Eine Skulptur aus Holz - Fon - Benin (Ohne mindestpreis)






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
69 € | ||
|---|---|---|
66 € | ||
63 € | ||
Käuferschutz auf Catawiki
Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen
Trustpilot 4.4 | 143856 Bewertungen
Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.
Eine hölzerne Fon anthropomorphe Kultfigur aus der Comé-Region im Süden Benins, 87 cm hoch, 1,3 kg, mit Stand, in gutem Zustand, authentisch Original.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Fon-Skulptur – Anthropomorphe Kultfigur mit blauer Farbe
Herkunft: Comé-Region, Südbenin
Kulturelle Zuschreibung: Fon, zugeordnet
Material: Holz, geschnitzt, mit intensiver blauer Pigmentfarbe und Spuren hellerer Farbe, inkl. Sockel.
Beschreibung
Diese anthropomorphe Holzskulptur aus der Comé-Region im Süden Benins zeichnet sich durch ihre außergewöhnlich verlängerte, streng vertikale Komposition und eine intensive, fast einfarbige blaue Oberflächenfarbe aus. Die Figur erhebt sich aus einer kleinen, nahezu rechteckigen Basis, aus der zwei kurze, getrennte Beine hervortreten. Oberhalb steigt ein spaltenförmiger, leicht gebogener Torso empor, dessen Oberfläche von zahlreichen vertikalen Werkzeugspuren und feinen Rissen durchzogen ist. Die Arme sind nicht separat geschnitzt, was dem Körper eine geschlossene, säulenartige Form verleiht. Zwei kreisförmige, modellierte Erhebungen unterteilen die Figur: Die untere markiert den Übergang zwischen Torso und Beinen, während die obere die Grenze zwischen dem üppigen Körper und dem auffallend langen, zylindrischen Hals bzw. Obertorso bildet. Der schmale, aufrechte Kopf besitzt eine runde Schädelkappe, eine ausgeprägte, verlängerte Nase und große, kreisrunde, herausstehende Augen. Die seitlich gesetzten Ohren erscheinen als kompakte, leicht unregelmäßige Ausstülpungen. Besonders charakteristisch ist der offene Mund mit klaren Lippen und Spuren heller Farbe im Inneren, der den Eindruck von sichtbaren Zähnen erzeugt. Die Gesichtszüge verleihen der ansonsten statischen Figur eine bemerkenswerte Lebendigkeit. Das kräftige Blau überzieht fast den gesamten Körper, zeigt aber Bereiche von Abplatzungen, Abrieb und dunkleren Flecken, unter denen die Holzmaserung sichtbar wird. Das Wechselspiel aus lebendiger Farbe, rauer Oberfläche und streng vereinfachter Anatomie erzeugt einen Erscheinungswert, der sowohl archaistisch als auch formal eigenständig wirkt. Der in dem Foto sichtbare schwarze Ausstellungsuntergrund scheint eine spätere Zugabe zu sein, vermutlich zu Museums- oder Galaverwendungszwecken.
Kultureller und geografischer Kontext
Die Fon gehören zu den bedeutendsten kulturellen Gemeinschaften im südlichen Benin. Ihre Geschichte ist eng mit dem Königreich Dahomey verknüpft, das sich ab dem 17. Jahrhundert zu einer einflussreichen politischen und militärischen Macht in Westafrika entwickelte. Das historische Zentrum dieses Königreichs war Abomey, während die südlichen Küstenregionen durch umfangreiche Handelkontakte und intensive kulturelle Austauschprozesse zwischen den Fon, Aja, Hueda und anderen Ethnien geprägt waren. Die Comé-Region liegt in einer solchen kulturellen Übergangszone, weshalb eine eindeutige ethnische Zuschreibung einzelner Objekte allein anhand ihres Entdeckungs- oder Erwerbsortes nicht möglich ist. Die religiösen Traditionen der Fon werden maßgeblich durch Vodun geprägt, ein komplexes System spiritueller Überzeugungen, in dem Götter, Naturkräfte, Ahnen und lokale Schutzkräfte miteinander verbunden sind. Materielle Objekte spielen innerhalb dieser religiösen Praxis eine zentrale Rolle. Skulpturen, Altäre, Gefäße und Kultgegenstände, die mit verschiedenen Substanzen imprägniert sind, können als Träger oder Vermittler spiritueller Beziehungen dienen. Ihre Bedeutung ergibt sich nicht ausschließlich aus ihrer äußeren Form, sondern vor allem aus ihrer rituellen Einbindung, den ihnen zugeschriebenen Mächten und den Handlungen, durch die sie aktiviert und aufrechterhalten werden. Anthropomorphe Holzfiguren sind in diesem Zusammenhang für verschiedene Funktionen bekannt, deren Erscheinungsformen regional und historisch stark variieren.
Symbolik und rituelle Funktion
Das Auffälligste an der gegenwärtigen Skulptur ist zweifellos die intensive Blautönung. In der westafrikanischen religiösen Bildsprache können Farben spezifische spirituelle Kräfte, kosmische Reiche oder rituelle Kontexte signalisieren. Ihre Bedeutung ist jedoch keineswegs einheitlich, sondern hängt von der jeweiligen Gemeinschaft, der ansprechenden Gottheit und dem spezifischen Zeremonienkontext ab. Im Vodun des südlichen Benins spielen wasserbezogene Kräfte und Gottheiten eine besondere Rolle. Dazu gehören unter anderem verschiedene Manifestationen von Mami Wata sowie lokales Wasser-Vodun, dessen bildliche Darstellungen in bestimmten Kontexten mit blauen oder weißen Farbtönen assoziiert werden können. Eine direkte Identifizierung der hier vorliegenden Figur mit einer solchen Gottheit kann jedoch allein anhand der Farbgebung nicht hergestellt werden. Ebenso unsicher ist, ob die blaue Farbe ursprünglich aufgetragen oder später im Gebrauch erneuert wurde. Der offene Mund könnte als Ausdruck von Sprache, Invocation oder spiritueller Gegenwart gedeutet werden. Die stark hervortretenden Augen können ebenso als Zeichen erhöhter Wachsamkeit interpretiert werden.
Es lassen sich verschiedene Deutungen anstellen. Solche Interpretationen bleiben jedoch hypothetisch, solange ethnografische Informationen über die ursprüngliche Funktion des Objekts fehlen. Die ringförmigen Körpersegmente könnten dekorative Elemente, abstrakte anatomische Übergänge oder absichtlich gesetzte formale Markierungen darstellen. Ihre spezifische symbolische Bedeutung ist nicht dokumentiert. Eine Nutzung als schützende Figur, als Teil eines häuslichen oder gemeinschaftlichen Schreins oder als Repräsentation einer Geistesautorität erscheint im regionalen kulturellen Kontext denkbar, aber als Beweis für dieses spezielle Objekt nicht erwiesen.
kunsthistorische Analyse
Aus kunsthistorischer Sicht besitzt die Skulptur eine bemerkenswerte Eigenständigkeit. Ihr Design basiert auf einer radikalen Vereinfachung der menschlichen Anatomie, wodurch der Körper auf wenige klar definierte skulpturale Einheiten reduziert wird. Der verlängerte Kopf, der säulenartige Hals und der geschlossene, spaltenförmige Torso folgen einer konsequent verticalen Ordnung. Die umlaufenden ringförmigen Erhebungen schaffen rhythmische Unterbrechungen und verleihen der Figur eine fast architektonische Gliederung. Besonders interessant ist das Verhältnis zwischen dem weitgehend abstrakten Körper und der vergleichsweise detaillierten Ausarbeitung des Gesichts. Während Arme und Hände vollständig fehlen, werden Augen, Nase, Ohren und Mund mit besonderer Sorgfalt behandelt. Dies konzentriert die expressive Wirkung auf den Kopf, der zum eigentlichen Zentrum der Komposition wird. Die blaue Farbgebung verstärkt die formale Einheit und lässt die Skulptur als zusammenhängende, dreidimensionale Form erscheinen. Gleichzeitig fallen die unregelmäßigen Schnitzspuren und die vielschichtige Farbschicht deutlich ins Auge. Diese materielle Lebendigkeit verhindert jeden starren geometrischen Effekt und deutet auf die direkte Bearbeitung des Holzes hin. Vergleichbare Prinzipien der Verlängerung und anatomischen Reduktion finden sich in verschiedenen westafrikanischen Skulpturtraditionen. Eine spezifische stilistische Zuordnung zu einem bestimmten Workshop oder einer lokalen Fon-Schule der Skulptur lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.
kunsthistorische Bewertung
Die einzigartige ästhetische Qualität dieser Figur liegt in der Spannung zwischen strenger formaler Ordnung und intensiver physiognomischer Ausdruckskraft. Der Körper wirkt nahezu unbeweglich, während das Gesicht mit weit geöffneten Augen und markantem Mund eine ungewöhnliche Präsenz entwickelt. Die lebendige Blaufärbung verleiht dem Objekt eine visuelle Intensität, die es unter den vielfältigen anthropomorphen Holzskulpturen des südlichen Benins hervorhebt. Als künstlerischer Zeuge einer regionalen visuellen Sprache, die menschliche Form, Farbe und potenzielle spirituelle Bedeutung miteinander verknüpft, besitzt die Skulptur eine einzigartige Wirkung. Ihre genaue Funktion und Datierung bleiben unklar aufgrund fehlender zusätzlicher Dokumentation. Diese Unterscheidung zwischen etablierter formaler Beobachtung und vorsichtiger kultureller Interpretation ist entscheidend für eine adäquate kunsthistorische Einordnung.
Literatur
Suzanne Preston Blier: African Vodun: Art, Psychology, and Power. University of Chicago Press, Chicago und London, 1995.
Melville J. Herskovits: Dahomey: An Ancient West African Kingdom. 2 Bände, J. J. Augustin, New York, 1938.
Robert Farris Thompson: Flash of the Spirit: African and Afro-American Art and Philosophy. Random House, New York, 1983.
Die genannten Publikationen dienen der allgemeinen kulturhistorischen und religiös-ethnologischen Kontextualisierung; sie stellen keinen Beleg für eine spezifische Veröffentlichung der fraglichen Skulptur dar.
Urheberrecht und wissenschaftliche Dokumentation
Einige der Informationen und Fotografien wurden mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und basieren auf veröffentlichten Quellen in Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte. Originaltexte und Fotografien können urheberrechtlich geschützt sein. Alle Rechte stehen den jeweiligen Urheberinnen und Urhebern zu.
Inventar-Nr. MAZ30770
Informant: Wassiu
Der Verkäufer stellt sich vor
Fon-Skulptur – Anthropomorphe Kultfigur mit blauer Farbe
Herkunft: Comé-Region, Südbenin
Kulturelle Zuschreibung: Fon, zugeordnet
Material: Holz, geschnitzt, mit intensiver blauer Pigmentfarbe und Spuren hellerer Farbe, inkl. Sockel.
Beschreibung
Diese anthropomorphe Holzskulptur aus der Comé-Region im Süden Benins zeichnet sich durch ihre außergewöhnlich verlängerte, streng vertikale Komposition und eine intensive, fast einfarbige blaue Oberflächenfarbe aus. Die Figur erhebt sich aus einer kleinen, nahezu rechteckigen Basis, aus der zwei kurze, getrennte Beine hervortreten. Oberhalb steigt ein spaltenförmiger, leicht gebogener Torso empor, dessen Oberfläche von zahlreichen vertikalen Werkzeugspuren und feinen Rissen durchzogen ist. Die Arme sind nicht separat geschnitzt, was dem Körper eine geschlossene, säulenartige Form verleiht. Zwei kreisförmige, modellierte Erhebungen unterteilen die Figur: Die untere markiert den Übergang zwischen Torso und Beinen, während die obere die Grenze zwischen dem üppigen Körper und dem auffallend langen, zylindrischen Hals bzw. Obertorso bildet. Der schmale, aufrechte Kopf besitzt eine runde Schädelkappe, eine ausgeprägte, verlängerte Nase und große, kreisrunde, herausstehende Augen. Die seitlich gesetzten Ohren erscheinen als kompakte, leicht unregelmäßige Ausstülpungen. Besonders charakteristisch ist der offene Mund mit klaren Lippen und Spuren heller Farbe im Inneren, der den Eindruck von sichtbaren Zähnen erzeugt. Die Gesichtszüge verleihen der ansonsten statischen Figur eine bemerkenswerte Lebendigkeit. Das kräftige Blau überzieht fast den gesamten Körper, zeigt aber Bereiche von Abplatzungen, Abrieb und dunkleren Flecken, unter denen die Holzmaserung sichtbar wird. Das Wechselspiel aus lebendiger Farbe, rauer Oberfläche und streng vereinfachter Anatomie erzeugt einen Erscheinungswert, der sowohl archaistisch als auch formal eigenständig wirkt. Der in dem Foto sichtbare schwarze Ausstellungsuntergrund scheint eine spätere Zugabe zu sein, vermutlich zu Museums- oder Galaverwendungszwecken.
Kultureller und geografischer Kontext
Die Fon gehören zu den bedeutendsten kulturellen Gemeinschaften im südlichen Benin. Ihre Geschichte ist eng mit dem Königreich Dahomey verknüpft, das sich ab dem 17. Jahrhundert zu einer einflussreichen politischen und militärischen Macht in Westafrika entwickelte. Das historische Zentrum dieses Königreichs war Abomey, während die südlichen Küstenregionen durch umfangreiche Handelkontakte und intensive kulturelle Austauschprozesse zwischen den Fon, Aja, Hueda und anderen Ethnien geprägt waren. Die Comé-Region liegt in einer solchen kulturellen Übergangszone, weshalb eine eindeutige ethnische Zuschreibung einzelner Objekte allein anhand ihres Entdeckungs- oder Erwerbsortes nicht möglich ist. Die religiösen Traditionen der Fon werden maßgeblich durch Vodun geprägt, ein komplexes System spiritueller Überzeugungen, in dem Götter, Naturkräfte, Ahnen und lokale Schutzkräfte miteinander verbunden sind. Materielle Objekte spielen innerhalb dieser religiösen Praxis eine zentrale Rolle. Skulpturen, Altäre, Gefäße und Kultgegenstände, die mit verschiedenen Substanzen imprägniert sind, können als Träger oder Vermittler spiritueller Beziehungen dienen. Ihre Bedeutung ergibt sich nicht ausschließlich aus ihrer äußeren Form, sondern vor allem aus ihrer rituellen Einbindung, den ihnen zugeschriebenen Mächten und den Handlungen, durch die sie aktiviert und aufrechterhalten werden. Anthropomorphe Holzfiguren sind in diesem Zusammenhang für verschiedene Funktionen bekannt, deren Erscheinungsformen regional und historisch stark variieren.
Symbolik und rituelle Funktion
Das Auffälligste an der gegenwärtigen Skulptur ist zweifellos die intensive Blautönung. In der westafrikanischen religiösen Bildsprache können Farben spezifische spirituelle Kräfte, kosmische Reiche oder rituelle Kontexte signalisieren. Ihre Bedeutung ist jedoch keineswegs einheitlich, sondern hängt von der jeweiligen Gemeinschaft, der ansprechenden Gottheit und dem spezifischen Zeremonienkontext ab. Im Vodun des südlichen Benins spielen wasserbezogene Kräfte und Gottheiten eine besondere Rolle. Dazu gehören unter anderem verschiedene Manifestationen von Mami Wata sowie lokales Wasser-Vodun, dessen bildliche Darstellungen in bestimmten Kontexten mit blauen oder weißen Farbtönen assoziiert werden können. Eine direkte Identifizierung der hier vorliegenden Figur mit einer solchen Gottheit kann jedoch allein anhand der Farbgebung nicht hergestellt werden. Ebenso unsicher ist, ob die blaue Farbe ursprünglich aufgetragen oder später im Gebrauch erneuert wurde. Der offene Mund könnte als Ausdruck von Sprache, Invocation oder spiritueller Gegenwart gedeutet werden. Die stark hervortretenden Augen können ebenso als Zeichen erhöhter Wachsamkeit interpretiert werden.
Es lassen sich verschiedene Deutungen anstellen. Solche Interpretationen bleiben jedoch hypothetisch, solange ethnografische Informationen über die ursprüngliche Funktion des Objekts fehlen. Die ringförmigen Körpersegmente könnten dekorative Elemente, abstrakte anatomische Übergänge oder absichtlich gesetzte formale Markierungen darstellen. Ihre spezifische symbolische Bedeutung ist nicht dokumentiert. Eine Nutzung als schützende Figur, als Teil eines häuslichen oder gemeinschaftlichen Schreins oder als Repräsentation einer Geistesautorität erscheint im regionalen kulturellen Kontext denkbar, aber als Beweis für dieses spezielle Objekt nicht erwiesen.
kunsthistorische Analyse
Aus kunsthistorischer Sicht besitzt die Skulptur eine bemerkenswerte Eigenständigkeit. Ihr Design basiert auf einer radikalen Vereinfachung der menschlichen Anatomie, wodurch der Körper auf wenige klar definierte skulpturale Einheiten reduziert wird. Der verlängerte Kopf, der säulenartige Hals und der geschlossene, spaltenförmige Torso folgen einer konsequent verticalen Ordnung. Die umlaufenden ringförmigen Erhebungen schaffen rhythmische Unterbrechungen und verleihen der Figur eine fast architektonische Gliederung. Besonders interessant ist das Verhältnis zwischen dem weitgehend abstrakten Körper und der vergleichsweise detaillierten Ausarbeitung des Gesichts. Während Arme und Hände vollständig fehlen, werden Augen, Nase, Ohren und Mund mit besonderer Sorgfalt behandelt. Dies konzentriert die expressive Wirkung auf den Kopf, der zum eigentlichen Zentrum der Komposition wird. Die blaue Farbgebung verstärkt die formale Einheit und lässt die Skulptur als zusammenhängende, dreidimensionale Form erscheinen. Gleichzeitig fallen die unregelmäßigen Schnitzspuren und die vielschichtige Farbschicht deutlich ins Auge. Diese materielle Lebendigkeit verhindert jeden starren geometrischen Effekt und deutet auf die direkte Bearbeitung des Holzes hin. Vergleichbare Prinzipien der Verlängerung und anatomischen Reduktion finden sich in verschiedenen westafrikanischen Skulpturtraditionen. Eine spezifische stilistische Zuordnung zu einem bestimmten Workshop oder einer lokalen Fon-Schule der Skulptur lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.
kunsthistorische Bewertung
Die einzigartige ästhetische Qualität dieser Figur liegt in der Spannung zwischen strenger formaler Ordnung und intensiver physiognomischer Ausdruckskraft. Der Körper wirkt nahezu unbeweglich, während das Gesicht mit weit geöffneten Augen und markantem Mund eine ungewöhnliche Präsenz entwickelt. Die lebendige Blaufärbung verleiht dem Objekt eine visuelle Intensität, die es unter den vielfältigen anthropomorphen Holzskulpturen des südlichen Benins hervorhebt. Als künstlerischer Zeuge einer regionalen visuellen Sprache, die menschliche Form, Farbe und potenzielle spirituelle Bedeutung miteinander verknüpft, besitzt die Skulptur eine einzigartige Wirkung. Ihre genaue Funktion und Datierung bleiben unklar aufgrund fehlender zusätzlicher Dokumentation. Diese Unterscheidung zwischen etablierter formaler Beobachtung und vorsichtiger kultureller Interpretation ist entscheidend für eine adäquate kunsthistorische Einordnung.
Literatur
Suzanne Preston Blier: African Vodun: Art, Psychology, and Power. University of Chicago Press, Chicago und London, 1995.
Melville J. Herskovits: Dahomey: An Ancient West African Kingdom. 2 Bände, J. J. Augustin, New York, 1938.
Robert Farris Thompson: Flash of the Spirit: African and Afro-American Art and Philosophy. Random House, New York, 1983.
Die genannten Publikationen dienen der allgemeinen kulturhistorischen und religiös-ethnologischen Kontextualisierung; sie stellen keinen Beleg für eine spezifische Veröffentlichung der fraglichen Skulptur dar.
Urheberrecht und wissenschaftliche Dokumentation
Einige der Informationen und Fotografien wurden mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und basieren auf veröffentlichten Quellen in Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte. Originaltexte und Fotografien können urheberrechtlich geschützt sein. Alle Rechte stehen den jeweiligen Urheberinnen und Urhebern zu.
Inventar-Nr. MAZ30770
Informant: Wassiu
Der Verkäufer stellt sich vor
Details
Rechtliche Informationen des Verkäufers
- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
AGB
AGB des Verkäufers. Mit einem Gebot auf dieses Los akzeptieren Sie ebenfalls die AGB des Verkäufers.
Widerrufsbelehrung
- Frist: 14 Tage sowie gemäß den hier angegebenen Bedingungen
- Rücksendkosten: Käufer trägt die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Ware
- Vollständige Widerrufsbelehrung
