Shibaraku - Ueno Tadamasa - Japanischer Holzschnitt - Ukiyo-e - Japan - 20. Jahrhundert






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Original-Holzschnitt von Ueno Tadamasa mit dem Titel Shibaraku - Ueno Tadamasa - Japanese Woodblock Print - Ukiyo-e, ca. 1950, aus der Serie Kabuki Sugata-goyomi, Format yoko-ōban (40 × 27 cm), Mokuhanga auf hōsho, Japan, Provenienz Privatsammlung.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Künstler: Ueno Tadamasa 上野忠雅 (1904–1970), später Torii Tadamasa
Serie: Kabuki Sugata-goyomi 歌舞伎姿暦 (Kalender der Kabuki-Figuren / Kalender der Kabuki-Rollen und Darsteller)
Blatt: November
Motiv: Kamakura Goro in Shibaraku
Datum: ca. 1950
Format: yoko-ōban (horizontal ōban), voller Rahmen ca. 40×27 cm
Technik: mokuhanga — Mehrfachblock-Farben-Holzschnitt auf hōsho
1. Eindruck und Farbe
Ein lebendiger, fein registrierter Eindruck.
2. Papier und Zustand
Schweres hōsho-Papier mit vollem Rand. Leichte Vergilbungen vorhanden.
3. Der Künstler und die Serie
Ueno Tadamasa (1904–1970), geboren als Ueno Katsumi, war der bedeutendste Kabuki-Druckkünstler der mittleren Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Er arbeitete unter Torii Kiyotada VII (in einigen Nummerierungen Kiyotada IV, 1875–1941), dem Leiter der Torii-Schule – der Maler-Drucker-Linie, die Edo’s Kabuki-Theatern seit dem siebzehnten Jahrhundert mit Plakaten und Schauspieler-Drucken belieferte. Der Silbenton „tada“ in seinem Künstlernamen war eine direkte Anleihe aus dem Namen seines Meisters, Kyotada. 1949 verlieh die Torii-Familie ihm das Recht, ihren Familiennamen selbst zu führen, und er wurde Tadamasa Torii — eine außergewöhnliche Ehre, die ihn als Nachfolger bestätigte.
Das Kabuki Sugata-goyomi (Kalender der Kabuki-Figuren) ist eine Serie von zwölf Blättern, eines für jeden Monat des Jahres, wobei jedes Blatt einer anderen berühmten Kabuki-Rolle gewidmet ist. Die kühnen Designs zeigen dramatisch beschnittene Kompositionen, die sich auf Gesichtsausdruck und Frisur konzentrieren, mit kräftiger kalligrafischer Linie und lebendigen Farben, wodurch die spektakuläre Welt des Kabuki zum Leben erweckt wird. Es zählt zu Tadamasa’ größten Serien und wird am Markt selten vollständig angeboten.
5. Zwei Wege nach Edo: Wo dieses Druckwerk einordnet
Im zwanzigsten Jahrhundert nahmen Holzschnitt-Drucke des Kabuki zwei deutlich unterschiedliche Wege. Ein Weg war feinfühlig, atmosphärisch und stark von westlichen bildnerischen Werten beeinflusst — die Tradition von Natori Shunsen und Ōta Masamitsu (Gakō), die unter Watanabe Shōzaburō und anderen Shin-hanga-Verlegern arbeiteten und den Kabuki-Schauspieler als psychologisches Subjekt behandelten und ihn in sanfter Tonwertmodellierung und naturalistische Farben hüllten.
Der andere Weg blieb den kühnen Konventionen des Edo-yakusha-e treu — flache Felder, dekorative Muster, übertriebene kumadori und die theatrale Torii-Schule-Plakat-Tradition. Dieser Weg wurde von Torii Kiyotada IV/VII geführt und in die Nachkriegsjahre von seinem Schüler Ueno Tadamasa, dem gegenwärtigen Künstler, getragen.
Drucke dieser zweiten Tradition nehmen eine faszinierende Stellung ein. Sie sind nicht ganz Ukiyo-e im Edo-Sinn — zu modern, zu synthetisiert, zu bewusst als Gestaltung an sich. Und sie sind auch nicht Shin-hanga — zu flach, zu grafisch, zu unwillig, die rohe Stilistik der Kabuki-Bühne in stimmungsvolle Atmosphäre zu mildern. Sie stehen in eigenem Territorium: ausdrucksstark, erklärend, fast plakativ in ihrer grafischen Kraft, doch verwurzelt in einer Handwerks-Tradition mit drei Jahrhunderten kontinuierlicher Praxis dahinter. Die Kagamijishi-Seite ist ein Lehrbuchfall — der Boden ist ein einzelnes abgestuftes Goldfeld, die Figur auf Silhouette, Linie und Pigment reduziert, und doch trägt jede Linie das Gewicht der angesammelten Bühnentechnik der Torii-Schule.
Genau diese Unabhängigkeit von beiden Lagern — Ukiyo-e und Shin-hanga — macht Tadamasa’s Drucke so markant, und zunehmend so, wie Sammler die Originalität dessen anerkennen, was er zu tun suchte.
Der Verkäufer stellt sich vor
Künstler: Ueno Tadamasa 上野忠雅 (1904–1970), später Torii Tadamasa
Serie: Kabuki Sugata-goyomi 歌舞伎姿暦 (Kalender der Kabuki-Figuren / Kalender der Kabuki-Rollen und Darsteller)
Blatt: November
Motiv: Kamakura Goro in Shibaraku
Datum: ca. 1950
Format: yoko-ōban (horizontal ōban), voller Rahmen ca. 40×27 cm
Technik: mokuhanga — Mehrfachblock-Farben-Holzschnitt auf hōsho
1. Eindruck und Farbe
Ein lebendiger, fein registrierter Eindruck.
2. Papier und Zustand
Schweres hōsho-Papier mit vollem Rand. Leichte Vergilbungen vorhanden.
3. Der Künstler und die Serie
Ueno Tadamasa (1904–1970), geboren als Ueno Katsumi, war der bedeutendste Kabuki-Druckkünstler der mittleren Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Er arbeitete unter Torii Kiyotada VII (in einigen Nummerierungen Kiyotada IV, 1875–1941), dem Leiter der Torii-Schule – der Maler-Drucker-Linie, die Edo’s Kabuki-Theatern seit dem siebzehnten Jahrhundert mit Plakaten und Schauspieler-Drucken belieferte. Der Silbenton „tada“ in seinem Künstlernamen war eine direkte Anleihe aus dem Namen seines Meisters, Kyotada. 1949 verlieh die Torii-Familie ihm das Recht, ihren Familiennamen selbst zu führen, und er wurde Tadamasa Torii — eine außergewöhnliche Ehre, die ihn als Nachfolger bestätigte.
Das Kabuki Sugata-goyomi (Kalender der Kabuki-Figuren) ist eine Serie von zwölf Blättern, eines für jeden Monat des Jahres, wobei jedes Blatt einer anderen berühmten Kabuki-Rolle gewidmet ist. Die kühnen Designs zeigen dramatisch beschnittene Kompositionen, die sich auf Gesichtsausdruck und Frisur konzentrieren, mit kräftiger kalligrafischer Linie und lebendigen Farben, wodurch die spektakuläre Welt des Kabuki zum Leben erweckt wird. Es zählt zu Tadamasa’ größten Serien und wird am Markt selten vollständig angeboten.
5. Zwei Wege nach Edo: Wo dieses Druckwerk einordnet
Im zwanzigsten Jahrhundert nahmen Holzschnitt-Drucke des Kabuki zwei deutlich unterschiedliche Wege. Ein Weg war feinfühlig, atmosphärisch und stark von westlichen bildnerischen Werten beeinflusst — die Tradition von Natori Shunsen und Ōta Masamitsu (Gakō), die unter Watanabe Shōzaburō und anderen Shin-hanga-Verlegern arbeiteten und den Kabuki-Schauspieler als psychologisches Subjekt behandelten und ihn in sanfter Tonwertmodellierung und naturalistische Farben hüllten.
Der andere Weg blieb den kühnen Konventionen des Edo-yakusha-e treu — flache Felder, dekorative Muster, übertriebene kumadori und die theatrale Torii-Schule-Plakat-Tradition. Dieser Weg wurde von Torii Kiyotada IV/VII geführt und in die Nachkriegsjahre von seinem Schüler Ueno Tadamasa, dem gegenwärtigen Künstler, getragen.
Drucke dieser zweiten Tradition nehmen eine faszinierende Stellung ein. Sie sind nicht ganz Ukiyo-e im Edo-Sinn — zu modern, zu synthetisiert, zu bewusst als Gestaltung an sich. Und sie sind auch nicht Shin-hanga — zu flach, zu grafisch, zu unwillig, die rohe Stilistik der Kabuki-Bühne in stimmungsvolle Atmosphäre zu mildern. Sie stehen in eigenem Territorium: ausdrucksstark, erklärend, fast plakativ in ihrer grafischen Kraft, doch verwurzelt in einer Handwerks-Tradition mit drei Jahrhunderten kontinuierlicher Praxis dahinter. Die Kagamijishi-Seite ist ein Lehrbuchfall — der Boden ist ein einzelnes abgestuftes Goldfeld, die Figur auf Silhouette, Linie und Pigment reduziert, und doch trägt jede Linie das Gewicht der angesammelten Bühnentechnik der Torii-Schule.
Genau diese Unabhängigkeit von beiden Lagern — Ukiyo-e und Shin-hanga — macht Tadamasa’s Drucke so markant, und zunehmend so, wie Sammler die Originalität dessen anerkennen, was er zu tun suchte.
