"Scheveningen decor" - Teller - Porzellan - Kangxi-Periode





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Studierte asiatische Kunst und Kunstmarktmanagement; forschte in Taipeh; arbeitete in Auktionshäusern.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Literatur:
Vergleichbare Beispiele abgebildet in: Jörg (1984), Interaction in Ceramics, Nr. 65; Howard & Ayers (1978), China for the West, Band I, Abb. 32a; Howard (1994), The Choice of the Private Trader, Tafel 11.
Chinesisches Exportporzellan-Schiff Scheveningen-Teller – Kangxi-Periode – Anfang des 18. Jahrhunderts
Die Landschaft gehört zur sogenannten „Scheveningen“-Gruppe und beruht auf Delfter Vorbildern von Frederik van Frytom.
Frederik van Frytom selbst war ein Delfter Porzellanimker, spezialisiert auf äußerst feine Landschaften in Blau-Weiß-Porzellan. Seine Kompositionen wurden Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts in Japan (Arita) und später in China kopiert, für den Export nach Europa.
Hübscher chinesischer Exportporzellanteller, dekoriert in Unterglasurblau mit einer europäischen Landschaft, bekannt als das sogenannte „Scheveningen“-Dekor. Die Darstellung zeigt wandelnde Figuren in einer hügeligen holländischen Landschaft mit Gebäuden, einer Kirchturmspitze und Wolkenpartien, umgeben von einem dekorativen Wellrand.
Dieser Porzellantyp wurde in China für den niederländischen Markt während der Kangxi-Periode hergestellt und ist inspiriert von Delfter Porzellan und europäischen Gravuren. Die Dekoration gehört zu der bekannten Gruppe „Scheveningen“ oder „Deshima“ Exportporzellan.
Das sogenannte ‚Scheveningen’-Motiv wurde ursprünglich als Abbildung der kleinen, von Menschenhand angelegten Insel Dejima vor der Küste von Nagasaki betrachtet, von der aus die Niederländer während der Edo-Zeit Handel treiben durften. Später wurde jedoch angeregt, dass es sich wahrscheinlich um eine europäische Landschaft handelt, genauer gesagt die niederländische Hafenstadt Scheveningen, wobei das Muster vermutlich von einem Delfter Modell inspiriert ist, gemalt von Frederick van Frytom (1652–1702). Seine Arbeiten zeigen gewöhnlich Figuren in weiten, flachen niederländischen Landschaften, doch gelegentlich schöpft er auch Inspiration aus Druckgraphiken und Gemälden mit rustikalen, italienischen Motiven, die damals beliebt waren. Eine japanische Arita-Tafel mit einem ähnlichen Landschaftsmotiv ist in dem Katalog Jörg, C.J.A. (1984) Interaction in Ceramics: Oriental Porcelain and Delftware. The Urban Council. Nr. 65 abgebildet. Dasselbe Exemplar ist auch in Howard & Ayers (1978). China for the West: Chinese Porcelain and other Decorative Arts for Export illustrated from the Mottadeh Collection. Sotheby Parke Bernet (Abb. 32a). Eine japanische Teetasse im Stil von van Frytom findet sich in The Burghley Porcelains: an Exhibition from the Burghley House Collection. Japan Society. S. 158, Tafel 54. Für weitere Informationen über van Frytom und seine Kunst wenden Sie sich bitte an Vecht, A. (1968) Frederik van Frytom 1632-1702: Life and Work of a Dutch Pottery Decorator. Scheltema and Holkema NV. Ein weiteres illustriertes Beispiel findet sich in Howard, David S. (1994) The Choice of the Private Trader: The Private Market in Chinese Export Porcelain Illustrated from the Hodroff Collection. Zwemmer. S. 44, Abbildung 11.
Details
Herkunft: China
Periode: Kangxi-Periode (1662–1722), Anfang des 18. Jahrhunderts
Material: Porzellan
Dekoration: Unterglasurblau
Typ: Chinesisches Exportporzellan
Condition: guter Zustand, nur minimale Abnutzung/Kratzer, kleine Randabschürfungen, ansonsten völlig unversehrt.
Durchmesser: ca. 19,7 cm
Gratis Versand:
Internationaler Versand mit Track & Trace.
Wird sehr sicher verpackt, machen Sie sich bitte keine Sorgen!
Literatur:
Vergleichbare Beispiele abgebildet in: Jörg (1984), Interaction in Ceramics, Nr. 65; Howard & Ayers (1978), China for the West, Band I, Abb. 32a; Howard (1994), The Choice of the Private Trader, Tafel 11.
Chinesisches Exportporzellan-Schiff Scheveningen-Teller – Kangxi-Periode – Anfang des 18. Jahrhunderts
Die Landschaft gehört zur sogenannten „Scheveningen“-Gruppe und beruht auf Delfter Vorbildern von Frederik van Frytom.
Frederik van Frytom selbst war ein Delfter Porzellanimker, spezialisiert auf äußerst feine Landschaften in Blau-Weiß-Porzellan. Seine Kompositionen wurden Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts in Japan (Arita) und später in China kopiert, für den Export nach Europa.
Hübscher chinesischer Exportporzellanteller, dekoriert in Unterglasurblau mit einer europäischen Landschaft, bekannt als das sogenannte „Scheveningen“-Dekor. Die Darstellung zeigt wandelnde Figuren in einer hügeligen holländischen Landschaft mit Gebäuden, einer Kirchturmspitze und Wolkenpartien, umgeben von einem dekorativen Wellrand.
Dieser Porzellantyp wurde in China für den niederländischen Markt während der Kangxi-Periode hergestellt und ist inspiriert von Delfter Porzellan und europäischen Gravuren. Die Dekoration gehört zu der bekannten Gruppe „Scheveningen“ oder „Deshima“ Exportporzellan.
Das sogenannte ‚Scheveningen’-Motiv wurde ursprünglich als Abbildung der kleinen, von Menschenhand angelegten Insel Dejima vor der Küste von Nagasaki betrachtet, von der aus die Niederländer während der Edo-Zeit Handel treiben durften. Später wurde jedoch angeregt, dass es sich wahrscheinlich um eine europäische Landschaft handelt, genauer gesagt die niederländische Hafenstadt Scheveningen, wobei das Muster vermutlich von einem Delfter Modell inspiriert ist, gemalt von Frederick van Frytom (1652–1702). Seine Arbeiten zeigen gewöhnlich Figuren in weiten, flachen niederländischen Landschaften, doch gelegentlich schöpft er auch Inspiration aus Druckgraphiken und Gemälden mit rustikalen, italienischen Motiven, die damals beliebt waren. Eine japanische Arita-Tafel mit einem ähnlichen Landschaftsmotiv ist in dem Katalog Jörg, C.J.A. (1984) Interaction in Ceramics: Oriental Porcelain and Delftware. The Urban Council. Nr. 65 abgebildet. Dasselbe Exemplar ist auch in Howard & Ayers (1978). China for the West: Chinese Porcelain and other Decorative Arts for Export illustrated from the Mottadeh Collection. Sotheby Parke Bernet (Abb. 32a). Eine japanische Teetasse im Stil von van Frytom findet sich in The Burghley Porcelains: an Exhibition from the Burghley House Collection. Japan Society. S. 158, Tafel 54. Für weitere Informationen über van Frytom und seine Kunst wenden Sie sich bitte an Vecht, A. (1968) Frederik van Frytom 1632-1702: Life and Work of a Dutch Pottery Decorator. Scheltema and Holkema NV. Ein weiteres illustriertes Beispiel findet sich in Howard, David S. (1994) The Choice of the Private Trader: The Private Market in Chinese Export Porcelain Illustrated from the Hodroff Collection. Zwemmer. S. 44, Abbildung 11.
Details
Herkunft: China
Periode: Kangxi-Periode (1662–1722), Anfang des 18. Jahrhunderts
Material: Porzellan
Dekoration: Unterglasurblau
Typ: Chinesisches Exportporzellan
Condition: guter Zustand, nur minimale Abnutzung/Kratzer, kleine Randabschürfungen, ansonsten völlig unversehrt.
Durchmesser: ca. 19,7 cm
Gratis Versand:
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