KPM - Teller (6) - Porzellan





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Sechs antike Porzellan-Dessertplatten der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) aus Berlin, Datum 1900–1910, handgemalte Stilleben europäischer Früchte mit rococo-Reliefkante und 24‑kt-Golddekoration.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Diese schöne Serie von sechs antiken Porzellan-Desserttellern wurde von der weltberühmten Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) aus Berlin gefertigt. Die Kollektion datiert aus der Zeit von 1900 bis 1910, eine entscheidende Übergangsphase, in der die Manufaktur ihre klassischen königlichen Traditionen harmonisch mit dem aufkommenden organischen Einfluss des Jugendstils zu verknüpfen wusste.
Jeder Teller dieser Serie fungiert als individuelles Leinwandbrett für ein meisterhaft handbemaltes Stillleben. Die lebendigen Kompositionen bestechen durch Naturalismus und zeigen eine reiche Varietät europäischer Herbst- und Sommerfrüchte. Feinste Nuancen in Licht und Schatten erwecken saftige Birnen, fleischige Pflaumen, glänzende Kirschen und Trauben von Haselnüssen zum Leben. Das zentrale Dekor wird königlich umrahmt von einem dynamisch wallenden, reliefartigen Rand im Rococo-Stil, der auf dem bekannten Neuosier-Relief basiert, das 1776 von Modellmeister Friedrich Elias Meyer entworfen wurde. Für die Bemalung der Reliefränder setzte die KPM für diese Art von Spitzenstücken eine Technik ein, die die reine 24-Karat-Goldpaste verwendete. Die Ränder wurden nach dem Brennen poliert, wobei ein Halbedelstein verwendet wurde, der einen glänzenden Kontrast zwischen dem tiefen, schimmernden Poliergold und dem samtmatten Gold in den tiefer liegenden Bereichen erzeugt.
Markenzeichen
Auf der Rückseite der Teller finden wir die typische kobaltblau-scepterscheibe, die seit 1763 das offizielle Fabrikzeichen der KPM ist und von König Friedrich dem Großen von Preußen eingeführt wurde. Dieses Malzeichen wurde mit kobaltblauer Farbe von Hand unter der Glasur aufgetragen. Wichtig ist, dass die Scepter auf diesen Tellern nicht vor dem zweiten Brennvorgang durchstochen wurden, was traditionell geschah, wenn festgestellt wurde, dass sich Brennfehler in den Tellern eingeschlichen hatten. Ein Kratzer über dem Fabrikzeichen würde auf eine Zweitwahl hindeuten. Da diese Teller reichlich handbemalt sind, tragen sie neben dem Scepter ein zweites wichtiges Markenzeichen: die Reichsapfel, die auf dem Glasur aufgetragen wurde, um zu zeigen, dass das Dekor in den Ateliers der KPM selbst angebracht wurde. Die grüne Farbe des Apfels wurde nur auf Fruchtdekoren aufgebracht. Am Fußring finden wir auf jedem Teller eine kleine handbemalte Ziffer oder einen Buchstaben – dies ist die persönliche Unterschrift des Porzellanmalers.
Über die Manufaktur:
Obwohl die Manufaktur in Berlin bereits 1761 von Johann Ernst Gotzkowsky gegründet wurde, begann die wahre Erfolgsgeschichte erst zwei Jahre später, als der preußische König Friedrich der Große die notleidende Fabrik übernahm. Er gab dem Unternehmen nicht nur seinen Namen, sondern auch sein persönliches Wappen als offizielles Merktecken. Friedrich war so besessen von Porzellan, dass er zahllose Service realisierte bzw. für seine verschiedenen Paläste und Schlösser in Auftrag gab. Bis heute bleibt die KPM dem Handwerk treu. Während viele andere Porzellanfabriken auf industrielle Massenproduktion umgestellt haben, werden in den historischen Werkstätten in Berlin noch immer nahezu alle Arbeiten von Hand erledigt. Die Herstellung eines einzelnen KPM-Objekts dauert oft mehrere Wochen und erfordert die Expertise von Dutzenden verschiedener Handwerker, vom Modellbauer bis zum Meistermaler.
Diese schöne Serie von sechs antiken Porzellan-Desserttellern wurde von der weltberühmten Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) aus Berlin gefertigt. Die Kollektion datiert aus der Zeit von 1900 bis 1910, eine entscheidende Übergangsphase, in der die Manufaktur ihre klassischen königlichen Traditionen harmonisch mit dem aufkommenden organischen Einfluss des Jugendstils zu verknüpfen wusste.
Jeder Teller dieser Serie fungiert als individuelles Leinwandbrett für ein meisterhaft handbemaltes Stillleben. Die lebendigen Kompositionen bestechen durch Naturalismus und zeigen eine reiche Varietät europäischer Herbst- und Sommerfrüchte. Feinste Nuancen in Licht und Schatten erwecken saftige Birnen, fleischige Pflaumen, glänzende Kirschen und Trauben von Haselnüssen zum Leben. Das zentrale Dekor wird königlich umrahmt von einem dynamisch wallenden, reliefartigen Rand im Rococo-Stil, der auf dem bekannten Neuosier-Relief basiert, das 1776 von Modellmeister Friedrich Elias Meyer entworfen wurde. Für die Bemalung der Reliefränder setzte die KPM für diese Art von Spitzenstücken eine Technik ein, die die reine 24-Karat-Goldpaste verwendete. Die Ränder wurden nach dem Brennen poliert, wobei ein Halbedelstein verwendet wurde, der einen glänzenden Kontrast zwischen dem tiefen, schimmernden Poliergold und dem samtmatten Gold in den tiefer liegenden Bereichen erzeugt.
Markenzeichen
Auf der Rückseite der Teller finden wir die typische kobaltblau-scepterscheibe, die seit 1763 das offizielle Fabrikzeichen der KPM ist und von König Friedrich dem Großen von Preußen eingeführt wurde. Dieses Malzeichen wurde mit kobaltblauer Farbe von Hand unter der Glasur aufgetragen. Wichtig ist, dass die Scepter auf diesen Tellern nicht vor dem zweiten Brennvorgang durchstochen wurden, was traditionell geschah, wenn festgestellt wurde, dass sich Brennfehler in den Tellern eingeschlichen hatten. Ein Kratzer über dem Fabrikzeichen würde auf eine Zweitwahl hindeuten. Da diese Teller reichlich handbemalt sind, tragen sie neben dem Scepter ein zweites wichtiges Markenzeichen: die Reichsapfel, die auf dem Glasur aufgetragen wurde, um zu zeigen, dass das Dekor in den Ateliers der KPM selbst angebracht wurde. Die grüne Farbe des Apfels wurde nur auf Fruchtdekoren aufgebracht. Am Fußring finden wir auf jedem Teller eine kleine handbemalte Ziffer oder einen Buchstaben – dies ist die persönliche Unterschrift des Porzellanmalers.
Über die Manufaktur:
Obwohl die Manufaktur in Berlin bereits 1761 von Johann Ernst Gotzkowsky gegründet wurde, begann die wahre Erfolgsgeschichte erst zwei Jahre später, als der preußische König Friedrich der Große die notleidende Fabrik übernahm. Er gab dem Unternehmen nicht nur seinen Namen, sondern auch sein persönliches Wappen als offizielles Merktecken. Friedrich war so besessen von Porzellan, dass er zahllose Service realisierte bzw. für seine verschiedenen Paläste und Schlösser in Auftrag gab. Bis heute bleibt die KPM dem Handwerk treu. Während viele andere Porzellanfabriken auf industrielle Massenproduktion umgestellt haben, werden in den historischen Werkstätten in Berlin noch immer nahezu alle Arbeiten von Hand erledigt. Die Herstellung eines einzelnen KPM-Objekts dauert oft mehrere Wochen und erfordert die Expertise von Dutzenden verschiedener Handwerker, vom Modellbauer bis zum Meistermaler.

