Eine Skulptur aus Holz - Ibeji - Yoruba - Nigeria (Ohne mindestpreis)






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Paar Ibeji-Statuetten — Èrè Ìbejì
Kulturraum: Yoruba, Südwestnigeria
Herkunft: Ibeju, Bundesstaat Lagos
Materialien: Geschnitztes Holz, rötlich-braune Patina, Kaurischnecken und textile Elemente
Datierung: Nicht bestimmt
Zustand: Sichtbare Risse und örtliche Abnutzung
Beschreibung
Dieses Paar anthropomorpher Statuetten, bekannt als èrè ìbejì, zeigt zwei stehende Figuren, die aus Holz geschnitzt und mit einer glänzenden rötlich-braunen Patina versehen sind. Ihr Design beruht auf einer stilisierten Darstellung des menschlichen Körpers, gekennzeichnet durch große Köpfe, zylindrische Hälse, gerundete Schultern und relativ kurze Gliedmaßen. Die Gesichter weisen große, hervorstehende Augen, längliche Nasen, vorgewölbte Lippen und weit auseinanderstehende Ohren auf. Mehrere parallele Einschnitte zieren Wangen und Stirn. Die Figuren unterscheiden sich vor allem durch ihre Frisuren: Die eine ist hoch und abgeflacht und mit geometrischen Winkermustern versehen; die andere ist kegelförmig, durch feine vertikale Rillen gekennzeichnet und von einem kleinen Knauf gekrönt. Die Oberkörper weisen Brustreliefs auf, während die angewinkelten Arme die Hände nahe an den Hüften positionieren. Die Beine ruhen auf gerundeten Sockeln, deren Füße sorgfältig ausgearbeitet sind. Eine Fotografie zeigt die beiden Figuren zusammen mit einer Gruppe, die üppig mit Kaurischnecken bedeckt ist, die in engen Reihen auf einem Textil oder einer faserigen Struktur angeordnet sind. Risse sind sichtbar, insbesondere an den Kopfbedeckungen, Gesichtern und Sockeln.
Historische und künstlerische Analyse
Diese Skulpturen gehören zur künstlerischen Tradition der Yoruba, Zwillinge darzustellen, die in Nigeria zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert florierte. Ihr Design spiegelt eine Ästhetik wider, die konventionelle Proportionen, dekorative Präzision und das Streben nach Ausgewogenheit verbindet. Die übergroßen Köpfe nehmen eine zentrale Stellung in der Komposition ein. Diese Betonung des Kopfes spiegelt eine Vorstellung der Yoruba wider, in der das orí einen grundlegenden Aspekt der Person darstellt, der mit ihrer Identität und ihrem Schicksal verbunden ist. Die sorgfältige Ausarbeitung der Frisuren und Skarifizierungen zeugt von großer Beherrschung der Holzbildhauerei. Die Unterschiede zwischen den beiden Figuren veranschaulichen die Freiheit der Bildhauer innerhalb einer Tradition, die gemeinsame formale Prinzipien teilt. Die Zuschreibung an das Dorf Ibeju im heutigen Bundesstaat Lagos liefert einen interessanten geografischen Hinweis. Sie reicht jedoch nicht aus, um eine bestimmte Werkstatt zu identifizieren oder eine eindeutige Chronologie festzulegen.
Ikonografie
Die Ikonografie der èrè ìbejì beruht auf einer idealisierten Darstellung des Menschen. Obwohl diese Skulpturen Zwillingskinder evozieren sollen, weisen sie im Allgemeinen die körperlichen Merkmale erwachsener Personen auf. Die aufwendigen Frisuren unterstreichen die Bedeutung des äußeren Erscheinungsbildes und der sozialen Identität. Gesichtsskarifizierungen gehören zum ästhetischen und kulturellen Vokabular der Yoruba, doch ihre Anordnung erlaubt es in diesem Fall nicht, mit Sicherheit eine bestimmte Familienzugehörigkeit festzustellen. Die körperlichen Merkmale ermöglichen eine geschlechtsspezifische Deutung der Figuren, gewährleisten jedoch nicht deren eindeutige Identifizierung. Die Kaurischnecken, die in verschiedenen westafrikanischen Traditionen mit Reichtum und Wohlstand verbunden sind, bereichern ihre symbolische Erscheinung.
Historische und künstlerische Bewertung
Der künstlerische Wert dieser Gruppe liegt in der Qualität ihrer Formen und im Gleichgewicht zwischen Abstraktion und Figuration. Die ausdrucksstarken Gesichter, die tief eingeschnittenen Frisuren und die leuchtende Patina zeugen von besonders sorgfältiger Bildhauerkunst. Die Gegenüberstellung der beiden Figuren hebt individuelle Variationen hervor, die ihre visuelle Ergänzung zueinander verstärken. Auch die Einbeziehung einer Kaurischnecken-Halskette führt eine wichtige materielle Dimension ein: Das Werk beschränkt sich nicht mehr auf die Skulptur, sondern umfasst Elemente, die zu seiner Verwendung und Präsentation beitragen.
Kultureller Kontext
Bei den Yoruba haben Zwillingsgeburten einen wichtigen Stellenwert in den familiären und religiösen Vorstellungen. Zwillinge, ìbejì genannt, gelten traditionell als Wesen mit besonderem Status, die ihrer Familie Segen bringen können. In mehreren Yoruba-Gemeinschaften werden sie mit Ṣàngó, der Gottheit des Donners und der Macht, in Verbindung gebracht. Dieser Zusammenhang trägt dazu bei, die besondere Aufmerksamkeit zu erklären, die ihrer Geburt, ihrem Schutz und ihrem Gedenken gewidmet wird. Die Herstellung von èrè-ìbejì-Statuetten spiegelt somit eine Vorstellung von Personsein wider, in der familiäre Beziehungen über den Tod hinausreichen können.
Rituelle Verwendung
Wenn ein Zwilling starb, konnte seine Familie eine Statuette in Auftrag geben, die dazu bestimmt war, die symbolische Beziehung zum Verstorbenen aufrechtzuerhalten. In manchen Fällen wurden zwei Figuren angefertigt, wenn beide Kinder gestorben waren. Diese Skulpturen wurden ähnlich gepflegt wie lebende Menschen: Sie wurden gewaschen, gesalbt, bekleidet und geschmückt; außerdem brachte man ihnen Speiseopfer dar. Sie konnten im Haus oder auf einem Familienaltar aufbewahrt werden. Die zahlreichen Kaurischnecken an dieser Gruppe entsprechen der Tradition solcher Verzierungen. Ihre konkrete rituelle Verwendung lässt sich jedoch allein anhand der Fotografien nicht bestimmen.
Historische Bedeutung in der Kunst der Yoruba
Die èrè ìbejì sind ein bedeutendes Zeugnis für die Beziehungen zwischen Bildhauerei, familiärem Gedenken und religiösen Vorstellungen bei den Yoruba. Ihre formale Vielfalt ermöglicht die Untersuchung regionaler Traditionen, Bildhauerwerkstätten und der Entwicklung künstlerischer Praktiken. Dieses Paar veranschaulicht, wie Künstler der Yoruba eine zutiefst menschliche familiäre Erfahrung in ein dauerhaftes Kunstwerk verwandeln konnten. Es erinnert zudem daran, dass der historische Wert einer afrikanischen Skulptur ebenso sehr in ihrem kulturellen Kontext und ihrer Funktion wie in ihren ästhetischen Qualitäten liegt.
Bibliografie — Literaturhinweise
Chemeche, George, mit John Pemberton III und John Picton. Ibeji: The Yoruba Cult of Twins. Mailand: 5 Continents, 2003.
Joubert, Hélène, und Xavier Richer. Ibeji: Divins jumeaux / Divine Twins. Paris: Somogy Éditions d'Art, 2016.
Drewal, Henry John, John Pemberton III und Rowland Abiodun. Yoruba: Nine Centuries of African Art and Thought. New York: Center for African Art, 1989.
Abiodun, Rowland. Yoruba Art and Language: Seeking the African in African Art. Cambridge: Cambridge University Press, 2014.
Drewal, Margaret Thompson. Yoruba Ritual: Performers, Play, Agency. Bloomington: Indiana University Press, 1992.
Urheberrecht und wissenschaftliche Dokumentation
Einige der Informationen und Fotografien wurden mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und stützen sich auf veröffentlichte Quellen aus Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte. Originaltexte und Fotografien können urheberrechtlich geschützt sein. Alle Rechte der jeweiligen Rechteinhaber bleiben vorbehalten.
Informant Amadou Dogo
Inv.-Nr. MAZ34667
Der Verkäufer stellt sich vor
Paar Ibeji-Statuetten — Èrè Ìbejì
Kulturraum: Yoruba, Südwestnigeria
Herkunft: Ibeju, Bundesstaat Lagos
Materialien: Geschnitztes Holz, rötlich-braune Patina, Kaurischnecken und textile Elemente
Datierung: Nicht bestimmt
Zustand: Sichtbare Risse und örtliche Abnutzung
Beschreibung
Dieses Paar anthropomorpher Statuetten, bekannt als èrè ìbejì, zeigt zwei stehende Figuren, die aus Holz geschnitzt und mit einer glänzenden rötlich-braunen Patina versehen sind. Ihr Design beruht auf einer stilisierten Darstellung des menschlichen Körpers, gekennzeichnet durch große Köpfe, zylindrische Hälse, gerundete Schultern und relativ kurze Gliedmaßen. Die Gesichter weisen große, hervorstehende Augen, längliche Nasen, vorgewölbte Lippen und weit auseinanderstehende Ohren auf. Mehrere parallele Einschnitte zieren Wangen und Stirn. Die Figuren unterscheiden sich vor allem durch ihre Frisuren: Die eine ist hoch und abgeflacht und mit geometrischen Winkermustern versehen; die andere ist kegelförmig, durch feine vertikale Rillen gekennzeichnet und von einem kleinen Knauf gekrönt. Die Oberkörper weisen Brustreliefs auf, während die angewinkelten Arme die Hände nahe an den Hüften positionieren. Die Beine ruhen auf gerundeten Sockeln, deren Füße sorgfältig ausgearbeitet sind. Eine Fotografie zeigt die beiden Figuren zusammen mit einer Gruppe, die üppig mit Kaurischnecken bedeckt ist, die in engen Reihen auf einem Textil oder einer faserigen Struktur angeordnet sind. Risse sind sichtbar, insbesondere an den Kopfbedeckungen, Gesichtern und Sockeln.
Historische und künstlerische Analyse
Diese Skulpturen gehören zur künstlerischen Tradition der Yoruba, Zwillinge darzustellen, die in Nigeria zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert florierte. Ihr Design spiegelt eine Ästhetik wider, die konventionelle Proportionen, dekorative Präzision und das Streben nach Ausgewogenheit verbindet. Die übergroßen Köpfe nehmen eine zentrale Stellung in der Komposition ein. Diese Betonung des Kopfes spiegelt eine Vorstellung der Yoruba wider, in der das orí einen grundlegenden Aspekt der Person darstellt, der mit ihrer Identität und ihrem Schicksal verbunden ist. Die sorgfältige Ausarbeitung der Frisuren und Skarifizierungen zeugt von großer Beherrschung der Holzbildhauerei. Die Unterschiede zwischen den beiden Figuren veranschaulichen die Freiheit der Bildhauer innerhalb einer Tradition, die gemeinsame formale Prinzipien teilt. Die Zuschreibung an das Dorf Ibeju im heutigen Bundesstaat Lagos liefert einen interessanten geografischen Hinweis. Sie reicht jedoch nicht aus, um eine bestimmte Werkstatt zu identifizieren oder eine eindeutige Chronologie festzulegen.
Ikonografie
Die Ikonografie der èrè ìbejì beruht auf einer idealisierten Darstellung des Menschen. Obwohl diese Skulpturen Zwillingskinder evozieren sollen, weisen sie im Allgemeinen die körperlichen Merkmale erwachsener Personen auf. Die aufwendigen Frisuren unterstreichen die Bedeutung des äußeren Erscheinungsbildes und der sozialen Identität. Gesichtsskarifizierungen gehören zum ästhetischen und kulturellen Vokabular der Yoruba, doch ihre Anordnung erlaubt es in diesem Fall nicht, mit Sicherheit eine bestimmte Familienzugehörigkeit festzustellen. Die körperlichen Merkmale ermöglichen eine geschlechtsspezifische Deutung der Figuren, gewährleisten jedoch nicht deren eindeutige Identifizierung. Die Kaurischnecken, die in verschiedenen westafrikanischen Traditionen mit Reichtum und Wohlstand verbunden sind, bereichern ihre symbolische Erscheinung.
Historische und künstlerische Bewertung
Der künstlerische Wert dieser Gruppe liegt in der Qualität ihrer Formen und im Gleichgewicht zwischen Abstraktion und Figuration. Die ausdrucksstarken Gesichter, die tief eingeschnittenen Frisuren und die leuchtende Patina zeugen von besonders sorgfältiger Bildhauerkunst. Die Gegenüberstellung der beiden Figuren hebt individuelle Variationen hervor, die ihre visuelle Ergänzung zueinander verstärken. Auch die Einbeziehung einer Kaurischnecken-Halskette führt eine wichtige materielle Dimension ein: Das Werk beschränkt sich nicht mehr auf die Skulptur, sondern umfasst Elemente, die zu seiner Verwendung und Präsentation beitragen.
Kultureller Kontext
Bei den Yoruba haben Zwillingsgeburten einen wichtigen Stellenwert in den familiären und religiösen Vorstellungen. Zwillinge, ìbejì genannt, gelten traditionell als Wesen mit besonderem Status, die ihrer Familie Segen bringen können. In mehreren Yoruba-Gemeinschaften werden sie mit Ṣàngó, der Gottheit des Donners und der Macht, in Verbindung gebracht. Dieser Zusammenhang trägt dazu bei, die besondere Aufmerksamkeit zu erklären, die ihrer Geburt, ihrem Schutz und ihrem Gedenken gewidmet wird. Die Herstellung von èrè-ìbejì-Statuetten spiegelt somit eine Vorstellung von Personsein wider, in der familiäre Beziehungen über den Tod hinausreichen können.
Rituelle Verwendung
Wenn ein Zwilling starb, konnte seine Familie eine Statuette in Auftrag geben, die dazu bestimmt war, die symbolische Beziehung zum Verstorbenen aufrechtzuerhalten. In manchen Fällen wurden zwei Figuren angefertigt, wenn beide Kinder gestorben waren. Diese Skulpturen wurden ähnlich gepflegt wie lebende Menschen: Sie wurden gewaschen, gesalbt, bekleidet und geschmückt; außerdem brachte man ihnen Speiseopfer dar. Sie konnten im Haus oder auf einem Familienaltar aufbewahrt werden. Die zahlreichen Kaurischnecken an dieser Gruppe entsprechen der Tradition solcher Verzierungen. Ihre konkrete rituelle Verwendung lässt sich jedoch allein anhand der Fotografien nicht bestimmen.
Historische Bedeutung in der Kunst der Yoruba
Die èrè ìbejì sind ein bedeutendes Zeugnis für die Beziehungen zwischen Bildhauerei, familiärem Gedenken und religiösen Vorstellungen bei den Yoruba. Ihre formale Vielfalt ermöglicht die Untersuchung regionaler Traditionen, Bildhauerwerkstätten und der Entwicklung künstlerischer Praktiken. Dieses Paar veranschaulicht, wie Künstler der Yoruba eine zutiefst menschliche familiäre Erfahrung in ein dauerhaftes Kunstwerk verwandeln konnten. Es erinnert zudem daran, dass der historische Wert einer afrikanischen Skulptur ebenso sehr in ihrem kulturellen Kontext und ihrer Funktion wie in ihren ästhetischen Qualitäten liegt.
Bibliografie — Literaturhinweise
Chemeche, George, mit John Pemberton III und John Picton. Ibeji: The Yoruba Cult of Twins. Mailand: 5 Continents, 2003.
Joubert, Hélène, und Xavier Richer. Ibeji: Divins jumeaux / Divine Twins. Paris: Somogy Éditions d'Art, 2016.
Drewal, Henry John, John Pemberton III und Rowland Abiodun. Yoruba: Nine Centuries of African Art and Thought. New York: Center for African Art, 1989.
Abiodun, Rowland. Yoruba Art and Language: Seeking the African in African Art. Cambridge: Cambridge University Press, 2014.
Drewal, Margaret Thompson. Yoruba Ritual: Performers, Play, Agency. Bloomington: Indiana University Press, 1992.
Urheberrecht und wissenschaftliche Dokumentation
Einige der Informationen und Fotografien wurden mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und stützen sich auf veröffentlichte Quellen aus Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte. Originaltexte und Fotografien können urheberrechtlich geschützt sein. Alle Rechte der jeweiligen Rechteinhaber bleiben vorbehalten.
Informant Amadou Dogo
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- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
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- DE241193499
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