Camillo Gannelli - Armocromie cromatiche nr. 107






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Camillo Gannelli präsentiert Armocromie chromatiche Nr. 107, eine originale Mixed-Media-ABSTRAKTLandschaft von 2021 auf Leinwand mit Acryl, 50 × 42 cm, handsigniert, in exzellentem Zustand, Farbkabinett aus Rot, Beige, Braun und Blau aus Italien.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Armocromia Nr. 107
ist ein Grenzwerk, zwischen Erde und Feuer.
Was wir sehen, ist ein abstrakt-materieller Zustand, der ganz auf dem Kontrast zwischen Oben und Unten beruht.
Das Erste, was auffällt, ist nicht die Farbe, sondern die Haut des Gemäldes. Es ist ein gelebtes Werk, gekratzt, ausgehöhlt. Im oberen Teil arbeitet der Künstler durch Subtraktion: Schichten von Beige, Greige, verbranntem Ocker, gekratzt, bis eine Struktur auftaucht, die an eine von der Zeit abgeblätterte Mauer oder eine vom Wind geformte Ebene erinnert. Es ist ein Informeller, der Burri ähnelt, fast tastbar. Man hört die Spachtel, den Staub, die Oxidation.
Dann gibt es die Fraktur. Eine dunkle, dichte, körnige Linie wie erstarrte Lava, wie eine Grenze verbrannter Erde, die das Gemälde etwas mehr als in der Mitte durchschneidet. Es ist keine saubere Linie, es ist eine Narbe.
Unter dieser Narbe das Rot. Nicht ein dekoratives Rot, sondern ein viszerales, tiefes, glühendes Rot. Vermillion, Blut, zertrampfte Mohnblumen. Es ist eine vibrierende Farbfüllung, bewegt von kreisförmigen Pinselstrichen, die die Vorstellung eines sich in Bewegung befindlichen Feldes, einer flüssigen und unruhigen Materie vermitteln.
Und hier geschieht das chromatische Wunder: fünf, sechs kleine Tränen von türkisblauem, quasi elektrischem Blau. Sie wirken wie verirrte Wildblumen oder wie Himmelsscherben, die in die rote Erde gefallen sind. Dieses Blau ist das einzige kalte Element in einem Werk, das so warm ist, und durch seinen Komplementärkontrast lässt es das Rot explodieren. Ohne dieses Blau wäre das Bild dramatisch. Mit diesem Blau wird es poetisch und hoffnungsvoll.
Es ist eine Landschaft der Seele, eher als eine reale Landschaft. Es könnte die Maremma im Sommer sein, mit den Mohnblumen und dem schwülen, staubigen Himmel. Es könnte eine archäologische Erinnerung sein: rotes, uraltes Land, gesprenkt von Funden aus Lapislazuli.
Zusammengefasst ist es ein kleines, sehr gelungenes Werk, denn es sagt viel mit nur wenigen Elementen: Materie, Horizont und ein Farbfleck, der alles rettet. Es ist kein bloßes Einrichtungsobjekt, sondern es hinterfragt. Es zwingt dich, einen Moment länger innezuhalten."
Armocromia Nr. 107
ist ein Grenzwerk, zwischen Erde und Feuer.
Was wir sehen, ist ein abstrakt-materieller Zustand, der ganz auf dem Kontrast zwischen Oben und Unten beruht.
Das Erste, was auffällt, ist nicht die Farbe, sondern die Haut des Gemäldes. Es ist ein gelebtes Werk, gekratzt, ausgehöhlt. Im oberen Teil arbeitet der Künstler durch Subtraktion: Schichten von Beige, Greige, verbranntem Ocker, gekratzt, bis eine Struktur auftaucht, die an eine von der Zeit abgeblätterte Mauer oder eine vom Wind geformte Ebene erinnert. Es ist ein Informeller, der Burri ähnelt, fast tastbar. Man hört die Spachtel, den Staub, die Oxidation.
Dann gibt es die Fraktur. Eine dunkle, dichte, körnige Linie wie erstarrte Lava, wie eine Grenze verbrannter Erde, die das Gemälde etwas mehr als in der Mitte durchschneidet. Es ist keine saubere Linie, es ist eine Narbe.
Unter dieser Narbe das Rot. Nicht ein dekoratives Rot, sondern ein viszerales, tiefes, glühendes Rot. Vermillion, Blut, zertrampfte Mohnblumen. Es ist eine vibrierende Farbfüllung, bewegt von kreisförmigen Pinselstrichen, die die Vorstellung eines sich in Bewegung befindlichen Feldes, einer flüssigen und unruhigen Materie vermitteln.
Und hier geschieht das chromatische Wunder: fünf, sechs kleine Tränen von türkisblauem, quasi elektrischem Blau. Sie wirken wie verirrte Wildblumen oder wie Himmelsscherben, die in die rote Erde gefallen sind. Dieses Blau ist das einzige kalte Element in einem Werk, das so warm ist, und durch seinen Komplementärkontrast lässt es das Rot explodieren. Ohne dieses Blau wäre das Bild dramatisch. Mit diesem Blau wird es poetisch und hoffnungsvoll.
Es ist eine Landschaft der Seele, eher als eine reale Landschaft. Es könnte die Maremma im Sommer sein, mit den Mohnblumen und dem schwülen, staubigen Himmel. Es könnte eine archäologische Erinnerung sein: rotes, uraltes Land, gesprenkt von Funden aus Lapislazuli.
Zusammengefasst ist es ein kleines, sehr gelungenes Werk, denn es sagt viel mit nur wenigen Elementen: Materie, Horizont und ein Farbfleck, der alles rettet. Es ist kein bloßes Einrichtungsobjekt, sondern es hinterfragt. Es zwingt dich, einen Moment länger innezuhalten."
