Eine Holzskulptur - Prampram - Ghana (Ohne mindestpreis)






Mit fast einem Jahrzehnt Erfahrung in der Verbindung von Wissenschaft, Museumskuratierung und traditioneller Schmiedekunst hat Julien eine einzigartige Expertise in historischen Waffen, Rüstungen und afrikanischer Kunst entwickelt.
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Eine hölzerne Skulptur aus Ghana, der Prampram-Kultur zugeordnet, mit dem Titel 'A wooden sculpture', ein Paar auf separaten Sockeln, ca. 45 cm hoch und 1740 g schwer, in fairem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Dieses seltene Paar PramPram-Skulpturen gehört zu der seltenen und hoch lokalisierten Bildhauertradition von Prampram an der südostlichen Küste Ghanas und befindet sich im kulturellen Kontext der Ga-Adangbe-Gruppen. In diesem regional fokussierten künstlerischen Feld erscheinen Figuren in der Regel als Paare, die oft als ergänzende Gegenstücke interpretiert werden können – wenn auch nicht unmissverständlich – etwa im Hinblick auf Geschlechterdualität, sozialem Gleichgewicht oder genealogischer Kontinuität.
Die hier beschriebenen beiden Figuren stehen nebeneinander auf separaten Sockeln und unterscheiden sich leicht in der Größe, wodurch eine subtile Hierarchie innerhalb der Gruppe entsteht. Beide Körper sind streng frontal und folgen einer reduzierten, fast archaischen Formensprache. Die Köpfe wirken quaderförmig und kompakt; die Gesichtsmerkmale sind auf ein Minimum reduziert: eng beieinander liegende Augen, ein leicht geöffnetes Maul und Ohren, die als einfache Durchbrüche dargestellt sind. Diese radikale Abstraktion ist charakteristisch für die Prampram-Skulptur und bezieht sich weniger auf individuelle Physiognomie als vielmehr auf eine allgemeine, transpersonale Präsenz.
Die Figur zeichnet sich durch eine auffällige Vertikalität aus. Lange Hälse fließen in elongated torsos über, während Arme und Beine zu spitzen Enden geformt sind und nach unten reichen. Diese formale Reduktion erzeugt eine Spannung zwischen Stabilität und Zerbrechlichkeit, die durch die lineare Ausrichtung zusätzlich verstärkt wird. Die Darstellung von Brustwarzen und Nabel als Punktöffnungen spiegelt eine formale Strategie wider, bei der zentrale Körpermarkierungen durch Negativformen betont werden – ein Motiv, das sowohl auf physische als auch symbolische „Öffnungen“ des Körpers verweisen kann.
Die Kleidung in Form eines Stoff-Lendengewands stellt eine seltene Verbindung zwischen der geschnitzten Form und dem realen Material dar und deutet darauf hin, dass die Figur in einem rituellen Kontext aktiviert wird. Solche Zusätze unterstreichen, dass diese Skulpturen nicht lediglich als autonome Kunstwerke gedacht sind, sondern im Rahmen eines performativen und situativen Kontexts verstanden werden müssen.
Die sichtbare vertikale Rissspur im Bauchbereich der linken Figur kann als Zeichen von Gebrauch interpretiert werden. Solche Beschädigungen sind ein häufiges Indiz für langjährigen Gebrauch in einem rituellen Kontext, sei es in Schreinen, während Prozessionen oder als Teil saisonaler Zeremonien, von denen einige außerhalb des Dorfes stattfanden.
In Bezug auf ihre Funktion stehen Prampram-Figuren im Zusammenhang mit Ahnenverehrung, schützenden Praktiken und möglicherweise auch Bestattungsritualen, wobei die genaue rituelle Integration aufgrund der begrenzten Feldforschung nur fragmentarisch rekonstruiert werden kann. Figuren, die als Paare gestaltet sind, scheinen eine besondere Rolle zu spielen: Sie verkörpern nicht nur Individuen, sondern auch relationale Identität – ein Prinzip, das in vielen westafrikanischen Gesellschaften zentral ist.
Darüber hinaus deuten ethnografische Belege darauf hin, dass solche Skulpturen nicht in Schreinen statisch blieben, sondern in bestimmten zeremoniellen Zyklen bewegt, verborgen oder erneut inszeniert wurden – besonders im Kontext von Initiationen. Diese performative Dimension verleiht den Figuren eine dynamische Qualität, die sich auch in ihrer formal pointierten, spannungsgeladenen Gestaltung widerspiegelt.
Literatur (Auswahl)
Herbert M. Cole & Doran H. Ross: The Arts of Ghana. Los Angeles 1977.
Kwame Arhin: “The Political and Cultural History of the Ga People.” Transactions of the Historical Society of Ghana, 1974.
Mary H. Nooter & Allen F. Roberts: Memory: Luba Art and the Making of History. New York 1996 (im Vergleich zu Erinnerung und Ahnen-Darstellung).
Höhe: 45 cm / 43 cm
Gewicht: 900 g / 840 g
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerDieses seltene Paar PramPram-Skulpturen gehört zu der seltenen und hoch lokalisierten Bildhauertradition von Prampram an der südostlichen Küste Ghanas und befindet sich im kulturellen Kontext der Ga-Adangbe-Gruppen. In diesem regional fokussierten künstlerischen Feld erscheinen Figuren in der Regel als Paare, die oft als ergänzende Gegenstücke interpretiert werden können – wenn auch nicht unmissverständlich – etwa im Hinblick auf Geschlechterdualität, sozialem Gleichgewicht oder genealogischer Kontinuität.
Die hier beschriebenen beiden Figuren stehen nebeneinander auf separaten Sockeln und unterscheiden sich leicht in der Größe, wodurch eine subtile Hierarchie innerhalb der Gruppe entsteht. Beide Körper sind streng frontal und folgen einer reduzierten, fast archaischen Formensprache. Die Köpfe wirken quaderförmig und kompakt; die Gesichtsmerkmale sind auf ein Minimum reduziert: eng beieinander liegende Augen, ein leicht geöffnetes Maul und Ohren, die als einfache Durchbrüche dargestellt sind. Diese radikale Abstraktion ist charakteristisch für die Prampram-Skulptur und bezieht sich weniger auf individuelle Physiognomie als vielmehr auf eine allgemeine, transpersonale Präsenz.
Die Figur zeichnet sich durch eine auffällige Vertikalität aus. Lange Hälse fließen in elongated torsos über, während Arme und Beine zu spitzen Enden geformt sind und nach unten reichen. Diese formale Reduktion erzeugt eine Spannung zwischen Stabilität und Zerbrechlichkeit, die durch die lineare Ausrichtung zusätzlich verstärkt wird. Die Darstellung von Brustwarzen und Nabel als Punktöffnungen spiegelt eine formale Strategie wider, bei der zentrale Körpermarkierungen durch Negativformen betont werden – ein Motiv, das sowohl auf physische als auch symbolische „Öffnungen“ des Körpers verweisen kann.
Die Kleidung in Form eines Stoff-Lendengewands stellt eine seltene Verbindung zwischen der geschnitzten Form und dem realen Material dar und deutet darauf hin, dass die Figur in einem rituellen Kontext aktiviert wird. Solche Zusätze unterstreichen, dass diese Skulpturen nicht lediglich als autonome Kunstwerke gedacht sind, sondern im Rahmen eines performativen und situativen Kontexts verstanden werden müssen.
Die sichtbare vertikale Rissspur im Bauchbereich der linken Figur kann als Zeichen von Gebrauch interpretiert werden. Solche Beschädigungen sind ein häufiges Indiz für langjährigen Gebrauch in einem rituellen Kontext, sei es in Schreinen, während Prozessionen oder als Teil saisonaler Zeremonien, von denen einige außerhalb des Dorfes stattfanden.
In Bezug auf ihre Funktion stehen Prampram-Figuren im Zusammenhang mit Ahnenverehrung, schützenden Praktiken und möglicherweise auch Bestattungsritualen, wobei die genaue rituelle Integration aufgrund der begrenzten Feldforschung nur fragmentarisch rekonstruiert werden kann. Figuren, die als Paare gestaltet sind, scheinen eine besondere Rolle zu spielen: Sie verkörpern nicht nur Individuen, sondern auch relationale Identität – ein Prinzip, das in vielen westafrikanischen Gesellschaften zentral ist.
Darüber hinaus deuten ethnografische Belege darauf hin, dass solche Skulpturen nicht in Schreinen statisch blieben, sondern in bestimmten zeremoniellen Zyklen bewegt, verborgen oder erneut inszeniert wurden – besonders im Kontext von Initiationen. Diese performative Dimension verleiht den Figuren eine dynamische Qualität, die sich auch in ihrer formal pointierten, spannungsgeladenen Gestaltung widerspiegelt.
Literatur (Auswahl)
Herbert M. Cole & Doran H. Ross: The Arts of Ghana. Los Angeles 1977.
Kwame Arhin: “The Political and Cultural History of the Ga People.” Transactions of the Historical Society of Ghana, 1974.
Mary H. Nooter & Allen F. Roberts: Memory: Luba Art and the Making of History. New York 1996 (im Vergleich zu Erinnerung und Ahnen-Darstellung).
Höhe: 45 cm / 43 cm
Gewicht: 900 g / 840 g
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- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
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- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
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- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
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