Eine Terrakotta-Skulptur. - Komaland - Ghana (Ohne mindestpreis)

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Eine Terrakotta-Skulptur aus Komaland, Ghana, zugeordnet zur Komaland-Kultur, ca. 26 cm hoch und 1,1 kg schwer, in angemessenem Zustand und original/offiziell.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Eine Terrakotta-Skulptur im Stil von Komaland, Ghana.

Die Terrakotta-Skulpturen von Komaland sind ein markanter Bestand archäologischer Artefakte, der aus der Upper West Region im nördlichen Ghana stammt und mit den alten Kulturen des Koma-Volkes assoziiert wird. Diese Skulpturen datieren grob vom 6. bis zum 14. Jahrhundert n. Chr. und wurden überwiegend im Bereich Yikpabongo des Koma-Land-Plateaus entdeckt. Sie gelten als eine der bedeutendsten Terrakotta-Traditionen Westafrikas, bemerkenswert durch formale Vielfalt, symbolische Komplexität und archäologische Bedeutung.

Die Figuren werden am häufigsten in Zusammenhang mit Grabhügeln gefunden, was eine Bestattungs- oder Ahnenfunktion vermuten lässt. Ausgrabungen, insbesondere unter der Leitung der Ghana Museums and Monuments Board in Zusammenarbeit mit deutschen Archäologen seit den 1980er Jahren, legten Hunderte dieser Skulpturen in Cluster ab, oft zerbrochen, neben menschlichen Überresten und anderem Grabgut. Die Platzierung dieser Objekte deutet auf eine absichtliche rituelle Ablage hin, nicht auf versehentliches Zerbrechen oder beiläufige Bestattung.

Komaland-Terrakotta-Objekte werden typischerweise in gebrannter Erde modelliert und variieren stark in Form und Größe. Sie umfassen vollständige menschliche Figuren, Torso-, Kopf-, Tierdarstellungen sowie rätselhafte kombinierte Wesen, die menschliche und nicht-menschliche Merkmale verbinden. Menschliche Köpfe weisen oft stark abstrahierte Gesichtszüge auf: hervortretende Augen, säulenförmige Nasen und dicke Lippen sind verbreitet. Einige Köpfe scheinen Helme oder aufwändige Frisuren zu tragen, andere sind durchstochen, möglicherweise um Schmuckeinlagen zu ermöglichen oder für rituelle Gelübde. Vollkörperfiguren sitzen oft oder sind kreuzbeinig dargestellt und zeigen Gesten, deren Bedeutungen noch diskutiert werden; sie könnten soziale Rollen, rituelle Haltungen oder symbolische Kommunikation mit der Geisterwelt widerspiegeln.

Viele Figuren enthalten außerdem zoomorphe Elemente – stilisierte Darstellungen von Vögeln, Schlangen oder Vierbeinern – entweder als eigenständige Skulpturen oder als Anhänge zu menschlichen Formen. Diese hybriden Formen deuten auf ein Glaubenssystem hin, in dem die Grenzen zwischen Mensch, Tier und spirituellen Bereichen fließend waren und symbolische Transformation eine zentrale Rolle in der kosmologischen Denkweise spielte. Wissenschaftler spekulieren, dass einige dieser Figuren als Geistgefäße, Heilobjekte oder Vermittler in der Kommunikation mit Ahnen oder Gottheiten fungiert haben könnten.

Die relative Abwesenheit schriftlicher Aufzeichnungen aus der Kultur, die diese Objekte herstellte, macht ihre Interpretation abhängig vom archäologischen Kontext, formaler Analyse und vorsichtiger ethnografischer Analogie. Anders als Nok- oder Katsina-Terrakotten, die stärker geplündert und kontextualisiert wurden, wurden viele Komaland-Skulpturen in situ untersucht, was zu einem fundierteren Verständnis ihrer Nutzung und kulturellen Bedeutung führt. Radiokarbon-Datierungen aus Bestattungs-Kontexten haben dazu beigetragen, eine verlässliche Chronologie der Besetzung des Stätte und der rituellen Praktiken zu etablieren.

Aus kunsthistorischer Perspektive zeichnen sich Komaland-Terrakottas durch ihre abstrakte formale Sprache und psychologische Intensität aus. Sie bieten einen Kontrast zu naturgetreueren oder idealisierten Stilen, die in anderen westafrikanischen Traditionen zu finden sind; stattdessen bevorzugen sie expressive Verzerrung und symbolische Klarheit. Dies hat zu ihrer Einbindung in bedeutende internationale Ausstellungen und wachsender Anerkennung unter Kennern afrikanischer Kunst und Archäologie beigetragen.

Trotz ihrer zunehmenden Sichtbarkeit sind viele Komaland-Skulpturen auch über illegale Ausgrabungen und Handel in globale Kunstmärkte gelangt. Die Entfernung von Objekten ohne Dokumentation schadet nicht nur dem archäologischen Befund, sondern durchtrennt auch die Verbindung zwischen den Artefakten und den kulturellen Erzählungen, die sie einst trugen. Daher fokussieren Museen und Forscher zunehmend auf Herkunftsforschung, Konservierung und Zusammenarbeit mit ghanaischen Institutionen, um eine ethische Untersuchung und Präsentation sicherzustellen.

Literaturhinweise:

Ben Kankpeyeng, Timothy Insoll und Samuel Nkumbaan, “Materializing Performance and Ritual: The Case of the Koma Land Archaeological Sites in Northern Ghana,” African Archaeological Review 28, no. 1 (2011): 21–37.

Timothy Insoll und Ben Kankpeyeng, “Fragmented Ancestors? Reinterpreting the Archaeology of Komaland, Ghana,” Journal of African Archaeology 10, no. 1 (2012): 73–100.

Ekpo Eyo, Two Thousand Years of Nigerian Art (London: Ethnographica, 1977).

Christopher D. Roy, Art and Life in Africa (University of Iowa Museum of Art, 1992).

CAB39685

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Eine Terrakotta-Skulptur im Stil von Komaland, Ghana.

Die Terrakotta-Skulpturen von Komaland sind ein markanter Bestand archäologischer Artefakte, der aus der Upper West Region im nördlichen Ghana stammt und mit den alten Kulturen des Koma-Volkes assoziiert wird. Diese Skulpturen datieren grob vom 6. bis zum 14. Jahrhundert n. Chr. und wurden überwiegend im Bereich Yikpabongo des Koma-Land-Plateaus entdeckt. Sie gelten als eine der bedeutendsten Terrakotta-Traditionen Westafrikas, bemerkenswert durch formale Vielfalt, symbolische Komplexität und archäologische Bedeutung.

Die Figuren werden am häufigsten in Zusammenhang mit Grabhügeln gefunden, was eine Bestattungs- oder Ahnenfunktion vermuten lässt. Ausgrabungen, insbesondere unter der Leitung der Ghana Museums and Monuments Board in Zusammenarbeit mit deutschen Archäologen seit den 1980er Jahren, legten Hunderte dieser Skulpturen in Cluster ab, oft zerbrochen, neben menschlichen Überresten und anderem Grabgut. Die Platzierung dieser Objekte deutet auf eine absichtliche rituelle Ablage hin, nicht auf versehentliches Zerbrechen oder beiläufige Bestattung.

Komaland-Terrakotta-Objekte werden typischerweise in gebrannter Erde modelliert und variieren stark in Form und Größe. Sie umfassen vollständige menschliche Figuren, Torso-, Kopf-, Tierdarstellungen sowie rätselhafte kombinierte Wesen, die menschliche und nicht-menschliche Merkmale verbinden. Menschliche Köpfe weisen oft stark abstrahierte Gesichtszüge auf: hervortretende Augen, säulenförmige Nasen und dicke Lippen sind verbreitet. Einige Köpfe scheinen Helme oder aufwändige Frisuren zu tragen, andere sind durchstochen, möglicherweise um Schmuckeinlagen zu ermöglichen oder für rituelle Gelübde. Vollkörperfiguren sitzen oft oder sind kreuzbeinig dargestellt und zeigen Gesten, deren Bedeutungen noch diskutiert werden; sie könnten soziale Rollen, rituelle Haltungen oder symbolische Kommunikation mit der Geisterwelt widerspiegeln.

Viele Figuren enthalten außerdem zoomorphe Elemente – stilisierte Darstellungen von Vögeln, Schlangen oder Vierbeinern – entweder als eigenständige Skulpturen oder als Anhänge zu menschlichen Formen. Diese hybriden Formen deuten auf ein Glaubenssystem hin, in dem die Grenzen zwischen Mensch, Tier und spirituellen Bereichen fließend waren und symbolische Transformation eine zentrale Rolle in der kosmologischen Denkweise spielte. Wissenschaftler spekulieren, dass einige dieser Figuren als Geistgefäße, Heilobjekte oder Vermittler in der Kommunikation mit Ahnen oder Gottheiten fungiert haben könnten.

Die relative Abwesenheit schriftlicher Aufzeichnungen aus der Kultur, die diese Objekte herstellte, macht ihre Interpretation abhängig vom archäologischen Kontext, formaler Analyse und vorsichtiger ethnografischer Analogie. Anders als Nok- oder Katsina-Terrakotten, die stärker geplündert und kontextualisiert wurden, wurden viele Komaland-Skulpturen in situ untersucht, was zu einem fundierteren Verständnis ihrer Nutzung und kulturellen Bedeutung führt. Radiokarbon-Datierungen aus Bestattungs-Kontexten haben dazu beigetragen, eine verlässliche Chronologie der Besetzung des Stätte und der rituellen Praktiken zu etablieren.

Aus kunsthistorischer Perspektive zeichnen sich Komaland-Terrakottas durch ihre abstrakte formale Sprache und psychologische Intensität aus. Sie bieten einen Kontrast zu naturgetreueren oder idealisierten Stilen, die in anderen westafrikanischen Traditionen zu finden sind; stattdessen bevorzugen sie expressive Verzerrung und symbolische Klarheit. Dies hat zu ihrer Einbindung in bedeutende internationale Ausstellungen und wachsender Anerkennung unter Kennern afrikanischer Kunst und Archäologie beigetragen.

Trotz ihrer zunehmenden Sichtbarkeit sind viele Komaland-Skulpturen auch über illegale Ausgrabungen und Handel in globale Kunstmärkte gelangt. Die Entfernung von Objekten ohne Dokumentation schadet nicht nur dem archäologischen Befund, sondern durchtrennt auch die Verbindung zwischen den Artefakten und den kulturellen Erzählungen, die sie einst trugen. Daher fokussieren Museen und Forscher zunehmend auf Herkunftsforschung, Konservierung und Zusammenarbeit mit ghanaischen Institutionen, um eine ethische Untersuchung und Präsentation sicherzustellen.

Literaturhinweise:

Ben Kankpeyeng, Timothy Insoll und Samuel Nkumbaan, “Materializing Performance and Ritual: The Case of the Koma Land Archaeological Sites in Northern Ghana,” African Archaeological Review 28, no. 1 (2011): 21–37.

Timothy Insoll und Ben Kankpeyeng, “Fragmented Ancestors? Reinterpreting the Archaeology of Komaland, Ghana,” Journal of African Archaeology 10, no. 1 (2012): 73–100.

Ekpo Eyo, Two Thousand Years of Nigerian Art (London: Ethnographica, 1977).

Christopher D. Roy, Art and Life in Africa (University of Iowa Museum of Art, 1992).

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Details

Ethnie/ Kultur
Komaland
Herkunftsland
Ghana
Material
Terracotta
Sold with stand
Nein
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A terracotta sculpture
Höhe
26 cm
Gewicht
1,1 kg
Authentizität
Original/offiziell
Verkauft von
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