"Scheveningen decor" - Teller - Porzellan - Kangxi-Periode






Studierte asiatische Kunst und Kunstmarktmanagement; forschte in Taipeh; arbeitete in Auktionshäusern.
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Chinesische Exportporzellanplatte aus der Kangxi-Periode (1662–1722) mit Blau-Weiß Scheveningen-Landschaft, Durchmesser ca. 19,7 cm, 1 Stück.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Literatur:
Vergleichbare Beispiele abgebildet in: Jörg (1984), Interaction in Ceramics, Nr. 65; Howard & Ayers (1978), China for the West, Bd. I, Abb. 32a; Howard (1994), The Choice of the Private Trader, pl. 11.
Chinesisches Exportporzellane-Schäveningen-Teller – Kangxi-Zeit – Anfang des 18. Jahrhunderts
Die Landschaft gehört zu der sogenannten „Scheveningen“-Gruppe und basiert auf Delftser Vorlagen von Frederik van Frytom.
Frederik van Frytom selbst war ein Delftser Plateelschilderer, spezialisiert auf außerordentlich feine Landschaften in Blau-Weiß-Tonware. Seine Kompositionen wurden Ende des 17. Jahrhunderts und zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Japan (Arita) und später in China kopiert, für den Export nach Europa.
Ansprechendes chinesisches Exportporzellan, Teller mit Unterglasurblau dekoriert, mit einer europäischen Landschaft, bekannt als das sogenannte „Scheveningen“-Dekor. Die Darstellung zeigt wandelnde Figuren in einer hügeligen holländischen Landschaft mit Gebäuden, Kirchturm und Wolkenpartie, umgeben von einem dekorativen Wellentand.
Dieser Porzellantyp wurde in China für den niederländischen Markt während der Kangxi-Periode hergestellt und ist inspiriert von Delftware und europäischen Gravuren. Die Verzierung gehört zu der bekannten Gruppe „Scheveningen“ bzw. „Deshima“ Exportporzellans.
Das sogenannte ‚Scheveningen‘-Motiv wurde ursprünglich als Abbildung der kleinen, von Menschenhand angelegten Insel Dejima vor der Küste von Nagasaki betrachtet, von der aus die Holländer während der Edo-Zeit Handel treiben durften. Später wurde jedoch vermutet, dass es wahrscheinlich eine europäische Landschaft darstellt, konkreter die niederländische Hafenstadt Scheveningen, wobei das Motiv von einem Delftschen Modell inspiriert sein soll, gemalt von Frederick van Frytom (1652–1702). Sein Werk zeigt gewöhnlich Figuren in breiten, flachen niederländischen Landschaften, gelegentlich zieht er aber auch Inspiration aus Illustrierten und Gemälden mit rustikalen, italienischen Szenen, die seinerzeit populär waren. Eine japanische Arita-Teller mit ähnlicher Landschaft ist im Katalog Jörg, C.J.A. (1984) Interaction in Ceramics: Oriental Porcelain and Delftware. The Urban Council. Nr. 65. Dasselbe Beispiel ist auch abgebildet in Howard & Ayers (1978). China for the West: Chinese Porcelain and other Decorative Arts for Export illustrated from the Mottadeh Collection. Sotheby Parke Bernet (Abb. 32a). Eine japanische Teekanne im Stil von Frytom findet man in The Burghley Porcelains: an Exhibition from the Burghley House Collection. Japan Society. S. 158, Taf. 54. Für weitere Informationen über van Frytom und seine Kunst wenden Sie sich an Vecht, A. (1968) Frederik van Frytom 1632-1702: Life and Work of a Dutch Pottery Decorator. Scheltema and Holkema NV. Ein weiteres illustriertes Beispiel findet sich in Howard, David S. (1994) The Choice of the Private Trader: The Private Market in Chinese Export Porcelain Illustrated from the Hodroff Collection. Zwemmer. S. 44, Abbildung 11.
Details
Herkunft: China
Periode: Kangxi-Periode (1662–1722), Anfang des 18. Jahrhunderts
Material: Porzellan
Dekor: Unterglasurblau
Typ: Chinesisches Exportporzellan
Beschaffenheit: gut, nur minimale Abnutzung/Kratzer, kleine Randabschürfungen, ansonsten einwandfrei.
Diameter: ca. 19,7 cm
Kostenloser Versand:
Internationaler Versand mit Track & Trace.
Wird sehr sicher verpackt, machen Sie sich bitte keine Sorgen!
Literatur:
Vergleichbare Beispiele abgebildet in: Jörg (1984), Interaction in Ceramics, Nr. 65; Howard & Ayers (1978), China for the West, Bd. I, Abb. 32a; Howard (1994), The Choice of the Private Trader, pl. 11.
Chinesisches Exportporzellane-Schäveningen-Teller – Kangxi-Zeit – Anfang des 18. Jahrhunderts
Die Landschaft gehört zu der sogenannten „Scheveningen“-Gruppe und basiert auf Delftser Vorlagen von Frederik van Frytom.
Frederik van Frytom selbst war ein Delftser Plateelschilderer, spezialisiert auf außerordentlich feine Landschaften in Blau-Weiß-Tonware. Seine Kompositionen wurden Ende des 17. Jahrhunderts und zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Japan (Arita) und später in China kopiert, für den Export nach Europa.
Ansprechendes chinesisches Exportporzellan, Teller mit Unterglasurblau dekoriert, mit einer europäischen Landschaft, bekannt als das sogenannte „Scheveningen“-Dekor. Die Darstellung zeigt wandelnde Figuren in einer hügeligen holländischen Landschaft mit Gebäuden, Kirchturm und Wolkenpartie, umgeben von einem dekorativen Wellentand.
Dieser Porzellantyp wurde in China für den niederländischen Markt während der Kangxi-Periode hergestellt und ist inspiriert von Delftware und europäischen Gravuren. Die Verzierung gehört zu der bekannten Gruppe „Scheveningen“ bzw. „Deshima“ Exportporzellans.
Das sogenannte ‚Scheveningen‘-Motiv wurde ursprünglich als Abbildung der kleinen, von Menschenhand angelegten Insel Dejima vor der Küste von Nagasaki betrachtet, von der aus die Holländer während der Edo-Zeit Handel treiben durften. Später wurde jedoch vermutet, dass es wahrscheinlich eine europäische Landschaft darstellt, konkreter die niederländische Hafenstadt Scheveningen, wobei das Motiv von einem Delftschen Modell inspiriert sein soll, gemalt von Frederick van Frytom (1652–1702). Sein Werk zeigt gewöhnlich Figuren in breiten, flachen niederländischen Landschaften, gelegentlich zieht er aber auch Inspiration aus Illustrierten und Gemälden mit rustikalen, italienischen Szenen, die seinerzeit populär waren. Eine japanische Arita-Teller mit ähnlicher Landschaft ist im Katalog Jörg, C.J.A. (1984) Interaction in Ceramics: Oriental Porcelain and Delftware. The Urban Council. Nr. 65. Dasselbe Beispiel ist auch abgebildet in Howard & Ayers (1978). China for the West: Chinese Porcelain and other Decorative Arts for Export illustrated from the Mottadeh Collection. Sotheby Parke Bernet (Abb. 32a). Eine japanische Teekanne im Stil von Frytom findet man in The Burghley Porcelains: an Exhibition from the Burghley House Collection. Japan Society. S. 158, Taf. 54. Für weitere Informationen über van Frytom und seine Kunst wenden Sie sich an Vecht, A. (1968) Frederik van Frytom 1632-1702: Life and Work of a Dutch Pottery Decorator. Scheltema and Holkema NV. Ein weiteres illustriertes Beispiel findet sich in Howard, David S. (1994) The Choice of the Private Trader: The Private Market in Chinese Export Porcelain Illustrated from the Hodroff Collection. Zwemmer. S. 44, Abbildung 11.
Details
Herkunft: China
Periode: Kangxi-Periode (1662–1722), Anfang des 18. Jahrhunderts
Material: Porzellan
Dekor: Unterglasurblau
Typ: Chinesisches Exportporzellan
Beschaffenheit: gut, nur minimale Abnutzung/Kratzer, kleine Randabschürfungen, ansonsten einwandfrei.
Diameter: ca. 19,7 cm
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Wird sehr sicher verpackt, machen Sie sich bitte keine Sorgen!
