92g Picasso Jaspis – Schattenatelier, Mortalität, Felsenruhe – 5,0 x 3,6 x 3,3cm Schädel- 92 g





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Picasso-Jaspis Schädel aus 92 g, Herkunft Utah, USA.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Im besetzten Paris der frühen 1940er-Jahre durfte Pablo Picasso nichts mehr ausstellen, denn den Besatzern galt seine Kunst als „entartet“. Er blieb trotzdem und arbeitete weiter in seinem Atelier in der Rue des Grands-Augustins, in dem er 1937 Guernica gemalt hatte. Immer wieder tauchen in den Werken dieser Jahre Schädel auf. Einen davon schuf er als Plastik: die Tête de mort, deren Bronze heute im Musée national Picasso in Paris steht. Weil die Besatzer Metall beschlagnahmten, brachten Helfer aus dem Widerstand seine Gipse nachts heimlich zur Gießerei. Seinem Freund, dem Fotografen Brassaï, vertraute Picasso an, Knochen seien stets modelliert und nie bloß herausgehauen. Man habe immer den Eindruck, sie stammten aus einer Form, und finde in ihnen noch die Spuren von Fingern.
Diesen dunklen Ernst trägt auch dieser Schädel in sich. Über seinen aschgrauen, leicht getönten Grund ziehen tuscheschwarze Linien und Flecken. Sie fließen nicht in Bögen, sondern setzen plötzlich ein, brechen ab und an anderer Stelle neu an. Unruhig wirken sie und zugleich tief verankert, als hätte jede von ihnen ihren Platz im Stein für immer behauptet. Dazwischen blitzen helle, lilaweiße Adern auf, und über Kiefer und Zahnreihe laufen feine, rostrote Linien. Dieser Schädel schmeichelt nicht, er mahnt. Düster, ein wenig bedrückend und von stoischer Ruhe steht er für die Vergänglichkeit: ein Memento mori, das sich darin zu behaupten weiß.
Picasso Jaspis ist trotz seines Namens kein echter Jaspis, sondern ein feinkörniges, metamorph überprägtes Kalkgestein. Seine dunkle Zeichnung entstand, als mangan- und eisenhaltige Lösungen in feinste Risse und Fugen des Gesteins eindrangen und dort ausfielen. Weil sie diesen Bruchlinien folgen, verlaufen die Linien kantig und abrupt statt in weichen Schwüngen. Das Rostrot an Kiefer und Zähnen stammt von Eisenoxid.
Material: Picasso Jaspis (Handelsname) – feinkörniges, metamorph überprägtes Kalkgestein (Kalzit-Marmor) mit Mangan- und Eisenoxid-Zeichnung; kein echter Jaspis
Herkunft: Utah, USA
Maße: 5,0 x 3,6 x 3,3 cm
Gewicht: 92 g
Besonderheiten: Aschgrauer, leicht getönter Grund mit abrupt verlaufenden, tuscheschwarzen Linien und Flecken; hell-lila aufblitzende Adern sowie fein gebänderte, hellere Zonen an Schläfe und Schädeldach; feine rostrote Linien an Kiefer und Zahnreihe
Der Verkäufer stellt sich vor
Im besetzten Paris der frühen 1940er-Jahre durfte Pablo Picasso nichts mehr ausstellen, denn den Besatzern galt seine Kunst als „entartet“. Er blieb trotzdem und arbeitete weiter in seinem Atelier in der Rue des Grands-Augustins, in dem er 1937 Guernica gemalt hatte. Immer wieder tauchen in den Werken dieser Jahre Schädel auf. Einen davon schuf er als Plastik: die Tête de mort, deren Bronze heute im Musée national Picasso in Paris steht. Weil die Besatzer Metall beschlagnahmten, brachten Helfer aus dem Widerstand seine Gipse nachts heimlich zur Gießerei. Seinem Freund, dem Fotografen Brassaï, vertraute Picasso an, Knochen seien stets modelliert und nie bloß herausgehauen. Man habe immer den Eindruck, sie stammten aus einer Form, und finde in ihnen noch die Spuren von Fingern.
Diesen dunklen Ernst trägt auch dieser Schädel in sich. Über seinen aschgrauen, leicht getönten Grund ziehen tuscheschwarze Linien und Flecken. Sie fließen nicht in Bögen, sondern setzen plötzlich ein, brechen ab und an anderer Stelle neu an. Unruhig wirken sie und zugleich tief verankert, als hätte jede von ihnen ihren Platz im Stein für immer behauptet. Dazwischen blitzen helle, lilaweiße Adern auf, und über Kiefer und Zahnreihe laufen feine, rostrote Linien. Dieser Schädel schmeichelt nicht, er mahnt. Düster, ein wenig bedrückend und von stoischer Ruhe steht er für die Vergänglichkeit: ein Memento mori, das sich darin zu behaupten weiß.
Picasso Jaspis ist trotz seines Namens kein echter Jaspis, sondern ein feinkörniges, metamorph überprägtes Kalkgestein. Seine dunkle Zeichnung entstand, als mangan- und eisenhaltige Lösungen in feinste Risse und Fugen des Gesteins eindrangen und dort ausfielen. Weil sie diesen Bruchlinien folgen, verlaufen die Linien kantig und abrupt statt in weichen Schwüngen. Das Rostrot an Kiefer und Zähnen stammt von Eisenoxid.
Material: Picasso Jaspis (Handelsname) – feinkörniges, metamorph überprägtes Kalkgestein (Kalzit-Marmor) mit Mangan- und Eisenoxid-Zeichnung; kein echter Jaspis
Herkunft: Utah, USA
Maße: 5,0 x 3,6 x 3,3 cm
Gewicht: 92 g
Besonderheiten: Aschgrauer, leicht getönter Grund mit abrupt verlaufenden, tuscheschwarzen Linien und Flecken; hell-lila aufblitzende Adern sowie fein gebänderte, hellere Zonen an Schläfe und Schädeldach; feine rostrote Linien an Kiefer und Zahnreihe

