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Karlsruhe Majolika Manufaktur - Max Heinze - Schotel (2) - Porselein
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Karlsruhe Majolika Manufaktur - Max Heinze - Schotel (2) - Porselein

Karlsruher Majolika Max Heinze (Entwurf) Blumenschale Modell 1232/7 und Henkelkorb mit Vergissmeinnichtfries Karlsruhe, Entwurf um 1911–1913, Ausführung bis ca. 1930 Zweiteiliges Ensemble der Karlsruher Majolika-Manufaktur, bestehend aus einer kleinen Blumenschale mit Durchbruchdekor sowie einer größeren Henkelschale in korrespondierender Form- und Dekorgestaltung. Beide Stücke gehen nach vorliegender Dokumentation auf einen Entwurf des Modellmeisters Max Heinze für die Karlsruher Majolika zurück (Entwurfszeitraum um 1911–1913). Form und Dekor Die Blumenschale (Ø ca. 13 cm, Höhe ca. 6 cm) zeigt eine leicht geschweifte, flach aufsteigende Wandung mit breit ausgebildetem Rand. Dieser Rand ist als plastischer Blütenfries gestaltet: dicht an dicht angeordnete, reliefierte Vergissmeinnicht-Blüten mit gelben Blütenmitten auf kobaltblauem Grund, gegliedert durch schmale grüne Bänder. Im oberen Bereich sind durchbrochene Langlöcher ausgespart, die die Schale als Blumenschale oder Potpourrischale funktional definieren und zugleich den dekorativen Charakter betonen. Die größere Henkelschale (Breite ca. 20 cm, Höhe ca. 15 cm) nimmt diesen Dekor in gleicher Weise auf. Der gewellte Rand sowie der breit ansetzende Steggriff sind vollständig mit dem plastischen Vergissmeinnicht-Fries überzogen, wiederum gegliedert durch grüne Bänder. Der Henkel läuft organisch aus der Schalenform heraus und betont den skulpturalen Charakter der Arbeit. Beide Gefäße sind innen cremefarben glasiert; die Glasur zeigt die für Majolika typische Netz-Craquelé-Struktur. Die farbige Majolikaglasur (Kobaltblau, Gelb, Grün auf cremigem Grund) und der dekorativ-ornamentale Aufbau stehen exemplarisch für die frühe Karlsruher Majolika-Produktion im Übergang von Jugendstil zu Art Déco. Marken und Zuschreibung Auf der Unterseite der Blumenschale befindet sich: eine geprägte Modellnummer „1232 / 7“, weitere Brenn- bzw. Malerzeichen (z. B. Buchstaben-/Zahlenkombinationen), eine blau unterglasierte Manufakturmarke und der Schriftzug „Made in Germany“ (Press- / Stempelmarke). Diese Angaben entsprechen exakt den Einträgen auf deinen Karteikarten, die sich auf Literatur und Museumsbestände beziehen (u. a. Ausstellung „Karlsruher Majolika“, Badisches Landesmuseum Karlsruhe 1979; dort ist das Modell 1232 mit Vergissmeinnichtfries erwähnt und abgebildet). Die Karten nennen ausdrücklich Max Heinze als Entwerfer dieses Modells. Die Henkelschale trägt eine entsprechende blaue Karlsruher Marke und eine eigene Modellnummer (in deinen Karten mit „Henkelschale wie oben, Max Heinze, Modellnr. 1169/23“ bezeichnet). Form, Dekor und Glasur stimmen vollständig überein, sodass beide Stücke zweifelsfrei derselben Dekorserie zuzuordnen sind. Auf Basis: der Formnummer 1232/7, der blauen Pressmarke mit „Made in Germany“, der übereinstimmenden Beschreibung der Karteikarten (Vergißmeinnichtfries, Max Heinze, Karlsruhe 1911–1925), und der stilistischen Übereinstimmung mit publizierten Stücken ist die Zuschreibung zu Karlsruher Majolika, Entwurf Max Heinze, Modell um 1911–1913 als sehr sicher anzusehen. Datierung Die Kombination aus „Made in Germany“ und der frühen Heinze-Entwurfsphase ermöglicht eine Datierung in die Zeit zwischen ca. 1913 und 1930. Die Karteikarten nennen explizit den Zeitraum 1911–1925 für Heinzes Tätigkeit bzw. für diese Modellgruppe; gefertigt wurde erfahrungsgemäß noch einige Jahre darüber hinaus. Zustand Beide Stücke zeigen ein gleichmäßiges, feines Craquelé der Glasur, wie es für alte Majolika charakteristisch und materialbedingt ist. Die plastischen Blütenreliefs sind vollständig erhalten; lediglich minimale Glasurunregelmäßigkeiten und kleine matte Stellen an einzelnen gelben Blütenpunkten sind sichtbar, die als herstellungsbedingte oder altersgemäße Kleinigkeiten zu werten sind. Es sind keine Risse, keine sichtbaren Abplatzer und keine reparierten Bruchstellen erkennbar. Der Henkel ist intakt. Insgesamt befindet sich das Set in einem für sein Alter sehr guten, sammelwürdigen Erhaltungszustand. Bedeutung Arbeiten von Max Heinze für die Karlsruher Majolika sind im Sammler- und Museumsbereich aufgrund ihrer deutlich modellierten Reliefdekore und ihrer kunsthandwerklichen Qualität geschätzt. Das hier vorliegende Ensemble ist ein schönes Beispiel für die blumenreichen, dekorativen Majolika-Entwürfe der frühen 1910er–20er Jahre, wie sie in zeitgenössischen Ausstellungen und Katalogen vorgestellt wurden. Als Blumenschale und Henkelschale bildet das Set ein in sich stimmiges, dekorativ sehr wirksames Tischensemble.

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Karlsruher Majolika
Max Heinze (Entwurf)
Blumenschale Modell 1232/7 und Henkelkorb mit Vergissmeinnichtfries
Karlsruhe, Entwurf um 1911–1913, Ausführung bis ca. 1930

Zweiteiliges Ensemble der Karlsruher Majolika-Manufaktur, bestehend aus einer kleinen Blumenschale mit Durchbruchdekor sowie einer größeren Henkelschale in korrespondierender Form- und Dekorgestaltung. Beide Stücke gehen nach vorliegender Dokumentation auf einen Entwurf des Modellmeisters Max Heinze für die Karlsruher Majolika zurück (Entwurfszeitraum um 1911–1913).

Form und Dekor

Die Blumenschale (Ø ca. 13 cm, Höhe ca. 6 cm) zeigt eine leicht geschweifte, flach aufsteigende Wandung mit breit ausgebildetem Rand. Dieser Rand ist als plastischer Blütenfries gestaltet: dicht an dicht angeordnete, reliefierte Vergissmeinnicht-Blüten mit gelben Blütenmitten auf kobaltblauem Grund, gegliedert durch schmale grüne Bänder. Im oberen Bereich sind durchbrochene Langlöcher ausgespart, die die Schale als Blumenschale oder Potpourrischale funktional definieren und zugleich den dekorativen Charakter betonen.

Die größere Henkelschale (Breite ca. 20 cm, Höhe ca. 15 cm) nimmt diesen Dekor in gleicher Weise auf. Der gewellte Rand sowie der breit ansetzende Steggriff sind vollständig mit dem plastischen Vergissmeinnicht-Fries überzogen, wiederum gegliedert durch grüne Bänder. Der Henkel läuft organisch aus der Schalenform heraus und betont den skulpturalen Charakter der Arbeit. Beide Gefäße sind innen cremefarben glasiert; die Glasur zeigt die für Majolika typische Netz-Craquelé-Struktur.

Die farbige Majolikaglasur (Kobaltblau, Gelb, Grün auf cremigem Grund) und der dekorativ-ornamentale Aufbau stehen exemplarisch für die frühe Karlsruher Majolika-Produktion im Übergang von Jugendstil zu Art Déco.

Marken und Zuschreibung

Auf der Unterseite der Blumenschale befindet sich:

eine geprägte Modellnummer „1232 / 7“,

weitere Brenn- bzw. Malerzeichen (z. B. Buchstaben-/Zahlenkombinationen),

eine blau unterglasierte Manufakturmarke und der Schriftzug „Made in Germany“ (Press- / Stempelmarke).

Diese Angaben entsprechen exakt den Einträgen auf deinen Karteikarten, die sich auf Literatur und Museumsbestände beziehen (u. a. Ausstellung „Karlsruher Majolika“, Badisches Landesmuseum Karlsruhe 1979; dort ist das Modell 1232 mit Vergissmeinnichtfries erwähnt und abgebildet). Die Karten nennen ausdrücklich Max Heinze als Entwerfer dieses Modells.

Die Henkelschale trägt eine entsprechende blaue Karlsruher Marke und eine eigene Modellnummer (in deinen Karten mit „Henkelschale wie oben, Max Heinze, Modellnr. 1169/23“ bezeichnet). Form, Dekor und Glasur stimmen vollständig überein, sodass beide Stücke zweifelsfrei derselben Dekorserie zuzuordnen sind.

Auf Basis:

der Formnummer 1232/7,

der blauen Pressmarke mit „Made in Germany“,

der übereinstimmenden Beschreibung der Karteikarten (Vergißmeinnichtfries, Max Heinze, Karlsruhe 1911–1925),

und der stilistischen Übereinstimmung mit publizierten Stücken

ist die Zuschreibung zu Karlsruher Majolika, Entwurf Max Heinze, Modell um 1911–1913 als sehr sicher anzusehen.

Datierung

Die Kombination aus „Made in Germany“ und der frühen Heinze-Entwurfsphase ermöglicht eine Datierung in die Zeit zwischen ca. 1913 und 1930. Die Karteikarten nennen explizit den Zeitraum 1911–1925 für Heinzes Tätigkeit bzw. für diese Modellgruppe; gefertigt wurde erfahrungsgemäß noch einige Jahre darüber hinaus.

Zustand

Beide Stücke zeigen ein gleichmäßiges, feines Craquelé der Glasur, wie es für alte Majolika charakteristisch und materialbedingt ist. Die plastischen Blütenreliefs sind vollständig erhalten; lediglich minimale Glasurunregelmäßigkeiten und kleine matte Stellen an einzelnen gelben Blütenpunkten sind sichtbar, die als herstellungsbedingte oder altersgemäße Kleinigkeiten zu werten sind. Es sind keine Risse, keine sichtbaren Abplatzer und keine reparierten Bruchstellen erkennbar. Der Henkel ist intakt.

Insgesamt befindet sich das Set in einem für sein Alter sehr guten, sammelwürdigen Erhaltungszustand.

Bedeutung

Arbeiten von Max Heinze für die Karlsruher Majolika sind im Sammler- und Museumsbereich aufgrund ihrer deutlich modellierten Reliefdekore und ihrer kunsthandwerklichen Qualität geschätzt. Das hier vorliegende Ensemble ist ein schönes Beispiel für die blumenreichen, dekorativen Majolika-Entwürfe der frühen 1910er–20er Jahre, wie sie in zeitgenössischen Ausstellungen und Katalogen vorgestellt wurden. Als Blumenschale und Henkelschale bildet das Set ein in sich stimmiges, dekorativ sehr wirksames Tischensemble.

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