Mörser (3) - Holz - Mörser und Deckeldose






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Aus Nuristan, Afghanistan, stammt dieses antike Dreier-Set aus dem 19. Jahrhundert mit drei hölzernen Objekten—zwei archaische Mörser und eine dazugehörige Deckeldose—mit dem Titel Mörser und Deckeldose, Datierung ca. 1850–1900 im Nuristan-/Antik-Stil.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
AFGHANISTAN, HINDUKUSCH | Archaische Mörser und Holzdose aus Nuristan/Kafiristan, 19. Jh.
Seltenes, ausdrucksstarkes Ensemble nuristanischer Holzarbeiten des 19. Jahrhunderts: zwei archaisch geschnitzte Mörser sowie eine zugehörige Holzdose/Deckelschale, die bereits in den 1930er Jahren nach Deutschland gelangt. Maße: Der große Mörser ist ca. 30 cm hoch, der kleinere noch 20 cm. Der Durchmesser der Deckelschale beträgt ca. 20 cm.
Die Stücke stammen aus Nuristan, einer der abgelegensten Bergregionen Afghanistans, tief eingeschnitten in die Täler des Hindukusch. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bewahrten die dortigen Gemeinschaften eine eigenständige, vorislamische Kultur mit animistischen, polytheistischen und schamanistischen Elementen – eine Welt, die durch ihre Isolation außergewöhnlich lange überdauerte.
Die massiven, aus Holz gearbeiteten Mörser zeigen die typische kraftvolle Formensprache Nuristans: umlaufende Ritzornamente, Kreuz- und Rautenfelder, Punktkreise, Kerbbänder und stark plastische Henkel. Nichts wirkt dekorativ im europäischen Sinne; jede Linie scheint aus Gebrauch, Ritual und überlieferter Handwerkstradition hervorgegangen zu sein. Die tiefe Patina, Abriebspuren, Risse, Bestoßungen und alten Reparaturspuren verleihen den Objekten eine eindringliche Authentizität. Man sieht ihnen ihre lange Nutzung unmittelbar an.
Diese Mörser wurden im Alltag vermutlich zum Stampfen von Getreide, Körnern oder anderen Nahrungsmitteln verwendet. Gerade darin liegt ihre besondere Faszination: Es sind keine touristischen Arbeiten, sondern ursprüngliche Gebrauchsobjekte, deren ornamentale Gestaltung dennoch von einer hochentwickelten lokalen Holzschnitztradition zeugt.
In ihrer archaischen Präsenz erinnern die Stücke an eine Kultur, die durch die Islamisierung um 1900 tiefgreifend verändert wurde und deren materielle Zeugnisse heute nur noch selten erhalten sind. Ein außergewöhnliches Ensemble mit starker skulpturaler Wirkung, gewachsener Alterspatina und überzeugender ethnographischer Ausstrahlung – seltene authentische Holzobjekte aus dem historischen Nuristan/Kafiristan.
AFGHANISTAN, HINDUKUSCH | Archaische Mörser und Holzdose aus Nuristan/Kafiristan, 19. Jh.
Seltenes, ausdrucksstarkes Ensemble nuristanischer Holzarbeiten des 19. Jahrhunderts: zwei archaisch geschnitzte Mörser sowie eine zugehörige Holzdose/Deckelschale, die bereits in den 1930er Jahren nach Deutschland gelangt. Maße: Der große Mörser ist ca. 30 cm hoch, der kleinere noch 20 cm. Der Durchmesser der Deckelschale beträgt ca. 20 cm.
Die Stücke stammen aus Nuristan, einer der abgelegensten Bergregionen Afghanistans, tief eingeschnitten in die Täler des Hindukusch. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bewahrten die dortigen Gemeinschaften eine eigenständige, vorislamische Kultur mit animistischen, polytheistischen und schamanistischen Elementen – eine Welt, die durch ihre Isolation außergewöhnlich lange überdauerte.
Die massiven, aus Holz gearbeiteten Mörser zeigen die typische kraftvolle Formensprache Nuristans: umlaufende Ritzornamente, Kreuz- und Rautenfelder, Punktkreise, Kerbbänder und stark plastische Henkel. Nichts wirkt dekorativ im europäischen Sinne; jede Linie scheint aus Gebrauch, Ritual und überlieferter Handwerkstradition hervorgegangen zu sein. Die tiefe Patina, Abriebspuren, Risse, Bestoßungen und alten Reparaturspuren verleihen den Objekten eine eindringliche Authentizität. Man sieht ihnen ihre lange Nutzung unmittelbar an.
Diese Mörser wurden im Alltag vermutlich zum Stampfen von Getreide, Körnern oder anderen Nahrungsmitteln verwendet. Gerade darin liegt ihre besondere Faszination: Es sind keine touristischen Arbeiten, sondern ursprüngliche Gebrauchsobjekte, deren ornamentale Gestaltung dennoch von einer hochentwickelten lokalen Holzschnitztradition zeugt.
In ihrer archaischen Präsenz erinnern die Stücke an eine Kultur, die durch die Islamisierung um 1900 tiefgreifend verändert wurde und deren materielle Zeugnisse heute nur noch selten erhalten sind. Ein außergewöhnliches Ensemble mit starker skulpturaler Wirkung, gewachsener Alterspatina und überzeugender ethnographischer Ausstrahlung – seltene authentische Holzobjekte aus dem historischen Nuristan/Kafiristan.
