Skulptur, Paires d'anges de retable , Baroque XVIII - 40 cm - Polychromiertes Holz






Er verfügt über 18 Jahre Erfahrung, war Junior-Spezialist bei Sotheby’s und Manager bei Kunsthandel Jacques Fijnaut.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Diese bemerkenswerte Paar von geschnitzten, stuccierten und polychromierten Holzengeln ist ein authentischer Beleg für die künstlerische Frömmigkeit des süddeutschen Barock im XVIII. Jahrhundert.
Aus einer Tradition des späten Barock, typischerweise bayerisch oder schwäbisch, zeichnen sich diese freistehenden Skulpturen durch ihre expressive Kraft und ihren Bezug zur provinziellen Sakralplastik der Alpen aus.
Die beiden Putten sind in einer dynamischen Contrapposto-Position dargestellt, der Körper ist verdreht und die Arme erhoben, was auf ihre ursprüngliche Funktion als Altarengel hinweist, die darauf abzielt, eine zentrale Szene oder einen Tabernakel zu rahmen. Die Bildhauerei, kräftig und fleischhaft, wird durch eine dicke Schicht Stuck als Grundierung geadelt, die es ermöglichte, mit chirurgischer Präzision die jugendlichen Gesichter mit runden Wangen, den festen Blicken und die in Lockelementen behandelten Haare zu modellieren.
Der Ursprung dieser Stücke erinnert besonders an die Werkstätten Niedersbayern oder der Region Allgäu, wo der Barock eine erdige Kraft und eine volkstümliche Frömmigkeit ausdrückt, fern von der Zierlichkeit der Hofmodelle. Die materielle Beschaffenheit verstärkt dieses historische Interesse: Man beobachtet auf der gesamten Oberfläche deutliche Spuren der ursprünglichen Polychromie, insbesondere rote Pigmente auf den Lippen, während die Reinheitsgewänder, die ihre Hüften umschließen, wertvolle Reste von Gold behalten. Diese partielle Vergoldung war darauf ausgelegt, das Licht der Kerzen einzufangen und einen strahlenden göttlichen Effekt in Pilgerkirchen zu erzeugen.
Es ist faszinierend festzustellen, wie robust ihr Erhaltungszustand nach fast drei Jahrhunderten ist. Obwohl die Zeit ihren Abdruck hinterlassen hat, fehlen einige Enden und Abplatzungen der Stuckschicht, wodurch die Seele des Holzes sichtbar wird, bleibt die Struktur der Skulpturen selbst von außergewöhnlicher Festigkeit. Diese Abnutzungen beeinträchtigen das Werk nicht; sie verleihen ihm eine unverwechselbare historische Patina und zeugen von der Widerstandsfähigkeit der von den Meistern der Bildhauerkunst jener Epoche verwendeten Materialien.
Diese Engel haben Revolutionen und Jahrhunderte überdauert, um uns mit einer eindrucksvollen Bühnenpräsenz zu begegnen, und machen sie zu Sammlungsstücken von seltener Intensität, ideal, um einen Innenraum der Haute Époque oder eine Wunderkammer zu schmücken.
Diese bemerkenswerte Paar von geschnitzten, stuccierten und polychromierten Holzengeln ist ein authentischer Beleg für die künstlerische Frömmigkeit des süddeutschen Barock im XVIII. Jahrhundert.
Aus einer Tradition des späten Barock, typischerweise bayerisch oder schwäbisch, zeichnen sich diese freistehenden Skulpturen durch ihre expressive Kraft und ihren Bezug zur provinziellen Sakralplastik der Alpen aus.
Die beiden Putten sind in einer dynamischen Contrapposto-Position dargestellt, der Körper ist verdreht und die Arme erhoben, was auf ihre ursprüngliche Funktion als Altarengel hinweist, die darauf abzielt, eine zentrale Szene oder einen Tabernakel zu rahmen. Die Bildhauerei, kräftig und fleischhaft, wird durch eine dicke Schicht Stuck als Grundierung geadelt, die es ermöglichte, mit chirurgischer Präzision die jugendlichen Gesichter mit runden Wangen, den festen Blicken und die in Lockelementen behandelten Haare zu modellieren.
Der Ursprung dieser Stücke erinnert besonders an die Werkstätten Niedersbayern oder der Region Allgäu, wo der Barock eine erdige Kraft und eine volkstümliche Frömmigkeit ausdrückt, fern von der Zierlichkeit der Hofmodelle. Die materielle Beschaffenheit verstärkt dieses historische Interesse: Man beobachtet auf der gesamten Oberfläche deutliche Spuren der ursprünglichen Polychromie, insbesondere rote Pigmente auf den Lippen, während die Reinheitsgewänder, die ihre Hüften umschließen, wertvolle Reste von Gold behalten. Diese partielle Vergoldung war darauf ausgelegt, das Licht der Kerzen einzufangen und einen strahlenden göttlichen Effekt in Pilgerkirchen zu erzeugen.
Es ist faszinierend festzustellen, wie robust ihr Erhaltungszustand nach fast drei Jahrhunderten ist. Obwohl die Zeit ihren Abdruck hinterlassen hat, fehlen einige Enden und Abplatzungen der Stuckschicht, wodurch die Seele des Holzes sichtbar wird, bleibt die Struktur der Skulpturen selbst von außergewöhnlicher Festigkeit. Diese Abnutzungen beeinträchtigen das Werk nicht; sie verleihen ihm eine unverwechselbare historische Patina und zeugen von der Widerstandsfähigkeit der von den Meistern der Bildhauerkunst jener Epoche verwendeten Materialien.
Diese Engel haben Revolutionen und Jahrhunderte überdauert, um uns mit einer eindrucksvollen Bühnenpräsenz zu begegnen, und machen sie zu Sammlungsstücken von seltener Intensität, ideal, um einen Innenraum der Haute Époque oder eine Wunderkammer zu schmücken.
