Osmanischer / Balkan-Gürtel - 910 g - Silber - das Osmanische Reich - Spätes Osmanisches Reich






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Herkunft Osmanisches Reich; Ottomansch/Balkan-Gürtel, 910 g, aus der Spätosmanischen Periode, silbern gefertigt mit Leder-Rückseite, 82 cm lang, 4 cm hoch, 3 cm tief, mit kugelförmiger Schnalle und originaler doppelter Hakenverschluss, guter Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Ein prächtiges und außergewöhnlich schweres (910 Gramm) antikes silbernes Brautschmuck-Gürtel aus dem Balkan/Oströmischen Raum des 19. Jahrhunderts – traditionell bekannt als Thilikotari oder Kimeri. Der Gürtel verfügt über eine Reihe beweglich verbundener silberner Platten, die sorgfältig mit geprägten floralen Motiven, feiner Niello-Arbeit (Savati) und zarten Filigranrändern verziert sind. Er endet in eine herausragende, kuppel‑förmige, sphärische Schnalle mit dem originalen doppelten Hakenschluss auf der Rückseite.
Das Innere der Platten trägt das authentische Markenzeichen "84", das den russischen zolotnik‑Standard für Silberreinheit (875/1000) bezeichnet, der in der gesamten Region weit verbreitet war. Auf dem originalen Lederuntergrund montiert. Ein außergewöhnliches Museum‑qualität‑Volkstraditionskunstwerk in ausgezeichnetem Sammlerzustand.
1. Die Savati‑Technik (Niello)
Das von Ihnen erwähnte schwarze Email (eine Legierung aus Silber, Kupfer, Blei und Schwefel) war nicht nur dekorativ, sondern diente dazu, den Kontrast zum hellen Silber zu betonen. Die Handwerker von Ioannina („Savatzides“) hatten diese Technik zu einer High Art erhoben und Motive mit unglaublicher Schattierung geschaffen.
2. Filigranarbeit oder "Kagelaki"
Das zarte "Kagelaki" (Filigranarbeit) erforderte außergewöhnliches Können, da der Handwerker extrem feine Silberdrähte drehen und auf die Oberfläche löten oder Muster mit Lochwerk herstellen musste.
3. Das russische Silber (84 zolotnik)
Der Hinweis auf 84 zolotniks (entsprechend einer Silberreinheit von 875/1000 bzw. 87,5 %) ist von zentraler Bedeutung. Es belegt Folgendes:
Das epirische Netzwerk: Die Epirier waren nicht nur hervorragende Handwerker, sondern auch schlaue Händler mit einem weiten Netzwerk in Russland (insbesondere durch Odessa und die Danubischen Fürstentümer).
Materialrecycling: Sie schmolzen oft russische Münzen ( Rubel ) oder importierten Silberbarren aus Russland – das als außergewöhnlich hochwertig galt – um diese Meisterwerke herzustellen.
4. Die soziale Rolle des Gürtels
Der Brautgürtel mit der großen kuppelförmigen Schnalle war nicht nur ein einfaches Gebrauchsgut, sondern:
Ein Amulett: Die kuppelförmige, sphärische Natur der Schnalle hatte eine apotropäische (schützende) Rolle für die Braut und ihre Fruchtbarkeit.
Ein Statussymbol: Er war das teuerste Stück der Mitgift und des Brautkostüms und symbolisierte den wirtschaftlichen Stand der Familie.
Fazit: Das Objekt, das Sie beschreiben, ist ein klassisches, wertvolles Exemplar urbaner und traditioneller Balkankleidung, bei dem epirische Handwerkskunst auf das Rohmaterial des zaristischen Russlands traf und ein zeitloses Kunstwerk schuf.
Ein prächtiges und außergewöhnlich schweres (910 Gramm) antikes silbernes Brautschmuck-Gürtel aus dem Balkan/Oströmischen Raum des 19. Jahrhunderts – traditionell bekannt als Thilikotari oder Kimeri. Der Gürtel verfügt über eine Reihe beweglich verbundener silberner Platten, die sorgfältig mit geprägten floralen Motiven, feiner Niello-Arbeit (Savati) und zarten Filigranrändern verziert sind. Er endet in eine herausragende, kuppel‑förmige, sphärische Schnalle mit dem originalen doppelten Hakenschluss auf der Rückseite.
Das Innere der Platten trägt das authentische Markenzeichen "84", das den russischen zolotnik‑Standard für Silberreinheit (875/1000) bezeichnet, der in der gesamten Region weit verbreitet war. Auf dem originalen Lederuntergrund montiert. Ein außergewöhnliches Museum‑qualität‑Volkstraditionskunstwerk in ausgezeichnetem Sammlerzustand.
1. Die Savati‑Technik (Niello)
Das von Ihnen erwähnte schwarze Email (eine Legierung aus Silber, Kupfer, Blei und Schwefel) war nicht nur dekorativ, sondern diente dazu, den Kontrast zum hellen Silber zu betonen. Die Handwerker von Ioannina („Savatzides“) hatten diese Technik zu einer High Art erhoben und Motive mit unglaublicher Schattierung geschaffen.
2. Filigranarbeit oder "Kagelaki"
Das zarte "Kagelaki" (Filigranarbeit) erforderte außergewöhnliches Können, da der Handwerker extrem feine Silberdrähte drehen und auf die Oberfläche löten oder Muster mit Lochwerk herstellen musste.
3. Das russische Silber (84 zolotnik)
Der Hinweis auf 84 zolotniks (entsprechend einer Silberreinheit von 875/1000 bzw. 87,5 %) ist von zentraler Bedeutung. Es belegt Folgendes:
Das epirische Netzwerk: Die Epirier waren nicht nur hervorragende Handwerker, sondern auch schlaue Händler mit einem weiten Netzwerk in Russland (insbesondere durch Odessa und die Danubischen Fürstentümer).
Materialrecycling: Sie schmolzen oft russische Münzen ( Rubel ) oder importierten Silberbarren aus Russland – das als außergewöhnlich hochwertig galt – um diese Meisterwerke herzustellen.
4. Die soziale Rolle des Gürtels
Der Brautgürtel mit der großen kuppelförmigen Schnalle war nicht nur ein einfaches Gebrauchsgut, sondern:
Ein Amulett: Die kuppelförmige, sphärische Natur der Schnalle hatte eine apotropäische (schützende) Rolle für die Braut und ihre Fruchtbarkeit.
Ein Statussymbol: Er war das teuerste Stück der Mitgift und des Brautkostüms und symbolisierte den wirtschaftlichen Stand der Familie.
Fazit: Das Objekt, das Sie beschreiben, ist ein klassisches, wertvolles Exemplar urbaner und traditioneller Balkankleidung, bei dem epirische Handwerkskunst auf das Rohmaterial des zaristischen Russlands traf und ein zeitloses Kunstwerk schuf.
