No. 100150692

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Austrian school (XIX) - Portrait der Ursula Döttinger
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€ 150
1 day ago

Austrian school (XIX) - Portrait der Ursula Döttinger

Titel Portraitgemälde des Biedermeier Portraitierte Dame: Ursula Döttinger Der Rahmen wird als Geschenk beigelegt und dient als Sicherung des Bildes für den Transport. Rückseitig beschriftet: "Ursula Döllinger gemalt im 57. (Lebens)jahr Andenken von L. Neelmeyer 1835" Objekt Ölgemälde auf Leinen. Ungerahmt (der Rahmen der auf den Fotos auf der Rückseite sichtbar ist, ist nicht Teil der Auktion, kann aber bei Bedarf nach der Auktion erworben werden. Maße Länge ≈30 cm, Breite ≈25 cm, Tiefe ≈2 cm. (Basierend auf den Messungen mittels Maßband, gerundet). Datierung und Provenienz Laut Inschrift auf der Rückseite datiert: 1835. Maler: L. Neelmeyer (Beschriftung auf der Rückseite, siehe Foto). Motiv: Ursula Döttinger (Namensbezeichnung auf der Rückseite). Stilistische Einordnung: Deutschland, Biedermeier-Epoche. Darstellung und Ikonographie Das Gemälde zeigt das Halbfiguren-Portrait einer älteren oder reifen Frau, identifiziert als Ursula Döttinger. Die Figur ist in leichter Untersicht dargestellt und blickt den Betrachter direkt an, was eine persönliche, nahbare Stimmung erzeugt. Kleidung und Accessoires: Die Dargestellte trägt eine dunkle, voluminöse Kopfbedeckung, die an eine Pelz- oder Samtmütze (Haube) erinnert und typisch für die bürgerliche oder ländliche Tracht des frühen 19. Jahrhunderts sein kann. Um den Hals liegt ein schwarzer Schal oder ein Halstuch. Darüber trägt sie ein breites, weiß-blau gestreiftes Tuch oder einen Überwurf (vermutlich Leinen oder Wolle), der kunstvoll drapiert ist. Die Kleidung im Schulterbereich ist in einem tiefen Braun-Rot-Ton gehalten. Ein goldener Ohrring (vermutlich ein Kreolen- oder Knopf-Ohrring) ist im rechten Ohr sichtbar. Hintergrund und Lichtführung: Die Frau ist in einem Innenraum platziert, angedeutet durch ein Fenster auf der linken Seite, vor dem ein weißer Vorhang hängt. Im Fensterbereich steht eine Topfpflanze (vermutlich Myrte oder ähnliches). Das Licht fällt weich von links ein und modelliert das Gesicht. Geste und Ausdruck: Der Ausdruck ist ernst, aber ruhig und gefasst. Die leichten Rötungen an Wangen und Augen deuten auf eine naturalistische Abbildung hin, die im Biedermeier die ehrliche, ungeschminkte Darstellung schätzte. Das Portrait vermittelt Intimität und Respekt vor der Persönlichkeit der Dargestellten. Technik und Malweise Maltechnik: Öl auf Leinen. Die Farbe ist deckend aufgetragen. Pinselduktus: Die Malweise ist verhältnismäßig summarisch, aber zielgerichtet. Gesicht: Feinere Modellierung der Gesichtszüge und Augenpartie. Die Bäckchen sind mit kräftigem Rot akzentuiert, eine typische Ikonografie der volkstümlichen Portraitmalerei dieser Zeit, die Gesundheit und Vitalität betonen sollte. Kleidung/Hintergrund: Der Duktus ist hier breiter und weniger detailliert, insbesondere im Bereich der Kleidung und des Fensters. Die Strukturen des Tuches werden durch dicke, parallele Pinselstriche angedeutet. Farbigkeit: Das Bild lebt von dem Kontrast zwischen den erdigen Tönen (Braun-Rot der Kleidung, Ocker des Hintergrunds) und den kühlen, akzentuierenden Farben (Blau und Weiß des Schals, Schwarz des Halstuches und der Mütze). Stilistische und Historische Einordnung Stilistische Verortung: Das Werk gehört stilistisch in die Epoche des Biedermeier (ca. 1815–1848). Biedermeier-Portrait: Charakteristisch ist die Hinwendung zum bürgerlichen Subjekt und der häuslichen Intimität. Man legte Wert auf eine wirklichkeitsnahe, oft etwas strenge und psychologisierende Darstellung ohne heroische Überhöhung. Die Darstellung der Ursula Döttinger entspricht dem Ideal des ehrlichen, häuslichen Portraits. Regionaler Stil: Die Kombination von detailreichen Gesichtern mit summarisch gemalten Gewändern, die deutliche Konturierung der Wangen und die volkstümliche Tracht weisen auf die regional geprägte Portraitmalerei des deutschsprachigen Raumes hin, die oft von Handwerkern oder wenig akademisch ausgebildeten Malern ausgeführt wurde. Künstler L. Neelmeyer: Ohne weitere Referenzen ist L. Neelmeyer wahrscheinlich ein lokal tätiger Portraitist oder ein Maler, der im Auftrag bürgerlicher Familien arbeitete. Die genaue biografische Einordnung würde weiterführende kunsthistorische Recherche erfordern. Die Datierung 1835 ist für die stilistische Einordnung perfekt platziert. Erhaltungszustand und Dokumentation Erhaltungszustand: Die Leinwand scheint, altersbedingt, einen guten bis mittelmäßigen Zustand zu haben. Es sind deutliche Krakeluren (Risse in der Farbschicht) und Abriebstellen sichtbar. Die Oberfläche weist eine Patina auf. Das Motiv ist insgesamt stabil und gut erhalten. Dokumentation: Die handschriftliche Inschrift auf der Rückseite ist eine wesentliche, primäre Quelle für die Provenienz und Identität des Werkes: Portrait der Ursula Döttinger L. Neelmeyer 1835 Die Inschrift belegt die Echtheit des Dargestellten und die Datierung, was für ein Werk aus dem Biedermeier von großer kunsthistorischer Bedeutung ist.

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Austrian school (XIX) - Portrait der Ursula Döttinger

Austrian school (XIX) - Portrait der Ursula Döttinger

Titel
Portraitgemälde des Biedermeier
Portraitierte Dame: Ursula Döttinger

Der Rahmen wird als Geschenk beigelegt und dient als Sicherung des Bildes für den Transport.

Rückseitig beschriftet:

"Ursula Döllinger

gemalt im 57. (Lebens)jahr

Andenken von L. Neelmeyer

1835"

Objekt Ölgemälde auf Leinen. Ungerahmt (der Rahmen der auf den Fotos auf der Rückseite sichtbar ist, ist nicht Teil der Auktion, kann aber bei Bedarf nach der Auktion erworben werden.

Maße Länge ≈30 cm, Breite ≈25 cm, Tiefe ≈2 cm. (Basierend auf den Messungen mittels Maßband, gerundet).

Datierung und Provenienz Laut Inschrift auf der Rückseite datiert: 1835. Maler: L. Neelmeyer (Beschriftung auf der Rückseite, siehe Foto). Motiv: Ursula Döttinger (Namensbezeichnung auf der Rückseite). Stilistische Einordnung: Deutschland, Biedermeier-Epoche.

Darstellung und Ikonographie
Das Gemälde zeigt das Halbfiguren-Portrait einer älteren oder reifen Frau, identifiziert als Ursula Döttinger. Die Figur ist in leichter Untersicht dargestellt und blickt den Betrachter direkt an, was eine persönliche, nahbare Stimmung erzeugt.

Kleidung und Accessoires:

Die Dargestellte trägt eine dunkle, voluminöse Kopfbedeckung, die an eine Pelz- oder Samtmütze (Haube) erinnert und typisch für die bürgerliche oder ländliche Tracht des frühen 19. Jahrhunderts sein kann.

Um den Hals liegt ein schwarzer Schal oder ein Halstuch.

Darüber trägt sie ein breites, weiß-blau gestreiftes Tuch oder einen Überwurf (vermutlich Leinen oder Wolle), der kunstvoll drapiert ist.

Die Kleidung im Schulterbereich ist in einem tiefen Braun-Rot-Ton gehalten.

Ein goldener Ohrring (vermutlich ein Kreolen- oder Knopf-Ohrring) ist im rechten Ohr sichtbar.

Hintergrund und Lichtführung: Die Frau ist in einem Innenraum platziert, angedeutet durch ein Fenster auf der linken Seite, vor dem ein weißer Vorhang hängt. Im Fensterbereich steht eine Topfpflanze (vermutlich Myrte oder ähnliches). Das Licht fällt weich von links ein und modelliert das Gesicht.

Geste und Ausdruck: Der Ausdruck ist ernst, aber ruhig und gefasst. Die leichten Rötungen an Wangen und Augen deuten auf eine naturalistische Abbildung hin, die im Biedermeier die ehrliche, ungeschminkte Darstellung schätzte. Das Portrait vermittelt Intimität und Respekt vor der Persönlichkeit der Dargestellten.

Technik und Malweise
Maltechnik: Öl auf Leinen. Die Farbe ist deckend aufgetragen. Pinselduktus: Die Malweise ist verhältnismäßig summarisch, aber zielgerichtet.

Gesicht: Feinere Modellierung der Gesichtszüge und Augenpartie. Die Bäckchen sind mit kräftigem Rot akzentuiert, eine typische Ikonografie der volkstümlichen Portraitmalerei dieser Zeit, die Gesundheit und Vitalität betonen sollte.

Kleidung/Hintergrund: Der Duktus ist hier breiter und weniger detailliert, insbesondere im Bereich der Kleidung und des Fensters. Die Strukturen des Tuches werden durch dicke, parallele Pinselstriche angedeutet.

Farbigkeit: Das Bild lebt von dem Kontrast zwischen den erdigen Tönen (Braun-Rot der Kleidung, Ocker des Hintergrunds) und den kühlen, akzentuierenden Farben (Blau und Weiß des Schals, Schwarz des Halstuches und der Mütze).

Stilistische und Historische Einordnung
Stilistische Verortung: Das Werk gehört stilistisch in die Epoche des Biedermeier (ca. 1815–1848).

Biedermeier-Portrait: Charakteristisch ist die Hinwendung zum bürgerlichen Subjekt und der häuslichen Intimität. Man legte Wert auf eine wirklichkeitsnahe, oft etwas strenge und psychologisierende Darstellung ohne heroische Überhöhung. Die Darstellung der Ursula Döttinger entspricht dem Ideal des ehrlichen, häuslichen Portraits.

Regionaler Stil: Die Kombination von detailreichen Gesichtern mit summarisch gemalten Gewändern, die deutliche Konturierung der Wangen und die volkstümliche Tracht weisen auf die regional geprägte Portraitmalerei des deutschsprachigen Raumes hin, die oft von Handwerkern oder wenig akademisch ausgebildeten Malern ausgeführt wurde.

Künstler L. Neelmeyer: Ohne weitere Referenzen ist L. Neelmeyer wahrscheinlich ein lokal tätiger Portraitist oder ein Maler, der im Auftrag bürgerlicher Familien arbeitete. Die genaue biografische Einordnung würde weiterführende kunsthistorische Recherche erfordern. Die Datierung 1835 ist für die stilistische Einordnung perfekt platziert.

Erhaltungszustand und Dokumentation
Erhaltungszustand: Die Leinwand scheint, altersbedingt, einen guten bis mittelmäßigen Zustand zu haben. Es sind deutliche Krakeluren (Risse in der Farbschicht) und Abriebstellen sichtbar. Die Oberfläche weist eine Patina auf. Das Motiv ist insgesamt stabil und gut erhalten.

Dokumentation: Die handschriftliche Inschrift auf der Rückseite ist eine wesentliche, primäre Quelle für die Provenienz und Identität des Werkes:

Portrait der Ursula Döttinger

L. Neelmeyer

1835

Die Inschrift belegt die Echtheit des Dargestellten und die Datierung, was für ein Werk aus dem Biedermeier von großer kunsthistorischer Bedeutung ist.

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