Historische Dhokra-Skulptur, traditionelles Boot mit Figuren, Bastar/Zentralindien, Ende 19./Anfang - Bronze - Indien - Traditionelle Stammeskunst Zentralindiens (Chhattisgarh)





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Bronzene Dhokra-Bootskulptur mit Figuren aus Bastar, Zentralindien, Ende 19. / Anfang 20. Jahrhundert, Maße 16,5 × 10 × 8 cm, Herkunft Privatsammlung, guter Zustand, original.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Historisches Dhokra-Boot mit zwei Ruderern – Bronze/Messing – Indien – Ende 19./Anfang 20. Jh. – alte Privatsammlung
Historische indische Dhokra-Skulptur in Form eines langgestreckten traditionellen Bootes mit plastisch ausgearbeiteten menschlichen Figuren. Das Stück stammt aus einer alten Privatsammlung und wird in das späte 19. bis frühe 20. Jahrhundert datiert.
Die Formensprache mit stark stilisierten Figuren, markanten Kopfbedeckungen, Tiermotiven und der erzählerischen Darstellung des gemeinschaftlichen Lebens lässt sich besonders gut mit der Bastar-Dhokra-Tradition Zentralindiens, im heutigen Bundesstaat Chhattisgarh, verbinden. Diese Region ist für ihren traditionellen Metallguss und ihre charakteristische Stammes- und Volkskunst bekannt. Die Dhokra-Technik ist ein über 4.000 Jahre altes Metallgussverfahren. Früher nutzten Stämme solche Skulpturen auch als rituelle oder spirituelle Objekte. Heute dienen diese Kunstwerke als beliebte Dekoration, wertvolle Sammlerstücke.
Das Objekt zeigt ein traditionelles Boot mit mehreren Figuren, die lange Ruder beziehungsweise Paddel halten. Die Bootsenden sind plastisch ausgearbeitet; am Bug befindet sich ein markanter Tierkopf. Mehrere parallel verlaufende Linien strukturieren die Bordwand und unterstreichen den handwerklichen Charakter des Gusses.
Dhokra zählt zu den ältesten kontinuierlich überlieferten Metallhandwerkstraditionen Indiens.
Die Arbeiten werden im Wachsausschmelzverfahren beziehungsweise in der Technik der verlorenen Form hergestellt. Dabei wird das gewünschte Objekt zunächst in Wachs modelliert und anschließend in einer einmal verwendbaren Gussform in Metall übertragen. Dadurch besitzt jedes Stück individuelle Oberflächen- und Gussmerkmale.
Dhokra-Arbeiten wurden insbesondere von spezialisierten Metallhandwerkern in verschiedenen Stammesregionen Indiens hergestellt. Typische Motive umfassen Menschen, Tiere, Musikanten, Reiter sowie Szenen des täglichen und gemeinschaftlichen Lebens.
Die Darstellung eines gemeinsam besetzten Bootes wird innerhalb der heutigen Interpretation solcher Dhokra-Motive häufig mit Gemeinschaft, Zusammenarbeit und gemeinsamem Voranschreiten verbunden. Gleichzeitig verweist das Motiv unmittelbar auf das alltägliche Leben in von Flüssen und Wasserwegen geprägten Regionen.
Das Objekt besteht aus einer kupferhaltigen Metalllegierung, Bronze beziehungsweise Messing, und weist eine ausgeprägte dunkelbraune bis schwarzbraune Alterspatina auf. Im Inneren und an einzelnen Stellen sind grünliche Oxidationsspuren erkennbar. Die unregelmäßige Modellierung, Gussstruktur, Abrieb- und Altersspuren entsprechen dem traditionellen handwerklichen Charakter des Stückes.
Zeitgeschichtlich fällt die Datierung des Objektes in die späte Kolonialzeit Britisch-Indiens (British Raj). Dies bezeichnet den historischen Zeitraum und keinen dynastischen Kunststil. Künstlerisch ist das Stück vielmehr der traditionellen indischen Dhokra- beziehungsweise Stammes- und Volkskunst Zentralindiens zuzuordnen.
Herkunft: Indien, wohl Zentralindien / Bastar-Region
Kulturelle Zuordnung: Bastar-Dhokra-Tradition
Datierung: Ende 19. / Anfang 20. Jahrhundert
Historischer Zeitraum: Britisch-Indien / British Raj
Material: Bronze bzw. Messing, kupferhaltige Legierung
Technik: traditioneller Wachsausschmelzguss / verlorene Form
Motiv: Boot mit mehreren menschlichen Figuren und Tierkopf
Gewicht: ca. 430 Gramm
Provenienz: alte Privatsammlung
Zustand: altersgemäß mit ausgeprägter Patina, Oxidations-, Abrieb- und Gebrauchsspuren; siehe Fotografien.
Historisches Dhokra-Boot mit zwei Ruderern – Bronze/Messing – Indien – Ende 19./Anfang 20. Jh. – alte Privatsammlung
Historische indische Dhokra-Skulptur in Form eines langgestreckten traditionellen Bootes mit plastisch ausgearbeiteten menschlichen Figuren. Das Stück stammt aus einer alten Privatsammlung und wird in das späte 19. bis frühe 20. Jahrhundert datiert.
Die Formensprache mit stark stilisierten Figuren, markanten Kopfbedeckungen, Tiermotiven und der erzählerischen Darstellung des gemeinschaftlichen Lebens lässt sich besonders gut mit der Bastar-Dhokra-Tradition Zentralindiens, im heutigen Bundesstaat Chhattisgarh, verbinden. Diese Region ist für ihren traditionellen Metallguss und ihre charakteristische Stammes- und Volkskunst bekannt. Die Dhokra-Technik ist ein über 4.000 Jahre altes Metallgussverfahren. Früher nutzten Stämme solche Skulpturen auch als rituelle oder spirituelle Objekte. Heute dienen diese Kunstwerke als beliebte Dekoration, wertvolle Sammlerstücke.
Das Objekt zeigt ein traditionelles Boot mit mehreren Figuren, die lange Ruder beziehungsweise Paddel halten. Die Bootsenden sind plastisch ausgearbeitet; am Bug befindet sich ein markanter Tierkopf. Mehrere parallel verlaufende Linien strukturieren die Bordwand und unterstreichen den handwerklichen Charakter des Gusses.
Dhokra zählt zu den ältesten kontinuierlich überlieferten Metallhandwerkstraditionen Indiens.
Die Arbeiten werden im Wachsausschmelzverfahren beziehungsweise in der Technik der verlorenen Form hergestellt. Dabei wird das gewünschte Objekt zunächst in Wachs modelliert und anschließend in einer einmal verwendbaren Gussform in Metall übertragen. Dadurch besitzt jedes Stück individuelle Oberflächen- und Gussmerkmale.
Dhokra-Arbeiten wurden insbesondere von spezialisierten Metallhandwerkern in verschiedenen Stammesregionen Indiens hergestellt. Typische Motive umfassen Menschen, Tiere, Musikanten, Reiter sowie Szenen des täglichen und gemeinschaftlichen Lebens.
Die Darstellung eines gemeinsam besetzten Bootes wird innerhalb der heutigen Interpretation solcher Dhokra-Motive häufig mit Gemeinschaft, Zusammenarbeit und gemeinsamem Voranschreiten verbunden. Gleichzeitig verweist das Motiv unmittelbar auf das alltägliche Leben in von Flüssen und Wasserwegen geprägten Regionen.
Das Objekt besteht aus einer kupferhaltigen Metalllegierung, Bronze beziehungsweise Messing, und weist eine ausgeprägte dunkelbraune bis schwarzbraune Alterspatina auf. Im Inneren und an einzelnen Stellen sind grünliche Oxidationsspuren erkennbar. Die unregelmäßige Modellierung, Gussstruktur, Abrieb- und Altersspuren entsprechen dem traditionellen handwerklichen Charakter des Stückes.
Zeitgeschichtlich fällt die Datierung des Objektes in die späte Kolonialzeit Britisch-Indiens (British Raj). Dies bezeichnet den historischen Zeitraum und keinen dynastischen Kunststil. Künstlerisch ist das Stück vielmehr der traditionellen indischen Dhokra- beziehungsweise Stammes- und Volkskunst Zentralindiens zuzuordnen.
Herkunft: Indien, wohl Zentralindien / Bastar-Region
Kulturelle Zuordnung: Bastar-Dhokra-Tradition
Datierung: Ende 19. / Anfang 20. Jahrhundert
Historischer Zeitraum: Britisch-Indien / British Raj
Material: Bronze bzw. Messing, kupferhaltige Legierung
Technik: traditioneller Wachsausschmelzguss / verlorene Form
Motiv: Boot mit mehreren menschlichen Figuren und Tierkopf
Gewicht: ca. 430 Gramm
Provenienz: alte Privatsammlung
Zustand: altersgemäß mit ausgeprägter Patina, Oxidations-, Abrieb- und Gebrauchsspuren; siehe Fotografien.

