Reliquienkopf - Reißzahn - Gabun






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Fang Kopfreliquiar aus Gabun, Holz mit verglasten Augen, in ausgezeichnetem Zustand, Größe ca. 430 mm hoch, 90 mm breit, 120 mm tief.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Gabon
Fang
Holz und Glas
Höhe 430 mm
Breite: 90 mm
Tiefe: 120 mm
Diese Kopfreliquiar-Tafel ist ein bedeutendes rituelles Kunstobjekt des Fang-Volkes. Diese große Ethnie Zentralafrikas erstreckt sich über ein Territorium, das Gabun, Äquatorialguinea, den Süden Kameruns und den Westen der Republik Kongo umfasst.
Die Fang-Skulpturkunst, hoch konzeptionell und plastisch außerordentlich präzise, hat die Geschichte der westlichen Kunst bei ihrer Wiederentdeckung zu Beginn des 20. Jahrhunderts tief geprägt.
1. Stilistische Merkmale und Komposition
Dieser isolierte Kopf zeigt die klassischen Ausdruckskriterien des Fang-Kanons, die Würde und Innenleben vereinen:
Die Krone in Zepter- oder Helmsform: Der Kopf ist mit einer traditionellen, elaborierten Frisur geschmückt, die durch feine parallele Einschnitte Strähnen nachbildet. Sie streckt sich nach hinten und fällt an den Seiten des Hinterkopfes herab, eine getreue Darstellung der Frisuren, die bei den Fang-Kriegern und Würdenträgern des 19. Jahrhunderts in Gebrauch waren.
Vorlagegießter und herzförmiges Gesicht: Die Stirn ist besonders ausgeprägt, groß und konvex, über einem leicht lebyg angehauchten herzförmigen Gesicht. Die Nase ist fein und gerade, der Mund schematisch geschnitzt und geschlossen, die Lippen wirken vorn prall.
Inlaßene Augen: Die Augen entstehen durch Einlassungen aus hellen Metallplatten (Messing oder Zinn), die festgenagelt werden. Dieser auffällige Metallkontrast fängt das Licht ein und verleiht der Skulptur einen fixen, hypnotischen Blick, der die Weltanschauung des Unsichtbaren symbolisiert.
Der Befestigungskopf: Der Kopf geht nach unten hin in einen langen zylindrischen Hals über, der in einen festen Holzstift (oder Pedunkel) aus Rohholz ausläuft. Die Basis dieses Griffes zeigt Spuren natürlicher Erosion und längerer Einsetzung.
Der schimmernde Schaft: Das Holz besitzt eine dunkelbraune, satinede Patina, typisch für die Fang-Rituale, bei denen Skulpturen regelmäßig mit Palmöl gemischt mit rotem Holzstaub eingerieben wurden, was dem Holz manchmal dieses dunkle und „schaumende“ Aussehen verleiht.
2. Nutzung und rituelle Funktion: Der Byeri-Kult
In der Fang-Gesellschaft sind diese Köpfe oder Reliquiar-Statuen (Eyema Byeri genannt) keine Götzen, die man anbetet, sondern spirituelle Wächter, die mit der Ahnenverehrung, dem Byeri, verbunden sind:
Wächter der Reliquienstöcke: Die Fang waren ein wanderndes Volk. Um ihre Toten zu bewegen und zu ehren, bewahrten sie die heiligen Knochen der berühmtesten Ahnen (Schädel, Skelettfragmente der Gründerlinien, großer Kriegerinnen oder fruchtbarer Frauen) in zylindrischen Körben aus Rinde, die Nsek-Byeri genannt wurden. Der Holzstift unter dem Kopf diente genau dazu, die Skulptur durch den Deckel dieser Box zu fädeln.
Schutz und Beratung: Die Reliktkopfscheibe fungierte als Wache. Ihre Aufgabe war es, die Knochen zu bewachen und Unreine oder feindliche böse Kräfte fernzuhalten. Bevor entscheidende Clan-Entscheidungen getroffen wurden (Krieg, Migration, Allianzen), berieten die Familienoberhäupte die Reliquien und führten Opferrituale am Byeri durch.
Initiationsrituale: Während der Übergangsriten der Jungen (dem Melan) wurden die Skulpturen aus ihren Boxen gelöst. Ihnen wurde den Initianden theatrale gezeigt, um ihnen die Genealogie des Clans zu erzählen und die vitale Kraft der Vorfahren zu vermitteln, wodurch Kontinuität und spirituelle Überlebensfähigkeit des Stammes gesichert wurden.
Die Sendungen erfolgen von Montag bis Samstag mit Sendungsnummer.
Lieferung per Chronopost in Frankreich innerhalb von 1 bis 3 Tagen und innerhalb der Europäischen Union innerhalb von 2 bis 5 Tagen. Lieferung in den Rest Europas und weltweit per Colissimo International.
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Der Verkäufer stellt sich vor
Gabon
Fang
Holz und Glas
Höhe 430 mm
Breite: 90 mm
Tiefe: 120 mm
Diese Kopfreliquiar-Tafel ist ein bedeutendes rituelles Kunstobjekt des Fang-Volkes. Diese große Ethnie Zentralafrikas erstreckt sich über ein Territorium, das Gabun, Äquatorialguinea, den Süden Kameruns und den Westen der Republik Kongo umfasst.
Die Fang-Skulpturkunst, hoch konzeptionell und plastisch außerordentlich präzise, hat die Geschichte der westlichen Kunst bei ihrer Wiederentdeckung zu Beginn des 20. Jahrhunderts tief geprägt.
1. Stilistische Merkmale und Komposition
Dieser isolierte Kopf zeigt die klassischen Ausdruckskriterien des Fang-Kanons, die Würde und Innenleben vereinen:
Die Krone in Zepter- oder Helmsform: Der Kopf ist mit einer traditionellen, elaborierten Frisur geschmückt, die durch feine parallele Einschnitte Strähnen nachbildet. Sie streckt sich nach hinten und fällt an den Seiten des Hinterkopfes herab, eine getreue Darstellung der Frisuren, die bei den Fang-Kriegern und Würdenträgern des 19. Jahrhunderts in Gebrauch waren.
Vorlagegießter und herzförmiges Gesicht: Die Stirn ist besonders ausgeprägt, groß und konvex, über einem leicht lebyg angehauchten herzförmigen Gesicht. Die Nase ist fein und gerade, der Mund schematisch geschnitzt und geschlossen, die Lippen wirken vorn prall.
Inlaßene Augen: Die Augen entstehen durch Einlassungen aus hellen Metallplatten (Messing oder Zinn), die festgenagelt werden. Dieser auffällige Metallkontrast fängt das Licht ein und verleiht der Skulptur einen fixen, hypnotischen Blick, der die Weltanschauung des Unsichtbaren symbolisiert.
Der Befestigungskopf: Der Kopf geht nach unten hin in einen langen zylindrischen Hals über, der in einen festen Holzstift (oder Pedunkel) aus Rohholz ausläuft. Die Basis dieses Griffes zeigt Spuren natürlicher Erosion und längerer Einsetzung.
Der schimmernde Schaft: Das Holz besitzt eine dunkelbraune, satinede Patina, typisch für die Fang-Rituale, bei denen Skulpturen regelmäßig mit Palmöl gemischt mit rotem Holzstaub eingerieben wurden, was dem Holz manchmal dieses dunkle und „schaumende“ Aussehen verleiht.
2. Nutzung und rituelle Funktion: Der Byeri-Kult
In der Fang-Gesellschaft sind diese Köpfe oder Reliquiar-Statuen (Eyema Byeri genannt) keine Götzen, die man anbetet, sondern spirituelle Wächter, die mit der Ahnenverehrung, dem Byeri, verbunden sind:
Wächter der Reliquienstöcke: Die Fang waren ein wanderndes Volk. Um ihre Toten zu bewegen und zu ehren, bewahrten sie die heiligen Knochen der berühmtesten Ahnen (Schädel, Skelettfragmente der Gründerlinien, großer Kriegerinnen oder fruchtbarer Frauen) in zylindrischen Körben aus Rinde, die Nsek-Byeri genannt wurden. Der Holzstift unter dem Kopf diente genau dazu, die Skulptur durch den Deckel dieser Box zu fädeln.
Schutz und Beratung: Die Reliktkopfscheibe fungierte als Wache. Ihre Aufgabe war es, die Knochen zu bewachen und Unreine oder feindliche böse Kräfte fernzuhalten. Bevor entscheidende Clan-Entscheidungen getroffen wurden (Krieg, Migration, Allianzen), berieten die Familienoberhäupte die Reliquien und führten Opferrituale am Byeri durch.
Initiationsrituale: Während der Übergangsriten der Jungen (dem Melan) wurden die Skulpturen aus ihren Boxen gelöst. Ihnen wurde den Initianden theatrale gezeigt, um ihnen die Genealogie des Clans zu erzählen und die vitale Kraft der Vorfahren zu vermitteln, wodurch Kontinuität und spirituelle Überlebensfähigkeit des Stammes gesichert wurden.
Die Sendungen erfolgen von Montag bis Samstag mit Sendungsnummer.
Lieferung per Chronopost in Frankreich innerhalb von 1 bis 3 Tagen und innerhalb der Europäischen Union innerhalb von 2 bis 5 Tagen. Lieferung in den Rest Europas und weltweit per Colissimo International.
Wir sprechen Englisch.
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