Römisches Reich. Theodosius II. (402-450 n.u.Z.). Solidus Constantinople (Ohne mindestpreis)

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Römische Kaiserzeit
Theodosius II., 7. Jh. n. Chr. AV Solidus (21 mm, 4,46 g). Münzstätte Konstantinopel, 430–440 n. Chr.
Vorderseite. D N THEODOSIVS P F AVG. Getönte, perlstirnenrund gehräute Brust des Theodosius II. demütig dem Blick zugewandt, der Kopf leicht nach rechts gebeugt, in der rechten Hand eine über die Schulter gehängte Speer tragend und links ein Schild haltend, letzteres mit einem Ritter vorras das besiegte Feind abgelegt.
Rückseite. VOT XXX MVLT XXXX I / CONOB. Konstantinopel sitzend links auf einem Thron, der linke Fuß auf der Bug eines Schiffes, in der rechten Hand einen Globus cruciger haltend und in der linken einen langen Zepter; Schild zu ihrer Seite; im Feld rechts ein Stern.
Referenzen. Depeyrot 81/1; RIC X Konstantinopel 257.
Ein schönes Beispiel spätantiker kaiserlicher Kunstfertigkeit.

Dieser hervorragende Solidus, der in Konstantinopel in den mittleren Jahrzehnten von Theodosius II.’Herrschaft geprägt wurde, gehört zu einer der am höchst entwickelten und visuell einheitlichsten Serien des späten römischen Goldmünzenwerks. Das Vorderseitenporträt folgt dem klassischen konsularen Typus des Kaisers, der als vigilant­er imperator Christianus dargestellt wird: der Herrscher, in Rüstung gekleidet, mit der Perlendiadem gekrönt, und mit den Symbolen militärischer und göttlicher Autorität geschmückt. Die Verzierung des Schildes – ein berittener Reiter, der einen gefallenen Feind ersticht – ist ein sich wiederholendes martialisches Emblem, das auf konstantinische Vorbilder zurückgeht und Sieg über Barbarei sowie den ewigen Schutz der Grenzen des Reiches bedeutete.
Die Rückseite, mit Konstantinopel, die thront, fasst das ideologische Herz der Theodosianischen Dynastie zusammen. Sie sitzt in stiller Würde, ruhend auf der Vorderseite eines Schiffes – ein absichtliches Symbol der maritimen Grundlage der Stadt und ihres Schicksals als Hüterin der östlichen Mittelmeerwelt. In ihrer rechten Hand trägt sie den Globus cruciger, der die Herrschaft unter dem Kreuz repräsentiert; in der linken den Zepter der Autorität. Die Inschrift VOT XXX MVLT XXXX erinnert an Gelübde für das dreißigste Jubiläum des Kaisers und Gebete für sein vierzigstes, was ein Gefühl dynastischer Kontinuität und göttlicher Gunst vermittelt. Der kleine Stern im Feld ist ein himmlisches Emblem der Vorsehung und unterstreicht die himmlische Legitimierung von Theodosius’ Herrschaft.
Die Münzstätte Konstantinopel, zu jener Zeit die wichtigste Werkstatt des Reichs für Goldausgaben, hatte bemerkenswerte technische Präzision und stilistische Kohärenz erreicht. Ihre Graveurinnen und Graveure arbeiteten in einem Idiom, das spätklassische Verfeinerung mit neuer christlicher Ikonografie verband und Münzen produzierte, die zugleich politische Dokumente und miniature Werke heiliger Kunst waren. Die ausbalancierte Symmetrie des Designs, die fließende Draperie und die fein gezeichneten Züge des Kaisers offenbaren die ruhige Eleganz, die für die frühfünfte Jahrhundert-Imperialproduktion charakteristisch ist.
Unter Theodosius II. erlebte das Reich eine lange Phase relativen Friedens und administrativer Stabilität, zentriert auf die Konsolidierung der christlichen Orthodoxie, die Kodifikation des Römischen Rechts (Codex Theodosianus, 438) und die monumentale Ausdehnung Konstantinopels, einschließlich des Baus seiner massiven Landmauern, die noch heute nach ihm benannt sind. Diese Münze steht damit nicht nur als Instrument kaiserlicher Finanzen, sondern als leuchtendes Zeugnis des Selbstvertrauens, der Ordnung und der theologischen Vision des Theodosianischen Zeitalters – eines goldenen Reiches, getragen von Glauben und Gesetz ebenso wie von Waffen.

Sehr hochwertig!

Römische Kaiserzeit
Theodosius II., 7. Jh. n. Chr. AV Solidus (21 mm, 4,46 g). Münzstätte Konstantinopel, 430–440 n. Chr.
Vorderseite. D N THEODOSIVS P F AVG. Getönte, perlstirnenrund gehräute Brust des Theodosius II. demütig dem Blick zugewandt, der Kopf leicht nach rechts gebeugt, in der rechten Hand eine über die Schulter gehängte Speer tragend und links ein Schild haltend, letzteres mit einem Ritter vorras das besiegte Feind abgelegt.
Rückseite. VOT XXX MVLT XXXX I / CONOB. Konstantinopel sitzend links auf einem Thron, der linke Fuß auf der Bug eines Schiffes, in der rechten Hand einen Globus cruciger haltend und in der linken einen langen Zepter; Schild zu ihrer Seite; im Feld rechts ein Stern.
Referenzen. Depeyrot 81/1; RIC X Konstantinopel 257.
Ein schönes Beispiel spätantiker kaiserlicher Kunstfertigkeit.

Dieser hervorragende Solidus, der in Konstantinopel in den mittleren Jahrzehnten von Theodosius II.’Herrschaft geprägt wurde, gehört zu einer der am höchst entwickelten und visuell einheitlichsten Serien des späten römischen Goldmünzenwerks. Das Vorderseitenporträt folgt dem klassischen konsularen Typus des Kaisers, der als vigilant­er imperator Christianus dargestellt wird: der Herrscher, in Rüstung gekleidet, mit der Perlendiadem gekrönt, und mit den Symbolen militärischer und göttlicher Autorität geschmückt. Die Verzierung des Schildes – ein berittener Reiter, der einen gefallenen Feind ersticht – ist ein sich wiederholendes martialisches Emblem, das auf konstantinische Vorbilder zurückgeht und Sieg über Barbarei sowie den ewigen Schutz der Grenzen des Reiches bedeutete.
Die Rückseite, mit Konstantinopel, die thront, fasst das ideologische Herz der Theodosianischen Dynastie zusammen. Sie sitzt in stiller Würde, ruhend auf der Vorderseite eines Schiffes – ein absichtliches Symbol der maritimen Grundlage der Stadt und ihres Schicksals als Hüterin der östlichen Mittelmeerwelt. In ihrer rechten Hand trägt sie den Globus cruciger, der die Herrschaft unter dem Kreuz repräsentiert; in der linken den Zepter der Autorität. Die Inschrift VOT XXX MVLT XXXX erinnert an Gelübde für das dreißigste Jubiläum des Kaisers und Gebete für sein vierzigstes, was ein Gefühl dynastischer Kontinuität und göttlicher Gunst vermittelt. Der kleine Stern im Feld ist ein himmlisches Emblem der Vorsehung und unterstreicht die himmlische Legitimierung von Theodosius’ Herrschaft.
Die Münzstätte Konstantinopel, zu jener Zeit die wichtigste Werkstatt des Reichs für Goldausgaben, hatte bemerkenswerte technische Präzision und stilistische Kohärenz erreicht. Ihre Graveurinnen und Graveure arbeiteten in einem Idiom, das spätklassische Verfeinerung mit neuer christlicher Ikonografie verband und Münzen produzierte, die zugleich politische Dokumente und miniature Werke heiliger Kunst waren. Die ausbalancierte Symmetrie des Designs, die fließende Draperie und die fein gezeichneten Züge des Kaisers offenbaren die ruhige Eleganz, die für die frühfünfte Jahrhundert-Imperialproduktion charakteristisch ist.
Unter Theodosius II. erlebte das Reich eine lange Phase relativen Friedens und administrativer Stabilität, zentriert auf die Konsolidierung der christlichen Orthodoxie, die Kodifikation des Römischen Rechts (Codex Theodosianus, 438) und die monumentale Ausdehnung Konstantinopels, einschließlich des Baus seiner massiven Landmauern, die noch heute nach ihm benannt sind. Diese Münze steht damit nicht nur als Instrument kaiserlicher Finanzen, sondern als leuchtendes Zeugnis des Selbstvertrauens, der Ordnung und der theologischen Vision des Theodosianischen Zeitalters – eines goldenen Reiches, getragen von Glauben und Gesetz ebenso wie von Waffen.

Details

Epoche
Vor 1400
Kultur/ Region
Römisches Reich
Jahr / Periode und Variation
Constantinople
Herrscher
Theodosius II. (402-450 n.u.Z.)
Nennwert
Solidus
Metall
AV
Zustand
Nicht zertifiziert
Verkauft von
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