Reliquiar Sogho-Vuvi-Gabon - Gabun






Zehn Jahre Erfahrung auf dem Gebiet historischer Waffen und Rüstungen sowie afrikanischer Kunst.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Origine. Gabun
Nom de la tribu. Mitsogho
Matériau. Bois
Dimension. 105 cm
Mode d'expédition. Colissimo sous 24-48h ouvrez
Dieses Stück ist ein bemerkenswertes Zeugnis ritualer Kunst der Tsogho (oder Mitsogo), einer Bevölkerung, die in der bergigen und waldreichen Region des mittleren bis südlichen Gabun (Chaillu-Massiv) lebt.
In der Tsogho-Kultur ist künstlerische Schöpfung eng mit Bwiti verbunden, einer hochstrukturierten männlichen Initiationsgesellschaft, zentriert auf die Verehrung der Vorfahren und die rituelle Nutzung der Rinde der psychoaktiven Pflanze Iboga.
1. Natur und Funktion des Objekts
Diese Stück scheint ein Ritual-Pilaster einer Hütte (ebanza) oder ein architektonisches geschnitztes Element (wie ein Türsturz oder ein Wandabschnitt) zu sein, eher als eine klassische Reliquienfigur.
Der ebanza ist der Tempel oder das Haus der Bwiti-Initierten, der Ort, an dem Hofnächte, die Hauptrituale und esoterische Übermittlungen stattfinden.
Der Körper des Stücks ist eine breite Rohholzplatte, unten spitz zulaufend, um in Erde befestigt oder in eine Struktur integriert zu werden.
2. Stilistische Analyse und morphologische Elemente
Der Kopf (Oberer Teil)
Die Gesichtszüge: Das Gesicht zeigt die klassischen Kanonen der Tsogho-Skulptur. Die Augen sind mandelförmig oder kiefernbitter, fast geschlossen, wodurch dem Gesicht eine Ausprägung von Innerlichkeit, Ruhe und spiritueller Andacht verliehen wird.
Die Haarschmuck: Man erkennt eine geschnitzte Frisur in strukturierten Bandformen oder geometrisch eingeätzten Dreads, sehr typisch für diese Region Gabuns.
Der Hals: Der Kopf ruht auf einem stilisierten Hals, der sich nach oben erweitert, um die Verbindung mit dem flachen Körper zu schaffen.
Der Körper und die geometrischen Motive (Mittlerer Teil)
Die überlappenden Quadrate: Der Körper der Platte ist mit einer vertikalen Anordnung von eingeschnittenen Rauten geschmückt (ineinander verschachtelte Rauten). In der Bwiti-Symbolik sind diese wiederkehrenden geometrischen Motive nicht bloß dekorativ: Sie beziehen sich oft auf die fractalartigen Visionen, die durch das Iboga-Rinden-Instrument bei Initiationen hervorgerufen werden. Sie symbolisieren auch den Weg des Initianden und die verschiedenen Phasen von Leben und Tod.
Die Pigmente: Es sind Überreste von Pigmenten zu sehen (dunkle Erden, Spuren von Weißkaolin oder roter Erde), die während der Zeremonien aufgetragen werden, um die spirituelle Kraft des Objekts zu aktivieren.
Die kleine anthropomorphe Figur
Ein besonders faszinierendes Element dieser Stücks ist die separat geschnitzte kleine Figur, die am Brust- oder Halsbereich der großen Struktur festgezogen (durch Stricke oder Draht) angebracht ist.
Diese Praxis des Hinzufügens oder Fesseln von Amuletten (oder „Hexen“) ist in der Kunst des Ogooué-Beckens verbreitet. Sie dient dazu, die magisch-religiöse Wirksamkeit des Objekts zu vervielfachen oder dort einen Pakt, einen Schutz oder eine spezifische spirituelle Entität zu verankern.
Zusammenfassend
Es handelt sich um ein traditionelles afrikanisches Kunstwerk mit starker sakraler Dimension. Es verkörpert die Funktion eines Intercessors, der den Tsogho-Skulpturen zugewiesen ist und die Brücke zwischen der Welt der Lebenden (dem Bwiti-Haus) und der unsichtbaren Welt der Vorfahren und Waldgeister schlägt. Seine architektonische Struktur und die strengen geometrischen Motive machen es zu einem fesselnden Sammlerobjekt, das von ritueller Geschichte durchdrungen ist.
Origine. Gabun
Nom de la tribu. Mitsogho
Matériau. Bois
Dimension. 105 cm
Mode d'expédition. Colissimo sous 24-48h ouvrez
Dieses Stück ist ein bemerkenswertes Zeugnis ritualer Kunst der Tsogho (oder Mitsogo), einer Bevölkerung, die in der bergigen und waldreichen Region des mittleren bis südlichen Gabun (Chaillu-Massiv) lebt.
In der Tsogho-Kultur ist künstlerische Schöpfung eng mit Bwiti verbunden, einer hochstrukturierten männlichen Initiationsgesellschaft, zentriert auf die Verehrung der Vorfahren und die rituelle Nutzung der Rinde der psychoaktiven Pflanze Iboga.
1. Natur und Funktion des Objekts
Diese Stück scheint ein Ritual-Pilaster einer Hütte (ebanza) oder ein architektonisches geschnitztes Element (wie ein Türsturz oder ein Wandabschnitt) zu sein, eher als eine klassische Reliquienfigur.
Der ebanza ist der Tempel oder das Haus der Bwiti-Initierten, der Ort, an dem Hofnächte, die Hauptrituale und esoterische Übermittlungen stattfinden.
Der Körper des Stücks ist eine breite Rohholzplatte, unten spitz zulaufend, um in Erde befestigt oder in eine Struktur integriert zu werden.
2. Stilistische Analyse und morphologische Elemente
Der Kopf (Oberer Teil)
Die Gesichtszüge: Das Gesicht zeigt die klassischen Kanonen der Tsogho-Skulptur. Die Augen sind mandelförmig oder kiefernbitter, fast geschlossen, wodurch dem Gesicht eine Ausprägung von Innerlichkeit, Ruhe und spiritueller Andacht verliehen wird.
Die Haarschmuck: Man erkennt eine geschnitzte Frisur in strukturierten Bandformen oder geometrisch eingeätzten Dreads, sehr typisch für diese Region Gabuns.
Der Hals: Der Kopf ruht auf einem stilisierten Hals, der sich nach oben erweitert, um die Verbindung mit dem flachen Körper zu schaffen.
Der Körper und die geometrischen Motive (Mittlerer Teil)
Die überlappenden Quadrate: Der Körper der Platte ist mit einer vertikalen Anordnung von eingeschnittenen Rauten geschmückt (ineinander verschachtelte Rauten). In der Bwiti-Symbolik sind diese wiederkehrenden geometrischen Motive nicht bloß dekorativ: Sie beziehen sich oft auf die fractalartigen Visionen, die durch das Iboga-Rinden-Instrument bei Initiationen hervorgerufen werden. Sie symbolisieren auch den Weg des Initianden und die verschiedenen Phasen von Leben und Tod.
Die Pigmente: Es sind Überreste von Pigmenten zu sehen (dunkle Erden, Spuren von Weißkaolin oder roter Erde), die während der Zeremonien aufgetragen werden, um die spirituelle Kraft des Objekts zu aktivieren.
Die kleine anthropomorphe Figur
Ein besonders faszinierendes Element dieser Stücks ist die separat geschnitzte kleine Figur, die am Brust- oder Halsbereich der großen Struktur festgezogen (durch Stricke oder Draht) angebracht ist.
Diese Praxis des Hinzufügens oder Fesseln von Amuletten (oder „Hexen“) ist in der Kunst des Ogooué-Beckens verbreitet. Sie dient dazu, die magisch-religiöse Wirksamkeit des Objekts zu vervielfachen oder dort einen Pakt, einen Schutz oder eine spezifische spirituelle Entität zu verankern.
Zusammenfassend
Es handelt sich um ein traditionelles afrikanisches Kunstwerk mit starker sakraler Dimension. Es verkörpert die Funktion eines Intercessors, der den Tsogho-Skulpturen zugewiesen ist und die Brücke zwischen der Welt der Lebenden (dem Bwiti-Haus) und der unsichtbaren Welt der Vorfahren und Waldgeister schlägt. Seine architektonische Struktur und die strengen geometrischen Motive machen es zu einem fesselnden Sammlerobjekt, das von ritueller Geschichte durchdrungen ist.
