Truhe - Holz

05
Tage
02
Stunden
21
Minuten
43
Sekunden
Startgebot
€ 1
Mindestpreis nicht erreicht
Tom Johnson
Experte
Schätzung  € 230 - € 280
Es wurden keine Gebote abgegeben

Käuferschutz auf Catawiki

Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen

Trustpilot 4.4 | 143139 Bewertungen

Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.

Große Reisetruhe von L. Zollitsch Augsburg, ca. 1880–1890, Holz mit textiler Außenbespannung, Maße ca. 91,5 cm breit x 60 cm hoch x 54,5 cm tief, originales Herstelleretikett und Eigentümerstempel vorhanden, Zustand mäßig bis stark gebraucht mit möglicherweise fehlenden kleinen Teilen.

KI-gestützte Zusammenfassung

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

L. Zollitsch Augsburg – große Reisetruhe Gottlieb Brunner – ca. 1880–1890

Außergewöhnliche und weitgehend original erhaltene deutsche Reisetruhe des späten 19. Jahrhunderts, hergestellt bzw. vertrieben von L. Zollitsch in Augsburg, mit sehr interessanter und recherchierbarer Provenienz.

Die große Reisetruhe stammt wahrscheinlich aus den 1880er Jahren und besitzt einen gewölbten Deckel, einen massiven Holzkorpus mit textiler beziehungsweise leinenartiger Außenbespannung, zahlreiche vernietete Metallbeschläge und Verstärkungen sowie zwei Frontschlösser. Die ursprüngliche grau-/bläuliche Oberflächenfassung ist in großen Bereichen noch vorhanden und zeigt eine ausgeprägte, authentische Alterspatina.

Besonders bemerkenswert ist das im Inneren vollständig erhaltene historische Herstelleretikett mit der Aufschrift:
„Fabrik & Lager in Reise-Effecten & Lederwaaren von L. Zollitsch – Maximilianstrasse C.4“
Die historische Augsburger Adresse „Maximilianstrasse C.4“ entspricht nach der alten Augsburger Litera-Hausnummerierung der heutigen Maximilianstraße 17 in Augsburg.

Auf und neben dem Herstelleretikett befinden sich mehrere historische Eigentümerstempel mit der deutlich lesbaren Aufschrift:
„Gottlieb Brunner – Ansbach“

Eine Recherche in den amtlichen Studentenverzeichnissen der Königlich Bayerischen Ludwig-Maximilians-Universität München ermöglicht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Identifizierung dieses Besitzers.
Dort ist von mindestens 1885 bis 1889 ein Gottlieb Brunner aus Ansbach als Student der Rechtswissenschaften nachgewiesen. Im Wintersemester 1886/87 sowie in weiteren Semestern ist er beispielsweise mit der Münchner Adresse Landschaftsgasse/Landschaftstraße 11/1 verzeichnet.
Bei dieser Person handelt es sich um Gottlieb Ludwig Brunner (1865–1923), der nach seinem Jurastudium eine Laufbahn im königlich-bayerischen Verwaltungsdienst einschlug.

Brunner wurde 1902 königlich-bayerischer Bezirksamtsassessor in Nabburg, anschließend nach Erlangen versetzt und war später in Wunsiedel tätig. Für ihn ist im Bayerischen Hauptstaatsarchiv eine eigene Personalakte unter der Signatur BayHStA, MInn 64107 – „Brunner Gottlieb Reg.Rat Wunsiedel“ überliefert.
Diese Kombination aus originalem Herstelleretikett und mehrfach vorhandenem Eigentümerstempel macht eine Entstehung beziehungsweise Nutzung der Truhe während Brunners Studienzeit in den 1880er Jahren besonders plausibel. Daher wird das Objekt vorsichtig auf ca. 1880–1890, wahrscheinlich um 1885–1889, datiert.
Brunner heiratete 1906 Henrikke Hanna Emilie Rønneberg Kielland in Stavanger. Aus der Ehe ging unter anderem der 1909 in Wunsiedel geborene Sohn Max Jan Brunner hervor.
Auf der Außenseite der Truhe befindet sich ein stark beschädigtes originales Papieretikett, dessen obere Zeile möglicherweise mit „Max Brunn…“ beginnt. Aufgrund des Erhaltungszustandes ist die Inschrift nicht vollständig und zweifelsfrei lesbar. Sollte es sich tatsächlich um „Max Brunner“ handeln, wäre eine spätere Weitergabe der Reisetruhe innerhalb der Familie – vom Vater Gottlieb an seinen Sohn Max – denkbar. Dies ist jedoch ausdrücklich eine aufgrund des Etiketts und der Familiengeschichte aufgestellte Hypothese und keine gesicherte Provenienzangabe.

Wer war Max Jan Brunner?
Auch zu ihm gibt es erstaunlich viele Informationen.
Max Jan Brunner wurde 1909 in Wunsiedel geboren, besuchte ein Progymnasium und ließ sich im schlesischen Bunzlau zum Keramiker ausbilden. Außerdem absolvierte er eine Handelsschule und arbeitete bzw. praktizierte bei mehreren Porzellanfabriken. (
Im Zweiten Weltkrieg diente er unter anderem als Dolmetscher, wurde nach der Familienüberlieferung viermal verwundet und erhielt das Eiserne Kreuz. Später arbeitete er 1956 bei einer Zeitung in München.
1936 heiratete er in München Martha Maria Felizitas Kangol, geboren 1914 in Memel.

Das Innere ist noch mit dem alten blau-beige gestreiften Textil beziehungsweise Papier-/Textilfutter ausgekleidet. Auch dieses zeigt deutliche Spuren seines Alters und der langen Nutzung.
Die Truhe befindet sich bewusst im unrestaurierten beziehungsweise weitgehend unberührten Originalzustand. Außen sind starke alters- und gebrauchsbedingte Abriebspuren, Farbverluste, Verschmutzungen, Oxidation an den Metallteilen sowie Beschädigungen der textilen Bespannung vorhanden. Im Innenraum finden sich zahlreiche alte Flecken und Wasserränder sowie altersbedingte Beschädigungen der Auskleidung. Das historische Herstelleretikett und die Eigentümerstempel sind trotz ihres Alters sehr gut erkennbar. Das äußere Papieretikett ist nur fragmentarisch erhalten.
Gerade diese Gebrauchsspuren, Etiketten, Stempel und die alte Oberflächenfassung wurden nicht restauriert oder überarbeitet, da sie wesentliche Bestandteile der Geschichte und Provenienz dieses mehr als 130 Jahre alten Reisegepäckstücks darstellen.

Die Truhe misst etwa 90–91 cm in der Breite und etwa 61–62 cm in der Höhe. Die Tiefe ca. 54cm.

Ein historisch interessantes und ausgesprochen dekoratives Originalobjekt aus der Frühzeit des modernen Reisens im Deutschen Kaiserreich – mit Herstelleretikett eines Augsburger Reiseeffekten-Händlers und einer ungewöhnlich gut rekonstruierbaren Besitzerhistorie.

Die beigefügten Fotografien sind Bestandteil der Zustandsbeschreibung. Aufgrund von Größe und Gewicht muss das Objekt entsprechend sicher verpackt beziehungsweise gegebenenfalls per Spedition versandt werden.

L. Zollitsch Augsburg – große Reisetruhe Gottlieb Brunner – ca. 1880–1890

Außergewöhnliche und weitgehend original erhaltene deutsche Reisetruhe des späten 19. Jahrhunderts, hergestellt bzw. vertrieben von L. Zollitsch in Augsburg, mit sehr interessanter und recherchierbarer Provenienz.

Die große Reisetruhe stammt wahrscheinlich aus den 1880er Jahren und besitzt einen gewölbten Deckel, einen massiven Holzkorpus mit textiler beziehungsweise leinenartiger Außenbespannung, zahlreiche vernietete Metallbeschläge und Verstärkungen sowie zwei Frontschlösser. Die ursprüngliche grau-/bläuliche Oberflächenfassung ist in großen Bereichen noch vorhanden und zeigt eine ausgeprägte, authentische Alterspatina.

Besonders bemerkenswert ist das im Inneren vollständig erhaltene historische Herstelleretikett mit der Aufschrift:
„Fabrik & Lager in Reise-Effecten & Lederwaaren von L. Zollitsch – Maximilianstrasse C.4“
Die historische Augsburger Adresse „Maximilianstrasse C.4“ entspricht nach der alten Augsburger Litera-Hausnummerierung der heutigen Maximilianstraße 17 in Augsburg.

Auf und neben dem Herstelleretikett befinden sich mehrere historische Eigentümerstempel mit der deutlich lesbaren Aufschrift:
„Gottlieb Brunner – Ansbach“

Eine Recherche in den amtlichen Studentenverzeichnissen der Königlich Bayerischen Ludwig-Maximilians-Universität München ermöglicht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Identifizierung dieses Besitzers.
Dort ist von mindestens 1885 bis 1889 ein Gottlieb Brunner aus Ansbach als Student der Rechtswissenschaften nachgewiesen. Im Wintersemester 1886/87 sowie in weiteren Semestern ist er beispielsweise mit der Münchner Adresse Landschaftsgasse/Landschaftstraße 11/1 verzeichnet.
Bei dieser Person handelt es sich um Gottlieb Ludwig Brunner (1865–1923), der nach seinem Jurastudium eine Laufbahn im königlich-bayerischen Verwaltungsdienst einschlug.

Brunner wurde 1902 königlich-bayerischer Bezirksamtsassessor in Nabburg, anschließend nach Erlangen versetzt und war später in Wunsiedel tätig. Für ihn ist im Bayerischen Hauptstaatsarchiv eine eigene Personalakte unter der Signatur BayHStA, MInn 64107 – „Brunner Gottlieb Reg.Rat Wunsiedel“ überliefert.
Diese Kombination aus originalem Herstelleretikett und mehrfach vorhandenem Eigentümerstempel macht eine Entstehung beziehungsweise Nutzung der Truhe während Brunners Studienzeit in den 1880er Jahren besonders plausibel. Daher wird das Objekt vorsichtig auf ca. 1880–1890, wahrscheinlich um 1885–1889, datiert.
Brunner heiratete 1906 Henrikke Hanna Emilie Rønneberg Kielland in Stavanger. Aus der Ehe ging unter anderem der 1909 in Wunsiedel geborene Sohn Max Jan Brunner hervor.
Auf der Außenseite der Truhe befindet sich ein stark beschädigtes originales Papieretikett, dessen obere Zeile möglicherweise mit „Max Brunn…“ beginnt. Aufgrund des Erhaltungszustandes ist die Inschrift nicht vollständig und zweifelsfrei lesbar. Sollte es sich tatsächlich um „Max Brunner“ handeln, wäre eine spätere Weitergabe der Reisetruhe innerhalb der Familie – vom Vater Gottlieb an seinen Sohn Max – denkbar. Dies ist jedoch ausdrücklich eine aufgrund des Etiketts und der Familiengeschichte aufgestellte Hypothese und keine gesicherte Provenienzangabe.

Wer war Max Jan Brunner?
Auch zu ihm gibt es erstaunlich viele Informationen.
Max Jan Brunner wurde 1909 in Wunsiedel geboren, besuchte ein Progymnasium und ließ sich im schlesischen Bunzlau zum Keramiker ausbilden. Außerdem absolvierte er eine Handelsschule und arbeitete bzw. praktizierte bei mehreren Porzellanfabriken. (
Im Zweiten Weltkrieg diente er unter anderem als Dolmetscher, wurde nach der Familienüberlieferung viermal verwundet und erhielt das Eiserne Kreuz. Später arbeitete er 1956 bei einer Zeitung in München.
1936 heiratete er in München Martha Maria Felizitas Kangol, geboren 1914 in Memel.

Das Innere ist noch mit dem alten blau-beige gestreiften Textil beziehungsweise Papier-/Textilfutter ausgekleidet. Auch dieses zeigt deutliche Spuren seines Alters und der langen Nutzung.
Die Truhe befindet sich bewusst im unrestaurierten beziehungsweise weitgehend unberührten Originalzustand. Außen sind starke alters- und gebrauchsbedingte Abriebspuren, Farbverluste, Verschmutzungen, Oxidation an den Metallteilen sowie Beschädigungen der textilen Bespannung vorhanden. Im Innenraum finden sich zahlreiche alte Flecken und Wasserränder sowie altersbedingte Beschädigungen der Auskleidung. Das historische Herstelleretikett und die Eigentümerstempel sind trotz ihres Alters sehr gut erkennbar. Das äußere Papieretikett ist nur fragmentarisch erhalten.
Gerade diese Gebrauchsspuren, Etiketten, Stempel und die alte Oberflächenfassung wurden nicht restauriert oder überarbeitet, da sie wesentliche Bestandteile der Geschichte und Provenienz dieses mehr als 130 Jahre alten Reisegepäckstücks darstellen.

Die Truhe misst etwa 90–91 cm in der Breite und etwa 61–62 cm in der Höhe. Die Tiefe ca. 54cm.

Ein historisch interessantes und ausgesprochen dekoratives Originalobjekt aus der Frühzeit des modernen Reisens im Deutschen Kaiserreich – mit Herstelleretikett eines Augsburger Reiseeffekten-Händlers und einer ungewöhnlich gut rekonstruierbaren Besitzerhistorie.

Die beigefügten Fotografien sind Bestandteil der Zustandsbeschreibung. Aufgrund von Größe und Gewicht muss das Objekt entsprechend sicher verpackt beziehungsweise gegebenenfalls per Spedition versandt werden.

Details

Epoche
1400-1900
Spezifische Herkunftsregion
Augsburg
Anzahl der Objekte
1
Herkunftsland
Deutschland
Material
Holz
Zustand
Mäßiger Zustand - stark gebraucht & mit möglicherweise fehlenden kleineren Teilen
Höhe
60 cm
Breite
91,5 cm
Tiefe
54,5 cm
Geschätzter Zeitraum
1850-1900
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
Neu
auf Catawiki
Privat

Ähnliche Objekte

  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​

Für Sie aus der Kategorie

Home Inspiration und Trends

  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​