Josef Kuba - Vase - Porzellan

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Florentin Brunz Gaborieau
Experte
Von Florentin Brunz Gaborieau ausgewählt

Besitzt einen Masterabschluss in Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Zweites Französisches Kaiserreich und Goldene Niederlande.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Vaso, das sich als großer Krug oder Bombenvas aus Porzellan präsentiert, gekennzeichnet durch einen sehr geräumigen, runden Bauch, der sich zu einer stabilen kreisförmigen Basis verengt. Die Schulter ist weich und fügt sich zu einem kurzen Hals, der mit einer abgeflachten Öffnung mit goldenem Rand endet. Der allgemeine Stil erinnert an die europäische Produktion Ende des 19. Jahrhunderts oder Anfang des 20. Jahrhunderts (z. B. Neoklassizismus, Historismus oder Porzellane im Wiener/deutschen Stil). Der Krug ist horizontal in drei Hauptbänder unterteilt: Der Hals ist in einem hellen/weißen Ton. Über der Schulter läuft ein Band in einem intensiven Smaragdgrün bzw. Imperialgrün, verziert am oberen Rand mit stilisierten Blattmotiven in Feingold und unten durch eine feine Goldlinie abgegrenzt. Das zentrale Band hat eine breite weiße Fläche, die eine mehrfarbige figürliche Szene als durchgehende Darstellung beherbergt, mit großer Detailgenauigkeit und sanften Schattierungen, die an akademische Malerei erinnern. Der Hintergrund der Szene zeigt einen leichten Bergkamm und einen Himmel, der in Rosa- und Blau-Tönen verblasst. Die untere Hälfte des Krugs nimmt das dunkle Smaragdgrün wieder auf, verziert im oberen Teil mit einer reichen und komplexen Goldstickerei in Golddraht, mit geometrischen, floralen und herabhängenden Motiven (Girlanden). Die gemalte Szene stellt einen dionysischen Triumph (oder Bacchanale) dar, ein klassisches Thema der griechischen und römischen Mythologie, verbunden mit dem Kult des Dionysos (Bacchus), dem Gott des Weins, des Festes und der Ausschweifung.
Von links nach rechts unterscheiden sich verschiedene Charaktere dieses Festzugs (den Thiasos): Silenos und die Maenad auf dem Esel. Eine weibliche Figur (vielleicht eine Maenad oder Bakchantin) mit Kranz aus Zweigen sitzt auf dem Rücken eines Esels, der mit Leopardenfell bedeckt ist. Die Frau hält eine Vinaria-Anfora (Oinochoe) in der Hand. Das Tier wird von einem älteren, bärtigen Mann geführt, der wahrscheinlich Silenos darstellt, dem weisen aber oft beschwipsten Beschützer Dionysos. In der Mitte schreiten zwei männliche Figuren feiernd voran: Einer spielt ein langes, gebogenes Horn aus Messing, der andere, nackt mit einem Fell um die Taille und einer Efeu- oder Weinlaubkrone auf dem Kopf, tanzt und hält Teller oder kleine Schellen in der Hand. Rechts tanzt eine weibliche Gestalt und schwingt ein Tamburin (tympanum). Daneben finden sich zwei kleine Satyrn (oder Faunen), mythische Wesen mit Ziegenbeinen: Einer ist ein junger Faun, der andere ein kleiner Satyr, dem Bauch nach unten liegend, in einer spielerischen Pose. Das Werk besticht durch seine hohe Ausführungskunst, sichtbar in der anatomischen Darstellung der Körper, dem fließenden Drapé der Gewänder und der Präzision der glänzenden Golddruckverzierungen, die scharf vom dunklen Grün des Hintergrunds abgesetzt sind. Das Ganze evoziert ein Gefühl von Bewegung, Festlichkeit und klassischer Eleganz.
Am unteren Rand der Basis befindet sich das Siegel mit dem oval-grünen und goldenen Schild, der Krone mit fünf Zacken und den Buchstaben „J.K.“ (manchmal auch als J.K.W. oder J.W.K. angegeben), das zur berühmten Manufaktur und Dekorationswerkstatt von Josef Kuba gehört (Josef Kuba Porzellanmalerei / Werkstätte). Kuba war bekannt für die Verzierung hochwertiger Porzellane im „Wiener Stil“ (Alt Wien), oft gekennzeichnet durch intensive farbige Hintergründe (wie Smaragdgrün, Kobaltblau oder Bordeaux), reiche Goldverzierungen in Feingold und galante oder mythologische Szenen, die im Zentrum gestempelt oder gemalt sind (inspiriert von Jean-Honoré Fragonard). Die Bezeichnung „CARLSBAD“ ( Karlsbad, heute Karlovy Vary in Tschechien) weist auf die Herkunftsstadt hin, in der das Unternehmen gegründet wurde und in dem es in der ersten Phase seiner Geschichte aktiv war. Zur damaligen Zeit gehörte das Gebiet zu Böhmen/Tschechoslowakei (mit starkem deutschem Einfluss und Bevölkerung). Hinweis zur Manufaktur: Josef Kuba bezog oft rohe Porzellane („in Weiß“) von bedeutenden Herstellern aus Bayern (wie Hutschenreuther oder Rosenthal) oder aus Böhmen selbst, um sie dann fein in seinem eigenen Labor zu dekorieren. Aus diesem Grund findet man auf vielen Stücken dieses Herstellers sowohl das eingedrückte Siegel des rohen Porzellans als auch den Kubas Dekorstempel.
Dieser spezifische runde/ovale grün-goldene Stempel mit der Aufschrift „J.K. DECOR CARLSBAD“ stammt aus der Zeit zwischen 1930 und 1945. Die Aktivität begann in Carlsbad im Jahr 1930. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1945) musste Josef Kuba infolge der Vertreibung der deutschstämmigen Bevölkerung aus den tschechoslowakischen Gebieten sein Labor nach Deutschland, nach Wiesau (in Bayern), verlegen. Die Marken nach 1945/1947 enthalten meist den historischen Verweis auf Carlsbad, integrieren jedoch fast immer die Bezeichnungen „Bavaria“, „Germany“ oder „Western Germany“. Das Fehlen von Hinweisen auf Deutschland und das alleinige Vorhandensein von Carlsbad verorten das Objekt daher in die frühe Produktionszeit der Manufaktur, grob in die 30er Jahre oder die allerfrühesten 40er Jahre (Bohemia/Tschechoslowakei). Maße: Höhe 28,5 x Durchmesser 24,5 cm.

Vaso, das sich als großer Krug oder Bombenvas aus Porzellan präsentiert, gekennzeichnet durch einen sehr geräumigen, runden Bauch, der sich zu einer stabilen kreisförmigen Basis verengt. Die Schulter ist weich und fügt sich zu einem kurzen Hals, der mit einer abgeflachten Öffnung mit goldenem Rand endet. Der allgemeine Stil erinnert an die europäische Produktion Ende des 19. Jahrhunderts oder Anfang des 20. Jahrhunderts (z. B. Neoklassizismus, Historismus oder Porzellane im Wiener/deutschen Stil). Der Krug ist horizontal in drei Hauptbänder unterteilt: Der Hals ist in einem hellen/weißen Ton. Über der Schulter läuft ein Band in einem intensiven Smaragdgrün bzw. Imperialgrün, verziert am oberen Rand mit stilisierten Blattmotiven in Feingold und unten durch eine feine Goldlinie abgegrenzt. Das zentrale Band hat eine breite weiße Fläche, die eine mehrfarbige figürliche Szene als durchgehende Darstellung beherbergt, mit großer Detailgenauigkeit und sanften Schattierungen, die an akademische Malerei erinnern. Der Hintergrund der Szene zeigt einen leichten Bergkamm und einen Himmel, der in Rosa- und Blau-Tönen verblasst. Die untere Hälfte des Krugs nimmt das dunkle Smaragdgrün wieder auf, verziert im oberen Teil mit einer reichen und komplexen Goldstickerei in Golddraht, mit geometrischen, floralen und herabhängenden Motiven (Girlanden). Die gemalte Szene stellt einen dionysischen Triumph (oder Bacchanale) dar, ein klassisches Thema der griechischen und römischen Mythologie, verbunden mit dem Kult des Dionysos (Bacchus), dem Gott des Weins, des Festes und der Ausschweifung.
Von links nach rechts unterscheiden sich verschiedene Charaktere dieses Festzugs (den Thiasos): Silenos und die Maenad auf dem Esel. Eine weibliche Figur (vielleicht eine Maenad oder Bakchantin) mit Kranz aus Zweigen sitzt auf dem Rücken eines Esels, der mit Leopardenfell bedeckt ist. Die Frau hält eine Vinaria-Anfora (Oinochoe) in der Hand. Das Tier wird von einem älteren, bärtigen Mann geführt, der wahrscheinlich Silenos darstellt, dem weisen aber oft beschwipsten Beschützer Dionysos. In der Mitte schreiten zwei männliche Figuren feiernd voran: Einer spielt ein langes, gebogenes Horn aus Messing, der andere, nackt mit einem Fell um die Taille und einer Efeu- oder Weinlaubkrone auf dem Kopf, tanzt und hält Teller oder kleine Schellen in der Hand. Rechts tanzt eine weibliche Gestalt und schwingt ein Tamburin (tympanum). Daneben finden sich zwei kleine Satyrn (oder Faunen), mythische Wesen mit Ziegenbeinen: Einer ist ein junger Faun, der andere ein kleiner Satyr, dem Bauch nach unten liegend, in einer spielerischen Pose. Das Werk besticht durch seine hohe Ausführungskunst, sichtbar in der anatomischen Darstellung der Körper, dem fließenden Drapé der Gewänder und der Präzision der glänzenden Golddruckverzierungen, die scharf vom dunklen Grün des Hintergrunds abgesetzt sind. Das Ganze evoziert ein Gefühl von Bewegung, Festlichkeit und klassischer Eleganz.
Am unteren Rand der Basis befindet sich das Siegel mit dem oval-grünen und goldenen Schild, der Krone mit fünf Zacken und den Buchstaben „J.K.“ (manchmal auch als J.K.W. oder J.W.K. angegeben), das zur berühmten Manufaktur und Dekorationswerkstatt von Josef Kuba gehört (Josef Kuba Porzellanmalerei / Werkstätte). Kuba war bekannt für die Verzierung hochwertiger Porzellane im „Wiener Stil“ (Alt Wien), oft gekennzeichnet durch intensive farbige Hintergründe (wie Smaragdgrün, Kobaltblau oder Bordeaux), reiche Goldverzierungen in Feingold und galante oder mythologische Szenen, die im Zentrum gestempelt oder gemalt sind (inspiriert von Jean-Honoré Fragonard). Die Bezeichnung „CARLSBAD“ ( Karlsbad, heute Karlovy Vary in Tschechien) weist auf die Herkunftsstadt hin, in der das Unternehmen gegründet wurde und in dem es in der ersten Phase seiner Geschichte aktiv war. Zur damaligen Zeit gehörte das Gebiet zu Böhmen/Tschechoslowakei (mit starkem deutschem Einfluss und Bevölkerung). Hinweis zur Manufaktur: Josef Kuba bezog oft rohe Porzellane („in Weiß“) von bedeutenden Herstellern aus Bayern (wie Hutschenreuther oder Rosenthal) oder aus Böhmen selbst, um sie dann fein in seinem eigenen Labor zu dekorieren. Aus diesem Grund findet man auf vielen Stücken dieses Herstellers sowohl das eingedrückte Siegel des rohen Porzellans als auch den Kubas Dekorstempel.
Dieser spezifische runde/ovale grün-goldene Stempel mit der Aufschrift „J.K. DECOR CARLSBAD“ stammt aus der Zeit zwischen 1930 und 1945. Die Aktivität begann in Carlsbad im Jahr 1930. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1945) musste Josef Kuba infolge der Vertreibung der deutschstämmigen Bevölkerung aus den tschechoslowakischen Gebieten sein Labor nach Deutschland, nach Wiesau (in Bayern), verlegen. Die Marken nach 1945/1947 enthalten meist den historischen Verweis auf Carlsbad, integrieren jedoch fast immer die Bezeichnungen „Bavaria“, „Germany“ oder „Western Germany“. Das Fehlen von Hinweisen auf Deutschland und das alleinige Vorhandensein von Carlsbad verorten das Objekt daher in die frühe Produktionszeit der Manufaktur, grob in die 30er Jahre oder die allerfrühesten 40er Jahre (Bohemia/Tschechoslowakei). Maße: Höhe 28,5 x Durchmesser 24,5 cm.

Details

Epoche
1900-2000
Gewicht
0 g
Anzahl der Objekte
1
Herkunftsland
Tschechien
Material
Porzellan
Hersteller / Marke
Josef Kuba
Zustand
Guter Zustand - gebraucht, mit geringfügigen Altersspuren & Mängeln
Höhe
0 cm
Breite
0 cm
Tiefe
0 cm
Geschätzter Zeitraum
1930-1940
Verkauft von
ItalienVerifiziert
531
Verkaufte Objekte
97,99 %
Privat

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