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Österreich - Armee/Infanterie - Militärisches Zubehör - 1914
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Österreich - Armee/Infanterie - Militärisches Zubehör - 1914

Historische Portrait-Darstellung der Monarchen Kaiser Wilhelm II. und Kaiser Franz Joseph I. – Ein bedeutendes zeitgeschichtliches Dokument der Mittelmächte als kolorierter Lichtdruck, signiert E. Bieber Berlin (1914). 1. Detaillierte Objektidentifikation und technische Spezifikationen Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um eine großformatige, gerahmte Farbreproduktion eines Doppelportraits, das die beiden verbündeten Monarchen des Ersten Weltkriegs zeigt. Es ist als ikonografisches Zeugnis der „Waffenbrüderschaft“ zwischen dem Deutschen Kaiserreich und Österreich-Ungarn einzustufen. Künstler/Atelier: Die Signatur „E. Bieber, Berlin 1914“ (unten rechts im Bild) verweist auf das renommierte Fotoatelier Emil Bieber. Das 1852 gegründete Atelier war Hofphotograph und spezialisiert auf Portraitaufnahmen des Hochadels und der preußischen Elite. Die Datierung 1914 markiert den Beginn des Ersten Weltkriegs und den Höhepunkt der propagandistischen Verbreitung solcher Allianz-Motive. Technik: Kolorierter Lichtdruck (Photolithografie) auf Papier. Die feine Körnung und die für die Zeit typische Farbsättigung deuten auf ein hochwertiges Druckverfahren hin, das die fotografische Vorlage malerisch überhöht. Physikalische Beschaffenheit: Das Außenmaß des Rahmens beträgt ca. 55 × 44 cm (gemäß vorliegender Messung, ca. 54,5 cm Höhe x 43,5 cm Breite). Das Werk ist unter Glas in einer schmalen, goldfarbenen Metalleiste (Aluminium oder eloxiertes Metall) gerahmt, die wahrscheinlich aus einer späteren Epoche (ca. 1970er/80er Jahre) stammt. 2. Analyse der künstlerischen Darstellung (Die Monarchen) Das Portrait präsentiert die Staatsoberhäupter in repräsentativer militärischer Montur, was die militärische Allianz betont: Kaiser Wilhelm II. (links): Dargestellt in der Galauniform eines preußischen Generalfeldmarschalls. Markant ist die Darstellung seiner zahlreichen Orden, darunter der Orden „Pour le Mérite“ am Hals sowie das Band und der Bruststern des Schwarzen Adlerordens. Sein Blick ist entschlossen nach vorne gerichtet, der typische „Wilhelminische“ Schnurrbart perfekt zwirbelt. Kaiser Franz Joseph I. (rechts): Der gealterte österreichische Kaiser ist in der lichtblauen Uniform eines österreichischen Feldmarschalls dargestellt. Er trägt unter anderem den Orden vom Goldenen Vlies am Hals sowie diverse Verdienstmedaillen an der typischen Dreiecks-Bandmontierung der k.u.k. Monarchie. Sein charakteristischer Backenbart („Koteletten“) ist detailliert ausgearbeitet. 3. Ikonografie und historische Einordnung Das Doppelportrait ist ein klassisches Beispiel für die politische Ikonografie des frühen 20. Jahrhunderts: Symbolik der Anordnung: Die physische Nähe der beiden Herrscher symbolisiert die Unverbrüchlichkeit des Zweibundes. Wilhelm II., der jüngere und agilere Part, steht leicht im Vordergrund, während Franz Joseph I. als die würdevolle, erfahrene Vaterfigur der Allianz fungiert. Historischer Kontext: Solche Darstellungen wurden zu Beginn des Ersten Weltkriegs massenhaft produziert, um den Zusammenhalt im Volk zu stärken. Die Qualität der Ausführung (E. Bieber) lässt jedoch darauf schließen, dass es sich hierbei nicht um eine einfache Postkarte, sondern um ein repräsentatives Wandschmuck-Exemplar für gehobene Haushalte, Offizierskasinos oder Amtsstuben handelte. 4. Materialzustand und sammlerische Bewertung (Grading) Der Erhaltungszustand des Drucks ist aufgrund des Alters als mäßig bis fragil zu bezeichnen, was bei der Bewertung berücksichtigt werden muss: Mechanische Schäden: Das Bild weist im rechten Bereich (auf Höhe von Kaiser Franz Joseph) signifikante horizontale Risse und Knickfalten im Papier auf. Diese „Papierbrüche“ deuten darauf hin, dass das Blatt über längere Zeit ohne Rückwand oder unter Spannung gelagert wurde. Oberfläche: Es sind leichte Verschmutzungen und punktuelle Bereibungen erkennbar. Die Farben wirken jedoch noch weitgehend authentisch und sind nicht massiv durch UV-Einstrahlung ausgeblichen. Rahmung: Der moderne Goldrahmen ist funktional, entspricht aber nicht der historisch korrekten Rahmung der Entstehungszeit. Die Rückseite zeigt eine einfache Papp-Abdeckung, die mit Metallklammern gehalten wird. 5. Marktwert-Analyse und Ausblick 2026 Gegenstände mit Bezug zur k.u.k. Monarchie und zum Deutschen Kaiserreich erfreuen sich 2026 weiterhin einer stabilen Sammlernachfrage, wobei der Zustand hier wertmindernd wirkt. Kriterium Bewertung Einfluss auf den Wert Historischer Rang Hohes Interesse an Allianz-Motiven 1914 Positiv Künstlerische Herkunft Atelier E. Bieber (Hofphotograph) Sehr Positiv Physischer Zustand Starke Risse und Brüche im Papier Deutlich Negativ Rahmung Moderner Austauschrahmen Neutral bis Negativ Markteinschätzung: In makellosem Zustand könnte ein solcher Lichtdruck im Originalrahmen Preise zwischen 150 € und 250 € erzielen. Aufgrund der deutlichen Beschädigungen (Risse im Papier) und der nicht zeitgenössischen Rahmung liegt der aktuelle Marktwert für dieses Exemplar realistisch zwischen 70 € und 120 €. Der Wert resultiert hier primär aus dem dekorativen Charakter und der namhaften Signatur des Ateliers Bieber. Zusammenfassung für das Archiv Dieses Objekt ist ein authentisches Relikt der Kriegspropaganda von 1914. Trotz der altersbedingten Mängel bleibt es ein eindrucksvolles Zeugnis der Repräsentationskultur des frühen 20. Jahrhunderts und dokumentiert die enge Verbindung der beiden letzten großen Monarchen Zentraleuropas. Titel: „Waffenbrüderschaft“ – Doppelportrait Kaiser Wilhelm II. und Kaiser Franz Joseph I. Künstler: Atelier E. Bieber, Berlin (signiert 1914) Technik: Kolorierter Lichtdruck auf Papier Maße: ca. 55 × 44 cm (gerahmt) Zustand: Mäßig (Papierbrüche/Risse rechts) Bedeutung: Historisches Dokument der Mittelmächte-Allianz im Ersten Weltkrieg WSzQuROrdner

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Historische Portrait-Darstellung der Monarchen Kaiser Wilhelm II. und Kaiser Franz Joseph I. – Ein bedeutendes zeitgeschichtliches Dokument der Mittelmächte als kolorierter Lichtdruck, signiert E. Bieber Berlin (1914).

1. Detaillierte Objektidentifikation und technische Spezifikationen
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um eine großformatige, gerahmte Farbreproduktion eines Doppelportraits, das die beiden verbündeten Monarchen des Ersten Weltkriegs zeigt. Es ist als ikonografisches Zeugnis der „Waffenbrüderschaft“ zwischen dem Deutschen Kaiserreich und Österreich-Ungarn einzustufen.

Künstler/Atelier: Die Signatur „E. Bieber, Berlin 1914“ (unten rechts im Bild) verweist auf das renommierte Fotoatelier Emil Bieber. Das 1852 gegründete Atelier war Hofphotograph und spezialisiert auf Portraitaufnahmen des Hochadels und der preußischen Elite. Die Datierung 1914 markiert den Beginn des Ersten Weltkriegs und den Höhepunkt der propagandistischen Verbreitung solcher Allianz-Motive.

Technik: Kolorierter Lichtdruck (Photolithografie) auf Papier. Die feine Körnung und die für die Zeit typische Farbsättigung deuten auf ein hochwertiges Druckverfahren hin, das die fotografische Vorlage malerisch überhöht.

Physikalische Beschaffenheit: Das Außenmaß des Rahmens beträgt ca. 55 × 44 cm (gemäß vorliegender Messung, ca. 54,5 cm Höhe x 43,5 cm Breite). Das Werk ist unter Glas in einer schmalen, goldfarbenen Metalleiste (Aluminium oder eloxiertes Metall) gerahmt, die wahrscheinlich aus einer späteren Epoche (ca. 1970er/80er Jahre) stammt.

2. Analyse der künstlerischen Darstellung (Die Monarchen)
Das Portrait präsentiert die Staatsoberhäupter in repräsentativer militärischer Montur, was die militärische Allianz betont:

Kaiser Wilhelm II. (links): Dargestellt in der Galauniform eines preußischen Generalfeldmarschalls. Markant ist die Darstellung seiner zahlreichen Orden, darunter der Orden „Pour le Mérite“ am Hals sowie das Band und der Bruststern des Schwarzen Adlerordens. Sein Blick ist entschlossen nach vorne gerichtet, der typische „Wilhelminische“ Schnurrbart perfekt zwirbelt.

Kaiser Franz Joseph I. (rechts): Der gealterte österreichische Kaiser ist in der lichtblauen Uniform eines österreichischen Feldmarschalls dargestellt. Er trägt unter anderem den Orden vom Goldenen Vlies am Hals sowie diverse Verdienstmedaillen an der typischen Dreiecks-Bandmontierung der k.u.k. Monarchie. Sein charakteristischer Backenbart („Koteletten“) ist detailliert ausgearbeitet.

3. Ikonografie und historische Einordnung
Das Doppelportrait ist ein klassisches Beispiel für die politische Ikonografie des frühen 20. Jahrhunderts:

Symbolik der Anordnung: Die physische Nähe der beiden Herrscher symbolisiert die Unverbrüchlichkeit des Zweibundes. Wilhelm II., der jüngere und agilere Part, steht leicht im Vordergrund, während Franz Joseph I. als die würdevolle, erfahrene Vaterfigur der Allianz fungiert.

Historischer Kontext: Solche Darstellungen wurden zu Beginn des Ersten Weltkriegs massenhaft produziert, um den Zusammenhalt im Volk zu stärken. Die Qualität der Ausführung (E. Bieber) lässt jedoch darauf schließen, dass es sich hierbei nicht um eine einfache Postkarte, sondern um ein repräsentatives Wandschmuck-Exemplar für gehobene Haushalte, Offizierskasinos oder Amtsstuben handelte.

4. Materialzustand und sammlerische Bewertung (Grading)
Der Erhaltungszustand des Drucks ist aufgrund des Alters als mäßig bis fragil zu bezeichnen, was bei der Bewertung berücksichtigt werden muss:

Mechanische Schäden: Das Bild weist im rechten Bereich (auf Höhe von Kaiser Franz Joseph) signifikante horizontale Risse und Knickfalten im Papier auf. Diese „Papierbrüche“ deuten darauf hin, dass das Blatt über längere Zeit ohne Rückwand oder unter Spannung gelagert wurde.

Oberfläche: Es sind leichte Verschmutzungen und punktuelle Bereibungen erkennbar. Die Farben wirken jedoch noch weitgehend authentisch und sind nicht massiv durch UV-Einstrahlung ausgeblichen.

Rahmung: Der moderne Goldrahmen ist funktional, entspricht aber nicht der historisch korrekten Rahmung der Entstehungszeit. Die Rückseite zeigt eine einfache Papp-Abdeckung, die mit Metallklammern gehalten wird.

5. Marktwert-Analyse und Ausblick 2026
Gegenstände mit Bezug zur k.u.k. Monarchie und zum Deutschen Kaiserreich erfreuen sich 2026 weiterhin einer stabilen Sammlernachfrage, wobei der Zustand hier wertmindernd wirkt.

Kriterium Bewertung Einfluss auf den Wert
Historischer Rang Hohes Interesse an Allianz-Motiven 1914 Positiv
Künstlerische Herkunft Atelier E. Bieber (Hofphotograph) Sehr Positiv
Physischer Zustand Starke Risse und Brüche im Papier Deutlich Negativ
Rahmung Moderner Austauschrahmen Neutral bis Negativ
Markteinschätzung: In makellosem Zustand könnte ein solcher Lichtdruck im Originalrahmen Preise zwischen 150 € und 250 € erzielen. Aufgrund der deutlichen Beschädigungen (Risse im Papier) und der nicht zeitgenössischen Rahmung liegt der aktuelle Marktwert für dieses Exemplar realistisch zwischen 70 € und 120 €. Der Wert resultiert hier primär aus dem dekorativen Charakter und der namhaften Signatur des Ateliers Bieber.

Zusammenfassung für das Archiv
Dieses Objekt ist ein authentisches Relikt der Kriegspropaganda von 1914. Trotz der altersbedingten Mängel bleibt es ein eindrucksvolles Zeugnis der Repräsentationskultur des frühen 20. Jahrhunderts und dokumentiert die enge Verbindung der beiden letzten großen Monarchen Zentraleuropas.

Titel: „Waffenbrüderschaft“ – Doppelportrait Kaiser Wilhelm II. und Kaiser Franz Joseph I.
Künstler: Atelier E. Bieber, Berlin (signiert 1914)
Technik: Kolorierter Lichtdruck auf Papier
Maße: ca. 55 × 44 cm (gerahmt)
Zustand: Mäßig (Papierbrüche/Risse rechts)
Bedeutung: Historisches Dokument der Mittelmächte-Allianz im Ersten Weltkrieg

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