. 1749/1756–1839), dem Begründer der „Kishi-Schule“ (岸派). Ganku stammte aus Kanazawa (manche Quellen: Takaoka), zog nach Kyōto und schuf eine eigene Ateliertradition zwischen:
- chinesischer „Nanpin-Malerei“(Shen Nanpin): präzise, farbkräftige Blumen- und Vogelmalerei
- der „Maruyama-Shijō-Schule“: Naturbeobachtung und lebendige Tierdarstellung
- einem eigenen, sehr kräftigen Pinsel für Tiere, vor allem Tiger.
Gantai übernahm als zweite Generation die Schule. Wie der Vater diente Gantai dem „Arisugawa-no-miya“-Haus, einem Zweig der kaiserlichen Familie, und führte vergleichbare Ehrentitel (u. a. „Uta-no-suke“ / 雅楽助). Die Schule war keine „freie Boheme“, sondern ein „Hof- und Auftragatelier“ in Kyōto: Schiebetüren (Fusuma), Stellschirme (Byōbu), Hängerollen für Palast, Tempel und Stadtpalais.
Ein Höhepunkt waren die Wandmalereien für den Kaiserpalast nach dem Wiederaufbau der 1850er Jahre (Ansei-Restaurierung, 安政度内裏). Dort übernahm Gantai als Schuloberhaupt die größten Aufgaben; Renzan arbeitete mit, blieb aber hinter ihm.
Im Kyōto des 19. Jahrhunderts stand die Kishi-Schule neben Maruyama-Shijō, Resten der Kanō-Schule und der Literatenmalerei (Nanga). Ihre Bilder hängen nicht nur in Museen: In Kyōto finden sich Kishi-Werke in Tempeln, Stadthäusern und ehemaligen Palastbereichen. Gantai ist der Mann, der die väterliche Tiger- und Tiermalerei weiterführte, bis die nächste Generation (Renzan, dann Chikudō) sie in Richtung Meiji-Nihonga öffnete.

Signiert und gestempelt. Handgemalt. Rollenenden Holz. Breite mit Rollenenden: 53 cm.
“Saeki Gantai“ (besser bekannt als „Kishi Gantai“, jap. „岸岱“) war ein Kyōtoer Maler der späten Edo-Zeit. Der Familienname lautete „Saeki“ (佐伯); „Kishi“ ist der Künstlername der Schule. „Gantei“ ist eine alternative Umschrift von „Gantai“. Die Lebensdaten schwanken in den Quellen leicht: oft „1782–1865“, oder „1785–1865“. Beides meint denselben Künstler.
Er war der leibliche Sohn von Kishi Ganku (岸駒, ca. 1749/1756–1839), dem Begründer der „Kishi-Schule“ (岸派). Ganku stammte aus Kanazawa (manche Quellen: Takaoka), zog nach Kyōto und schuf eine eigene Ateliertradition zwischen:
- chinesischer „Nanpin-Malerei“(Shen Nanpin): präzise, farbkräftige Blumen- und Vogelmalerei
- der „Maruyama-Shijō-Schule“: Naturbeobachtung und lebendige Tierdarstellung
- einem eigenen, sehr kräftigen Pinsel für Tiere, vor allem Tiger.
Gantai übernahm als zweite Generation die Schule. Wie der Vater diente Gantai dem „Arisugawa-no-miya“-Haus, einem Zweig der kaiserlichen Familie, und führte vergleichbare Ehrentitel (u. a. „Uta-no-suke“ / 雅楽助). Die Schule war keine „freie Boheme“, sondern ein „Hof- und Auftragatelier“ in Kyōto: Schiebetüren (Fusuma), Stellschirme (Byōbu), Hängerollen für Palast, Tempel und Stadtpalais.
Ein Höhepunkt waren die Wandmalereien für den Kaiserpalast nach dem Wiederaufbau der 1850er Jahre (Ansei-Restaurierung, 安政度内裏). Dort übernahm Gantai als Schuloberhaupt die größten Aufgaben; Renzan arbeitete mit, blieb aber hinter ihm.
Im Kyōto des 19. Jahrhunderts stand die Kishi-Schule neben Maruyama-Shijō, Resten der Kanō-Schule und der Literatenmalerei (Nanga). Ihre Bilder hängen nicht nur in Museen: In Kyōto finden sich Kishi-Werke in Tempeln, Stadthäusern und ehemaligen Palastbereichen. Gantai ist der Mann, der die väterliche Tiger- und Tiermalerei weiterführte, bis die nächste Generation (Renzan, dann Chikudō) sie in Richtung Meiji-Nihonga öffnete.

Details

Dynastischer Stil/Epoche
Späte Edo-Zeit
Herkunftsland
Japan
Attribution
Original
Material
Papier
Height
196 cm
Width
47 cm
Titel des Kunstwerks
House by the Lake, Saeki Gantai(1785-1865)
Depth
1 cm
Condition
Guter Zustand
Herkunft
Privatsammlung
Authentizität
Original/offiziell
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
60
Verkaufte Objekte
Privat

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