Stefanie Schneider - Untitled (Beachshoot)






Über 35 Jahre Erfahrung; ehemaliger Galeriebesitzer und Kurator am Museum Folkwang.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Untitled (Beachshoot) - 2005
20x20cm.
Edition of 10, plus 2 Artist Proofs.
Archival C-Print, based on the original Polaroid.
Certificate and signature label.
Artist Inventory #1397.01.
Excellent condition.
Not mounted.
Beachshoot
Diese fotografischen Fantasien ergeben sich aus sorgfältig ausgewählten Zwängen und der Verwendung symbolischer Attribute. Telegraphenmasten, Flugzeuge, weite Ödländer, eine Eisenbahnbrücke oder ein amerikanisches Auto der 50er Jahre erzählen auf die gleiche Weise verschiedene Geschichten, genauso wie grelle Perücken, Spielzeug für Kinder, ein Kopftuch oder eine alte Super-8-Kamera. Schneiders Werk nährt sich von Anekdoten und Erzählungen, aber auch von ihrer spezifischen europäischen Perspektive auf Amerika. Die Welt ihrer Fotografien wird von schmächtigen Jungen und zerbrechlichen Mädchen bevölkert, die scheinbar ihrer eigenen Jugend und Schönheit nicht gewärtig zu sein scheinen. Ihre Unbeschwertheit wird von einer bedrohlichen Erwachsenenwelt durchdrungen, der sie ihren jugendlichen Mangel an Kompromissen entgegensetzen. Und tatsächlich hat ihr Werk eine autobiografische Komponente, da die Künstlerin sich selbst und ihre Freunde zum Fokus der Kamera macht.
Stefanie Schneider fotografiert ihre ‘mises en scène’ mit einer Polaroid-Kamera, und zwar ausgerechnet diese. Das Medium, das üblicherweise als Mittel zur Bewahrung dokumentarischer Unmittelbarkeit verstanden wird, wird in seinem gegenteiligen Sinn verwendet, da Orte, Haltungen, Kostüme und besonders die auffälligen Bildabschnitte inszeniert werden. Dieses technische ‚Plot Device’ spiegelt sowohl ihre Methode als auch ihren Zweck wider: Die Trägerin der Folkwangschule Essen verwendet ausschließlich abgelaufene Polaroid-Materialien. Spuren, Funken, schwarze leere Schmierflecken und massive Farbveränderungen fügen den Aufnahmen eine zweite Realitätsebene hinzu und hinterfragen die Gültigkeit von Bildern, die Symbole und die Relevanz von richtigen Erinnerungen.
Aus diesen Bildern, die amateurhaft und lässig wirken, entsteht der Eindruck von Authentizität, dem wir von Moment zu Moment begegnen. - Petra Prahl
Untitled (Beachshoot) - 2005
20x20cm.
Edition of 10, plus 2 Artist Proofs.
Archival C-Print, based on the original Polaroid.
Certificate and signature label.
Artist Inventory #1397.01.
Excellent condition.
Not mounted.
Beachshoot
Diese fotografischen Fantasien ergeben sich aus sorgfältig ausgewählten Zwängen und der Verwendung symbolischer Attribute. Telegraphenmasten, Flugzeuge, weite Ödländer, eine Eisenbahnbrücke oder ein amerikanisches Auto der 50er Jahre erzählen auf die gleiche Weise verschiedene Geschichten, genauso wie grelle Perücken, Spielzeug für Kinder, ein Kopftuch oder eine alte Super-8-Kamera. Schneiders Werk nährt sich von Anekdoten und Erzählungen, aber auch von ihrer spezifischen europäischen Perspektive auf Amerika. Die Welt ihrer Fotografien wird von schmächtigen Jungen und zerbrechlichen Mädchen bevölkert, die scheinbar ihrer eigenen Jugend und Schönheit nicht gewärtig zu sein scheinen. Ihre Unbeschwertheit wird von einer bedrohlichen Erwachsenenwelt durchdrungen, der sie ihren jugendlichen Mangel an Kompromissen entgegensetzen. Und tatsächlich hat ihr Werk eine autobiografische Komponente, da die Künstlerin sich selbst und ihre Freunde zum Fokus der Kamera macht.
Stefanie Schneider fotografiert ihre ‘mises en scène’ mit einer Polaroid-Kamera, und zwar ausgerechnet diese. Das Medium, das üblicherweise als Mittel zur Bewahrung dokumentarischer Unmittelbarkeit verstanden wird, wird in seinem gegenteiligen Sinn verwendet, da Orte, Haltungen, Kostüme und besonders die auffälligen Bildabschnitte inszeniert werden. Dieses technische ‚Plot Device’ spiegelt sowohl ihre Methode als auch ihren Zweck wider: Die Trägerin der Folkwangschule Essen verwendet ausschließlich abgelaufene Polaroid-Materialien. Spuren, Funken, schwarze leere Schmierflecken und massive Farbveränderungen fügen den Aufnahmen eine zweite Realitätsebene hinzu und hinterfragen die Gültigkeit von Bildern, die Symbole und die Relevanz von richtigen Erinnerungen.
Aus diesen Bildern, die amateurhaft und lässig wirken, entsteht der Eindruck von Authentizität, dem wir von Moment zu Moment begegnen. - Petra Prahl
