[Henricus Slatius] - De gepredestineerde dief - 1780

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

[Henricus Slatius] - der vorbestimmte Dieb, oder ein 'Zusammengespräch' gehalten zwischen einem Prediger der calvinistischen Gesinde, und einem Dieb, der dem Tod geweiht war - gedruckt nach der Kopie zu Friedrichstadt - ohne Jahr (ca. 1780) - 37 p - 15 x 10 cm - lose Katen

fiktiver Dialog (Dialekt) zwischen einem calvinistischen (contraremonstrantischen) Prediger und einem Dieb, der zum Tod verurteilt ist.

Slatius schrieb das Pamphlet, um die calvinistische Lehre der Prädestination (die göttliche Vorbestimmung) zu verspotten und zu kritisieren:
• In dem Gespräch treibt der Dieb den Prediger theologisch in die Enge.
• Der Dieb argumentiert, dass, wenn alles von Gott vorherbestimmt ist (wie die Calvinisten glaubten), auch seine Diebstähle und seine endgültige Hinrichtung schon vor seiner Geburt von Gott vorherbestimmt gewesen seien.
• Der Dieb stellt sarkastisch fest, dass er also nichts dafür könne, dass er ein Dieb geworden war; er führte einfach Gottes Plan aus.

Historischer Kontext

Das Pamphlet spielte eine große Rolle in den Bestandstwisten während des Zwölfjährigen Waffenstillstands (1609–1621), dem heftigen religiösen und politischen Konflikt in der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande zwischen den Remonstranten (Liberalen) und den Contra-Remonstranten (strengen Calvinisten).
Der Autor, Henricus Slatius, geriet später selbst in ein Komplott verwickelt, Prinz Maurits zu ermorden. Nach dem Scheitern davon wurde er verhaftet und 1623 in Den Haag enthauptet.

Der Druck: "Frederick-Stadt"

Die Angabe „Gedruckt nae de copye tot Frederick-stadt“ (oder ähnliche Formulierungen) wurde häufig verwendet. Frederickstadt (im heutigen Deutschland) war von ins Ausland geflohenen niederländischen Remonstranten gegründet worden und diente als sicherer Hafenort für das Drucken von Schriften, die in der Republik verboten waren. Oft ist es übrigens eine 'falsche' Impressumskopplung: Das Büchlein wurde dann heimlich in den Niederlanden gedruckt (beispielsweise von Verlegern wie Jan Alleman), erhielt aber den Namen Frederickstadt, um die Behörden zu täuschen.

[Henricus Slatius] - der vorbestimmte Dieb, oder ein 'Zusammengespräch' gehalten zwischen einem Prediger der calvinistischen Gesinde, und einem Dieb, der dem Tod geweiht war - gedruckt nach der Kopie zu Friedrichstadt - ohne Jahr (ca. 1780) - 37 p - 15 x 10 cm - lose Katen

fiktiver Dialog (Dialekt) zwischen einem calvinistischen (contraremonstrantischen) Prediger und einem Dieb, der zum Tod verurteilt ist.

Slatius schrieb das Pamphlet, um die calvinistische Lehre der Prädestination (die göttliche Vorbestimmung) zu verspotten und zu kritisieren:
• In dem Gespräch treibt der Dieb den Prediger theologisch in die Enge.
• Der Dieb argumentiert, dass, wenn alles von Gott vorherbestimmt ist (wie die Calvinisten glaubten), auch seine Diebstähle und seine endgültige Hinrichtung schon vor seiner Geburt von Gott vorherbestimmt gewesen seien.
• Der Dieb stellt sarkastisch fest, dass er also nichts dafür könne, dass er ein Dieb geworden war; er führte einfach Gottes Plan aus.

Historischer Kontext

Das Pamphlet spielte eine große Rolle in den Bestandstwisten während des Zwölfjährigen Waffenstillstands (1609–1621), dem heftigen religiösen und politischen Konflikt in der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande zwischen den Remonstranten (Liberalen) und den Contra-Remonstranten (strengen Calvinisten).
Der Autor, Henricus Slatius, geriet später selbst in ein Komplott verwickelt, Prinz Maurits zu ermorden. Nach dem Scheitern davon wurde er verhaftet und 1623 in Den Haag enthauptet.

Der Druck: "Frederick-Stadt"

Die Angabe „Gedruckt nae de copye tot Frederick-stadt“ (oder ähnliche Formulierungen) wurde häufig verwendet. Frederickstadt (im heutigen Deutschland) war von ins Ausland geflohenen niederländischen Remonstranten gegründet worden und diente als sicherer Hafenort für das Drucken von Schriften, die in der Republik verboten waren. Oft ist es übrigens eine 'falsche' Impressumskopplung: Das Büchlein wurde dann heimlich in den Niederlanden gedruckt (beispielsweise von Verlegern wie Jan Alleman), erhielt aber den Namen Frederickstadt, um die Behörden zu täuschen.

Details

Anzahl der Bücher
1
Thema
Religion
Buchtitel
De gepredestineerde dief
Autor/ Illustrator
[Henricus Slatius]
Zustand
Gut
Erscheinungsjahr (ältestes Objekt)
1780
Höhe
15 cm
Auflage
Neuauflage
Breite
10 cm
Sprache
Niederländisch
Originalsprache
Ja
Verlag
Nae de Copye tot Frederick-stadt
Bindung
Buch ohne Bindung
Anzahl der Seiten
37
Verkauft von
NiederlandeVerifiziert
3040
Verkaufte Objekte
94,92 %
Privat

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