Skulptur, Ercole e Leone di Nemea 50 cm - 32 cm - Terracotta





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Er verfügt über 18 Jahre Erfahrung, war Junior-Spezialist bei Sotheby’s und Manager bei Kunsthandel Jacques Fijnaut.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Ercole und der Nemeischer Löwe – Skulpturengruppe
Wichtige handmodellierte Terrakotta-Gruppe, die Herkules im Kampf gegen den Nemeischen Löwen zeigt.
Das Werk zeichnet sich durch eine komplexe volumenbildende, vollständig dreidimensionale Struktur aus, konzipiert für eine mehrfache Sicht. Die dynamische Anlage, von klar hellenistischem Erbe, wird durch eine sich kreuzende Torstion der Körper gelöst, die ein instabiles aber kontrolliertes Gleichgewicht erzeugt – ein Zeichen sachkundiger Hand.
Die Modellierung zeigt eine fortgeschrittene Beherrschung des Materials: Die Muskelmasse ist auf flache, weiche Übergänge und Verbindungen ausgelegt, ohne Nachzugeben, während die Übergänge zwischen Spannung und Entspannung mit anatomischer Bewusstheit kalibriert sind. Der Löwe weist eine besonders präzise physiologische Wiedergabe auf, erkennbar am Nachlassen der Brust und der verbleibenden Spannung in den Gliedmaßen.
Ein unterscheidendes Qualitätsmerkmal ist das Vorhandensein von subkutanen Details, wie die hervortretende Vene entlang des Gazelleliten des Tieres, die nicht durch oberflächliche Einschnitte, sondern durch volumetrische Modulation erzielt wurde – Zeichen einer direkten Bearbeitung auf frischer, nicht trockenverfeinerter Tonmasse.
Die Oberfläche bewahrt eine natürliche, gleichmäßige Patina mit leichten chromatischen Abweichungen und mikrofertigen Oxidationen, typisch für gealterte Terrakotta, gepaart mit kohärenten Ablagerungen in den Bereichen untergehobener Positionen. Sichtbar sind Spuren manueller Bearbeitung (Abdrücke, Streichbewegungen, Druck), die nicht durch moderne mechanische Eingriffe verändert wurden.
Zusätzlich ist festzustellen:
- Rückzug und Mikrorisse durch Trocknung, kompatibel mit traditioneller Brennung
- Abwesenheit modularer Wiederholung (hinweis auf Unikat, kein Serienformteil)
- differenzierte Bearbeitung zwischen Primär- und Sekundärflächen (typisch für direkte Handarbeit)
Die Mähne, mit tiefen und rhythmischen Gravuren behandelt, erzeugt ein wirkungsvolles Hell-Dunkel, das die plastische Lesung des Ganzen verstärkt.
Werk im hellenistischen Geschmack, in neoklassizistischem Rahmen mit ausgeprägter naturalistischer Sensibilität neu interpretiert.
Datierung: XIX. Jahrhundert (mit Merkmalen einer anspruchsvollen europäischen Kulturproduktion)
Technik: handmodellierte Terrakotta, traditionelles Brennen.
Ercole und der Nemeischer Löwe – Skulpturengruppe
Wichtige handmodellierte Terrakotta-Gruppe, die Herkules im Kampf gegen den Nemeischen Löwen zeigt.
Das Werk zeichnet sich durch eine komplexe volumenbildende, vollständig dreidimensionale Struktur aus, konzipiert für eine mehrfache Sicht. Die dynamische Anlage, von klar hellenistischem Erbe, wird durch eine sich kreuzende Torstion der Körper gelöst, die ein instabiles aber kontrolliertes Gleichgewicht erzeugt – ein Zeichen sachkundiger Hand.
Die Modellierung zeigt eine fortgeschrittene Beherrschung des Materials: Die Muskelmasse ist auf flache, weiche Übergänge und Verbindungen ausgelegt, ohne Nachzugeben, während die Übergänge zwischen Spannung und Entspannung mit anatomischer Bewusstheit kalibriert sind. Der Löwe weist eine besonders präzise physiologische Wiedergabe auf, erkennbar am Nachlassen der Brust und der verbleibenden Spannung in den Gliedmaßen.
Ein unterscheidendes Qualitätsmerkmal ist das Vorhandensein von subkutanen Details, wie die hervortretende Vene entlang des Gazelleliten des Tieres, die nicht durch oberflächliche Einschnitte, sondern durch volumetrische Modulation erzielt wurde – Zeichen einer direkten Bearbeitung auf frischer, nicht trockenverfeinerter Tonmasse.
Die Oberfläche bewahrt eine natürliche, gleichmäßige Patina mit leichten chromatischen Abweichungen und mikrofertigen Oxidationen, typisch für gealterte Terrakotta, gepaart mit kohärenten Ablagerungen in den Bereichen untergehobener Positionen. Sichtbar sind Spuren manueller Bearbeitung (Abdrücke, Streichbewegungen, Druck), die nicht durch moderne mechanische Eingriffe verändert wurden.
Zusätzlich ist festzustellen:
- Rückzug und Mikrorisse durch Trocknung, kompatibel mit traditioneller Brennung
- Abwesenheit modularer Wiederholung (hinweis auf Unikat, kein Serienformteil)
- differenzierte Bearbeitung zwischen Primär- und Sekundärflächen (typisch für direkte Handarbeit)
Die Mähne, mit tiefen und rhythmischen Gravuren behandelt, erzeugt ein wirkungsvolles Hell-Dunkel, das die plastische Lesung des Ganzen verstärkt.
Werk im hellenistischen Geschmack, in neoklassizistischem Rahmen mit ausgeprägter naturalistischer Sensibilität neu interpretiert.
Datierung: XIX. Jahrhundert (mit Merkmalen einer anspruchsvollen europäischen Kulturproduktion)
Technik: handmodellierte Terrakotta, traditionelles Brennen.
