Oud Delft, Nijmegen - Baluster-Vase - Große Vase vom Typ Knobbelvaas, Delft Blau - Delfter Blau





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Diese 34 cm hohe Delft-Blue-Knobbelvase (Double Gourd), die der Potterie Oud Delft in den Niederlanden zugeschrieben wird, ist mit kobaltblauen Blumen verziert, trägt die Modellnummer 046 und stammt aus den Jahren 1950–1960.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Keramik Oud Delft, Nijmegen, Niederlande – großer Knobbelvaas-Vasen aus Delft Blue, Blumendekoration in Kobaltblau, Modell 046, handsigniert, H-34 cm
2. Grundinformationen
* Objekttyp: dekorative Vase.
* Kategorie: künstlerische Keramik, holländische Delftware-Tonware Delft-Blue.
* Hersteller: Potterie Oud Delft, Nijmegen, Niederlande, gemäß der Signaturidentifikation.
* Herkunftsland: Niederlande.
* Formtyp: Knobbelvaas, auch bekannt als Double Gourd.
* Modellnummer: 046, laut Lesung der Beschriftung am Boden.
* Datierung: ca. 1930–1950 basierend auf der zugeordneten Manufaktur und der Interpretation der Signierung.
* Material: glasierter Fayence-Ton.
* Dekorationstechnik: Malerdekoration in Kobaltblau auf hellem Untergrund.
* Farbgebung: Weiß, Blau und Tiefkobaltblau.
* Stil: tradiertes holländisches Delft Blue, dekoriert mit historischer floraler Ornamentik.
* Höhe: ca. 34 cm.
* Maximale Breite: ca. 20 cm.
* Form: offen, ohne Deckel.
* Bodenkennzeichnungen: stilisiertes Töpferrad-Symbol, Buchstaben O-U-D, Delft-Aufschrift, Modellnummer 046, zusätzliche alphanumerische Zeichen sowie Initialen, gelesen als M.O.
* Signierungsart: laut gezeigter Interpretation handschriftliche Verzierungen in Kobaltblau.
* Zustand: gemäß Beschreibung sehr gut, sammlerisch.
3. Objektbeschreibung
Eine stattliche holländische dekorative Vase des Knobbelvaas-Typs, der der Manufaktur Potterie Oud Delft aus Nijmegen zugeschrieben wird. Das Objekt besticht durch seine charakteristische mehrgliedrige Silhouette, die blomische Dekoration in Kobalttönen sowie das klassische Blau-Weiß-Schema, das mit der Delft Blue-Tradition assoziiert wird.
Die Vase hat eine Höhe von ca. 34 cm und eine Breite von ca. 20 cm an der breitesten Stelle des Bauchbereichs. Ihre ausgedehnte Form verleiht ihr eine markante räumliche Präsenz, und der kontrastreiche Dekor betont die Rundungen des Körpers und den Rhythmus der einzelnen Vessel-Abschnitte.
Die Oberfläche ist mit einem hellen Überzug versehen, auf dem eine reiche ornamentalische Komposition mit Blumen- und Pflanzmotiven angeordnet ist. Die Farbvariation des Kobalts schafft Tiefenwirkung und hebt einzelne Dekor-Elemente hervor.
Besonders auffällig ist der Boden der Vase, auf dem ein umfangreiches Zeichenensemble vorhanden ist, das das grafische Symbol der Potterie Oud Delft, Delft-Anzeige, Modellnummer sowie zusätzliche Zeichen und Initialen umfasst. Die manuelle Beschriftung, gemäß der übermittelten Interpretation, ist ein wesentlicher Identifikationsbestandteil des Exemplars.
Die offene Form verleiht der Vase das Aussehen eines eigenständigen Dekorationsobjekts, das sowohl als Bestandteil einer holländischen Keramik-Sammlung als auch als Akzent in klassisch oder eklektisch eingerichteten Räumen ausgestellt werden kann.
4. Formherkunft – Die Knobbelvaas-Tradition
Die Form, bekannt als Knobbelvaas und in der internationalen Fachsprache auch Double Gourd genannt, gehört zu den erkennbaren historischen Typen dekorativer Vasen. Ihre Silhouette wird durch abgerundete, ballonartige Korpusteile und eine Verengung geprägt, die der Vase eine rhythmische, mehrgliedrige Linie verleiht.
Inspirationen für diese Form finden sich in der europäischen historischen Keramik, einschließlich holländischer dekorativer Erzeugnisse, die seit dem 17. Jahrhundert durch das Interesse an chinesischer Porzellanware beeinflusst wurden. Besonders bedeutend war die Verbindung orientalischer Formal-Inspirationen mit der lokalen niederländischen Keramik-Tradition.
Eine Vase mit dieser Silhouette ist ein Beispiel dafür, bei dem ästhetische Merkmale stärker betont werden als die Nutzfunktion. Die klaren Wölbungen des Korpus schaffen eine Oberfläche, die sich gut für ausgedehnte Malereien eignet.
Die präsentierte Ausnahme repräsentiert diese Tradition in einem großzügigen Format, das eine Höhe von ca. 40 cm erreicht. Dadurch kann die Dekoration aus Nah- wie aus Distanz betrachtet werden, und die Vase wird zu einem auffälligen Element der Inneneinrichtung.
Ihre formale Typologie verbindet eine historisierende Silhouette mit Dekorationen, die typisch für holländische dekorative Keramik des 20. Jahrhunderts sind. Diese Kombination aus traditioneller Form und späterem Herstellungszeitraum ist ein zentrales Kennzeichen des Objekts.
5. Manufaktur Potterie Oud Delft und die holländische Fayence-Tradition
Niederlande zählen zu den wichtigsten europäischen Zentren der Entwicklung dekorativer Keramik, inspiriert von chinesischer Porzellanware. Die Delft Blue-Tradition hebt sich durch die Kombination eines hellen Untergrunds mit einer Mal-Dekoration in Blauton und Kobaltblau hervor.
Historisch war die Entwicklung dieser Keramik eng mit der Popularität der importierten ostasiatischen Porzellanware verbunden und mit dem Aufkommen lokaler Werkstätten, die eine eigenständige Ornamentik entwickelten. Motive wie Blumen, Landschaften, Pflanzen und Ornamente wurden zu einem wesentlichen Teil der holländischen Gebrauchskeramik.
Potterie Oud Delft wurde 1921 in Nijmegen gegründet und entwickelte die Tradition holländischer dekorativer Keramik im 20. Jahrhundert. Ihr Name verweist auf die alte Delftware-Tradition, und die Produkte verbinden historisierende Formen mit dekorativen Elementen für die Inneneinrichtung.
Der präsentierte Vase-Exemplar fügt sich in diese Tradition mit der Knobbelvaas-Form, der Weiß-Kobaltblau-Farbgebung und einem umfangreichen Pflanzenmotiv ein. Ihre Bodenkennzeichnungen bilden einen wichtigen Ausgangspunkt für die Identifikation des Herstellers und des Herstellungszeitraums.
Genaues Herstellungsdatum des konkreten Exemplars, der Zeitraum der Modellbezeichnung 046 und die detaillierte Geschichte der Produktion sollten durch den Abgleich des Bodenzeichens mit dokumentierten Beispielen der Werkstatt verifiziert werden.
6. Herstellungstechnik, Glasur und Krakura
Die Vase ist aus Fayence-Keramik gefertigt und glasiert. Die helle Fläche dient als Hintergrund für die Mal-Dekoration, wobei Kobaltblau die dominierende Farbe ist.
In traditionellen Techniken der Fayence-Dekoration verwendete man Glasuren und Pigmente, deren endgültiges Aussehen vom Rohmaterial und den Brennbedingungen abhängt. Die Blautöne können von zarten Himmels- bis zu tiefem Marineblau variieren.
Auf der Oberfläche des beschriebenen Exemplars ist, nach den gelieferten Informationen, ein regelmäßiges Netz feiner Glasursprünge sichtbar, bekannt als Krakura. Dieses Phänomen kann durch unterschiedliche thermische Ausdehnung von Glasur und Keramik entstehen.
Krakura kommt in älterer Keramik vor, ist jedoch kein eindeutiger Beweis für das Alter oder die Echtheit. Ihr Charakter muss zusammen mit der Verarbeitungstechnik, dem Oberflächenzustand und den Bodenmarkierungen bewertet werden.
Laut Beschreibung behält die Glasur Glanz, ohne offensichtliche Mattierungen oder mechanische Abnutzungen. Die Oberflächenstruktur trägt zum visuellen Charakter des Objekts bei und betont die keramische Natur des Materials.
Bei dem Exemplar mit umfangreicher kobaltblauer Dekoration ist außerdem der Zustand der bemalten Schicht von Bedeutung. Ihre Kontinuität, Konturenlesbarkeit und Farbvariation beeinflussen die Wahrnehmung der gesamten Komposition.
7. Malere-Dekoration – Delft Blue
Das zentrale visuelle Element des Vasen-Designs ist die kobaltblaue Dekoration, basierend auf dem Kontrast zwischen hellem Hintergrund und intensiveren Blau- und Marineblau-Tönen.
Der Schwerpunkt der Komposition ist ein ausgedehntes Blumenmotiv. Laut Beschreibung umfasst die Dekoration stilisierte Blütenformen wie Pfingstrosen, Chrysanthemen und Tulpen, verbunden mit Blättern und pflanzlichen Ornamenten.
Zusätzlich ergänzen rankende Triebe, Palmetten und dekorative Blatt-Elemente die Fläche des Korpus und betonen dessen runde Form.
Die Variation der Kobalttöne erzeugt einen räumlichen Effekt. Dunklere Partien setzen visuelle Akzente, während hellere Töne Übergänge zwischen den einzelnen Elementen der Komposition mildern.
Die Verbindung von floraler Ornamentik mit einer klassischen Farbpalette verankert die Vase in der breiten Tradition holländischer dekorativer Keramik.
Die Komposition ist so angelegt, dass sie dem runden Korpus folgt und die Dekoration der Form des Gefäßes folgt, wodurch deren räumliche Erscheinung betont wird. Die Kombination floraler Motive mit stärkeren Kobalttönen verleiht dem Gesamtbild einen markanten, aber harmonischen Charakter.
8. Formanalyse und Verwendungszweck
Die Vase hat eine offene Form, ohne Deckel. Ihre Silhouette besteht aus abgerundeten Korpusteilen, einer Verengung und einem oberen, offenen Ausguss.
Das Fehlen eines Deckels entspricht der beschriebenen Exemplarcharakteristik; jedoch reicht die Form des Ausgusses allein nicht aus, um die ursprüngliche Produktionstauglichkeit ohne Vergleich mit einem Musterkatalog festzustellen.
Die Form kann dekorativ als eigenständiges Objekt genutzt werden. Je nach Erhaltungszustand und Dichtheit der Glasur kann die Vase auch als Blumenvase eingesetzt werden; vor dem Befüllen mit Wasser sollte ihre Dichtheit geprüft werden.
Eine Höhe von ca. 34 cm verleiht ihr eine deutliche Gestaltungskraft. Die ausgedehnte Silhouette macht sie besonders geeignet für Sideboards, Konsolen, Podeste oder Vitrinen zur Keramik-Ausstellung.
Die Vase lässt sich mit anderen Objekten der Delft Blue-Tradition kombinieren, mit blau bemalter Porzellan und Innenraumausstattung im Stil klassischer europäischer Dekorformen.
9. Signatur und Kennzeichnungen am Boden
Nach der vorgelegten Interpretation befindet sich am Boden ein Set von Kennzeichnungen, die der Manufaktur Potterie Oud Delft zugeordnet werden. Ihre Anordnung umfasst ein grafisches Symbol, eine Textkennzeichnung, die Modellnummer sowie zusätzliche alphanumerische Aufschriften.
9.1. Hauptgrafische Zeichen – stilisiertes Töpferrad
Zentraler Bestandteil der Kennzeichnung ist ein Symbol, das als stilisiertes Töpferrad gedeutet wird. Über ihm befinden sich die Buchstaben O-U-D, darunter steht Delft.
Diese Anordnung wird dem Zeichen Potterie Oud Delft zugeordnet und bildet die Grundlage zur Identifikation der Manufaktur. In katalogischer Beschreibung sollte das Zeichen von der Darstellung eines Ankers unterschieden werden, die durch eine vereinfachte Form oder Auslesung des Symbols nahegelegt werden könnte.
Die Interpretation als Töpferrad ist wichtig für die korrekte Zuordnung des Objekts. In Verbindung mit dem Namen Delft und zusätzlichen Kennzeichnungen bildet es ein zentrales Element der Dokumentation.
9.2. Textkennzeichnung Delft
Der Schriftzug Delft bezieht sich auf die holländische Keramiktradition, bekannt als Delftware oder Delft Blue. Bei 20. Jahrhundert-Waren kann dieser Name eher die stilistische und dekorative Tradition bezeichnen als den physischen Herstellungsort jedes Produktionsstadiums.
In Verbindung mit den Buchstaben O-U-D wird der Schriftzug als Teil der Kennzeichnung der Oud Delft-Niederlassung in Nijmegen interpretiert.
9.3. Modellnummer 046
Im oberen Bereich des Kennzeichnungsensembles steht die Angabe 046. Gemäß der übermittelten Identifikation entspricht diese Nummer dem Vase-Modell.
Die Nummer ist ein wichtiges Dokumentationsmerkmal, da sie den Vergleich der Form mit anderen Exemplaren desselben Typs ermöglicht. Die genaue katalogische Bedeutung erfordert jedoch eine Bestätigung in den Herstellermaterialien.
Die Vase entspricht dem Knobbelvaas-Typ, der sich durch einen ballonartigen Korpus und Verengungen auszeichnet. In Verbindung mit der Nummer 046 erlaubt dies eine präzisere Beschreibung des Objekts in der Auktion.
9.4. Zusatzkennzeichnungen: 3-6., R: und M.O.
Am Rand des Hauptzeichens befinden sich zusätzliche Aufschriften, lesbar als „3-6.“ und „R:“. Unten sind Initialen zu sehen, die als „M.O.“ gelesen werden.
Diese Kennzeichnungen können Produktions-, Dekorations- oder Kontrollzwecken dienen. Ihre genaue Bedeutung sollte nicht ohne Vergleich mit der Werkstattdokumentation und anderen Exemplaren mit ähnlichen Zeichen festgelegt werden.
Initialen M.O. können dem Hinweis auf eine Person zugeordnet sein, die an der Dekoration des Objekts beteiligt war; eine Zuordnung zu einen bestimmten Dekorateur bedarf jedoch einer unabhängigen Bestätigung.
Der handschriftliche Charakter der Aufzeichnungen, gemäß der übermittelten Interpretation, deutet darauf hin, dass die Beschriftung mit Pinsel erfolgt ist und nicht durch modernen Druck. Dies ist ein wichtiges visuelles Merkmal des Vase-Bodens, das in der katalogischen Dokumentation berücksichtigt werden sollte.
9.5. Bedeutung der handschriftlichen Beschriftung
Handschriftlich aufgebrachte Zeichen können Informationen über Produktionspraktiken einer bestimmten Manufaktur liefern. Ihre Anordnung, Schriftbild, Pigmentfarbe und der Abstand können hilfreich sein, Objekte zu vergleichen und das ungefähre Entstehungsdatum zu bestimmen.
Bei der vorliegenden Vase dient die manuelle Kalligrafie als eines der Elemente, auf denen das vorgeschlagene Datum basiert. Es handelt sich jedoch nicht um einen eigenständigen Beweis für eine festgelegte Produktionsyear oder Authentizität, daher sollte sie zusammen mit Form, Dekoration und weiteren Kennzeichnungen bewertet werden.
10. Datierung und historische Bedeutung der Signatur
Potterie Oud Delft wurde 1921 in Nijmegen gegründet. Demnach kann die präsentierte Vase, sofern die Zeichenkennung korrekt ist, nicht aus dem Zeitraum des Ersten Weltkriegs stammen.
Vorgeschlagter Zeitraum … basiert auf der dargestellten Interpretation der handschriftlichen Kennzeichnung sowie der Information, dass die Manufaktur im späteren Zeitraum die Art der Kennzeichnung geändert hat.
Handschriftliche Kennzeichnungen in Kobaltblau sind ein wesentliches Erkennungsmerkmal. Ihre Präsenz kann helfen, bestimmte Produktionsvarianten zu unterscheiden, aber der genaue Zeitpunkt der Umstellung auf mechanische Kennzeichnungen sollte in den Herstellungsquellen bestätigt werden.
Es ist wichtig zu betonen, dass handschriftliche Kennzeichnung nicht automatisch bedeutet, dass alle Teile der Vase handgefertigt wurden. Form, Glasur und Malerei können verschiedene Produktionsphasen umfassen, und die Ausführung jeder einzelnen Phase sollte separat bewertet werden.
In dieser Perspektive repräsentiert die Vase eine Nachkriegs-Tradition holländischer dekorativer Keramik, die historische Form mit kobaltblauer Dekoration und handschriftlicher Kennzeichnung kombiniert.
11. Zustand
Nach der übermittelten Beschreibung befindet sich die Vase in einem sehr guten Erhaltungszustand und präsentiert sich als sammlerisches Objekt.
- Rumpf: kein Bruch, zwei winzige (auf dem Foto) kaum sichtbare Absplitterungen.
- Ausguss: kein Absplitterungen.
- Boden: keine Absplitterungen.
- Glasur: Glanz erhalten; Krakura auf der Oberfläche vorhanden.
- Dekoration: gemäß Beschreibung ohne wesentliche Abnutzung oder größere Fehlstellen.
- Kennzeichnungen am Boden: gemäß Beschreibung lesbar, einschließlich grafischem Zeichen, Modellnummer und zusätzlichen Aufschriften.
Diese Beurteilung basiert auf der Angabe des Eigentümers. Vor Veröffentlichung des Angebots sollte der Ausguss, der Boden, die Glasur-Oberfläche und alle Dekorationsbereiche sorgfältig geprüft werden, ebenso wie eventuelle Reparaturen, Brüche oder Fehlstellen.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Glasurfläche in der Nähe von Ausguss und Boden, denn dort lassen sich kleine Gebrauchsspuren am ehesten erkennen.
Es ist auch sinnvoll, den Boden des Vasen zu fotografieren, um alle Zeichen eindeutig rekonstruieren zu können. Gute Dokumentation der Kennzeichnungen erleichtert potenziellen Käufern das Verständnis der Identifikation und des vorgeschlagenen Datums.
12. Sammlercharakter
Die Vase verbindet eine erkennbare Delft-Blue-Tradition, eine Blumendekoration in Kobalttönen und eine charakteristische Knobbelvaas-Silhouette. Ihre beträchtliche Größe, klassische Farbgebung und der umfangreiche Ornamentstil machen sie zu einem markanten Bestandteil einer Sammlung holländischer dekorativer Keramik.
Besonderes Augenmerk gilt der Verbindung historisierender Form mit Dekoration, wie sie in XX. Jahrhundert-Interpretationen der Delft-Tradition vorkommt. Der dekorative Rumpf, helle Glasur und die kobaltblaue Malerei schaffen eine Komposition mit starkem, klassischem Charakter.
Ein zusätzlicher dokumentarischer Wert ist das Bodenset mit Kennzeichnungen. Die Modellnummer, das grafische Zeichen und die handschriftlichen Aufschriften können bei der weiteren Identifikation des Objekts hilfreich sein und den Vergleich mit anderen Werken derselben Werkstatt ermöglichen.
Das Objekt könnte Sammler holländischer Fayence, Liebhaber traditioneller kobaltblauer Dekoration oder Personen, die große Keramik-Elemente für klassische und eklektische Innenräume suchen, interessieren.
13. Zusammenfassung des Angebots
Große holländische dekorative Vase des Knobbelvaas-Typs, der der Manufaktur Potterie Oud Delft aus Nijmegen zugeschrieben wird. Gefertigt aus Fayence-Glasur, verziert mit einer umfangreichen Blumenkombination in Kobaltblau auf hellgrauen Hintergrund.
Die Vase hat eine Höhe von ca. 34 cm und eine Breite von ca. 20 cm an der breitesten Stelle. Nach der gegebenen Interpretation zeigt der Boden das Symbol eines stilisierten Töpferrads mit den Buchstaben O-U-D, der Delft-Aufschrift, der Modellnummer 046 und weiteren Kennzeichnungen, einschließlich Initialen, gelesen als M.O.
Offene Form, ohne Deckel. Laut Aussage des Eigentümers befindet sich die Vase in sehr gutem Zustand, mit glänzender Glasur, gut lesbarer kobaltblauer Dekoration und ohne größere Schäden.
Das Objekt repräsentiert die Tradition holländischer Delft Blue-Keramik und zeichnet sich durch eine markante Silhouette, eine reiche Dekoration und ein klassisches Blau-Weiß-Farbenspiel aus.
Keramik Oud Delft, Nijmegen, Niederlande – großer Knobbelvaas-Vasen aus Delft Blue, Blumendekoration in Kobaltblau, Modell 046, handsigniert, H-34 cm
2. Grundinformationen
* Objekttyp: dekorative Vase.
* Kategorie: künstlerische Keramik, holländische Delftware-Tonware Delft-Blue.
* Hersteller: Potterie Oud Delft, Nijmegen, Niederlande, gemäß der Signaturidentifikation.
* Herkunftsland: Niederlande.
* Formtyp: Knobbelvaas, auch bekannt als Double Gourd.
* Modellnummer: 046, laut Lesung der Beschriftung am Boden.
* Datierung: ca. 1930–1950 basierend auf der zugeordneten Manufaktur und der Interpretation der Signierung.
* Material: glasierter Fayence-Ton.
* Dekorationstechnik: Malerdekoration in Kobaltblau auf hellem Untergrund.
* Farbgebung: Weiß, Blau und Tiefkobaltblau.
* Stil: tradiertes holländisches Delft Blue, dekoriert mit historischer floraler Ornamentik.
* Höhe: ca. 34 cm.
* Maximale Breite: ca. 20 cm.
* Form: offen, ohne Deckel.
* Bodenkennzeichnungen: stilisiertes Töpferrad-Symbol, Buchstaben O-U-D, Delft-Aufschrift, Modellnummer 046, zusätzliche alphanumerische Zeichen sowie Initialen, gelesen als M.O.
* Signierungsart: laut gezeigter Interpretation handschriftliche Verzierungen in Kobaltblau.
* Zustand: gemäß Beschreibung sehr gut, sammlerisch.
3. Objektbeschreibung
Eine stattliche holländische dekorative Vase des Knobbelvaas-Typs, der der Manufaktur Potterie Oud Delft aus Nijmegen zugeschrieben wird. Das Objekt besticht durch seine charakteristische mehrgliedrige Silhouette, die blomische Dekoration in Kobalttönen sowie das klassische Blau-Weiß-Schema, das mit der Delft Blue-Tradition assoziiert wird.
Die Vase hat eine Höhe von ca. 34 cm und eine Breite von ca. 20 cm an der breitesten Stelle des Bauchbereichs. Ihre ausgedehnte Form verleiht ihr eine markante räumliche Präsenz, und der kontrastreiche Dekor betont die Rundungen des Körpers und den Rhythmus der einzelnen Vessel-Abschnitte.
Die Oberfläche ist mit einem hellen Überzug versehen, auf dem eine reiche ornamentalische Komposition mit Blumen- und Pflanzmotiven angeordnet ist. Die Farbvariation des Kobalts schafft Tiefenwirkung und hebt einzelne Dekor-Elemente hervor.
Besonders auffällig ist der Boden der Vase, auf dem ein umfangreiches Zeichenensemble vorhanden ist, das das grafische Symbol der Potterie Oud Delft, Delft-Anzeige, Modellnummer sowie zusätzliche Zeichen und Initialen umfasst. Die manuelle Beschriftung, gemäß der übermittelten Interpretation, ist ein wesentlicher Identifikationsbestandteil des Exemplars.
Die offene Form verleiht der Vase das Aussehen eines eigenständigen Dekorationsobjekts, das sowohl als Bestandteil einer holländischen Keramik-Sammlung als auch als Akzent in klassisch oder eklektisch eingerichteten Räumen ausgestellt werden kann.
4. Formherkunft – Die Knobbelvaas-Tradition
Die Form, bekannt als Knobbelvaas und in der internationalen Fachsprache auch Double Gourd genannt, gehört zu den erkennbaren historischen Typen dekorativer Vasen. Ihre Silhouette wird durch abgerundete, ballonartige Korpusteile und eine Verengung geprägt, die der Vase eine rhythmische, mehrgliedrige Linie verleiht.
Inspirationen für diese Form finden sich in der europäischen historischen Keramik, einschließlich holländischer dekorativer Erzeugnisse, die seit dem 17. Jahrhundert durch das Interesse an chinesischer Porzellanware beeinflusst wurden. Besonders bedeutend war die Verbindung orientalischer Formal-Inspirationen mit der lokalen niederländischen Keramik-Tradition.
Eine Vase mit dieser Silhouette ist ein Beispiel dafür, bei dem ästhetische Merkmale stärker betont werden als die Nutzfunktion. Die klaren Wölbungen des Korpus schaffen eine Oberfläche, die sich gut für ausgedehnte Malereien eignet.
Die präsentierte Ausnahme repräsentiert diese Tradition in einem großzügigen Format, das eine Höhe von ca. 40 cm erreicht. Dadurch kann die Dekoration aus Nah- wie aus Distanz betrachtet werden, und die Vase wird zu einem auffälligen Element der Inneneinrichtung.
Ihre formale Typologie verbindet eine historisierende Silhouette mit Dekorationen, die typisch für holländische dekorative Keramik des 20. Jahrhunderts sind. Diese Kombination aus traditioneller Form und späterem Herstellungszeitraum ist ein zentrales Kennzeichen des Objekts.
5. Manufaktur Potterie Oud Delft und die holländische Fayence-Tradition
Niederlande zählen zu den wichtigsten europäischen Zentren der Entwicklung dekorativer Keramik, inspiriert von chinesischer Porzellanware. Die Delft Blue-Tradition hebt sich durch die Kombination eines hellen Untergrunds mit einer Mal-Dekoration in Blauton und Kobaltblau hervor.
Historisch war die Entwicklung dieser Keramik eng mit der Popularität der importierten ostasiatischen Porzellanware verbunden und mit dem Aufkommen lokaler Werkstätten, die eine eigenständige Ornamentik entwickelten. Motive wie Blumen, Landschaften, Pflanzen und Ornamente wurden zu einem wesentlichen Teil der holländischen Gebrauchskeramik.
Potterie Oud Delft wurde 1921 in Nijmegen gegründet und entwickelte die Tradition holländischer dekorativer Keramik im 20. Jahrhundert. Ihr Name verweist auf die alte Delftware-Tradition, und die Produkte verbinden historisierende Formen mit dekorativen Elementen für die Inneneinrichtung.
Der präsentierte Vase-Exemplar fügt sich in diese Tradition mit der Knobbelvaas-Form, der Weiß-Kobaltblau-Farbgebung und einem umfangreichen Pflanzenmotiv ein. Ihre Bodenkennzeichnungen bilden einen wichtigen Ausgangspunkt für die Identifikation des Herstellers und des Herstellungszeitraums.
Genaues Herstellungsdatum des konkreten Exemplars, der Zeitraum der Modellbezeichnung 046 und die detaillierte Geschichte der Produktion sollten durch den Abgleich des Bodenzeichens mit dokumentierten Beispielen der Werkstatt verifiziert werden.
6. Herstellungstechnik, Glasur und Krakura
Die Vase ist aus Fayence-Keramik gefertigt und glasiert. Die helle Fläche dient als Hintergrund für die Mal-Dekoration, wobei Kobaltblau die dominierende Farbe ist.
In traditionellen Techniken der Fayence-Dekoration verwendete man Glasuren und Pigmente, deren endgültiges Aussehen vom Rohmaterial und den Brennbedingungen abhängt. Die Blautöne können von zarten Himmels- bis zu tiefem Marineblau variieren.
Auf der Oberfläche des beschriebenen Exemplars ist, nach den gelieferten Informationen, ein regelmäßiges Netz feiner Glasursprünge sichtbar, bekannt als Krakura. Dieses Phänomen kann durch unterschiedliche thermische Ausdehnung von Glasur und Keramik entstehen.
Krakura kommt in älterer Keramik vor, ist jedoch kein eindeutiger Beweis für das Alter oder die Echtheit. Ihr Charakter muss zusammen mit der Verarbeitungstechnik, dem Oberflächenzustand und den Bodenmarkierungen bewertet werden.
Laut Beschreibung behält die Glasur Glanz, ohne offensichtliche Mattierungen oder mechanische Abnutzungen. Die Oberflächenstruktur trägt zum visuellen Charakter des Objekts bei und betont die keramische Natur des Materials.
Bei dem Exemplar mit umfangreicher kobaltblauer Dekoration ist außerdem der Zustand der bemalten Schicht von Bedeutung. Ihre Kontinuität, Konturenlesbarkeit und Farbvariation beeinflussen die Wahrnehmung der gesamten Komposition.
7. Malere-Dekoration – Delft Blue
Das zentrale visuelle Element des Vasen-Designs ist die kobaltblaue Dekoration, basierend auf dem Kontrast zwischen hellem Hintergrund und intensiveren Blau- und Marineblau-Tönen.
Der Schwerpunkt der Komposition ist ein ausgedehntes Blumenmotiv. Laut Beschreibung umfasst die Dekoration stilisierte Blütenformen wie Pfingstrosen, Chrysanthemen und Tulpen, verbunden mit Blättern und pflanzlichen Ornamenten.
Zusätzlich ergänzen rankende Triebe, Palmetten und dekorative Blatt-Elemente die Fläche des Korpus und betonen dessen runde Form.
Die Variation der Kobalttöne erzeugt einen räumlichen Effekt. Dunklere Partien setzen visuelle Akzente, während hellere Töne Übergänge zwischen den einzelnen Elementen der Komposition mildern.
Die Verbindung von floraler Ornamentik mit einer klassischen Farbpalette verankert die Vase in der breiten Tradition holländischer dekorativer Keramik.
Die Komposition ist so angelegt, dass sie dem runden Korpus folgt und die Dekoration der Form des Gefäßes folgt, wodurch deren räumliche Erscheinung betont wird. Die Kombination floraler Motive mit stärkeren Kobalttönen verleiht dem Gesamtbild einen markanten, aber harmonischen Charakter.
8. Formanalyse und Verwendungszweck
Die Vase hat eine offene Form, ohne Deckel. Ihre Silhouette besteht aus abgerundeten Korpusteilen, einer Verengung und einem oberen, offenen Ausguss.
Das Fehlen eines Deckels entspricht der beschriebenen Exemplarcharakteristik; jedoch reicht die Form des Ausgusses allein nicht aus, um die ursprüngliche Produktionstauglichkeit ohne Vergleich mit einem Musterkatalog festzustellen.
Die Form kann dekorativ als eigenständiges Objekt genutzt werden. Je nach Erhaltungszustand und Dichtheit der Glasur kann die Vase auch als Blumenvase eingesetzt werden; vor dem Befüllen mit Wasser sollte ihre Dichtheit geprüft werden.
Eine Höhe von ca. 34 cm verleiht ihr eine deutliche Gestaltungskraft. Die ausgedehnte Silhouette macht sie besonders geeignet für Sideboards, Konsolen, Podeste oder Vitrinen zur Keramik-Ausstellung.
Die Vase lässt sich mit anderen Objekten der Delft Blue-Tradition kombinieren, mit blau bemalter Porzellan und Innenraumausstattung im Stil klassischer europäischer Dekorformen.
9. Signatur und Kennzeichnungen am Boden
Nach der vorgelegten Interpretation befindet sich am Boden ein Set von Kennzeichnungen, die der Manufaktur Potterie Oud Delft zugeordnet werden. Ihre Anordnung umfasst ein grafisches Symbol, eine Textkennzeichnung, die Modellnummer sowie zusätzliche alphanumerische Aufschriften.
9.1. Hauptgrafische Zeichen – stilisiertes Töpferrad
Zentraler Bestandteil der Kennzeichnung ist ein Symbol, das als stilisiertes Töpferrad gedeutet wird. Über ihm befinden sich die Buchstaben O-U-D, darunter steht Delft.
Diese Anordnung wird dem Zeichen Potterie Oud Delft zugeordnet und bildet die Grundlage zur Identifikation der Manufaktur. In katalogischer Beschreibung sollte das Zeichen von der Darstellung eines Ankers unterschieden werden, die durch eine vereinfachte Form oder Auslesung des Symbols nahegelegt werden könnte.
Die Interpretation als Töpferrad ist wichtig für die korrekte Zuordnung des Objekts. In Verbindung mit dem Namen Delft und zusätzlichen Kennzeichnungen bildet es ein zentrales Element der Dokumentation.
9.2. Textkennzeichnung Delft
Der Schriftzug Delft bezieht sich auf die holländische Keramiktradition, bekannt als Delftware oder Delft Blue. Bei 20. Jahrhundert-Waren kann dieser Name eher die stilistische und dekorative Tradition bezeichnen als den physischen Herstellungsort jedes Produktionsstadiums.
In Verbindung mit den Buchstaben O-U-D wird der Schriftzug als Teil der Kennzeichnung der Oud Delft-Niederlassung in Nijmegen interpretiert.
9.3. Modellnummer 046
Im oberen Bereich des Kennzeichnungsensembles steht die Angabe 046. Gemäß der übermittelten Identifikation entspricht diese Nummer dem Vase-Modell.
Die Nummer ist ein wichtiges Dokumentationsmerkmal, da sie den Vergleich der Form mit anderen Exemplaren desselben Typs ermöglicht. Die genaue katalogische Bedeutung erfordert jedoch eine Bestätigung in den Herstellermaterialien.
Die Vase entspricht dem Knobbelvaas-Typ, der sich durch einen ballonartigen Korpus und Verengungen auszeichnet. In Verbindung mit der Nummer 046 erlaubt dies eine präzisere Beschreibung des Objekts in der Auktion.
9.4. Zusatzkennzeichnungen: 3-6., R: und M.O.
Am Rand des Hauptzeichens befinden sich zusätzliche Aufschriften, lesbar als „3-6.“ und „R:“. Unten sind Initialen zu sehen, die als „M.O.“ gelesen werden.
Diese Kennzeichnungen können Produktions-, Dekorations- oder Kontrollzwecken dienen. Ihre genaue Bedeutung sollte nicht ohne Vergleich mit der Werkstattdokumentation und anderen Exemplaren mit ähnlichen Zeichen festgelegt werden.
Initialen M.O. können dem Hinweis auf eine Person zugeordnet sein, die an der Dekoration des Objekts beteiligt war; eine Zuordnung zu einen bestimmten Dekorateur bedarf jedoch einer unabhängigen Bestätigung.
Der handschriftliche Charakter der Aufzeichnungen, gemäß der übermittelten Interpretation, deutet darauf hin, dass die Beschriftung mit Pinsel erfolgt ist und nicht durch modernen Druck. Dies ist ein wichtiges visuelles Merkmal des Vase-Bodens, das in der katalogischen Dokumentation berücksichtigt werden sollte.
9.5. Bedeutung der handschriftlichen Beschriftung
Handschriftlich aufgebrachte Zeichen können Informationen über Produktionspraktiken einer bestimmten Manufaktur liefern. Ihre Anordnung, Schriftbild, Pigmentfarbe und der Abstand können hilfreich sein, Objekte zu vergleichen und das ungefähre Entstehungsdatum zu bestimmen.
Bei der vorliegenden Vase dient die manuelle Kalligrafie als eines der Elemente, auf denen das vorgeschlagene Datum basiert. Es handelt sich jedoch nicht um einen eigenständigen Beweis für eine festgelegte Produktionsyear oder Authentizität, daher sollte sie zusammen mit Form, Dekoration und weiteren Kennzeichnungen bewertet werden.
10. Datierung und historische Bedeutung der Signatur
Potterie Oud Delft wurde 1921 in Nijmegen gegründet. Demnach kann die präsentierte Vase, sofern die Zeichenkennung korrekt ist, nicht aus dem Zeitraum des Ersten Weltkriegs stammen.
Vorgeschlagter Zeitraum … basiert auf der dargestellten Interpretation der handschriftlichen Kennzeichnung sowie der Information, dass die Manufaktur im späteren Zeitraum die Art der Kennzeichnung geändert hat.
Handschriftliche Kennzeichnungen in Kobaltblau sind ein wesentliches Erkennungsmerkmal. Ihre Präsenz kann helfen, bestimmte Produktionsvarianten zu unterscheiden, aber der genaue Zeitpunkt der Umstellung auf mechanische Kennzeichnungen sollte in den Herstellungsquellen bestätigt werden.
Es ist wichtig zu betonen, dass handschriftliche Kennzeichnung nicht automatisch bedeutet, dass alle Teile der Vase handgefertigt wurden. Form, Glasur und Malerei können verschiedene Produktionsphasen umfassen, und die Ausführung jeder einzelnen Phase sollte separat bewertet werden.
In dieser Perspektive repräsentiert die Vase eine Nachkriegs-Tradition holländischer dekorativer Keramik, die historische Form mit kobaltblauer Dekoration und handschriftlicher Kennzeichnung kombiniert.
11. Zustand
Nach der übermittelten Beschreibung befindet sich die Vase in einem sehr guten Erhaltungszustand und präsentiert sich als sammlerisches Objekt.
- Rumpf: kein Bruch, zwei winzige (auf dem Foto) kaum sichtbare Absplitterungen.
- Ausguss: kein Absplitterungen.
- Boden: keine Absplitterungen.
- Glasur: Glanz erhalten; Krakura auf der Oberfläche vorhanden.
- Dekoration: gemäß Beschreibung ohne wesentliche Abnutzung oder größere Fehlstellen.
- Kennzeichnungen am Boden: gemäß Beschreibung lesbar, einschließlich grafischem Zeichen, Modellnummer und zusätzlichen Aufschriften.
Diese Beurteilung basiert auf der Angabe des Eigentümers. Vor Veröffentlichung des Angebots sollte der Ausguss, der Boden, die Glasur-Oberfläche und alle Dekorationsbereiche sorgfältig geprüft werden, ebenso wie eventuelle Reparaturen, Brüche oder Fehlstellen.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Glasurfläche in der Nähe von Ausguss und Boden, denn dort lassen sich kleine Gebrauchsspuren am ehesten erkennen.
Es ist auch sinnvoll, den Boden des Vasen zu fotografieren, um alle Zeichen eindeutig rekonstruieren zu können. Gute Dokumentation der Kennzeichnungen erleichtert potenziellen Käufern das Verständnis der Identifikation und des vorgeschlagenen Datums.
12. Sammlercharakter
Die Vase verbindet eine erkennbare Delft-Blue-Tradition, eine Blumendekoration in Kobalttönen und eine charakteristische Knobbelvaas-Silhouette. Ihre beträchtliche Größe, klassische Farbgebung und der umfangreiche Ornamentstil machen sie zu einem markanten Bestandteil einer Sammlung holländischer dekorativer Keramik.
Besonderes Augenmerk gilt der Verbindung historisierender Form mit Dekoration, wie sie in XX. Jahrhundert-Interpretationen der Delft-Tradition vorkommt. Der dekorative Rumpf, helle Glasur und die kobaltblaue Malerei schaffen eine Komposition mit starkem, klassischem Charakter.
Ein zusätzlicher dokumentarischer Wert ist das Bodenset mit Kennzeichnungen. Die Modellnummer, das grafische Zeichen und die handschriftlichen Aufschriften können bei der weiteren Identifikation des Objekts hilfreich sein und den Vergleich mit anderen Werken derselben Werkstatt ermöglichen.
Das Objekt könnte Sammler holländischer Fayence, Liebhaber traditioneller kobaltblauer Dekoration oder Personen, die große Keramik-Elemente für klassische und eklektische Innenräume suchen, interessieren.
13. Zusammenfassung des Angebots
Große holländische dekorative Vase des Knobbelvaas-Typs, der der Manufaktur Potterie Oud Delft aus Nijmegen zugeschrieben wird. Gefertigt aus Fayence-Glasur, verziert mit einer umfangreichen Blumenkombination in Kobaltblau auf hellgrauen Hintergrund.
Die Vase hat eine Höhe von ca. 34 cm und eine Breite von ca. 20 cm an der breitesten Stelle. Nach der gegebenen Interpretation zeigt der Boden das Symbol eines stilisierten Töpferrads mit den Buchstaben O-U-D, der Delft-Aufschrift, der Modellnummer 046 und weiteren Kennzeichnungen, einschließlich Initialen, gelesen als M.O.
Offene Form, ohne Deckel. Laut Aussage des Eigentümers befindet sich die Vase in sehr gutem Zustand, mit glänzender Glasur, gut lesbarer kobaltblauer Dekoration und ohne größere Schäden.
Das Objekt repräsentiert die Tradition holländischer Delft Blue-Keramik und zeichnet sich durch eine markante Silhouette, eine reiche Dekoration und ein klassisches Blau-Weiß-Farbenspiel aus.

