Schubladenkommode (2) - Holz, Leder, Shoes traditional, Austria or Netherlands or Oriental - osmanische Qabqab, Kabkab

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Paar osmanische Qabqab-Stelzenstiefel aus dem 18. bis 19. Jahrhundert, aus Hartholz mit Perlmutteinlays und Brokatriemen, Herkunft Osmanisches Reich/L مع Türkei.

KI-gestützte Zusammenfassung

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Trachtenschuhe, 18./ 19. Jahrhundert (?)

Paar seltene osmanische Qabqab (Kabkab) Stelzenschuhe mit Perlmutt-Inlays und Brokatriemen – Traditionelles Badehaus-Schuhwerk (18. / 19. Jahrhundert)
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um ein Paar traditionelle osmanische Stelzenschuhe (Qabqab / Kabkab), die als bedeutendes Sachzeugnis der orientalischen Alltagskultur und Badehauskultur (Hamam) des Osmanischen Reiches einzustufen sind.
Herkunft und Typologie: Der Name „Qabqab“ (oder „Kabkab“) leitet sich vom charakteristischen Geräusch ab, das beim Gehen auf den Marmorböden der osmanischen Badehäuser entstand. Diese meist aus Holz gefertigten und mit aufwendigen Einlegearbeiten verzierten Stelzensandalen dienten primär dazu, die Füße der Trägerinnen vor dem heißen, nassen Boden des Hamams zu schützen und gleichzeitig den sozialen Status der Trägerin zu demonstrieren.
Katalognummer / Zuordnung: Regional zuzuordnen dem osmanischen Einflussbereich (insbesondere Levante, Syrien / Damaskus oder Istanbul). Die Bauform mit zwei spitzen, nach unten hin breiter werdenden Stelzenfüßen ist charakteristisch für die späten osmanischen Fertigungen des 18. und 19. Jahrhunderts.
Physikalische Beschaffenheit:

Das Grundmaterial besteht aus massivem Hartholz, das dunkel gebeizt bzw. mit einer tiefen Patina versehen ist. Die Textilriemen bestehen aus feinem Brokat- bzw. Samtstoff mit metallischen Zierstickereien und einer unterlegten Paspelierung.
Analyse der handwerklichen Ausführung (Das „Ensemble der Intarsienkunst“)
Diese Ausführung ist deshalb von herausragendem Wert, weil sie die Hohe Kunst der osmanischen Einlegearbeiten (Sedefkar) vereint:
Perlmutt-Intarsien (Nacre): Die Trittflächen sowie die Außenflächen der hohen Holzstelzen sind reichflächig mit geometrisch geschnittenen Perlmutt-Plättchen besetzt. Auf den Trittflächen im Fersenbereich bilden kreisförmig angeordnete Perlmutt-Disken feine Blütenmotive (Rosetten), während die Vorderschuhe in geometrischen Rauten- und Dreiecksmustern ausgelegt sind.
Metalleinlagen und Stiftdesign: Die Perlmutt-Elemente sind mit feinen Messing- beziehungsweise Silberstiften fixiert. Ergänzt werden sie durch geschwungene organische Ornamente (Tropfen- und Linsenmotive) an den Seitenflächen der Stelzen.
Haltebügel / Riemen: Die breiten Spannriemen weisen ein strukturiertes Textilgewebe auf, das mit Gold- oder Silberfäden bestickt ist. Die verblichenen Grün- und Goldtöne zeugen vom Altertum des Textils und verweisen auf den ursprünglichen Luxusgegenstand für wohlhabende Damen der osmanischen Oberschicht.
Ikonografie und visuelle Gestaltung
Das visuelle Design ist ein Paradebeispiel für die orientalische Dekorkunst der osmanischen Epoche:
Zentralmotiv: Die Stelzenform erfüllt sowohl eine pragmatische Funktion (Distanz zum feuchten Boden) als auch eine ästhetische Funktion zur Aufrechterhaltung einer erhabenen Haltung. Die spitz zulaufende Zehenpartie spiegelt die typische Formsprache osmanischen Schuhwerks wider.
Ornamentik: Die geometrischen und floralen Muster des Perlmutts greifen klassische osmanische Motive auf, die auch in der Architektur und der Keramikkunst (z. B. Iznik) verwendet wurden. Das Spiel des Perlmutts im Licht setzt glänzende Akzente gegen das dunkle Holz.
Unterseite und Details: Die Unterseiten der Stelzen zeigen altersbedingte Abriebspuren vom Holz, was den tatsächlichen Gebrauch auf Steinböden bestätigt. Die Anordnung der Nagelung dient als funktionale und zugleich dekorative Struktur.
Kontext: Das osmanische Badehaus-Handwerk
Das Objekt selbst steht im Zentrum der osmanischen Alltagskultur:
Materialmischung: Die Kombination aus massivem Schnitzholz, Fluss- oder Meeres-Perlmutt, Edelmetallstiften und aufwendig gewebtem Brokat zeigt die Vielseitigkeit osmanischer Manufakturen.
Bedeutung der Hoheitssymbole: Hohe Qabqabs (oft bis zu 20 cm hoch) wurden vor allem von Frauen bei festlichen Anlässen im Hamam (z. B. Hochzeitsbädern) getragen. Je höher die Stelze, desto höher war der soziale Rang der Trägerin.
Materialzustand und sammlerische Bewertung (Grading)
Der Erhaltungszustand ist für ein textiles und organisches Objekt dieses Alters als bemerkenswert zu bezeichnen:
Vollständigkeit: Die Holz- und Perlmuttstruktur ist zu einem Großteil intakt. Einzelne Perlmuttplättchen zeigen altersgemäße Fehlstellen oder kleine Absplitterungen, was für authentische Stücke dieser Ära absolut üblich ist.
Lagerungsspuren: Die Brokatriemen zeigen deutliche altersbedingte Faserabnutzungen, Fransenbildung und Ausbleichungen sowie eine natürliche Alterspatina des Holzes. Das Holz ist stabil und zeigt keine frischen Brüche.
Provenienz: Das unberührte Erscheinungsbild ohne moderne Restaurierungsversuche deutet darauf hin, dass es sich um ein authentisches Sammlerobjekt handelt.
Marktwert-Analyse und Ausblick 2026
Während einfache Holzsandalen oft für geringe Beträge gehandelt werden, hebt sich dieses Paar durch die aufwendige Perlmutt-Intarsienarbeit und die erhaltenen Brokatriemen deutlich ab.
Kriterium | Bewertung | Einfluss auf den Wert
Handwerkliche Qualität | Reich verzierte Perlmutt-Intarsien | Hoch
Physischer Zustand | Authentische Patina, altersgemäße Abnutzung | Positiv
Seltenheit | Paare mit erhaltenen Textilriemen sind gesucht | Hoch
Markttrend 2026 | Beständiges Interesse an osmanischer Kunst & Ethnografika | Positiv
Markteinschätzung: Für einen spezialisierten Sammler von osmanischer Kunst, Orient-Gegenständen oder Textil- und Schuhgeschichte liegt der Wert bei einer Auktion zwischen 350 € und 550 €.

Zusammenfassung für das Archiv
Dieses Objekt ist mehr als ein Gebrauchsgegenstand; es ist ein multisensorisches Zeitkapsel-Dokument der osmanischen Wohn- und Badekultur. Es vereint die visuelle Pracht der orientalisierenden Handwerkskunst mit der pragmatischen Funktionalität des Hamams. Ein Highlight für jede Sammlung zum Thema „Osmanisches Kunsthandwerk und Orient-Volkskunde“.
Titel
Paar osmanische Qabqab Stelzenschuhe – Traditionelle Hamam-Sandalen aus Holz mit reichhaltigen Perlmutt-Einlegearbeiten und Brokatriemen, 18. / 19. Jahrhundert
Objekt
Paar Stelzensandalen (Qabqab/Kabkab) aus Holz, reich besetzt mit Perlmuttintarsien (Nacre) und fixierten Brokat-Spannriemen.

Material: Hartholz, Perlmutt, Metallstifte, Brokat-/Samtgewebe.
Darstellung
Die Schuhe weisen eine markante Dreiecks- und Stelzenarchitektur auf. Die obere Lauffläche verjüngt sich nach vorne spitz zulaufend und zeigt geometrische Felder aus Perlmutt. Im Fersenbereich ist jeweils ein rundes Blütenmotiv aus sechs kreisförmigen Perlmuttstücken eingelegt.
Die beiden hohen Stelzenbeine verbreitern sich zur Basis hin trapezförmig. Ihre Seitenflächen sind dicht mit stilisierten blüten- und tropfenförmigen Perlmuttintarsien verziert.
Die breiten Halteriemen über dem Spann sind aus dunkelgrün-goldenem Brokat gefertigt und mit feinen Fadenstickereien sowie Saumbändern besetzt.
Technik und Ausführung
Bei dem Objekt handelt es sich um eine traditionelle handwerkliche Schnitz- und Intarsienarbeit.
Fertigung: Aus Hartholz geschnitzt, gebeizt und geglättet.
Intarsienkunst (Sedefkar): Passgenaue Einpassung von Perlmuttsegmenten, fixiert durch feine Metallstifte.
Textilverarbeitung: Handgestickter Spannriemen aus edlem Textil, genagelt an den seitlichen Holzkanten.
Datierung und Kontext
Das vorliegende Paar lässt sich stilistisch und materiell in das 18. bis 19. Jahrhundert (Osmanisches Reich) einordnen.
Solche Schuhe gehörten zur Ausstattung gehobener Haushalte im osmanischen Raum. Sie dokumentieren die hochentwickelte Badekultur jener Epoche. Die aufwendige Ausführung zeigt, dass es sich um ein Prunkexemplar für eine wohlhabende Besitzerin handelte.
Stilistische Einordnung
Das Design folgt der klassischen osmanischen Formensprache mit islamisch-geometrischen Intarsienmustern.
Die Komposition ist klar strukturiert:
Spitz zulaufende Sohlenform zur Betonung der Fußsilhouette.
Symmetrischer Aufbau der Perlmuttrosagesteine.
Dominanz der traditionellen Perlmuttschnitzerei (Sedef).
Rahmung und Verpackung
Das Objekt liegt ungerahmt und im Originalzustand vor. Eine trockene und geschützte Lagerung wird empfohlen, um das historische Textil und die Perlmuttintarsien zu erhalten.
Erhaltungszustand
Holzkorpus: Stabil, schöne dunkle Alterspatina, altersübliche Gebrauchsspuren an der Sohlenbasis.
Perlmuttintarsien: Größtenteils vollständig erhalten, vereinzelte Fehlstellen und alterstypische Krakelee-Spuren im Perlmutt.
Textilriemen: Altersgemäß abgenutzt, Fadenabrieb und Ausbleichungen vorhanden, jedoch strukturell erhalten.
Insgesamt handelt es sich um ein äußerst sammelwürdiges und authentisches Objekt in gutem, unberührtem Erhaltungszustand.
Kulturhistorische Bedeutung und Interpretation
Diese Qabqab-Stelzensandalen sind ein bedeutendes Sachzeugnis der osmanischen Sachkultur. Sie spiegeln den hohen Stellenwert von Körperpflege, Luxus und Repräsentation im osmanischen Reich wider.
Für Sammler ethnischer Kunsthandwerke und orientalischer Antiquitäten stellt dieses Paar ein herausragendes Belegstück dar, das die ästhetische Verbindung von Nützlichkeit und dekorativer Pracht perfekt verkörpert.
Fazit
Ein exzellent erhaltenes Paar osmanischer Qabqab-Badehausschuhe mit prächtigen Perlmuttintarsien. Die Arbeit besticht durch ihre handwerkliche Präzision und dokumentiert die orientalische Handwerkskunst des 18./19. Jahrhunderts auf hohem Niveau.
Künstler / Herkunft: Osmanisches Reich (Levante / Syrien / Türkei)
Titel: Paar Qabqab Stelzenschuhe
Technik: Holz geschnitzt, Perlmuttintarsien, Brokattextil
Maße:
L: ca. 23,5 cm
B: ca. 14,0 cm
Zustand: Gut (mit schöner Alterspatina und authentischen Altersspuren)
Bedeutung: Bedeutendes Zeugnis der osmanischen Badekultur
Hier ist die Einschätzung zum Wert des vorliegenden Objekts:
Marktlage und Nachfrage
Osmanische Kunstgegenstände und volkskundliche Antiquitäten aus dem Orient erfreuen sich auf dem internationalen Auktionsmarkt einer stetigen Nachfrage. Hochwertige Qabqab-Stelzensandalen mit erhaltenen Perlmuttintarsien und Original-Textilriemen sind gesuchte Sammlerstücke.
Wertbestimmende Faktoren
Zustand (Grading): Der Holzkorpus ist stabil und die Perlmuttverzierung zu einem Großteil erhalten. Die Existenz der originalen Brokatriemen erhöht den Sammlerwert beträchtlich.
Handwerk & Dekor: Die Dichte und Qualität der Perlmutt-Einlegearbeiten auf Stelzen und Sohle ist überdurchschnittlich hoch.
Vollständigkeit: Es handelt sich um ein zusammengehöriges Paar.
Schätzwerte (Stand 2026)
Zustand | Geschätzter Marktwert

Gutes Paar mit leichten Fehlstellen | 250 € bis 350 €
Sehr gutes Paar mit Brokatriemen & reichlich Perlmutt | 400 € bis 600 €
Hinweis: Da Ihr Paar über die gesuchten Brokatriemen verfügt und die Perlmuttintarsien sehr gut erhalten sind, befindet es sich im oberen Bereich der Preisskala. Bei spezialisierten Auktionen für islamische Kunst oder Ethnografika kann ein Preis von bis zu 600 € erzielt werden.
Fazit zur Verwertung
Ein Verkauf über allgemeine Flohmärkte ist nicht empfehlenswert. Aufgrund des kulturhistorischen Werts erzielen Sie den besten Preis über spezialisierte Kunstauktionshäuser (Bereich Islamische Kunst / Ethnografika) oder gezielte Online-Auktionen für Sammler.
Beachten Sie betreffend der Beurteilung der Maße vor allem die Fotos (habe die Maße oftmals mit Maßband fotografiert). Die Maße sind durch die elektronische Verarbeitung oftmals ungenau und manchmal falsch in der Beschreibung extrahiert - bitte erkundigen Sie sich vor dem Kauf nochmal, wenn Ihnen exakte Maße auf den Milimeter oder Zentimeter genau, sehr wichtig sind.
Die Beschreibung wurde mithilfe von elektronischen Mitteln gefertigt. Fehler und Irrtümer vorbehalten. Die Beschreibung dient als Hilfe zur Recherche und stellt keine Sicherheit einer Bewertung dar.
Beachten Sie ausschließlich die Fotos als maßgeblich relevante Grundlage für den vertraglichen Kauf und kaufen Sie nur wenn Sie anhand des Fotos eine persönliche Bewertung und Abwägung treffen können und ausreichend Expertise besitzen um es zu bewerten.
Beachten Sie, dass alle Angaben zur Zeitlichen Einordnung dieses Werkes nach bestem Wissen gemacht wurden, aber keine Garantie und Anspruch auf Richtigkeit und Exaktheit abgegeben werden kann.

ÖSTERREICH

Trachtenschuhe, 18./ 19. Jahrhundert (?)

Paar seltene osmanische Qabqab (Kabkab) Stelzenschuhe mit Perlmutt-Inlays und Brokatriemen – Traditionelles Badehaus-Schuhwerk (18. / 19. Jahrhundert)
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um ein Paar traditionelle osmanische Stelzenschuhe (Qabqab / Kabkab), die als bedeutendes Sachzeugnis der orientalischen Alltagskultur und Badehauskultur (Hamam) des Osmanischen Reiches einzustufen sind.
Herkunft und Typologie: Der Name „Qabqab“ (oder „Kabkab“) leitet sich vom charakteristischen Geräusch ab, das beim Gehen auf den Marmorböden der osmanischen Badehäuser entstand. Diese meist aus Holz gefertigten und mit aufwendigen Einlegearbeiten verzierten Stelzensandalen dienten primär dazu, die Füße der Trägerinnen vor dem heißen, nassen Boden des Hamams zu schützen und gleichzeitig den sozialen Status der Trägerin zu demonstrieren.
Katalognummer / Zuordnung: Regional zuzuordnen dem osmanischen Einflussbereich (insbesondere Levante, Syrien / Damaskus oder Istanbul). Die Bauform mit zwei spitzen, nach unten hin breiter werdenden Stelzenfüßen ist charakteristisch für die späten osmanischen Fertigungen des 18. und 19. Jahrhunderts.
Physikalische Beschaffenheit:

Das Grundmaterial besteht aus massivem Hartholz, das dunkel gebeizt bzw. mit einer tiefen Patina versehen ist. Die Textilriemen bestehen aus feinem Brokat- bzw. Samtstoff mit metallischen Zierstickereien und einer unterlegten Paspelierung.
Analyse der handwerklichen Ausführung (Das „Ensemble der Intarsienkunst“)
Diese Ausführung ist deshalb von herausragendem Wert, weil sie die Hohe Kunst der osmanischen Einlegearbeiten (Sedefkar) vereint:
Perlmutt-Intarsien (Nacre): Die Trittflächen sowie die Außenflächen der hohen Holzstelzen sind reichflächig mit geometrisch geschnittenen Perlmutt-Plättchen besetzt. Auf den Trittflächen im Fersenbereich bilden kreisförmig angeordnete Perlmutt-Disken feine Blütenmotive (Rosetten), während die Vorderschuhe in geometrischen Rauten- und Dreiecksmustern ausgelegt sind.
Metalleinlagen und Stiftdesign: Die Perlmutt-Elemente sind mit feinen Messing- beziehungsweise Silberstiften fixiert. Ergänzt werden sie durch geschwungene organische Ornamente (Tropfen- und Linsenmotive) an den Seitenflächen der Stelzen.
Haltebügel / Riemen: Die breiten Spannriemen weisen ein strukturiertes Textilgewebe auf, das mit Gold- oder Silberfäden bestickt ist. Die verblichenen Grün- und Goldtöne zeugen vom Altertum des Textils und verweisen auf den ursprünglichen Luxusgegenstand für wohlhabende Damen der osmanischen Oberschicht.
Ikonografie und visuelle Gestaltung
Das visuelle Design ist ein Paradebeispiel für die orientalische Dekorkunst der osmanischen Epoche:
Zentralmotiv: Die Stelzenform erfüllt sowohl eine pragmatische Funktion (Distanz zum feuchten Boden) als auch eine ästhetische Funktion zur Aufrechterhaltung einer erhabenen Haltung. Die spitz zulaufende Zehenpartie spiegelt die typische Formsprache osmanischen Schuhwerks wider.
Ornamentik: Die geometrischen und floralen Muster des Perlmutts greifen klassische osmanische Motive auf, die auch in der Architektur und der Keramikkunst (z. B. Iznik) verwendet wurden. Das Spiel des Perlmutts im Licht setzt glänzende Akzente gegen das dunkle Holz.
Unterseite und Details: Die Unterseiten der Stelzen zeigen altersbedingte Abriebspuren vom Holz, was den tatsächlichen Gebrauch auf Steinböden bestätigt. Die Anordnung der Nagelung dient als funktionale und zugleich dekorative Struktur.
Kontext: Das osmanische Badehaus-Handwerk
Das Objekt selbst steht im Zentrum der osmanischen Alltagskultur:
Materialmischung: Die Kombination aus massivem Schnitzholz, Fluss- oder Meeres-Perlmutt, Edelmetallstiften und aufwendig gewebtem Brokat zeigt die Vielseitigkeit osmanischer Manufakturen.
Bedeutung der Hoheitssymbole: Hohe Qabqabs (oft bis zu 20 cm hoch) wurden vor allem von Frauen bei festlichen Anlässen im Hamam (z. B. Hochzeitsbädern) getragen. Je höher die Stelze, desto höher war der soziale Rang der Trägerin.
Materialzustand und sammlerische Bewertung (Grading)
Der Erhaltungszustand ist für ein textiles und organisches Objekt dieses Alters als bemerkenswert zu bezeichnen:
Vollständigkeit: Die Holz- und Perlmuttstruktur ist zu einem Großteil intakt. Einzelne Perlmuttplättchen zeigen altersgemäße Fehlstellen oder kleine Absplitterungen, was für authentische Stücke dieser Ära absolut üblich ist.
Lagerungsspuren: Die Brokatriemen zeigen deutliche altersbedingte Faserabnutzungen, Fransenbildung und Ausbleichungen sowie eine natürliche Alterspatina des Holzes. Das Holz ist stabil und zeigt keine frischen Brüche.
Provenienz: Das unberührte Erscheinungsbild ohne moderne Restaurierungsversuche deutet darauf hin, dass es sich um ein authentisches Sammlerobjekt handelt.
Marktwert-Analyse und Ausblick 2026
Während einfache Holzsandalen oft für geringe Beträge gehandelt werden, hebt sich dieses Paar durch die aufwendige Perlmutt-Intarsienarbeit und die erhaltenen Brokatriemen deutlich ab.
Kriterium | Bewertung | Einfluss auf den Wert
Handwerkliche Qualität | Reich verzierte Perlmutt-Intarsien | Hoch
Physischer Zustand | Authentische Patina, altersgemäße Abnutzung | Positiv
Seltenheit | Paare mit erhaltenen Textilriemen sind gesucht | Hoch
Markttrend 2026 | Beständiges Interesse an osmanischer Kunst & Ethnografika | Positiv
Markteinschätzung: Für einen spezialisierten Sammler von osmanischer Kunst, Orient-Gegenständen oder Textil- und Schuhgeschichte liegt der Wert bei einer Auktion zwischen 350 € und 550 €.

Zusammenfassung für das Archiv
Dieses Objekt ist mehr als ein Gebrauchsgegenstand; es ist ein multisensorisches Zeitkapsel-Dokument der osmanischen Wohn- und Badekultur. Es vereint die visuelle Pracht der orientalisierenden Handwerkskunst mit der pragmatischen Funktionalität des Hamams. Ein Highlight für jede Sammlung zum Thema „Osmanisches Kunsthandwerk und Orient-Volkskunde“.
Titel
Paar osmanische Qabqab Stelzenschuhe – Traditionelle Hamam-Sandalen aus Holz mit reichhaltigen Perlmutt-Einlegearbeiten und Brokatriemen, 18. / 19. Jahrhundert
Objekt
Paar Stelzensandalen (Qabqab/Kabkab) aus Holz, reich besetzt mit Perlmuttintarsien (Nacre) und fixierten Brokat-Spannriemen.

Material: Hartholz, Perlmutt, Metallstifte, Brokat-/Samtgewebe.
Darstellung
Die Schuhe weisen eine markante Dreiecks- und Stelzenarchitektur auf. Die obere Lauffläche verjüngt sich nach vorne spitz zulaufend und zeigt geometrische Felder aus Perlmutt. Im Fersenbereich ist jeweils ein rundes Blütenmotiv aus sechs kreisförmigen Perlmuttstücken eingelegt.
Die beiden hohen Stelzenbeine verbreitern sich zur Basis hin trapezförmig. Ihre Seitenflächen sind dicht mit stilisierten blüten- und tropfenförmigen Perlmuttintarsien verziert.
Die breiten Halteriemen über dem Spann sind aus dunkelgrün-goldenem Brokat gefertigt und mit feinen Fadenstickereien sowie Saumbändern besetzt.
Technik und Ausführung
Bei dem Objekt handelt es sich um eine traditionelle handwerkliche Schnitz- und Intarsienarbeit.
Fertigung: Aus Hartholz geschnitzt, gebeizt und geglättet.
Intarsienkunst (Sedefkar): Passgenaue Einpassung von Perlmuttsegmenten, fixiert durch feine Metallstifte.
Textilverarbeitung: Handgestickter Spannriemen aus edlem Textil, genagelt an den seitlichen Holzkanten.
Datierung und Kontext
Das vorliegende Paar lässt sich stilistisch und materiell in das 18. bis 19. Jahrhundert (Osmanisches Reich) einordnen.
Solche Schuhe gehörten zur Ausstattung gehobener Haushalte im osmanischen Raum. Sie dokumentieren die hochentwickelte Badekultur jener Epoche. Die aufwendige Ausführung zeigt, dass es sich um ein Prunkexemplar für eine wohlhabende Besitzerin handelte.
Stilistische Einordnung
Das Design folgt der klassischen osmanischen Formensprache mit islamisch-geometrischen Intarsienmustern.
Die Komposition ist klar strukturiert:
Spitz zulaufende Sohlenform zur Betonung der Fußsilhouette.
Symmetrischer Aufbau der Perlmuttrosagesteine.
Dominanz der traditionellen Perlmuttschnitzerei (Sedef).
Rahmung und Verpackung
Das Objekt liegt ungerahmt und im Originalzustand vor. Eine trockene und geschützte Lagerung wird empfohlen, um das historische Textil und die Perlmuttintarsien zu erhalten.
Erhaltungszustand
Holzkorpus: Stabil, schöne dunkle Alterspatina, altersübliche Gebrauchsspuren an der Sohlenbasis.
Perlmuttintarsien: Größtenteils vollständig erhalten, vereinzelte Fehlstellen und alterstypische Krakelee-Spuren im Perlmutt.
Textilriemen: Altersgemäß abgenutzt, Fadenabrieb und Ausbleichungen vorhanden, jedoch strukturell erhalten.
Insgesamt handelt es sich um ein äußerst sammelwürdiges und authentisches Objekt in gutem, unberührtem Erhaltungszustand.
Kulturhistorische Bedeutung und Interpretation
Diese Qabqab-Stelzensandalen sind ein bedeutendes Sachzeugnis der osmanischen Sachkultur. Sie spiegeln den hohen Stellenwert von Körperpflege, Luxus und Repräsentation im osmanischen Reich wider.
Für Sammler ethnischer Kunsthandwerke und orientalischer Antiquitäten stellt dieses Paar ein herausragendes Belegstück dar, das die ästhetische Verbindung von Nützlichkeit und dekorativer Pracht perfekt verkörpert.
Fazit
Ein exzellent erhaltenes Paar osmanischer Qabqab-Badehausschuhe mit prächtigen Perlmuttintarsien. Die Arbeit besticht durch ihre handwerkliche Präzision und dokumentiert die orientalische Handwerkskunst des 18./19. Jahrhunderts auf hohem Niveau.
Künstler / Herkunft: Osmanisches Reich (Levante / Syrien / Türkei)
Titel: Paar Qabqab Stelzenschuhe
Technik: Holz geschnitzt, Perlmuttintarsien, Brokattextil
Maße:
L: ca. 23,5 cm
B: ca. 14,0 cm
Zustand: Gut (mit schöner Alterspatina und authentischen Altersspuren)
Bedeutung: Bedeutendes Zeugnis der osmanischen Badekultur
Hier ist die Einschätzung zum Wert des vorliegenden Objekts:
Marktlage und Nachfrage
Osmanische Kunstgegenstände und volkskundliche Antiquitäten aus dem Orient erfreuen sich auf dem internationalen Auktionsmarkt einer stetigen Nachfrage. Hochwertige Qabqab-Stelzensandalen mit erhaltenen Perlmuttintarsien und Original-Textilriemen sind gesuchte Sammlerstücke.
Wertbestimmende Faktoren
Zustand (Grading): Der Holzkorpus ist stabil und die Perlmuttverzierung zu einem Großteil erhalten. Die Existenz der originalen Brokatriemen erhöht den Sammlerwert beträchtlich.
Handwerk & Dekor: Die Dichte und Qualität der Perlmutt-Einlegearbeiten auf Stelzen und Sohle ist überdurchschnittlich hoch.
Vollständigkeit: Es handelt sich um ein zusammengehöriges Paar.
Schätzwerte (Stand 2026)
Zustand | Geschätzter Marktwert

Gutes Paar mit leichten Fehlstellen | 250 € bis 350 €
Sehr gutes Paar mit Brokatriemen & reichlich Perlmutt | 400 € bis 600 €
Hinweis: Da Ihr Paar über die gesuchten Brokatriemen verfügt und die Perlmuttintarsien sehr gut erhalten sind, befindet es sich im oberen Bereich der Preisskala. Bei spezialisierten Auktionen für islamische Kunst oder Ethnografika kann ein Preis von bis zu 600 € erzielt werden.
Fazit zur Verwertung
Ein Verkauf über allgemeine Flohmärkte ist nicht empfehlenswert. Aufgrund des kulturhistorischen Werts erzielen Sie den besten Preis über spezialisierte Kunstauktionshäuser (Bereich Islamische Kunst / Ethnografika) oder gezielte Online-Auktionen für Sammler.
Beachten Sie betreffend der Beurteilung der Maße vor allem die Fotos (habe die Maße oftmals mit Maßband fotografiert). Die Maße sind durch die elektronische Verarbeitung oftmals ungenau und manchmal falsch in der Beschreibung extrahiert - bitte erkundigen Sie sich vor dem Kauf nochmal, wenn Ihnen exakte Maße auf den Milimeter oder Zentimeter genau, sehr wichtig sind.
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Beachten Sie, dass alle Angaben zur Zeitlichen Einordnung dieses Werkes nach bestem Wissen gemacht wurden, aber keine Garantie und Anspruch auf Richtigkeit und Exaktheit abgegeben werden kann.

ÖSTERREICH

Details

Epoche
1400-1900
Zusätzliche Informationen zum Titel
Ottoman Qabqab, Kabqab
Anzahl der Objekte
2
Herkunftsland
Türkei
Material
Traditional shoes, Austria or the Netherlands or Oriental., Holz, Leder
Stil
Antik
Farbe
Braun, Weiß
Zustand
Mäßiger Zustand - stark gebraucht & mit möglicherweise fehlenden kleineren Teilen
Höhe
12 cm
Breite
25,5 cm
Tiefe
11 cm
Geschätzter Zeitraum
1700–1750, 1750–1800, 1800-1850, 1850-1900
Abschließbar
Nein
Verkauft von
ÖsterreichVerifiziert
13
Verkaufte Objekte
Privat

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