etruskisch Kesselgriffe in der Form von Händen mit spanischer Ausfuhrlizenz. - 9 cm






Leitete das Ifergan Collection Museum, spezialisiert auf phönizische Archäologie.
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Zwei bronzene Kesselgriffe in Form offener Hände aus der Archaik (630–500 v. Chr.) in Etrurien, 9 cm hoch, 20 cm breit, 4 cm tief, 2016 aus einer Privatkollektion erworben und als original authentifiziert.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Diese beiden Griffe sind die einzigen überlebenden Elemente eines Bronzengefäßes, das vermutlich recht stattlich gewesen sein muss. Jedes Stück bildet einen stabilen Bogen, dessen Enden in offene menschliche Hände übergehen, deren ausgestreckte Finger durch Längsstreifen gegliedert sind. Mehrere Quernutungen schmücken den mittleren Bereich des Bogens. Obwohl sie jetzt als getrennte Objekte präsentiert werden, gehörten sie ursprünglich zu einem größeren Stück und trugen sowohl zu seiner Funktion als auch zu seinem Erscheinungsbild bei.
Die genaue Form des Gefäßes lässt sich aus den Griffen allein nicht bestimmen. Traditionell wurden sie mit einem Kessel assoziiert, obwohl ähnliche Lösungen auch für Hydrien und Situlae bekannt sind. Diese Unsicherheit erlaubt es uns zu würdigen, wie ein scheinbar sekundäres Element eine markante skulpturale Dimension gewinnen konnte. Die Griffe waren nicht einfach Hebe- oder Tragmechanismen: ihre Form, Größe und Verzierung trugen dazu bei, den Wert und den Prestigebezug des gesamten Objekts auszudrücken.
Das Motiv der Hände schafft eine besonders eindrucksvolle Beziehung zwischen dem Gefäß und dem menschlichen Körper. Da der Bogen in zwei offene Handflächen auslief, wirkte es, als würde das Gefäß von Händen gehalten oder angeboten, die ein Teil davon waren. Wenn jemand das Gefäß hob, kamen seine eigenen Hände mit den in Bronze modellierten Händen in Kontakt, wodurch ein visuelles Gespräch zwischen menschlicher Handlung und dem dargestellten Bild entstand. Obwohl eine endgültige symbolische Interpretation nicht vorgeschlagen werden kann, könnten die Hände Ideen von Geben, Empfangen, Schutz oder Angebot hervorrufen – besonders passend für ein Objekt, das sich dem Servieren von Speisen oder Getränken zuordnet.
Das Stück fügt sich in den dynamischen Kontext Etrurien im 6. Jahrhundert v. Chr. ein, eine Zeit urbaner Blüte, intensiver Handwerksaktivität und weitreichenden Handels. Etruskische Städte pflegten kontinuierliche Beziehungen zu den griechischen Gemeinschaften im Mittelmeerraum sowie zu den Phoeniziern und anderen Völkern der italienischen Halbinsel. Rohmaterialien, Luxusgüter, Techniken und künstlerische Modelle zirkulierten durch diese Netzwerke. Etruskerische Handwerker assimilieren viele dieser Einflüsse, passten sie jedoch ihren eigenen Traditionen an und entwickelten eine hoch charakteristische Bronzemanufaktur.
Metallgefäße spielten eine herausragende Rolle bei aristokratischen Banketten. Diese Zusammenkünfte kombinierten den ritualisierten Konsum von Wein und Speisen mit Musik, Gesprächen und verschiedenen Unterhaltungsformen und dienten als Gelegenheiten, Gastfreundschaft, Wohlstand und soziale Stellung zu demonstrieren. Große Gefäße zum Halten oder Mischen von Flüssigkeiten, Krüge, Siebe, Becher, Schöpfer und Kessel waren für diese Feiern nötig. Die Anwesenheit von aufwändigem Bronzen-Tableware verwandelte die Handlungen des Servierens, Mischens oder Teilens in zeremonielle Gesten.
Viele dieser Objekte wurden später in Grabstätten platziert. In der etruskischen Kultur konnte der Begräbnissraum symbolisch das Zuhause darstellen und die soziale Identität des Verstorbenen ins Jenseits verlängern. Bankettgeräte, die neben dem Verstorbenen platziert wurden, dienten als Erinnerungen an dessen Lebensweise und gewährleisteten eine ideale Kontinuität seiner Feierlichkeiten. Obwohl der archäologische Kontext dieser Griffe unbekannt ist, erlauben uns deren Qualität und ornamentaler Charakter eine Verbindung zu dieser Welt aristokratischer Praktiken, kultureller Austausche und Bestattungszeremonien.
Bronze verlieh dem Gefäß einen beträchtlichen Wert. Ihre Herstellung erforderte Rohstoffe, spezialisiertes technisches Wissen und umfangreiche fertige Arbeiten. Die grüne Patina, die heute die Oberflächen bedeckt, ist das Ergebnis der Veränderung des Metalls im Laufe der Zeit. Darunter sind die Finger-schnitte, die Verzierungen des Bogens und die Unregelmäßigkeiten, die typisch für ein individuell gefertigtes Stück sind, noch sichtbar. Von dem Gefäß, dem sie einst angehörten, getrennt, haben die Griffe etwas von ihrem funktionalen Kontext verloren, behalten aber eine starke skulpturale Präsenz: In ihren offenen Händen bleibt die Geste erhalten, für die sie geschaffen wurden – zu halten und zu bieten.
Parallelen:
- Griff eines Hydrien oder möglicherweise einer Situla, endend in offenen Händen, 540–520 v. Chr. – Acropolis Museum, Athen.
- Etruskischer Bronze-Kessel mit beweglichem Bogengriff, um ca. 550 v. Chr. – Metropolitan Museum of Art, New York.
- Metallgefäße aus dem Bankettdienst von Laris Harenie, aus einem etruskischen Grab in Bolsena – Gregorian Etruscan Museum, Vatikanische Museen.
Aus einer französischen Privatsammlung, M.C., in den 80ern erworben.
- Das Stück umfasst ein Echtheitszertifikat sowie ein spanisches Ausfuhrlizenz-Dokument (Passport for European Union).
WICHTIG: Aufgrund der neuen Gesetze zum Export archäologischer Stücke haben wir beschlossen, NICHT MEHR außerhalb des europäischen Territoriums in folgende Länder zu verkaufen: SCHWEIZ & VERENIGTE STAATEN VON AMERIKA.
Für andere Destinationen außerhalb des europäischen Territoriums: Alle unsere Artikel werden nach Erhalt einer endgültigen EXPORTLIZENZ vom Kulturministerium Spaniens versandt. Wir informieren unsere Kunden, dass dies 4–8 Wochen dauern kann. Laut spanischer Gesetzgebung unterliegen Artikel, die außerhalb der Europäischen Union versendet werden, Exportabgaben. Die Steuern werden auf der Rechnung zu Lasten des Käufers addiert. Diese Exportgebühren richten sich nach dem endgültigen Auktionspreis; der Steuersatz wird nicht direkt auf den Gesamtwert des zu exportierenden Artikels angewendet, sondern die verschiedenen Prozentsätze nach Abschnitten werden darauf angewendet:
Bis 6.000 Euro: 5%. / Von 6.001 bis 60.000 Euro: 10 %.
Beachten Sie bitte, dass für entfernte Bestimmungsorte (Asien, Naher Osten etc.) zusätzliche Versandkosten anfallen.
Diese beiden Griffe sind die einzigen überlebenden Elemente eines Bronzengefäßes, das vermutlich recht stattlich gewesen sein muss. Jedes Stück bildet einen stabilen Bogen, dessen Enden in offene menschliche Hände übergehen, deren ausgestreckte Finger durch Längsstreifen gegliedert sind. Mehrere Quernutungen schmücken den mittleren Bereich des Bogens. Obwohl sie jetzt als getrennte Objekte präsentiert werden, gehörten sie ursprünglich zu einem größeren Stück und trugen sowohl zu seiner Funktion als auch zu seinem Erscheinungsbild bei.
Die genaue Form des Gefäßes lässt sich aus den Griffen allein nicht bestimmen. Traditionell wurden sie mit einem Kessel assoziiert, obwohl ähnliche Lösungen auch für Hydrien und Situlae bekannt sind. Diese Unsicherheit erlaubt es uns zu würdigen, wie ein scheinbar sekundäres Element eine markante skulpturale Dimension gewinnen konnte. Die Griffe waren nicht einfach Hebe- oder Tragmechanismen: ihre Form, Größe und Verzierung trugen dazu bei, den Wert und den Prestigebezug des gesamten Objekts auszudrücken.
Das Motiv der Hände schafft eine besonders eindrucksvolle Beziehung zwischen dem Gefäß und dem menschlichen Körper. Da der Bogen in zwei offene Handflächen auslief, wirkte es, als würde das Gefäß von Händen gehalten oder angeboten, die ein Teil davon waren. Wenn jemand das Gefäß hob, kamen seine eigenen Hände mit den in Bronze modellierten Händen in Kontakt, wodurch ein visuelles Gespräch zwischen menschlicher Handlung und dem dargestellten Bild entstand. Obwohl eine endgültige symbolische Interpretation nicht vorgeschlagen werden kann, könnten die Hände Ideen von Geben, Empfangen, Schutz oder Angebot hervorrufen – besonders passend für ein Objekt, das sich dem Servieren von Speisen oder Getränken zuordnet.
Das Stück fügt sich in den dynamischen Kontext Etrurien im 6. Jahrhundert v. Chr. ein, eine Zeit urbaner Blüte, intensiver Handwerksaktivität und weitreichenden Handels. Etruskische Städte pflegten kontinuierliche Beziehungen zu den griechischen Gemeinschaften im Mittelmeerraum sowie zu den Phoeniziern und anderen Völkern der italienischen Halbinsel. Rohmaterialien, Luxusgüter, Techniken und künstlerische Modelle zirkulierten durch diese Netzwerke. Etruskerische Handwerker assimilieren viele dieser Einflüsse, passten sie jedoch ihren eigenen Traditionen an und entwickelten eine hoch charakteristische Bronzemanufaktur.
Metallgefäße spielten eine herausragende Rolle bei aristokratischen Banketten. Diese Zusammenkünfte kombinierten den ritualisierten Konsum von Wein und Speisen mit Musik, Gesprächen und verschiedenen Unterhaltungsformen und dienten als Gelegenheiten, Gastfreundschaft, Wohlstand und soziale Stellung zu demonstrieren. Große Gefäße zum Halten oder Mischen von Flüssigkeiten, Krüge, Siebe, Becher, Schöpfer und Kessel waren für diese Feiern nötig. Die Anwesenheit von aufwändigem Bronzen-Tableware verwandelte die Handlungen des Servierens, Mischens oder Teilens in zeremonielle Gesten.
Viele dieser Objekte wurden später in Grabstätten platziert. In der etruskischen Kultur konnte der Begräbnissraum symbolisch das Zuhause darstellen und die soziale Identität des Verstorbenen ins Jenseits verlängern. Bankettgeräte, die neben dem Verstorbenen platziert wurden, dienten als Erinnerungen an dessen Lebensweise und gewährleisteten eine ideale Kontinuität seiner Feierlichkeiten. Obwohl der archäologische Kontext dieser Griffe unbekannt ist, erlauben uns deren Qualität und ornamentaler Charakter eine Verbindung zu dieser Welt aristokratischer Praktiken, kultureller Austausche und Bestattungszeremonien.
Bronze verlieh dem Gefäß einen beträchtlichen Wert. Ihre Herstellung erforderte Rohstoffe, spezialisiertes technisches Wissen und umfangreiche fertige Arbeiten. Die grüne Patina, die heute die Oberflächen bedeckt, ist das Ergebnis der Veränderung des Metalls im Laufe der Zeit. Darunter sind die Finger-schnitte, die Verzierungen des Bogens und die Unregelmäßigkeiten, die typisch für ein individuell gefertigtes Stück sind, noch sichtbar. Von dem Gefäß, dem sie einst angehörten, getrennt, haben die Griffe etwas von ihrem funktionalen Kontext verloren, behalten aber eine starke skulpturale Präsenz: In ihren offenen Händen bleibt die Geste erhalten, für die sie geschaffen wurden – zu halten und zu bieten.
Parallelen:
- Griff eines Hydrien oder möglicherweise einer Situla, endend in offenen Händen, 540–520 v. Chr. – Acropolis Museum, Athen.
- Etruskischer Bronze-Kessel mit beweglichem Bogengriff, um ca. 550 v. Chr. – Metropolitan Museum of Art, New York.
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Der Verkäufer wurde von Catawiki über die Anforderungen an die Dokumentation informiert und garantiert Folgendes: - Das Objekt wurde rechtmäßig erworben. - Der Verkäufer hat das Recht, das Objekt zu verkaufen und/oder zu exportieren (sofern zutreffend). - Der Verkäufer wird die erforderlichen Herkunftsinformationen bereitstellen und die notwendigen Dokumente sowie Genehmigungen bzw. Lizenzen besorgen (soweit zutreffend und gemäß den örtlichen Gesetzen geboten). - Der Verkäufer wird den Käufer über etwaige Verzögerungen bei der Erlangung von Genehmigungen bzw. Lizenzen informieren. Mit der Abgabe eines Gebots erkennen Sie an, dass je nach Ihrem Wohnsitzland Importdokumente erforderlich sein können und die Beschaffung von Genehmigungen bzw. Lizenzen zu Verzögerungen bei der Lieferung Ihres Objekts führen kann.
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