Linnaeus / Hayne - Termini Botanici - 1799






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Erstausgabe 1799 Berlin, Termini Botanici iconibus illustrati oder Botanische Kunstsprache durch Abbildungen erläutert von Friedrich Gottlob Hayne; 50 handkolorierte Kupferstiche, Folio, Leinen/Pelle-Bindung, 216 Seiten.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
50 WUNDERBARE BASTAHLTAFELN FÜR BOTANIK, FEIN HANDGEMALEN - ERSTE AUFLAGE
Berlin, 1799. Erste Ausgabe eines der faszinierendsten Werke zur botanischen Terminologie, illustriert aus der linneischen Zeit. Fünfzig prachtvolle Kupferstichetafeln, seinerzeit fein von Hand aquarelliert, zeigen Blumen, Blätter, Wurzeln, Früchte, Blütenstände und vegetative Strukturen mit außergewöhnlich wissenschaftlicher Präzision und künstlerischer Eleganz. Ein großformatiges Band IN FOLIO, dessen Feinstrich der Zeichnung, die Transparenz der Aquarelle und die chromatische Reichhaltigkeit das Studium der Botanik in ein autentisches visuelles Spektakel verwandeln.
ABSTRACT
Erste Ausgabe des ersten Bandes der Termini Botanici iconibus illustrati oder Botanische Kunstsprache durch Abbildungen erläutert von Friedrich Gottlob Hayne, veröffentlicht in Berlin von W. Oehmigke der Jüngere zwischen 1799 und 1806, mit Vorwort von Carl Ludwig Willdenow. Das Werk leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung der wissenschaftlichen botanischen Terminologie durch die visuelle Darstellung morphologischer Merkmale der Pflanzen. Der vorliegende Band umfasst 50 große Kupferstiche, fein von Hand aquarelliert, begleitet von erläuternden Texten auf Lateinisch und Deutsch. Bewahrt ist außerdem das seltene ursprüngliche Verlagdeckblatt der ersten Dispensierung, mit Haynes editorialen Anmerkungen auf der Innenseite gedruckt, und die Seiten 89–90 sowohl in der ersten Fassung als auch in der später korrigierten Fassung.
WARUM MAN ES KAUFEN SOLLTE
Erste Ausgabe von 1799, der erste vollständige Band mit 50 Tafeln.\
Fünfzig prächtige botanische Stiche, von Hand koloriert zu jener Zeit.\
Seltene Erhaltung des ursprünglichen Verlagdeckblatts der ersten Dispensierung.\
Vorhandensein der Seiten 89–90 in beiden redaktionellen Fassungen.\
Großformat und außerordentliche künstlerische Qualität der Illustrationen.
MARKTWERTE
Indikativer Handelswert: 1.700–2.000 Euro. Die Qualität der Aquarelle bildet ein besonderes Interesselement.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Ein altes Folio-Band. Zusammensetzung: [4] unnummerierte Blätter, 104 nummerierte Seiten, wobei Seiten 89–90 auch in der korrigierten Version vorhanden sind. Summe: 112 Textseiten, zuzüglich der 2 zusätzlichen Blättern der korrigierten Variante insgesamt 114 Blätter, zuzüglich der 50 Kupferstifttafeln außerhalb des Textes. Zählt man Blätter einzeln, fügen die 50 Tafeln 100 tatsächliche Blätter hinzu, theoretisch ergibt sich eine Gesamtsumme von 214 Blättern, ohne Berücksichtigung des erhaltenen Verlagdeckblatts. Moderne Ganzlederbindung in hellem Braun, Rückentitel und -leisten vergoldet. Die Tafeln zeigen eine zarte Farbgebung mit Grün-, Rosa-, Hellblau-, Ockerton und Erdtönen, angewandt mit großer Feingefühl. Behalten ist das ursprüngliche Verlagdeckblatt der ersten Dispensierung, aus dunkler Marmorpapier mit typografischem Etikett. Eine exemplare Erscheinung von bemerkenswerter Ausstrahlung und guter allgemeiner Konservierung.
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Friedrich Gottlob Hayne (1763–1832).
Termini Botanici iconibus illustrati oder Botanische Kunstsprache durch Abbildungen erläutert.
Mit Vorwort von D. Carl Ludwig Willdenow.
Berlin, bei W. Oehmigke d. J., 1799–1806.
Band I, publiziert in zehn Dispensationen, mit 50 Tafeln, Kupferstiche farbig von Hand.
DIE GESCHICHTE
Ende des 18. Jahrhunderts befand sich die europäische Botanik in einer Phase außergewöhnlicher Entwicklung. Das Linneische Klassifikationssystem hatte den Gelehrten eine gemeinsame Sprache gegeben, doch das Verständnis der morphologischen Terminologie erforderte Instrumente, die Definitionen abstrakter Konzepte in unmittelbar erkennbare Bilder übersetzen konnten. Friedrich Gottlob Hayne schuf dieses Werk, um dieser Notwendigkeit zu begegnen, und ergänzte die wissenschaftliche Beschreibung durch eine breite Serie Tafeln über Formen und Strukturen von Pflanzen. Wurzeln, Stämme, Blätter, Blüten, Früchte und reproduktive Organe werden anhand sorgfältig ausgewählter Beispiele analysiert. Die Wiedergabe ist nicht nur ornamentaler Natur: Jedes dargestellte Element wird Teil eines didaktischen Systems, das darauf abzielt, die komplexe Terminologie der Wissenschaft der Botanik zugänglich zu machen. Die Präsenz lateinischer und deutscher Texte spiegelt den Übergang von der internationalen Wissenschaftstradition zur Verbreitung des Wissens in modernen Sprachen wider.
DIE AUTORIN
Friedrich Gottlob Hayne (1763–1832) war ein bedeutender deutscher Botaniker, Apotheker und wissenschaftlicher Illustrator, besonders geschätzt für seine Arbeiten über Heilpflanzen und Pflanzenmorphologie. In Berlin aktiv, trug er zur Entwicklung der angewandten Botanik und zur Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse durch publizierte, illustrativ genaue Arbeiten bei. Sein Schaffen umfasst Arbeiten zur pharmazeutischen Botanik und bedeutende ikonografische Sammlungen. Carl Ludwig Willdenow (1765–1812), Autor des Vorworts, war einer der wichtigsten deutschen Botaniker seiner Zeit, Direktor des Berliner Botanischen Gartens und eine zentrale Gestalt in der Entwicklung der Pflanzengeographie. Die intellektuelle Zusammenarbeit dieser Gelehrten verankert das Werk im Zentrum der Berliner Botanik-Tradition zwischen Aufklärung und frühem 19. Jahrhundert.
DIE VERDruckUNG
Das Werk erschien in Berlin bei W. Oehmigke der Jüngere beginnend 1799, durch nachfolgende Bände. Der erste Band wurde in zehn Dispensationen vertrieben und umfasst 50 Tafeln, kupferstichartig gestochen und später von Hand koloriert. Die Ausführung der Bilder erforderte eine komplexe Zusammenarbeit zwischen Zeichner, Sticher, Drucker und Kolorist. Die Präzision der Kupferlinien ermöglichte die Darstellung kleinster Pflanzenteile, während die Aquarellierung den Illustrationen einen chemie- oder farblich reicheren Reichtum verlieh, der mit der reinen Sticheilung nicht erreichbar war. Besonders eindrucksvoll sind Tafeln über Palmen, Blüten, Blätter und Wurzelanlagen, bei denen die Farbgebung morphologische Unterschiede durch äußerst feine Abstufungen betont. Die Tafeln bewahren den Charakter großer naturalistischer illustrierter Werke des späten 18. Jahrhunderts, in denen wissenschaftliche Genauigkeit mit einer komponistischen Eleganz von bemerkenswerter Qualität einhergeht.
DIE SCHÖNHEIT DER HANDGEFÄRBTE TAFELN
Der wahre Glanz dieses Bandes liegt in den fünfzig botanischen Tafeln, fein von Hand aquarelliert. Die Illustrationen zeigen eine erstaunliche Vielfalt von Motiven: zarte faserige Wurzeln, große palmenartige Blätter, feine Blütenstände, kleine Blumen mit rosafarbenen Kronblättern, blühende Triebe und komplexe vegetative Strukturen. Die Farbe wird mit äußerster Leichtigkeit aufgetragen, sodass die geätzte Zeichnung hervortritt und den Pflanzen ein natürliches, leuchtendes und raffiniertes Aussehen verleiht. Die Grüntöne reichen von Salbei bis zu tieferen Grüntönen; die Blütenblätter zeigen Rosé-, Blau- und Violettnuancen; Wurzeln und Stängel werden mit feinen Ocker- und Braunstufen modelliert. Die Kompositionen, oft mehrere Exemplare pro Tafel, besitzen eine beinahe malerische Balance. Jede Gravur kann als eigenständiges kleines Kunstwerk betrachtet werden, behält jedoch ihre wissenschaftliche Funktion. Gerade diese perfekte Verschmelzung von naturkundlicher Beobachtung und künstlerischer Sensibilität macht das Werk für Sammler botanisch illustrierter Bücher besonders begehrenswert.
RARITÄT
Erste Ausgabe des ersten Bandes, ursprünglich in zehn Dispensationen veröffentlicht. Der bibliografische Wert des Exemplars wird durch den Erhalt des ursprünglichen Verlagdeckblatts der ersten Dispensierung erhöht, mit Haynes Erklärungen auf den Gegenkuppeln gedruckt, ein Zeugnis der Verteilungsmodalitäten des Werks. Bedeutend auch die Anwesenheit der Seiten 89–90 in beiden Fassungen, original und korrigiert, die eine Änderung während der Veröffentlichung dokumentiert. Die Vollständigkeit der 50 Tafeln und die Qualität der Kolorierung bilden wesentliche Elemente für die Sammlerbewertung. Es handelt sich um den ersten Band einer mehrteiligen Werksreihe, nicht um die gesamte Serie.
BIBLIOGRAPHY
Nissen, Botanische Buchillustration, 817; Pritzel, Thesaurus Literaturae Botanicae, 3862; Stafleu & Cowan, Taxonomic Literature, 2507.
PERCHÉ ABBIAMO SCELTO QUESTO LIBRO
Wir haben dieses Werk vor allem aufgrund der außerordentlichen Schönheit seiner fünfzig botanischen Tafeln gewählt, fein aquarelliert vor über zwei Jahrhunderten. Die Präzision der Gravuren, die Zartheit der Farben und die Vielfalt der Pflanzformen machen es zu einem besonders anschaulichen Beispiel europäischer naturkundlicher Illustration. Neben der ästhetischen Schönheit der Bilder kommt die wissenschaftliche Bedeutung der ersten Ausgabe, das Vorhandensein des seltenen Verlagdeckblatts und die Erhaltung der textlichen Varianten hinzu. Ein Buch, in dem Botanik zur Kunst wird und sowohl den Naturwissenschaftler als auch den Sammler großer illustrierter Werke fesseln kann.
Alte Bücher können Mängel, Flecken, Blattfäule, Verfärbungen, Unregelmäßigkeiten des Papiers und der Drucklegung, kleine Montages- bzw. Bindungsfehler, Restaurierungen und Gebrauchsspuren aufweisen, die dem Alter, der Erhaltung und den handwerklichen Herstellungsmethoden entsprechen, auch wenn sie nicht ausdrücklich erwähnt werden. Dieses Inserat enthält KI-Generierte Visualisierungen zu Illustrations- und Umweltzwecken, die vom realen Objekt abweichen können. Um Eigenschaften, Details und den tatsächlichen Zustand des Exemplars zu überprüfen, beachten Sie bitte die Originalfotos. Alle Bilder sind integraler Bestandteil der Beschreibung.
Der Verkäufer stellt sich vor
50 WUNDERBARE BASTAHLTAFELN FÜR BOTANIK, FEIN HANDGEMALEN - ERSTE AUFLAGE
Berlin, 1799. Erste Ausgabe eines der faszinierendsten Werke zur botanischen Terminologie, illustriert aus der linneischen Zeit. Fünfzig prachtvolle Kupferstichetafeln, seinerzeit fein von Hand aquarelliert, zeigen Blumen, Blätter, Wurzeln, Früchte, Blütenstände und vegetative Strukturen mit außergewöhnlich wissenschaftlicher Präzision und künstlerischer Eleganz. Ein großformatiges Band IN FOLIO, dessen Feinstrich der Zeichnung, die Transparenz der Aquarelle und die chromatische Reichhaltigkeit das Studium der Botanik in ein autentisches visuelles Spektakel verwandeln.
ABSTRACT
Erste Ausgabe des ersten Bandes der Termini Botanici iconibus illustrati oder Botanische Kunstsprache durch Abbildungen erläutert von Friedrich Gottlob Hayne, veröffentlicht in Berlin von W. Oehmigke der Jüngere zwischen 1799 und 1806, mit Vorwort von Carl Ludwig Willdenow. Das Werk leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung der wissenschaftlichen botanischen Terminologie durch die visuelle Darstellung morphologischer Merkmale der Pflanzen. Der vorliegende Band umfasst 50 große Kupferstiche, fein von Hand aquarelliert, begleitet von erläuternden Texten auf Lateinisch und Deutsch. Bewahrt ist außerdem das seltene ursprüngliche Verlagdeckblatt der ersten Dispensierung, mit Haynes editorialen Anmerkungen auf der Innenseite gedruckt, und die Seiten 89–90 sowohl in der ersten Fassung als auch in der später korrigierten Fassung.
WARUM MAN ES KAUFEN SOLLTE
Erste Ausgabe von 1799, der erste vollständige Band mit 50 Tafeln.\
Fünfzig prächtige botanische Stiche, von Hand koloriert zu jener Zeit.\
Seltene Erhaltung des ursprünglichen Verlagdeckblatts der ersten Dispensierung.\
Vorhandensein der Seiten 89–90 in beiden redaktionellen Fassungen.\
Großformat und außerordentliche künstlerische Qualität der Illustrationen.
MARKTWERTE
Indikativer Handelswert: 1.700–2.000 Euro. Die Qualität der Aquarelle bildet ein besonderes Interesselement.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Ein altes Folio-Band. Zusammensetzung: [4] unnummerierte Blätter, 104 nummerierte Seiten, wobei Seiten 89–90 auch in der korrigierten Version vorhanden sind. Summe: 112 Textseiten, zuzüglich der 2 zusätzlichen Blättern der korrigierten Variante insgesamt 114 Blätter, zuzüglich der 50 Kupferstifttafeln außerhalb des Textes. Zählt man Blätter einzeln, fügen die 50 Tafeln 100 tatsächliche Blätter hinzu, theoretisch ergibt sich eine Gesamtsumme von 214 Blättern, ohne Berücksichtigung des erhaltenen Verlagdeckblatts. Moderne Ganzlederbindung in hellem Braun, Rückentitel und -leisten vergoldet. Die Tafeln zeigen eine zarte Farbgebung mit Grün-, Rosa-, Hellblau-, Ockerton und Erdtönen, angewandt mit großer Feingefühl. Behalten ist das ursprüngliche Verlagdeckblatt der ersten Dispensierung, aus dunkler Marmorpapier mit typografischem Etikett. Eine exemplare Erscheinung von bemerkenswerter Ausstrahlung und guter allgemeiner Konservierung.
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Friedrich Gottlob Hayne (1763–1832).
Termini Botanici iconibus illustrati oder Botanische Kunstsprache durch Abbildungen erläutert.
Mit Vorwort von D. Carl Ludwig Willdenow.
Berlin, bei W. Oehmigke d. J., 1799–1806.
Band I, publiziert in zehn Dispensationen, mit 50 Tafeln, Kupferstiche farbig von Hand.
DIE GESCHICHTE
Ende des 18. Jahrhunderts befand sich die europäische Botanik in einer Phase außergewöhnlicher Entwicklung. Das Linneische Klassifikationssystem hatte den Gelehrten eine gemeinsame Sprache gegeben, doch das Verständnis der morphologischen Terminologie erforderte Instrumente, die Definitionen abstrakter Konzepte in unmittelbar erkennbare Bilder übersetzen konnten. Friedrich Gottlob Hayne schuf dieses Werk, um dieser Notwendigkeit zu begegnen, und ergänzte die wissenschaftliche Beschreibung durch eine breite Serie Tafeln über Formen und Strukturen von Pflanzen. Wurzeln, Stämme, Blätter, Blüten, Früchte und reproduktive Organe werden anhand sorgfältig ausgewählter Beispiele analysiert. Die Wiedergabe ist nicht nur ornamentaler Natur: Jedes dargestellte Element wird Teil eines didaktischen Systems, das darauf abzielt, die komplexe Terminologie der Wissenschaft der Botanik zugänglich zu machen. Die Präsenz lateinischer und deutscher Texte spiegelt den Übergang von der internationalen Wissenschaftstradition zur Verbreitung des Wissens in modernen Sprachen wider.
DIE AUTORIN
Friedrich Gottlob Hayne (1763–1832) war ein bedeutender deutscher Botaniker, Apotheker und wissenschaftlicher Illustrator, besonders geschätzt für seine Arbeiten über Heilpflanzen und Pflanzenmorphologie. In Berlin aktiv, trug er zur Entwicklung der angewandten Botanik und zur Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse durch publizierte, illustrativ genaue Arbeiten bei. Sein Schaffen umfasst Arbeiten zur pharmazeutischen Botanik und bedeutende ikonografische Sammlungen. Carl Ludwig Willdenow (1765–1812), Autor des Vorworts, war einer der wichtigsten deutschen Botaniker seiner Zeit, Direktor des Berliner Botanischen Gartens und eine zentrale Gestalt in der Entwicklung der Pflanzengeographie. Die intellektuelle Zusammenarbeit dieser Gelehrten verankert das Werk im Zentrum der Berliner Botanik-Tradition zwischen Aufklärung und frühem 19. Jahrhundert.
DIE VERDruckUNG
Das Werk erschien in Berlin bei W. Oehmigke der Jüngere beginnend 1799, durch nachfolgende Bände. Der erste Band wurde in zehn Dispensationen vertrieben und umfasst 50 Tafeln, kupferstichartig gestochen und später von Hand koloriert. Die Ausführung der Bilder erforderte eine komplexe Zusammenarbeit zwischen Zeichner, Sticher, Drucker und Kolorist. Die Präzision der Kupferlinien ermöglichte die Darstellung kleinster Pflanzenteile, während die Aquarellierung den Illustrationen einen chemie- oder farblich reicheren Reichtum verlieh, der mit der reinen Sticheilung nicht erreichbar war. Besonders eindrucksvoll sind Tafeln über Palmen, Blüten, Blätter und Wurzelanlagen, bei denen die Farbgebung morphologische Unterschiede durch äußerst feine Abstufungen betont. Die Tafeln bewahren den Charakter großer naturalistischer illustrierter Werke des späten 18. Jahrhunderts, in denen wissenschaftliche Genauigkeit mit einer komponistischen Eleganz von bemerkenswerter Qualität einhergeht.
DIE SCHÖNHEIT DER HANDGEFÄRBTE TAFELN
Der wahre Glanz dieses Bandes liegt in den fünfzig botanischen Tafeln, fein von Hand aquarelliert. Die Illustrationen zeigen eine erstaunliche Vielfalt von Motiven: zarte faserige Wurzeln, große palmenartige Blätter, feine Blütenstände, kleine Blumen mit rosafarbenen Kronblättern, blühende Triebe und komplexe vegetative Strukturen. Die Farbe wird mit äußerster Leichtigkeit aufgetragen, sodass die geätzte Zeichnung hervortritt und den Pflanzen ein natürliches, leuchtendes und raffiniertes Aussehen verleiht. Die Grüntöne reichen von Salbei bis zu tieferen Grüntönen; die Blütenblätter zeigen Rosé-, Blau- und Violettnuancen; Wurzeln und Stängel werden mit feinen Ocker- und Braunstufen modelliert. Die Kompositionen, oft mehrere Exemplare pro Tafel, besitzen eine beinahe malerische Balance. Jede Gravur kann als eigenständiges kleines Kunstwerk betrachtet werden, behält jedoch ihre wissenschaftliche Funktion. Gerade diese perfekte Verschmelzung von naturkundlicher Beobachtung und künstlerischer Sensibilität macht das Werk für Sammler botanisch illustrierter Bücher besonders begehrenswert.
RARITÄT
Erste Ausgabe des ersten Bandes, ursprünglich in zehn Dispensationen veröffentlicht. Der bibliografische Wert des Exemplars wird durch den Erhalt des ursprünglichen Verlagdeckblatts der ersten Dispensierung erhöht, mit Haynes Erklärungen auf den Gegenkuppeln gedruckt, ein Zeugnis der Verteilungsmodalitäten des Werks. Bedeutend auch die Anwesenheit der Seiten 89–90 in beiden Fassungen, original und korrigiert, die eine Änderung während der Veröffentlichung dokumentiert. Die Vollständigkeit der 50 Tafeln und die Qualität der Kolorierung bilden wesentliche Elemente für die Sammlerbewertung. Es handelt sich um den ersten Band einer mehrteiligen Werksreihe, nicht um die gesamte Serie.
BIBLIOGRAPHY
Nissen, Botanische Buchillustration, 817; Pritzel, Thesaurus Literaturae Botanicae, 3862; Stafleu & Cowan, Taxonomic Literature, 2507.
PERCHÉ ABBIAMO SCELTO QUESTO LIBRO
Wir haben dieses Werk vor allem aufgrund der außerordentlichen Schönheit seiner fünfzig botanischen Tafeln gewählt, fein aquarelliert vor über zwei Jahrhunderten. Die Präzision der Gravuren, die Zartheit der Farben und die Vielfalt der Pflanzformen machen es zu einem besonders anschaulichen Beispiel europäischer naturkundlicher Illustration. Neben der ästhetischen Schönheit der Bilder kommt die wissenschaftliche Bedeutung der ersten Ausgabe, das Vorhandensein des seltenen Verlagdeckblatts und die Erhaltung der textlichen Varianten hinzu. Ein Buch, in dem Botanik zur Kunst wird und sowohl den Naturwissenschaftler als auch den Sammler großer illustrierter Werke fesseln kann.
Alte Bücher können Mängel, Flecken, Blattfäule, Verfärbungen, Unregelmäßigkeiten des Papiers und der Drucklegung, kleine Montages- bzw. Bindungsfehler, Restaurierungen und Gebrauchsspuren aufweisen, die dem Alter, der Erhaltung und den handwerklichen Herstellungsmethoden entsprechen, auch wenn sie nicht ausdrücklich erwähnt werden. Dieses Inserat enthält KI-Generierte Visualisierungen zu Illustrations- und Umweltzwecken, die vom realen Objekt abweichen können. Um Eigenschaften, Details und den tatsächlichen Zustand des Exemplars zu überprüfen, beachten Sie bitte die Originalfotos. Alle Bilder sind integraler Bestandteil der Beschreibung.
