Eine Holzskulptur - MOBA - Ghana (Ohne mindestpreis)






Mit fast einem Jahrzehnt Erfahrung in der Verbindung von Wissenschaft, Museumskuratierung und traditioneller Schmiedekunst hat Julien eine einzigartige Expertise in historischen Waffen, Rüstungen und afrikanischer Kunst entwickelt.
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Eine Holzskulptur aus Ghana der Moba, mit einer Höhe von 50 cm und einem Gewicht von 720 g, inklusive Stand, in ordentlichem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Eine Moba-Skulptur aus dem Norden Ghanas, die sich in einem verwitterten Zustand präsentiert und einschließlich Sockel angeboten wird, lädt zu einer genauen Betrachtung ein – nicht nur als Objekt formaler und materieller Qualitäten, sondern auch als Träger vielschichtiger Nutzungs-, Expositions- und Transformationsgeschichten. Solche Skulpturen, die oft mit Schrein-Kontexten und Ahnenverehrung verbunden sind, werden typischerweise aus Holz geschnitzt und im Freien installiert, wo sie den allmählichen Auswirkungen von Sonne, Wind, Regen und ritueller Behandlung ausgesetzt bleiben. Die resultierende Oberfläche – erodiert, rissig und dunkel geworden – sollte nicht lediglich als Verfall verstanden werden, sondern als Aufzeichnung des zeitlichen Wandels und kultureller Kontinuität.
Die inszenierte Vertikalität, die für die Moba-figürale Schnitzkunst charakteristisch ist, bleibt auch in stark verwitterten Exemplaren oft erhalten. Gliedmaßen können zu verkürzten Vorsprüngen, Oberkörper zu verlängertem Torso, und Köpfe zu einem dezent angedeuteten Detail reduziert sein, wobei Gegenwart über anatomische Detailtreue gestellt wird. Unter diesen Bedingungen wird die Abstraktion der Skulptur stärker hervorgehoben, da Erosion Kanten abschwächt und feinere Schnitzmarken verschleiert. Was bleibt, ist eine Silhouette, die ihre symbolische Wirksamkeit bewahrt und darauf hindeutet, dass die Lesbarkeit im ursprünglichen Kontext nicht von präziser Figurierung abhängt, sondern von der nachhaltigen Aktivierung der Form im Raum.
Die Oberflächenstruktur spielt eine entscheidende Rolle für das gegenwärtige Erscheinungsbild des Objekts. Verwitterung erzeugt eine Patina, die je nach Holzart, Umwelteinwirkung und dem Auftragen von Libationen oder Opfergaben von blassgrau bis zu tiefem Braun oder fast Schwarz reicht. Risse und Spalte, die oft der Faserlauf-Richtung folgen, belegen Zyklen von Feuchtigkeitsaufnahme und Austrocknung. In einigen Fällen kann biologisches Wachstum wie Flechten oder Moos an der Oberfläche haften bleiben und die Skulptur stärker in ihren ökologischen Kontext einbetten. Diese Anlagerungen erschweren jeden Versuch, das Kunstwerk von seiner Umwelt zu trennen, und unterstreichen, in welchem Ausmaß es als Teil einer lebendigen Landschaft existiert statt als isoliertes ästhetisches Objekt.
Der als „verwittert“ bezeichnete Zustand muss daher im Rahmen einer Konzeption interpretiert werden, die konservatorische Annahmen ablehnt, die ursprüngliche oder pristine Zustände privilegieren. Im Kontext der nördlich ghanaischen Bildhauerei ist die Exposition integraler Bestandteil der Funktion. Skulpturen ziehen sich nicht aus den Elementen zurück, sondern bleiben aktive Teilnehmer am rituellen Leben – gerade durch ihre Widerstandsfähigkeit. Der allmähliche Materialverlust mindert ihre Potenz nicht; vielmehr kann er ihre wahrgenommene Wirksamkeit steigern, da er die Ansammlung spiritueller Auseinandersetzungen über die Zeit markiert.
Aus historiografischer Perspektive bedeutet die Übersetzung eines solchen Objekts in einen Katalogtext eine Verschiebung von Sinn und Rezeption. Aus seinem ursprünglichen Ort gelöst und in einer Sammlung oder Ausstellung präsentiert, wird die Skulptur neu kontextualisiert als Kunstwerk, das formale Analyse und Erhaltung erfährt. Doch die sichtbaren Spuren der Verwitterung widersetzen sich einer vollständigen Assimilation in Museum-Diskurse. Sie signalisieren eine vorkommende Existenzweise, die nicht vollständig wiedergewonnen werden kann, im Materialzustand des Objekts jedoch weiterhin ablesbar bleibt.
Bei der Beschreibung einer verwitterten Moba-Skulptur ist es somit essenziell, auf das Zusammenwirken von Form, Oberfläche und Kontext zu achten. Der aktuelle Zustand des Objekts ist nicht zufällig, sondern konstitutiv für seine Bedeutung. Verwitterung fungiert sowohl als physischer Prozess als auch als kultureller Index, der zwischen den Ursprüngen der Skulptur und ihrem gegenwärtigen Status innerhalb eines Katalogs oder einer Sammlung vermittelt. Jede Darstellung, die dem Werk gerecht werden will, muss daher Verfall nicht nur als Verlust, sondern als Transformation anerkennen, die seine Bedeutung weiterhin prägt.
References
Cole, Herbert M. Icons: Ideals and Power in the Art of Africa. Washington, D.C.: Smithsonian Institution Press, 1989.
Ezra, Kate. Art of the Dogon: Selections from the Lester Wunderman Collection. New York: Metropolitan Museum of Art, 1988.
Vogel, Susan Mullin. Africa Explores: 20th Century African Art. New York: Center for African Art, 1991.
Blier, Suzanne Preston. African Vodun: Art, Psychology, and Power. Chicago: University of Chicago Press, 1995.
CAB45016
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerEine Moba-Skulptur aus dem Norden Ghanas, die sich in einem verwitterten Zustand präsentiert und einschließlich Sockel angeboten wird, lädt zu einer genauen Betrachtung ein – nicht nur als Objekt formaler und materieller Qualitäten, sondern auch als Träger vielschichtiger Nutzungs-, Expositions- und Transformationsgeschichten. Solche Skulpturen, die oft mit Schrein-Kontexten und Ahnenverehrung verbunden sind, werden typischerweise aus Holz geschnitzt und im Freien installiert, wo sie den allmählichen Auswirkungen von Sonne, Wind, Regen und ritueller Behandlung ausgesetzt bleiben. Die resultierende Oberfläche – erodiert, rissig und dunkel geworden – sollte nicht lediglich als Verfall verstanden werden, sondern als Aufzeichnung des zeitlichen Wandels und kultureller Kontinuität.
Die inszenierte Vertikalität, die für die Moba-figürale Schnitzkunst charakteristisch ist, bleibt auch in stark verwitterten Exemplaren oft erhalten. Gliedmaßen können zu verkürzten Vorsprüngen, Oberkörper zu verlängertem Torso, und Köpfe zu einem dezent angedeuteten Detail reduziert sein, wobei Gegenwart über anatomische Detailtreue gestellt wird. Unter diesen Bedingungen wird die Abstraktion der Skulptur stärker hervorgehoben, da Erosion Kanten abschwächt und feinere Schnitzmarken verschleiert. Was bleibt, ist eine Silhouette, die ihre symbolische Wirksamkeit bewahrt und darauf hindeutet, dass die Lesbarkeit im ursprünglichen Kontext nicht von präziser Figurierung abhängt, sondern von der nachhaltigen Aktivierung der Form im Raum.
Die Oberflächenstruktur spielt eine entscheidende Rolle für das gegenwärtige Erscheinungsbild des Objekts. Verwitterung erzeugt eine Patina, die je nach Holzart, Umwelteinwirkung und dem Auftragen von Libationen oder Opfergaben von blassgrau bis zu tiefem Braun oder fast Schwarz reicht. Risse und Spalte, die oft der Faserlauf-Richtung folgen, belegen Zyklen von Feuchtigkeitsaufnahme und Austrocknung. In einigen Fällen kann biologisches Wachstum wie Flechten oder Moos an der Oberfläche haften bleiben und die Skulptur stärker in ihren ökologischen Kontext einbetten. Diese Anlagerungen erschweren jeden Versuch, das Kunstwerk von seiner Umwelt zu trennen, und unterstreichen, in welchem Ausmaß es als Teil einer lebendigen Landschaft existiert statt als isoliertes ästhetisches Objekt.
Der als „verwittert“ bezeichnete Zustand muss daher im Rahmen einer Konzeption interpretiert werden, die konservatorische Annahmen ablehnt, die ursprüngliche oder pristine Zustände privilegieren. Im Kontext der nördlich ghanaischen Bildhauerei ist die Exposition integraler Bestandteil der Funktion. Skulpturen ziehen sich nicht aus den Elementen zurück, sondern bleiben aktive Teilnehmer am rituellen Leben – gerade durch ihre Widerstandsfähigkeit. Der allmähliche Materialverlust mindert ihre Potenz nicht; vielmehr kann er ihre wahrgenommene Wirksamkeit steigern, da er die Ansammlung spiritueller Auseinandersetzungen über die Zeit markiert.
Aus historiografischer Perspektive bedeutet die Übersetzung eines solchen Objekts in einen Katalogtext eine Verschiebung von Sinn und Rezeption. Aus seinem ursprünglichen Ort gelöst und in einer Sammlung oder Ausstellung präsentiert, wird die Skulptur neu kontextualisiert als Kunstwerk, das formale Analyse und Erhaltung erfährt. Doch die sichtbaren Spuren der Verwitterung widersetzen sich einer vollständigen Assimilation in Museum-Diskurse. Sie signalisieren eine vorkommende Existenzweise, die nicht vollständig wiedergewonnen werden kann, im Materialzustand des Objekts jedoch weiterhin ablesbar bleibt.
Bei der Beschreibung einer verwitterten Moba-Skulptur ist es somit essenziell, auf das Zusammenwirken von Form, Oberfläche und Kontext zu achten. Der aktuelle Zustand des Objekts ist nicht zufällig, sondern konstitutiv für seine Bedeutung. Verwitterung fungiert sowohl als physischer Prozess als auch als kultureller Index, der zwischen den Ursprüngen der Skulptur und ihrem gegenwärtigen Status innerhalb eines Katalogs oder einer Sammlung vermittelt. Jede Darstellung, die dem Werk gerecht werden will, muss daher Verfall nicht nur als Verlust, sondern als Transformation anerkennen, die seine Bedeutung weiterhin prägt.
References
Cole, Herbert M. Icons: Ideals and Power in the Art of Africa. Washington, D.C.: Smithsonian Institution Press, 1989.
Ezra, Kate. Art of the Dogon: Selections from the Lester Wunderman Collection. New York: Metropolitan Museum of Art, 1988.
Vogel, Susan Mullin. Africa Explores: 20th Century African Art. New York: Center for African Art, 1991.
Blier, Suzanne Preston. African Vodun: Art, Psychology, and Power. Chicago: University of Chicago Press, 1995.
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