KUNISADA • Sanmon Gosan no Kiri (楼門五三桐) Zyklus der Goemon-Dramen • Japanischer Holzschnitt - Japan - 20. Jahrhundert





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Künstler: Utagawa Kunisada (歌川国貞, 1786–1865), signiert als Utagawa Toyokuni III
Titel (Rollen): Ishikawa Goemon (石川五右衛門) und Mashiba Hisayoshi (真柴久吉) — der große Dieb und sein verfeindeter Erzfeind
Stück: Aus dem Sanmon Gosan no Kiri (楼門五三桐)-Zyklus der Goemon-Dramen
Datum: Spätes Edo-Zeitalter, ca. 1847–1852 (Kōka–Kaei-Periode)
Format: Ōban tate-e Diptych, zwei separate Blätter je ca. 36×24 cm
Technik: Nishiki-e (Voller-Farben-Holzschnitt) mit deluxe tsuya-zuri Politur
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IMPRESSION & FARBEN: Eine klassische Konfrontation, inszeniert über zwei Blätter, vereint durch einen schieferblauen Grund mit Rundeln aus Kranen und Schriftrollen und durch eine einzelne dunkle Säule geteilt. Rechts kniet Ishikawa Goemon in gekrümmter, aggressiver Mie-Positur, sein gepanzertes schwarzes Übergewand fällt in schweren Falten, während er den Griff des Schwerts umfasst — wildes Haar, starrend, das Bild des kündenden Gesetzlosen. Links sitzt sein Gegner Mashiba Hisayoshi in kühler Gelassenheit, gehüllt in blasscreme und Brokat, eine geschlossene Falte in der Hand und ein ruhiger, fast herablassender Blick: Stille gegen Wut. Die Farben sind reich und gut gesättigt, mit tiefen Indigo-, Ziegelrot- und gemusterten Brokaden, getragen von sicherer Keyblock-Zeichnung.
Das feinste Merkmal des Drucks ist sein poliertes Schwarz (tsuya-zuri): Das dichte Schwarz von Gos Geomons Robe wurde auf einen leichten Glanz poliert, sodass das gewebte geometrische Muster darin erst sichtbar wird, wenn das Blatt dem Licht zugewandt wird — eine deluxe Endbearbeitung, die hier in ausgezeichnetem Zustand erhalten ist, genau das Detail, das Sammler intakt vorfinden möchten.
PAPIER & ZUSTAND: Das Papier ist in gutem Zustand, mit einigen Zuschneidungen und Abnutzung an den Rändern, entsprechend dem Alter und der Handhabung.
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Thema — Goemon und sein Feind
Ishikawa Goemon ist einer der großen Antihelden der japanischen Populärvorstellung: Ein Meisterdieb und Verwegener — oft in späterer Überlieferung als Ninja dargestellt —, gefeiert auf der Kabuki-Bühne vor allem in Sanmon Gosan no Kiri, mit seinem berühmten Dachgarten-Tor-Lerntagebuch-Soliloquium («Zekkei kana!»). Das Drama dreht sich um Rache: Goemon entdeckt, dass Mashiba Hisayoshi für den Tod sowohl seines Pflegevaters Takechi Mitsuhide als auch seines wahren Vaters verantwortlich ist, und beschließt, ihn zu töten.
Wie so oft im Edo-Kabuki verbergen sich hinter den Namen historische Wahrheiten. „Mashiba Hisayoshi“ (真柴久吉) ist das Bühnenkürzel für Hashiba / Toyotomi Hideyoshi, den Einiger Japans — verborgen, weil die Tokugawa-Zensoren eine direkte Darstellung der Sengoku-Herrscher auf der Bühne oder im Druck verboten. „Takechi Mitsuhide“ steht ebenfalls stellvertretend für Akechi Mitsuhide. Kunisada präsentiert uns die beiden Protagonisten in ihrer dramatischen Gegenüberstellung: Wut und Gelassenheit, Dieb und Herr, als Spiegelbilder über dem Diptych angeordnet.
Der Verkäufer stellt sich vor
Künstler: Utagawa Kunisada (歌川国貞, 1786–1865), signiert als Utagawa Toyokuni III
Titel (Rollen): Ishikawa Goemon (石川五右衛門) und Mashiba Hisayoshi (真柴久吉) — der große Dieb und sein verfeindeter Erzfeind
Stück: Aus dem Sanmon Gosan no Kiri (楼門五三桐)-Zyklus der Goemon-Dramen
Datum: Spätes Edo-Zeitalter, ca. 1847–1852 (Kōka–Kaei-Periode)
Format: Ōban tate-e Diptych, zwei separate Blätter je ca. 36×24 cm
Technik: Nishiki-e (Voller-Farben-Holzschnitt) mit deluxe tsuya-zuri Politur
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IMPRESSION & FARBEN: Eine klassische Konfrontation, inszeniert über zwei Blätter, vereint durch einen schieferblauen Grund mit Rundeln aus Kranen und Schriftrollen und durch eine einzelne dunkle Säule geteilt. Rechts kniet Ishikawa Goemon in gekrümmter, aggressiver Mie-Positur, sein gepanzertes schwarzes Übergewand fällt in schweren Falten, während er den Griff des Schwerts umfasst — wildes Haar, starrend, das Bild des kündenden Gesetzlosen. Links sitzt sein Gegner Mashiba Hisayoshi in kühler Gelassenheit, gehüllt in blasscreme und Brokat, eine geschlossene Falte in der Hand und ein ruhiger, fast herablassender Blick: Stille gegen Wut. Die Farben sind reich und gut gesättigt, mit tiefen Indigo-, Ziegelrot- und gemusterten Brokaden, getragen von sicherer Keyblock-Zeichnung.
Das feinste Merkmal des Drucks ist sein poliertes Schwarz (tsuya-zuri): Das dichte Schwarz von Gos Geomons Robe wurde auf einen leichten Glanz poliert, sodass das gewebte geometrische Muster darin erst sichtbar wird, wenn das Blatt dem Licht zugewandt wird — eine deluxe Endbearbeitung, die hier in ausgezeichnetem Zustand erhalten ist, genau das Detail, das Sammler intakt vorfinden möchten.
PAPIER & ZUSTAND: Das Papier ist in gutem Zustand, mit einigen Zuschneidungen und Abnutzung an den Rändern, entsprechend dem Alter und der Handhabung.
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Thema — Goemon und sein Feind
Ishikawa Goemon ist einer der großen Antihelden der japanischen Populärvorstellung: Ein Meisterdieb und Verwegener — oft in späterer Überlieferung als Ninja dargestellt —, gefeiert auf der Kabuki-Bühne vor allem in Sanmon Gosan no Kiri, mit seinem berühmten Dachgarten-Tor-Lerntagebuch-Soliloquium («Zekkei kana!»). Das Drama dreht sich um Rache: Goemon entdeckt, dass Mashiba Hisayoshi für den Tod sowohl seines Pflegevaters Takechi Mitsuhide als auch seines wahren Vaters verantwortlich ist, und beschließt, ihn zu töten.
Wie so oft im Edo-Kabuki verbergen sich hinter den Namen historische Wahrheiten. „Mashiba Hisayoshi“ (真柴久吉) ist das Bühnenkürzel für Hashiba / Toyotomi Hideyoshi, den Einiger Japans — verborgen, weil die Tokugawa-Zensoren eine direkte Darstellung der Sengoku-Herrscher auf der Bühne oder im Druck verboten. „Takechi Mitsuhide“ steht ebenfalls stellvertretend für Akechi Mitsuhide. Kunisada präsentiert uns die beiden Protagonisten in ihrer dramatischen Gegenüberstellung: Wut und Gelassenheit, Dieb und Herr, als Spiegelbilder über dem Diptych angeordnet.
