Eine Terrakotta-Skulptur. - Djenne - Mali (Ohne mindestpreis)

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Julien Gauthier
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Mit fast einem Jahrzehnt Erfahrung in der Verbindung von Wissenschaft, Museumskuratierung und traditioneller Schmiedekunst hat Julien eine einzigartige Expertise in historischen Waffen, Rüstungen und afrikanischer Kunst entwickelt.

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Terrakotta-Skulptur aus der Djenné-Djenno-Kultur, Mali, der Djenné-Djenno-Gruppe zugeordnet, in der Region Mopti aus den Tumuli des Niger Inner Delta geborgen, fragmentarisch in lager Stellung, Gewicht 1,5 kg, 17 cm hoch, 15 cm breit, Zustand: fair, ohne Stativ.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Der fragmentarische Skulpturenkorpus, dem die Djenné-Jeno-Kultur-Horizont zugeschrieben wird, im Gebiet von Mopti geborgen und dessen Herkunft aus den Tumuli des inneren Niger-Deltas verortet wird, gehört zu einem Corpus westafrikanischer Tonwarenproduktionen, dessen archäologische und historische Einordnung sowohl reich als auch umstritten bleibt. Sein gegenwärtiger Zustand, als Fragment in liegender oder ruhender Position beschrieben, signalisiert bereits die doppelte Instabilität, die seine wissenschaftliche Rezeption prägt: auf der einen Seite materielle Unvollständigkeit. Beachten Sie, dass ohne Laboruntersuchungen die Zuschreibung lediglich als Referenz dient, basierend auf unserem Wissen und unserer Feld­erfahrung. Wobei wir lediglich eine genaue Datierung stilistisch bestimmen können.

Djenné-Jeno, im heutigen Mali gelegen, gehört zu den bedeutendsten frühen urbanen Zentren des westafrikanischen Sahel, das zwischen grob dem dritten Jahrhundert v. Chr. und dem zweiten Jahrtausend n. Chr. florierte. Die Stätte bildet zusammen mit der weiter gefassten Region des Niger-Innen-Deltas eine komplexe archäologische Landschaft, in der Siedlungsdämme, Grabhügel und verstreute Siedlungsreste verwoben sind. Die berichtete Herkunft aus den Tumuli des Innen-Deltas verortet die Skulptur in mortuären oder commemorativen Kontexten, obwohl das Fehlen sicherer stratigraphischer Dokumentation eine endgültige Zuordnung der Funktion erschwert.

Die Sammlung des Objekts in Mopti, einem wichtigen flussnahen Verkehrs- und Handelszentrum in Zentralmali, spiegelt die gut dokumentierten Muster des Artefaktverkehrs wider, die sich während der Kolonial- und Postkolonialzeit verstärkten. Objekte aus dem Djenné-Djenno-Kulturhorizont wurden häufig durch kontrollierte Ausgrabungen und informelles Auffinden aus ihren archäologischen Matrizes gelöst und gelangten mit teilweisen oder rekonstruierenden Herkunftsnarrativen in Museen und private Sammlungen. Diese Fragmentierung des Kontexts ist nicht bloß zufällig, sondern konstitutiv für die moderne Biografie solcher Objekte.

Formell zeichnen sich Djenné-Jeno-Tonwaren oft durch eine schematische, aber ausdrucksvolle Modellierung der menschlichen Figur aus, mit besonderem Augenmerk auf Haltung, Körperverkürzung und der Abstraktion von Gesichtszügen. Im fragmentarischen Zustand jedoch widerstehen solche Skulpturen einer vollständigen ikonografischen Lesung. Die liegende Position des vorliegenden Stücks mag originell sein oder Folge eines postdepositionalen Bruchs; entsprechend schwankt die Interpretation zwischen intentionaler Repräsentation—vielleicht von Ruhe, ritueller Ablage oder Bestattungsplatz—anders durch Taphonomie bedingter Umorientierung.

Im weiteren kulturellen Horizont des Niger-Innen-Deltas, oft auch als Niger Inner Delta bezeichnet, wird die Tonwarenproduktion häufig mit rituellen Praktiken verbunden, die mit Ahnen, Kosmologie und sozialer Erinnerung verknüpft sind. Dennoch ist wissenschaftliche Vorsicht geboten, da ethnografische Analogien nicht einfach auf archäologisches Material übertragen werden können, das sich über viele Jahrhunderte erstreckt. Der Fragment bleibt somit eine interpretative Schwelle: zugleich ästhetisches Objekt, archäologischer Abdruck und ein verortetes Artefakt, dessen Bedeutung durch Sammlung und Zirkulation neu konfiguriert wurde.

Sein fragmentarischer Zustand unterstreicht eher als dass er seine Bedeutung schmälert die erkenntnistheoretischen Bedingungen, unter denen westafrikanische archäologische Skulptur studiert wird. Was bleibt, ist nicht nur ein materieller Rest eines einst integrierten Objekts, sondern auch ein Zeugnis der überlagerten Geschichte von Ausgrabung, Handel undMusealisierung, die das Verständnis der Djenné‑Jeno-Materialkultur weiterhin prägt.

Referenzliste

Bedaux, R. M. A. und Lange, D. (Hrsg.), 1994. The Djenné-Jeno Archaeological Project: Report of the 1981–1982 Field Season. Leiden: Rijksmuseum voor Volkenkunde.

McIntosh, R. J., 1995. Ancient Middle Niger: Urbanism and the Self-Organizing Landscape. Cambridge: Cambridge University Press.

McIntosh, S. K. (Hrsg.), 1998. Beyond Chiefdoms: Pathways to Complexity in Africa. Cambridge: Cambridge University Press.

Insoll, T., 2003. The Archaeology of Islam in Sub-Saharan Africa. Cambridge: Cambridge University Press.

Gallay, A., 2011. L’archéologie du Mali: des origines à l’islam. Paris: Errance.

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Der fragmentarische Skulpturenkorpus, dem die Djenné-Jeno-Kultur-Horizont zugeschrieben wird, im Gebiet von Mopti geborgen und dessen Herkunft aus den Tumuli des inneren Niger-Deltas verortet wird, gehört zu einem Corpus westafrikanischer Tonwarenproduktionen, dessen archäologische und historische Einordnung sowohl reich als auch umstritten bleibt. Sein gegenwärtiger Zustand, als Fragment in liegender oder ruhender Position beschrieben, signalisiert bereits die doppelte Instabilität, die seine wissenschaftliche Rezeption prägt: auf der einen Seite materielle Unvollständigkeit. Beachten Sie, dass ohne Laboruntersuchungen die Zuschreibung lediglich als Referenz dient, basierend auf unserem Wissen und unserer Feld­erfahrung. Wobei wir lediglich eine genaue Datierung stilistisch bestimmen können.

Djenné-Jeno, im heutigen Mali gelegen, gehört zu den bedeutendsten frühen urbanen Zentren des westafrikanischen Sahel, das zwischen grob dem dritten Jahrhundert v. Chr. und dem zweiten Jahrtausend n. Chr. florierte. Die Stätte bildet zusammen mit der weiter gefassten Region des Niger-Innen-Deltas eine komplexe archäologische Landschaft, in der Siedlungsdämme, Grabhügel und verstreute Siedlungsreste verwoben sind. Die berichtete Herkunft aus den Tumuli des Innen-Deltas verortet die Skulptur in mortuären oder commemorativen Kontexten, obwohl das Fehlen sicherer stratigraphischer Dokumentation eine endgültige Zuordnung der Funktion erschwert.

Die Sammlung des Objekts in Mopti, einem wichtigen flussnahen Verkehrs- und Handelszentrum in Zentralmali, spiegelt die gut dokumentierten Muster des Artefaktverkehrs wider, die sich während der Kolonial- und Postkolonialzeit verstärkten. Objekte aus dem Djenné-Djenno-Kulturhorizont wurden häufig durch kontrollierte Ausgrabungen und informelles Auffinden aus ihren archäologischen Matrizes gelöst und gelangten mit teilweisen oder rekonstruierenden Herkunftsnarrativen in Museen und private Sammlungen. Diese Fragmentierung des Kontexts ist nicht bloß zufällig, sondern konstitutiv für die moderne Biografie solcher Objekte.

Formell zeichnen sich Djenné-Jeno-Tonwaren oft durch eine schematische, aber ausdrucksvolle Modellierung der menschlichen Figur aus, mit besonderem Augenmerk auf Haltung, Körperverkürzung und der Abstraktion von Gesichtszügen. Im fragmentarischen Zustand jedoch widerstehen solche Skulpturen einer vollständigen ikonografischen Lesung. Die liegende Position des vorliegenden Stücks mag originell sein oder Folge eines postdepositionalen Bruchs; entsprechend schwankt die Interpretation zwischen intentionaler Repräsentation—vielleicht von Ruhe, ritueller Ablage oder Bestattungsplatz—anders durch Taphonomie bedingter Umorientierung.

Im weiteren kulturellen Horizont des Niger-Innen-Deltas, oft auch als Niger Inner Delta bezeichnet, wird die Tonwarenproduktion häufig mit rituellen Praktiken verbunden, die mit Ahnen, Kosmologie und sozialer Erinnerung verknüpft sind. Dennoch ist wissenschaftliche Vorsicht geboten, da ethnografische Analogien nicht einfach auf archäologisches Material übertragen werden können, das sich über viele Jahrhunderte erstreckt. Der Fragment bleibt somit eine interpretative Schwelle: zugleich ästhetisches Objekt, archäologischer Abdruck und ein verortetes Artefakt, dessen Bedeutung durch Sammlung und Zirkulation neu konfiguriert wurde.

Sein fragmentarischer Zustand unterstreicht eher als dass er seine Bedeutung schmälert die erkenntnistheoretischen Bedingungen, unter denen westafrikanische archäologische Skulptur studiert wird. Was bleibt, ist nicht nur ein materieller Rest eines einst integrierten Objekts, sondern auch ein Zeugnis der überlagerten Geschichte von Ausgrabung, Handel undMusealisierung, die das Verständnis der Djenné‑Jeno-Materialkultur weiterhin prägt.

Referenzliste

Bedaux, R. M. A. und Lange, D. (Hrsg.), 1994. The Djenné-Jeno Archaeological Project: Report of the 1981–1982 Field Season. Leiden: Rijksmuseum voor Volkenkunde.

McIntosh, R. J., 1995. Ancient Middle Niger: Urbanism and the Self-Organizing Landscape. Cambridge: Cambridge University Press.

McIntosh, S. K. (Hrsg.), 1998. Beyond Chiefdoms: Pathways to Complexity in Africa. Cambridge: Cambridge University Press.

Insoll, T., 2003. The Archaeology of Islam in Sub-Saharan Africa. Cambridge: Cambridge University Press.

Gallay, A., 2011. L’archéologie du Mali: des origines à l’islam. Paris: Errance.

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Details

Ethnie/ Kultur
Djenne
Herkunftsland
Mali
Material
Terracotta
Sold with stand
Nein
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A terracotta sculpture
Höhe
17 cm
Breite
15 cm
Gewicht
1,5 kg
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