Yue Minjun (1962) - Smile-ism No. 11






Spezialisiert auf Papierarbeiten und (Neue) Pariser Schule. Ehemaliger Galeriebesitzer.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Technik: Serigraphie
Träger: Fine-Art-Papier
Nummerierung: 22/45
Signatur: Handsigniert
Dimensionen: 110x90 cm
Zustand: Ausgezeichneter Zustand
Authentifizierung: Verkauf mit Echtheitszertifikat. Gedruckt von Hankuk Art Chain Co., Ltd., Gwangju City, Korea und veröffentlicht von Art Issue Editions, New York.
Yue Minjun ist einer jener Künstler, die zur Wende der 1990er Jahre wie ein Seismograph den psychischen Zustand eines China festhielten, das abrupt vom ideologischen Kommunismus zum autoritären Kapitalismus kippte. Genau diese historische, fast geologische Position erklärt sowohl die Kraft seiner Bildsprache als auch die Wucht seiner Wertekontrolle. Geboren 1962 im Heilongjiang, ausgebildet in einem Land, das noch von der Kulturrevolution geprägt war, reift er in dem Moment künstlerisch heran, in dem China sich dem Weltmarkt öffnet – jener Moment kollektiver Desorientierung, in dem alte Narrative einstürzen, aber noch kein neuer Sinn sie ersetzt, und hier erscheint sein berühmtes Lachen, dieses endlos wiederholte Grimassieren, mit offenem Mund, zusammengebissenen Zähnen, zusammengekniffenen Augen, das oft als Jubel missverstanden wurde, während es sich vielmehr um eine Schutzmaske handelt, ein Lachen der Verteidigung, eine Grimasse des Überlebens, fast eine soziale Konvulsion.
Visuell ist Yue Minjun sofort erkennbar, und das ist eine Stärke ebenso wie eine Falle: Seine vervielfachten Selbstporträts, diese rosafarbenen oder roten Figuren, oft identisch, lachen dem Nichts ins Gesicht, lachen vor leeren Landschaften, absurden Bühnen oder Zitaten der westlichen Kunstgeschichte, von Delacroix bis Goya, als ob der zeitgenössische chinesische Subjekt in ein weltweites Museum projiziert würde, das er noch nicht versteht. Diese obsessive Wiederholung ist eine Art zu sagen, dass der Einzelne zu Ware, Klon, Zeichen geworden ist, in einer Welt, in der politische Macht und Markt sich überlagern. Genau das hat Yue Minjun in den Jahren 1995–2006 so stark gemacht: Er verkörperte plastisch die Schizophrenie einer ganzen Gesellschaft.
Was bei Yue Minjun tiefgehend gerecht bleibt und explains, warum er nicht verschwinden wird, ist, dass sein Lachen zu einem der exaktesten Bilder der modernen chinesischen Welt geworden ist: Ein Lachen, das nicht Freude bedeutet, sondern die Unmöglichkeit zu weinen, ein Lachen als soziale Maske in einer Welt, in der das Individuum zwischen Propaganda, Markt und Orientierungslosigkeit zerrissen ist.
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerTechnik: Serigraphie
Träger: Fine-Art-Papier
Nummerierung: 22/45
Signatur: Handsigniert
Dimensionen: 110x90 cm
Zustand: Ausgezeichneter Zustand
Authentifizierung: Verkauf mit Echtheitszertifikat. Gedruckt von Hankuk Art Chain Co., Ltd., Gwangju City, Korea und veröffentlicht von Art Issue Editions, New York.
Yue Minjun ist einer jener Künstler, die zur Wende der 1990er Jahre wie ein Seismograph den psychischen Zustand eines China festhielten, das abrupt vom ideologischen Kommunismus zum autoritären Kapitalismus kippte. Genau diese historische, fast geologische Position erklärt sowohl die Kraft seiner Bildsprache als auch die Wucht seiner Wertekontrolle. Geboren 1962 im Heilongjiang, ausgebildet in einem Land, das noch von der Kulturrevolution geprägt war, reift er in dem Moment künstlerisch heran, in dem China sich dem Weltmarkt öffnet – jener Moment kollektiver Desorientierung, in dem alte Narrative einstürzen, aber noch kein neuer Sinn sie ersetzt, und hier erscheint sein berühmtes Lachen, dieses endlos wiederholte Grimassieren, mit offenem Mund, zusammengebissenen Zähnen, zusammengekniffenen Augen, das oft als Jubel missverstanden wurde, während es sich vielmehr um eine Schutzmaske handelt, ein Lachen der Verteidigung, eine Grimasse des Überlebens, fast eine soziale Konvulsion.
Visuell ist Yue Minjun sofort erkennbar, und das ist eine Stärke ebenso wie eine Falle: Seine vervielfachten Selbstporträts, diese rosafarbenen oder roten Figuren, oft identisch, lachen dem Nichts ins Gesicht, lachen vor leeren Landschaften, absurden Bühnen oder Zitaten der westlichen Kunstgeschichte, von Delacroix bis Goya, als ob der zeitgenössische chinesische Subjekt in ein weltweites Museum projiziert würde, das er noch nicht versteht. Diese obsessive Wiederholung ist eine Art zu sagen, dass der Einzelne zu Ware, Klon, Zeichen geworden ist, in einer Welt, in der politische Macht und Markt sich überlagern. Genau das hat Yue Minjun in den Jahren 1995–2006 so stark gemacht: Er verkörperte plastisch die Schizophrenie einer ganzen Gesellschaft.
Was bei Yue Minjun tiefgehend gerecht bleibt und explains, warum er nicht verschwinden wird, ist, dass sein Lachen zu einem der exaktesten Bilder der modernen chinesischen Welt geworden ist: Ein Lachen, das nicht Freude bedeutet, sondern die Unmöglichkeit zu weinen, ein Lachen als soziale Maske in einer Welt, in der das Individuum zwischen Propaganda, Markt und Orientierungslosigkeit zerrissen ist.
