Eine Holzmaske - Dan - Elfenbeinküste (Ohne mindestpreis)






Zehn Jahre Erfahrung auf dem Gebiet historischer Waffen und Rüstungen sowie afrikanischer Kunst.
57 € | ||
|---|---|---|
52 € | ||
47 € | ||
Käuferschutz auf Catawiki
Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen
Trustpilot 4.4 | 134841 Bewertungen
Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.
Eine Holzmaske der Dan aus Côte d’Ivoire, Provenienz Man–Kouhibly-Region, 41 cm hoch, 1,7 kg, wird mit Ständer verkauft.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Dieser Dan-Maskentradition stammt aus der Region Man–Kouhibly, die zu einem der komplexesten Maskensysteme der Elfenbeinküste gehört. Es ist im Jaenicke-Njoya-Archiv dokumentiert. Incl stand.
In der Dan-Kultur ist eine Maske niemals nur ein geschnitztes Objekt, sondern die sichtbare Manifestation eines Waldgeistes (gle oder ge), der je nach sozialem Kontext unterschiedliche Identitäten annehmen kann, etwa Initiation, Unterhaltung, Schutz, Rennen oder Krieg.
Die sogenannten „Jäger“ oder jagdbezogene Masken sind besonders mit dem Wald als einem gefährlichen und spirituell aufgeladenen Raum verbunden. Jäger in Dan-Gesellschaften sind nicht nur Tierverfolger, sondern auch Vermittler zwischen menschlichen Gemeinschaften und Waldkräften. Aus diesem Grund drücken Masken, die mit Jägern assoziiert sind, oft eine erhöhte Wahrnehmung, Wachsamkeit und spirituelle Autorität aus.
Die Präsenz mehrerer Gesichter oder multipler Gesichtszüge in solchen Masken ist kein wörtliches Porträt, sondern eine symbolische Verdichtung mehrerer Ebenen von Vision und Identität. In der Dan-Kosmologie ist Sehen nicht singulär: Ein mächtiges Wesen muss in mehr als eine Richtung wahrnehmen können – physisch, sozial und spirituell. Das „Doppelte“ oder „Mehrfachgesicht“ kann daher darstellen:
– gleichzeitige Wachsamkeit in verschiedenen Richtungen (das Bedürfnis des Jägers, den Waldbereich zu lesen)
– die doppelte Rolle des Jägers als Verfolger und verwundbares Wesen innerhalb der Waldfordnung
– die Idee, dass spirituelle Kräfte plural sind und durch ein Objekt zugleich wirken können
– die kollektive Identität von Jagdverbänden, bei der die Maske eine Gruppe und nicht ein Individuum verkörpert
Ethnographisch wird Dan-Masken auch als „performative Wesen“ verstanden, die durch Tanz, Musik und Initiationskontexte aktiviert werden. Eine Maske kann je nach Aufführungskontext mehrere benannte Geisterpersönlichkeiten tragen, sodass visuelle Vielfältigkeit oft eher spirituelle Vielfältigkeit als anatomische Realismus widerspiegelt.
Literatur (eine Auswahl)
Vandenhoute, P. J. L., Classification stylistique du masque Dan et Guéré de la Côte d’Ivoire occidentale, E. J. Brill, Leiden, 1948, https://lccn.loc.gov/52068572
Kamara, Mamadou Koblé, Les fonctions du masque dans la société Dan de Sipilou, Museum Rietberg, Zürich, 1992,
Reed, Daniel B., Dan Ge Performance: Masks and Music in Contemporary Côte d’Ivoire, Indiana University Press, 2003
Peek, Philip M., Dan Ge Performance: Masks and Music in Contemporary Côte d’Ivoire (review and article), African Arts, 2004,
Vandenhoute, Jan (Hrsg.), The Artist Himself in African Art Studies: Jan Vandenhoute’s Investigation of the Dan Sculptor in Côte d’Ivoire, Academia Press, 2001,
Fischer, Eberhard und Himmelheber, Hans, The Arts of the Dan in West Africa (Museum- und ethnografische Referenzarbeit, häufig zitiert in Dan-Maskenstudien) Fagg, William B., Two Early Masks from the Dan Tribes in the British Museum, Journal „Man“, 1955,
Gnonsoa, Angèle; Oberlé, Philippe (Hrsg.), Masques vivants de Côte d’Ivoire, S.A.E.P., 1985,
Daniel B. Reed, Ambiguous Agency: Dan/Mau Mask Spirit Performance as Ontology in Côte d’Ivoire and the US, Africa Journal, 2018,
Der Verkäufer stellt sich vor
Dieser Dan-Maskentradition stammt aus der Region Man–Kouhibly, die zu einem der komplexesten Maskensysteme der Elfenbeinküste gehört. Es ist im Jaenicke-Njoya-Archiv dokumentiert. Incl stand.
In der Dan-Kultur ist eine Maske niemals nur ein geschnitztes Objekt, sondern die sichtbare Manifestation eines Waldgeistes (gle oder ge), der je nach sozialem Kontext unterschiedliche Identitäten annehmen kann, etwa Initiation, Unterhaltung, Schutz, Rennen oder Krieg.
Die sogenannten „Jäger“ oder jagdbezogene Masken sind besonders mit dem Wald als einem gefährlichen und spirituell aufgeladenen Raum verbunden. Jäger in Dan-Gesellschaften sind nicht nur Tierverfolger, sondern auch Vermittler zwischen menschlichen Gemeinschaften und Waldkräften. Aus diesem Grund drücken Masken, die mit Jägern assoziiert sind, oft eine erhöhte Wahrnehmung, Wachsamkeit und spirituelle Autorität aus.
Die Präsenz mehrerer Gesichter oder multipler Gesichtszüge in solchen Masken ist kein wörtliches Porträt, sondern eine symbolische Verdichtung mehrerer Ebenen von Vision und Identität. In der Dan-Kosmologie ist Sehen nicht singulär: Ein mächtiges Wesen muss in mehr als eine Richtung wahrnehmen können – physisch, sozial und spirituell. Das „Doppelte“ oder „Mehrfachgesicht“ kann daher darstellen:
– gleichzeitige Wachsamkeit in verschiedenen Richtungen (das Bedürfnis des Jägers, den Waldbereich zu lesen)
– die doppelte Rolle des Jägers als Verfolger und verwundbares Wesen innerhalb der Waldfordnung
– die Idee, dass spirituelle Kräfte plural sind und durch ein Objekt zugleich wirken können
– die kollektive Identität von Jagdverbänden, bei der die Maske eine Gruppe und nicht ein Individuum verkörpert
Ethnographisch wird Dan-Masken auch als „performative Wesen“ verstanden, die durch Tanz, Musik und Initiationskontexte aktiviert werden. Eine Maske kann je nach Aufführungskontext mehrere benannte Geisterpersönlichkeiten tragen, sodass visuelle Vielfältigkeit oft eher spirituelle Vielfältigkeit als anatomische Realismus widerspiegelt.
Literatur (eine Auswahl)
Vandenhoute, P. J. L., Classification stylistique du masque Dan et Guéré de la Côte d’Ivoire occidentale, E. J. Brill, Leiden, 1948, https://lccn.loc.gov/52068572
Kamara, Mamadou Koblé, Les fonctions du masque dans la société Dan de Sipilou, Museum Rietberg, Zürich, 1992,
Reed, Daniel B., Dan Ge Performance: Masks and Music in Contemporary Côte d’Ivoire, Indiana University Press, 2003
Peek, Philip M., Dan Ge Performance: Masks and Music in Contemporary Côte d’Ivoire (review and article), African Arts, 2004,
Vandenhoute, Jan (Hrsg.), The Artist Himself in African Art Studies: Jan Vandenhoute’s Investigation of the Dan Sculptor in Côte d’Ivoire, Academia Press, 2001,
Fischer, Eberhard und Himmelheber, Hans, The Arts of the Dan in West Africa (Museum- und ethnografische Referenzarbeit, häufig zitiert in Dan-Maskenstudien) Fagg, William B., Two Early Masks from the Dan Tribes in the British Museum, Journal „Man“, 1955,
Gnonsoa, Angèle; Oberlé, Philippe (Hrsg.), Masques vivants de Côte d’Ivoire, S.A.E.P., 1985,
Daniel B. Reed, Ambiguous Agency: Dan/Mau Mask Spirit Performance as Ontology in Côte d’Ivoire and the US, Africa Journal, 2018,
Der Verkäufer stellt sich vor
Details
Rechtliche Informationen des Verkäufers
- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
AGB
AGB des Verkäufers. Mit einem Gebot auf dieses Los akzeptieren Sie ebenfalls die AGB des Verkäufers.
Widerrufsbelehrung
- Frist: 14 Tage sowie gemäß den hier angegebenen Bedingungen
- Rücksendkosten: Käufer trägt die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Ware
- Vollständige Widerrufsbelehrung
