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Holländische Schule, 16th - Skulptur, Pieta - 38 cm - Lindenholz
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Holländische Schule, 16th - Skulptur, Pieta - 38 cm - Lindenholz

Große Pietà aus Lindenholz Niederländisch / niederrheinisch, spätes 15. – frühes 16. Jahrhundert (um 1500) Diese ausdrucksstarke Pietà stellt Maria mit dem Leichnam Christi in einer stillen, kontemplativen Haltung dar. Die Komposition verzichtet bewusst auf dramatische Gestik und barocke Emotionalität zugunsten einer ruhigen, in sich gekehrten Bildsprache, wie sie für die spätgotische Frömmigkeit des niederländischen und niederrheinischen Raumes charakteristisch ist. Die Skulptur wurde vollrund aus massivem Lindenholz geschnitzt und ist nicht hohl gearbeitet. Die blockhaft geschlossene Rückseite sowie die ausgewogenen Proportionen sprechen für eine Entstehung im Übergang von der Spätgotik zur Frührenaissance, vermutlich um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert. Die sorgfältige Ausarbeitung der Gesichtszüge, der weich fließende Faltenwurf und die anatomisch überzeugende Darstellung des Christusleibes zeugen von der Hand eines erfahrenen Bildschnitzers aus einer qualitätvollen regionalen Werkstatt. Besonders hervorzuheben ist die Oberfläche des Holzes: Sie zeigt eine alte, seidig glänzende Patina, die nicht ölig wirkt, sondern durch historische Tränkungen (vermutlich Leim-, Harz- oder Eiweißbindungen) sowie jahrhundertelange natürliche Alterung entstanden ist. Spuren einer ursprünglichen Fassung oder Lasur sind möglich, heute präsentiert sich die Skulptur in einem sehr stimmigen, naturbelassenen Erscheinungsbild. Der Erhaltungszustand ist insgesamt gut und authentisch. Es finden sich altersbedingte Trocknungsrisse sowie minimaler historischer Holzwurmbefall, wie er für Holzskulpturen dieses Alters typisch ist. Der Befall ist inaktiv; die Skulptur wurde fachgerecht in einer Stickstoffkammer behandelt, wodurch ein dauerhafter Schädlingsschutz gewährleistet ist. Hinweise auf moderne Überarbeitungen, aggressive Restaurierungen oder nachträgliche Ergänzungen liegen nicht vor. Stilistisch und materialtechnisch lässt sich das Werk dem niederländischen bzw. niederrheinischen Raum zuordnen. Die Pietà dürfte ursprünglich für den privaten Andachtsgebrauch oder für einen kleineren klösterlichen oder kirchlichen Kontext geschaffen worden sein. Die Herkunft aus Amsterdam ist in diesem Zusammenhang gut nachvollziehbar und plausibel. Ein qualitätvolles sakrales Kunstwerk von erheblichem Alter und historischer Ausstrahlung, das sowohl für Sammler frühneuzeitlicher Skulptur als auch für kirchliche oder museale Kontexte von Interesse ist. Datierung: Spätes 15. bis frühes 16. Jahrhundert (um 1500) Konservativ datiert: 16. Jahrhundert Material: Lindenholz, massiv, handgeschnitzt Originale Patina, naturbelassene Oberfläche Zustand: Guter altersgemäßer Originalzustand Minimale historische Holzwurmspuren, fachgerecht in Stickstoffkammer behandelt Maße: Höhe: 38 cm Breite: 25 cm Tiefe: 9 cm

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Holländische Schule, 16th - Skulptur, Pieta - 38 cm - Lindenholz

Holländische Schule, 16th - Skulptur, Pieta - 38 cm - Lindenholz

Große Pietà aus Lindenholz
Niederländisch / niederrheinisch, spätes 15. – frühes 16. Jahrhundert (um 1500)





Diese ausdrucksstarke Pietà stellt Maria mit dem Leichnam Christi in einer stillen, kontemplativen Haltung dar. Die Komposition verzichtet bewusst auf dramatische Gestik und barocke Emotionalität zugunsten einer ruhigen, in sich gekehrten Bildsprache, wie sie für die spätgotische Frömmigkeit des niederländischen und niederrheinischen Raumes charakteristisch ist.

Die Skulptur wurde vollrund aus massivem Lindenholz geschnitzt und ist nicht hohl gearbeitet. Die blockhaft geschlossene Rückseite sowie die ausgewogenen Proportionen sprechen für eine Entstehung im Übergang von der Spätgotik zur Frührenaissance, vermutlich um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert. Die sorgfältige Ausarbeitung der Gesichtszüge, der weich fließende Faltenwurf und die anatomisch überzeugende Darstellung des Christusleibes zeugen von der Hand eines erfahrenen Bildschnitzers aus einer qualitätvollen regionalen Werkstatt.

Besonders hervorzuheben ist die Oberfläche des Holzes: Sie zeigt eine alte, seidig glänzende Patina, die nicht ölig wirkt, sondern durch historische Tränkungen (vermutlich Leim-, Harz- oder Eiweißbindungen) sowie jahrhundertelange natürliche Alterung entstanden ist. Spuren einer ursprünglichen Fassung oder Lasur sind möglich, heute präsentiert sich die Skulptur in einem sehr stimmigen, naturbelassenen Erscheinungsbild.

Der Erhaltungszustand ist insgesamt gut und authentisch. Es finden sich altersbedingte Trocknungsrisse sowie minimaler historischer Holzwurmbefall, wie er für Holzskulpturen dieses Alters typisch ist. Der Befall ist inaktiv; die Skulptur wurde fachgerecht in einer Stickstoffkammer behandelt, wodurch ein dauerhafter Schädlingsschutz gewährleistet ist. Hinweise auf moderne Überarbeitungen, aggressive Restaurierungen oder nachträgliche Ergänzungen liegen nicht vor.

Stilistisch und materialtechnisch lässt sich das Werk dem niederländischen bzw. niederrheinischen Raum zuordnen. Die Pietà dürfte ursprünglich für den privaten Andachtsgebrauch oder für einen kleineren klösterlichen oder kirchlichen Kontext geschaffen worden sein. Die Herkunft aus Amsterdam ist in diesem Zusammenhang gut nachvollziehbar und plausibel.

Ein qualitätvolles sakrales Kunstwerk von erheblichem Alter und historischer Ausstrahlung, das sowohl für Sammler frühneuzeitlicher Skulptur als auch für kirchliche oder museale Kontexte von Interesse ist.

Datierung:
Spätes 15. bis frühes 16. Jahrhundert (um 1500)
Konservativ datiert: 16. Jahrhundert

Material:
Lindenholz, massiv, handgeschnitzt
Originale Patina, naturbelassene Oberfläche

Zustand:
Guter altersgemäßer Originalzustand
Minimale historische Holzwurmspuren, fachgerecht in Stickstoffkammer behandelt

Maße:
Höhe: 38 cm
Breite: 25 cm
Tiefe: 9 cm

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Paul Wullems
Experte
Schätzung  € 1.800 - € 2.200

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